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Jüdische Wochenschau · 1960-05-31 · 1782 (31.5.1960) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1782 (31.5.1960)
Date
1960-05-31
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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6 — Martes. 31 de Mayo de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1782 1’ - I IP.-'f/í-' . I#' rífe IE EREIGNISSE DER WOCHE San Martin-Strasse in Jerusalem In Jerusalem wurde die San Martin-Strasse eingeweiht, die diesen Namen zur Ehrung des Befreiers Argentiniens und im Anschluss an die 150-Jahrfeier: der Mairevolution erhielt. Der Zeremonie wohnten Israels Aussenminister Golda Meir, der argentinische Botschafter Dr. Garcia Arias und diplomatische Vertreter anderer lateinamerikanischer Länder, der Generaldirektor des Aussenministeriums, der Bür. germeister von Jerusalem und Mitglieder des Stadtrats, hohe Beamte und bekannte Persönlichkeiten bei. Während Soldaten des israelischen Heeres salutierten, wurden die Fahnen Argentiniens und Israels gehisst. Der Bürgermeister * von Jerusalem, Isch Shalom, hielt die Eröffnungsrede. Er betonte, die israelische Hauptstadt und ihre Bürger seien glücklich, ihrer Freundschaft und Wertschätzung für Argentinien dadurch Ausdruck verleihen zu können, dass eine ihrer Strassen von un ab den Namen des Generals San Martin trägt, dessen Verdienste und hervorragende Charaktereigenschaften er würdigte. Hierauf sprach Frau Golda Meir. Sie führte aus, die Benennung einer Strasse mit dem Namen San Martins sei ein Symbol der Freundschaft, die Israel der Republik Argentinien entgegenbringt, sowie für die gemeinsame Liebe beider Ländar aur Demokratie und Freiheit. Aber der Name des Befreiers Argentiiiiens in einer Strasse Jerusalems habe auch für die Kinder in Israel erzieherischen Wert, denn diese könnten hieraus das Befreiungswerk Argentiniens hennenlemen, was dazu die- Argentiniens ziehen, um die I Zukunft Israels aufzubauen, in der Sehnsucht nach Frieden und im Streben nach Frau Meir wies darauf hin, dass San Martins Befreiungstat die Idee der Unabhängigkeit der Völker verbreitet und ihn dazu veranlasst habe, auch anderen Ländern die Freiheit zu bringen. Sie zog eine Parallele zwischen dem Kampf für die Freiheit Argentiniens, deren Schöpfer San Martin war, und dem Kampf, den das Volk von Israel für seine eigene Freiheit geführt habe, wobei sie der Gründer der Hagana gedachte, die die Vorläufer dieses Kampfes waren. Botschafter Garcia Arias spricht Schliesslich ergriff der argentinische Botschafter Dr. Garcia Arias das Wort und führte folgendes aus: „Vor 150 Jahren haben argentinische Patrioten bei der Schaffung einer Regierung, die aus dem Volkswillen entsprang, ihre Inspiration aus den Prinzipien der Frei- . heit geschöpft und so Argen- .150. Unabhan.gigkeitstag den ethischen Grundsätzen, in denen das jüdische Volk der Welt als Beispiel dient.” Dr. García Arias beendete seine Ansprache mit dem Dank im Namen seiner Regierung und des argentinischen Volkes für die Ehre, die seinem Nationalhelden erwiesen werde, wobei er den "Wert hervorhob, den dies für die Engergestaltung der Freundschaft zwischen beiden Ländern haben werde. Institut für Kulturaustausch Im Instituto de Intercambio Cultural Argentino-Israelí, Paraguay 