Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1782 (31.5.1960)
- Date
- 1960-05-31
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Martes. 31 d• Mare de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. No. 1782 s«. Zauber. ** ia u üm Pro. “ander len sie um} do p- Sor, beiden 1€ ein Bastian’ Mittel- Seine n> Ga. id Pu. Gitarre 3ch ein- *“ ist seine Cas. orroba, 'anatos «r im. eh aus en sich Kom- Pro- ¡Da'cbos ihren und Ulte die lebten Zu- Virplaus Oficial la Coecutiva de ia Hasta abierta ripción partir iteresaabo* scriplecaremato haden: junio; de ju- 3 de taoblicabáleos. efectiorden Días de 12 jcanini red»- tlausti- <1 Neue Versionen in der Affaire Eichmann (Fortsetzung von Seite 11 versichert, es sei dem berühmten „Dienst B ganz allein ohne jedwede Hilfe gelungen, Eichmann a ufausp irren. Die gleiche Zeitung dementiert die Version, nach der Eichmann in Kuweit durch englische Behörden verhaftet und an Israel ausgeliefert worden sei. Ferner dementiert sie die Version. Eichmann sei mit dem gleichen Flugzeug, mit dem die israelische Delegation nach Buenos Aires geflogen ist, nach Israel gebracht worden und dieser Apparat habe auf dem Rückflug in Recife eine Zwischenlandung vorgenommen. Schliesslich nennt sie die Information phantastisch, dass Eichmann sich einer chirurgischen Operation unterzogen haben soll, um seine Gesichtszüge zu ändern. Die Behörden beharren in ihrem Schwelgen über die wahren Umstände bei der Festnahme Eichmanns. Wien. — Das Geheimnis dies in argentinischen Gewässern verfolgten Unterseebootes findet eine Erklärung in einer Version, den die sensationslüsterne wiener „Kroner Zeitung’* von der Festnahme Eichmanns Nehrus Flugzeug über Israel Tel Aviv. — Piloten israelischer Düsenflugzeuge teilten mit, dass das Flugzeug der UN, in dem VAR-Melduagen zufolge Nehru reiste, zwei Kilometer tief in den israelischen Luftraum ein drang. Die Ursache hierfür dürften starke Winde gewesen sein. Die Piloten der israelischen. Mystere-Apparate berichteten, sie hätten, als sie sich dem Flugzeug näherten, sofort erkannt, dass es sich um einen UN-Transport handele ur.d der Maschine den Weg nach Gaza freigegeben. (ITA) durch den israelischen Geheimdienst auftischt. Dieses Blatt behauptet, die israelischen Agenten hätten j£iehmann m Argentinien gefunden, entführt und ihn auf das Unterseeboot geschafft. „Es handelt sich um das U-Boot”, so schreibt der wiener Chronist, „das Anfang des Jahres eine so grosse Unruhe hervorgeruien hat.” Eichmann hat Angst Tel Aviv. — „Ich habe stets diesen Augenblick gefürchtet”, erklärte Eichmann, als er dem Untersuchungsrichter vorgeführt wurde, wie das Abendbiatt „Maariw” berichtet. „Seit Kriegsende hatte ich Angst, dass ich verhaftet werden Würfe, denn ,die Juden sind schlau*,” fügte er hinzu, „und sie haben es erreicht.” Schon früher geflohen Wien. — Eichmann, der nach löjähriger Suche jetzt von den Israelis dingfest gemacht wurde, war schon einmal Gefangener der USA- Armee, doch es gelang ihm, nach zv/ei Wochen aus dem Konzentrationslager zu entfliehen. Nach dem Zusammenbruch des Hitlerrgimes im Jahre 1945 war Eichmann in die österreichischen Alpen entkommen, wo ihn die Nordamerikaner verhafteten, die sich, jedoch keine Rechenschaft davon ablegten, wer in ihre Gewalt geraten war. Eichmann gab an, er heisse Eickmann. Er wurde nach Deggendorf geschafft und musste ausserhalb des Lagers arbeiten, wobei ifem die Flucht gelang. Tel Aviv. — Eichmann war nach seinen eigenen Worten zwei Mal Gefangner der USA-Armee nach dem zweiten Weltkrieg, doch gelang es ihm, be:da i Male zu entfliehen. Das I Pressebüro der Israeli:«:', en Regierung veröffentlichte eine offizielle Vtrs'on der von Eichmann gemachten Erklärungen über seine Aktivität in der Zeit zwischen dem Zusammenbruch des Naziregimes im Jahre 1945 und seiner vor einige:. Wochen erfolgten Gefangennahme. In dem Belicht heisst es, Eichmann habe seine Bereitwilligkeit zur Mitarbeit erklärt, um „von einem historischen