1535, wird am 16. Juni um 21 Uhr Dr. Günther Ballin, Professor für Germanistik an der Facultad’ de Filosofía y 'Letras der Universität Buenos Aires einen Vortrag über „El Tema Judío en la Literatura Alemana” halten. lig einzugliedern in dieses Volk von freien Männern, die an die Demokratie und die moralischen Werte glauben und auf den menschlichen Fortschritt vertrauen. DAIÄ zum tinien einen Ehrenplatz im Konzert der freien Nationen gesichert.” — Er nannte San Martin die bedeutendste Gestalt in der Geschichte der argentinischen Freiheit, und er sei es gewesen, der dazu beigetragen hat, die geheiligten Ideale der Demokratie, Menschenwürde, Toleranz und Fortschritt im Lande zu befestigen. Bei dieser Gelegenheit erwähnte der Botschafter, dass die gleichen Ideale, für die San Martin gekämpft hat, auch die Ideale des israelischen Volkes sind. „Ich hoffe”, so fuhr er fort, „dass die kommenden Generationen Kraft aus dem Gedenken an den Befreier Die JUEDISCHE WOCHENSCHAU dankt allen herzlichst auf diesem Wege für die Freundschaftsbezeugungen und die anerkennenden Worte ihrer zwanzigjährigen Arbeit. Ins Namen aller Mitarbeiter Dr. Hardi Swarsensky WIZO Central Europea spricht der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU anlässlich ihres Jubiläums die herzlichsten Glückwünsche in unserem gemeinsamen Ringen um die Zukunft unseres Volkes und den weiren Aufbau Israels aus. Íkkiiiila PASTEUR 633 T. E. 47-9096—99 SONNTAGSKURSE am Sonntag, den 5. Juni, um 10 Uhr BARUCH DUBDABENI (jiddisch) Schaliach der Jugendalijah aus Jerusalem, ,\Vas erwartet die Welt von Israel” Zur Wiederkehr des Tages der Mairevolution gab die DAIA , folgende Erklärung ab: Die jüdische Kollektivität Argentiniens schliesst sich aus vollem Herzen den Feiern an, mit denen das argentinische Volk, dem sie angehört, nach ein und einem halben Jahrhundert seine Unabhängigkeit begeht. Ein brüderliches Zusammenleben, aus dem jede Art von Diskriminierung ausgeschlossen ist, findet an diesem Gedenktag seinen Ausdruck, an dem alle Söhne des Vaterlandes, auch diejenigen, die dies nicht durch Geburt sondern durch Adoption sind, in Einigkeit das Fest der Freiheit feiern. Denn die Freiheit war es, die die ersten Gruppen von Juden, welche argentinischen Boden vor einem Jahrhundert betraten, ebenso wie die Achtung vor ihrem Menschentum unter dem Zeichen der Freiheit suchten. Die Sehnsüchte dieser Einwanderer und auch derer, die später ins Land kamen, waren die gleichen wie die der Nation, welche sie aufnahm. Die Republik Argentinien wurde aus dem Impuls eines Volkes geboren, das die Gleichheit all seiner Kinder erstrebte, ohne andere Vorrechte als Äie aus den Menschenrechten resultierenden anzuerkennen. Hier konnten Menschen, die aus den verschiedensten Teilen der Welt kamen, ihre schöpferische Kraft frei entwikkeln, und ihre Abkommen wurden zu einem unlöslichen Bestandteil des argentinischen Volkes. Heute' feiern die Massen ohne Unterschied der Herkunft, Rasse oder Religion geeint und mit gleichem Enthusiasmus ein. Ereignis, das seinen Wiederhall in der ganzen Welt findet. Für sie alle gelten die grosszügigen Prinzipien der Nationalität, die vor 150 Jahren "verkündet wurden zugleich mit der Unabhängigkeit und der politischen Souveränität, der Achtung vor den Rechten des Individuums und aller Menschen guten Willens, die auf argentinischem Boden leben. Eine weise und menschliche Gesetzgebung gewährte die Verwirklichung dieser Hoffnungen, und ihre Gültigkeit hat es der jüdischen Kollektivität ermöglicht, sich völ- Gottesdienste zu den 150-Jahr esfeiem In den Synagogen von Buenos Aires wurden am 25 de Mayo feierliche Gottesdienste abgehalten, die Teil des Programms waren, welches die DAIA im Anschluss an die Feiern zur Mairevolution aufgestellt hatte. Am 20. Mai hiel im Liber - tad-Tempel der Congregación Israelita de la República Argentina Oberrabbiner Dr. Guillermo Schlesinger eine Predigt über die Be- Jdeutung dieses Staatsfeiertages. Diesem Gottesdienst wohnten der Minister, für öffentliche Bauten, Ing. Alberto Constantini, der Chef der israelischen Delegation, Dr. Abba Eban, der israelische Botschafter, Dr. Arie Levavi, der Bürgermeister der Stadt Buenos Aires, D. Hernán Giralt, und andere hohe Beamte bei. Am gleichen Tage wurde im Paso-Tempel der Asociación Israelita de Beneficencia y Culto, ein Gottesdienst abgehalten, bei dem die Mitglieder der Israel-Botschaft, die Herren Joel Barromi und David Nevo, sowie andere Persönlichkeiten anwesend waren. Am 27. Mai fand in der Congregación Israelita Latina von Buenos Aires eine religiöse Veranstaltung statt und am 30. Mai wurde im Tempel der Asociación Comunidad Israelita Sefaradí ein religiöser Akt durchgeführt. Aráoz 2854 T. E. 71-9059 BRUDERSCHAFT Das traditionelle Schowuoth-'Lernen findet heute um 20 Uhr 30 im Heim unter Leitung von Dr. Carlos Vogel statt. Auch die Damen sind hierzu sowie zu dem anschliessenden gemütlichen Beisammensein herzlichst eingeladen. GOTTESDIENST Morgen, Mittwoch, den 1. Juni, um 18 Uhr 45 findet im Heim ein Gottesdienst mit Seelenfeier, Predigt und Chor statt. IVRITH-KURS Jeden Montag um 20 Uhr 30 findet im Heim der Ivrith-Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene statt. SPORTGRUPPE: Die Sporttätigkeit fällt heute im Heim aus. Asociación Religiosa Concordia Israelita Moldes 2449 — T. E. 73-6719 GEBETZEITEN: Freitag, den 3. Juni 1960: Morgens: 7 Uhr Nachmittags: 17 Uhr 30 Schabbos NOSSAU. den 4. Juni 1960: Schacharis: 8 Uhr 30 Gemoro Schiur: 16 Uhr Raschi Schiur: 17 Uhr Mincho: 17 Uhr 30 Ausgang: 18 Uhr 31. Wochentags: Sonntag Schacharis 7 Uhr 30. — Montag bis Freitag: Schacharis: 7 Uhr. Maariw Bismanau: 20 Uhr 30. GOLDEN AGE CLUB: Die nächste Zusammenkunft findet am Montag, den 6. Juni, um 16 Uhr in der Arcos 2319 statt. , VORTRAGS-ZYKLUS: ¡; Am Donnerstag, den 9. Juni, findet der 2. Vortrag statt. Redner Herr Rabbiner Dr. J. Oppenheimer über „Jüdische und nichtjüdische Philosophie.” i WINTERFEST SONNABEND, den 25. Juni 1960, im Kinderheim, Vidal 2945 Halten Sie sich diesen Abend frei. Kaltes Büffet, Bridge, Canasta, Skat Tanz und Stimmung Asoc. Filantrópica Israelita CANGALLO 1479 40-4900 40-9535 r i Einheitskampagne fuer Israel \M Theodor Herzí 1 1 Sein Denkmal: ¡Der Staat Israel iBaue auch DU daran mit Dein Werkzeug:; lie. .. M i >! ANNAHMESTELLEN: CAMP ANA UNIDA PRO ISRAEL Comité Centroeuropeo Sarmiento 2376, 3“ T. E. 47-3820 — und Sekretariate aller angeschlossenen Organisationen in* Gemeinden |»M88118IMt—lMfinHMmt»iai>IIIUfMltiHmtiN«MMf«lHIM8lM88»Ml ^902798985

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