Gesichtspunkt aus jene Kriegsereignisse klarzustellen, an denen er beteiligt gewesen ist.” Er sagte bei den Verhören, er sei zwei Mail verhaltet worden, zum ers.en Mal von den Nordamerikanern, doch sei es ihm gelungen, seine wahre Identität zu verbergen, indem er sich als einen einfachen Soldaten der Luftwaffe ausgegeben habe. Später, nachdem er in ein anderes Lager überführt worden war, sei er als Leutnant der Waffen-SS aufgetreten. Er erzählte, es sei ihm gelungen, sich seiner Gestapo- Uniform zu entledigen und seine persönlichen Dokumente zu vernichten. Bei seiner Gefangennahme habe er falsche Personalien angegeben und ausgesagt, er habe seine Papiere auf Befehl des deutschen Heeres vernichtet. Dass auf seinem Arm seine Blutgruppe tötowiert war, wurde aus irgendeinem Grunde nicht bemerkt. Eichmann betonte, er habe ein einfacher Soldat zu sein erklärt, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Später habe er in einem anderen Lager jedoch vorgegeben, Leutnant der Waffen- SS zu sein, um die Tätowierung auf seinem Arm leichter erklären zu können. Bormann zittert ‘' | London. — Martin Bormann, der Stellvertreter des 1 „Führers”, lebt und wird eifrig vom israelischen Spionagedienst gesucht, wie der 1 „Daily Herald” milteilt. Er bezieht sich auf Tuvia Fried¬ </> KEREN KAYEHETH * % DIE BRUECKE ZWISCHEN UNS UND ISRAEL* IST DIE BLAUE BUECHSE DES KKL man. den Leiter des israelischen Sicherheitsdienstes, der die Suche nach Eichmann betrieben hat und jetzt erklärt haben soll, dass Bormann, von dem man glaubte, er sei im Jahre 1945 umgekommen, .irgendwo” lebt. Kein Auslieferungsantrag Bonn. — Die westdeutsche Regierung werde keinen Auslieferungsantrag bei der israelischen Regierung stellen, teilt die Deutsche Nachrichten-Agentur mit, (Ein Auslieferungsantrag kann nicht gestellt werden, da es keinen Auslieferungsvertrag zwischen Israel und Westdeutschland gibt. Aus diesem Grunde ist diese, wie so viele andere Nachrichten, die Ln Zusammenhang mit der Eichmann-Affaire ’ verbreitet werden, mit grösster Vorsicht aufzunehmen. Die Red.) Das Bonner Justizministerium werde einen Beobachter zum Prozess entsenden, um die Aussagen Eichmanns für die Aufklärung von Verfahren zu benutzen, die zur Zeit in Deutschland anhängig sind. Die westdeutsche Regierung erklärte sich auch bereit, den israelischen Behörden Zeugen und Beweismaterial zur Verfügung zu steilen. Fachmann drohte damit, durch seine Aussagen hochstehende Persönlichkeiten der Bundesrepublik zu belasten? Der Bundesprassechef Felix von Eckart bem ,-rkte hierzu, dabei handele es sich um ein übliches Manöver, die eigene Position zu verbessern . — Der „Historiker" von Leers London. — Einer der üblen Nazis, die Hitler überlebt haben, ist der Professor von Leers, der lange Jahre ic Argentinien lebte, bevor er nach Kairo ging, um dort seine Hetzkampagne fortzusetzen. Dieser von Leers wurde jetzt geschmackvollerweise von einer nordamerikanischen Telegraphenagtntur interviewt. Er gab zu, dass Eichmann ln Argentinien gelebt habe, wo er für eine Ingenieur-Firma gearbeitet habe. Er selbst habe Eichmann 1955 in Argentinien gesehen. Er habe einen falschen Pass der Vatikanstadt gehabt (!). Eichmann sei in eine? Firma Capri tätig gewesen, deren Personal vorwiegend aus ehemaligen SS-Offizieren bestunden habe. Von Leers erklärte weiter, dass Eichmann in Argentinien unter dem Schutz von Juden gelebt habe, denen er das Leben während der Nazi-Zeit gerettet habe. (!). — iMan wird zugeben, dass die Nachrichten immer phan-. tastischer werden, die man in die Welt hinauskabelt. D. Red.) Nicht vergessen Tel Aviv. — Israel werde den Prozesse Eichmann Da?;, benutzen, um die nichtjüdische wie die jüdische Welt an die Greuel des Nationalsozialismus zu erinnern. In einem Brief, den die israelischen Zeitungen veröffentlicht haben, erklärte Premier Ben Gurion, der Sinn des Eichmann-Prozesses sei nicht nur, einen Schuldigen zu richten, sondern den ganzen Prozess der Ermordung von 6 Millionen Juden vor einem israelischen Gericht aufzurollen. Der Prozess werde auch dazu dienen, der ganzen Welt noch einmal die volle Wahrheit über diese Vorgänge des Schreckens und der Vernichtung mitzuteilen. Ben Gurion sag*e weiter, er habe keinen Zweifel, dass im Dienste der Diktatoren der arabischen Nachbarstaaten heute hunderte Dutzend Nazis stehen, Nazis wie Araber, die an den Mordtaten teilgenommen haben. Sicherlich haben diese Leute jetzt die gleichen Absichten wie früher und sind darum bestrebt, ihre Hassgefühle im Kampf gegen die Becölkerung abzureagieren. Die öffentliche Meinung muss daran erinnert werden, wer die Lehrmeister dieser heutigen Hetzer gewesen sind, die ihren Ehrgeiz daran setzen, Israel zu vernichten. Immer neue Vermutungen Von allen Seiten werden ständig neue Vermutungen aufgestellt, wo und wie Eichmann verhaftet und nach Israel gebracht worden ist. Die wildesten Kombinationen werden von allen Seiten bekannt gegeben. Aus Kuweit oder aus Argentinien soll er gekommen sein, mit Schiff, mit U-Boot oder im Flugzeug. Alle diese Versionen dürften unfundierte Spekulationen sein, da es für jede dieser Darstellungen zahlreiche Gründe gibt, die dagegen sprechen. Eichmann selbst soll erklärt haben, man habe ihn an dem Ort verhaftet, an dem sich auch Bormann (der ebenfalls seit langem gesuchte Stellvertreter Hitlers) befunden habe. Gleichzeitig wird veröffentlicht, dass Eichmann in Argentinien aufgespürt, verhaftet und verschleppt worden rai, Bormann dagegen in Brasilien lebe. Die Wahrheit dürfte sein, dass alle diese Meldungen unrichtig sind, dass Eichmann weder in ( Südamerika noch in Kuweit festgenommen wurde, sondern an einem bisner ment genannten Platz in eimm bisher nicht genannten i_ande. Diese Meldungen, deren phantastischer Hinter/rund bei näherer Betrachtung oi- :e weiteres klar wird, sind zweckbedingt. Keine deutsche Un'erstützung Bonn. — Ein deuteter Sprecher erklärte, dass a e Bundesregierung dem Eichmann keine Hilfe leisten, werde, da er nach ihrer Auffassung hierzu unwürdig sei. Erklärung Kempners Zürich. — Dr. Robert Kempner, heute deutscher Rechtsanwalt, ia Nürnberg hoher Funktionär der Anklage, stellte, wie bereits gemeldet, dem israelischen Justizminister Dr. Pinches Rosen. das gesamte, in seinem Besitz befindliche Material gegen Eichmann zur Verfügung. Kempner meinte, dass dürch die Vernehmung Eichmanns andere Verhaftungen von verdächtigen Kriegsverbrechern ausgelöst weraen könnten, die sich noch immer in Freiheit befinden würden. Alle diese Leute haben sich bisher damit entschuldigt, dass sie die gesam. te Verantwortung auf Eichmann geschoben haben. Es (Fortsetzung auf Seite 8) Uruguayische Delegierte in Israel Jerusalem. — Die Angehörigen der Mission von 23 Mitgliedern uruguayischer Agrarverbände waren nach einer Besichtigung des Landes voller Lob für Israels Landwirtschaft. An der Spitze der Mission standen General Tadeo Larre Borges von der uruguayischen Luftwaffe und Dr. Alfredo González, der Direktor des uruguayischen Landwirfochafts- Ministeriums. In einer Konferenz für die in- und ausländische Presse verwies der Sprecher der Mission darauf, dass die mit modernsten Methoden getriebene israelische Landwirtschaft die eigentliche Grundlage der Sicherheit und des Aufbaus des jüdischen Staates darstellt. — (ITA) LU ACH (Kalender ) 48. Omertag Dienstag, den 3 . Mai 5. Siwan Letzter Omertag — EREW SCHAWUOT Mittwoch, den 1. Juni 6. Siwan SCHAWUTOTH (1. Tag) Donnerstag, den 2. Juni 7. Siwan SCHAWUOTH (2. Tag) Freitag, den 3. Juni 8. Siwan Sonnabend, den 4. Juni 9. Siwan Schabbat NASO — Haft.: Richter XIII, 2—25 Sonntag, den 5. Juni 10 Siwan Montag, den 6. Juni 11. Siwan Dienstag, den 7. Juni 12 Siwan Mittwoch, den 8. Juni 13. Siwan Donnerstag, den 9. Juni 14. Siwan Freitag, den 10. Juni 15. Siwan Israel - Marken tosröwler Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN-NUM- MARKE* MIT BA*D ~ KOMPLETTE BOGEN tphwehas) - VOLL. 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