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Jüdische Wochenschau · 1960-05-27 · 1781 (27.5.1960) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1781 (27.5.1960)
Date
1960-05-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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— Viernes, 27 de Mayo de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXI. — No. 1701 Crûsse an die J.W. aus Israel Liebe ,Jiidisc" e Wochenschau’! Es var an Bord eines israelischen ZIM-Schiffes zwischen Marseille und Haifa, das ich in Genua bestieg, um nach einem Europa-Ausflug, den ich zusammen mit einigen anderen Journalisten gemacht hatte, nach Hause zurückzu’:;hren. Das Schiff war voll von Rückkehrern, Tou risten und Einwanderern. Unter letzteren, mit denen wir ins Gespr ch kamen, befand sich auch eine Gruppe von Jugendlichen aus Argentinien. Als eines der argentinischen Mädchen meinen Namen hörte, wandte es sich an mich mit der Frage, ob ich mit jenem Meir Faerber identisch sei. dessen Artikel sie seit Jahren in der .Jüdischen Wochenschau" zu lesen pflegte. Als ich das bejahen konnte. strahlte das Mädchen und freute sich darüber, dass es jetzt schon, bereits vor seiner Ankunft im Lande seiner Sehnsucht, einen Bekannten getroffen habe. — denn einen regelmässigen Mitarbeiter der .Jüdischen Wochenschau’, die stets so treu die Botschaft des Heiligen Landes in ihr Elternhaus gebracht hatte, durfte sie doch mit Recht als einen alten Bekannten betrachten. — Belten noch war mir so unmittelbar zum Bewusstsein gekommen, welche bedeutende Aufgabe der jüdischen Presse. der zionistischen Presse in der Diaspora und insbesondere der .Jüdischen Wochenschau’ in Südamerika zukommt. Diese Zeitungen, sind, es, und die .Jüdische Wochenschau’ ist mit ihrem regelmässigen Erscheinen zwei Mal wöchentlich eine der wichtigsten, die den lebendigen Kontakt zwischen der alt-neuen Heimat und dem jüdischen Volke ‘in der Ferne aufrechterhalten und pflegen. Unter den vielen jüdischen Blättern, die ich regelmässig erhalte, ist die .Jüdische Wochenschau’ das reichhaltigste und beste. Wenn ich heute anlässlich des zwanzigsten Geburtstages dieses Blattes zurückblicke und mir vergegenwärtige, wie vielfältig die Berichterstattung und die Themenwahl de*’ Artikel dieser Zeitung ist, wie sie über alle jüdischen Wissensgebiete treulich berichtet und alle Veränderungen in der jüdischen Welt wiedergibt, gewiss nicht selten auch Hindernisse und Schwierigkeiten zu überwinden hatte, so darf ich wohl Dr. Swarsensky und seinen Mitarbeitern heute ein aufrichtiges J¡schar Kochachem Zurufen. Die »Jüdische Wochenschau’ hat im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens das traurigste Kapitel der Geschichte des jüdischen Volkes wiederzugeben und zu kommentieren gehabt, durfte aber in ihrem zweiten Jahrzehnt Zeugenschaft für die Basierung und den Aufbau, für die Entwicklung und den Zwanzig Jahre — möchte man ¡meinen — sind nicht allzuviel in der vieltausendjährigen Geschichte des ewi- ( gen Volkes, aber diese zwanzig Jahre jüdischer Geschichte, welche die JUEDISCHE WOCHENSCHAU als getreuer Chronist festgehalten hat; stellen eine Wende in unserem Volks-Schicksal dar, vergleichbar nur den grössten Ereignissen unserer Vergangenheit: dem Auszug aus Aegypten, der Rückkehr aus dem babylonischen Exil und dem Befreiungs-Kampf der Makkabäer. Die beiden llr- Impulse jüdischer "Welt-Geschichte: Gericht und Gnade sind in diese zwanzig Jahre zusammen gedrängt. Die furchtbare Tragödie des europäischen Judentums und die Wiederrichtung des jüdischen Staates. Die Errichtung dos Staates Israel ist nicht nur ein Zentralereignis für die Bürger des Landes Israel, sondern für das ganze vVcltjudentum, das so wieder seine natürliche Mitte erhalten hat. Und es ist das unbestreitbare Verdienst dieses Blattes *J. W.” und ihres unermüdlichen Herausgebers Dr. Hardi Swarsensky, die Dinge in solcher Proportion gesehen zu haben, im Lichte eines gläubigen Realismus, eines unverwelklichen Zionismus. So wurde die „J. W.” eine Brücke zwischen Israel und der lateinamerikanischen Diaspora, in der so viele Juden deutscher Muttersprache Zuflucht gefunden haben. Den Herausgeber der „J. W.”, alle ihre Mitarbeiter, meine fernen und nahen Kollegen und den grossen Kreis treuer Leser grüsse ich zum zwanzigsten Geburtstag j ihres, nein unseres Blattes mit innigen Friedenswünschen | aus Jerusalem. SCHALOM BEN-CHORIN, Jerusalem Teil-o.-ui-- -uj uein .iT.u-.arid bei einer Voricsimj .m Iniernationalen Seminar für Wohnbau in Kfar Witkin. LUIS W. BEERMANN Representaciones Productos Metalúrgicos Av. Presidente R. S, Peña 846 T. E. 45-6743 — 45-9710 Vor dem deutschen * Frauenring Düsseldorf. — Vor kurzem sprach Frau Fay Grcve- Pollak (Tel Aviv), Sonderddegierte und Mitglied der WI- ZO - Weltexekutive sowie Vorsitzende der Kultur- und Organisationsabteilung der WlZO-Israel, vor dem deutschen Frauenring in Düsseldorf. In ihrer Ansprache gab die Referentin einen Ueberblick über die geleistete Arbeit der WIZO seit ihrer Gründung im Jahre 1920. — Ausbau des. wiedererrichteten, souveränen jüdischen Staates ablegen, — und in dieser inneren Genugtuung mag der moralische Lohn der Mitarbeiter dieses geachteten Blattes liegen. Zeitungsartikel sind ihrem Charakter nach unpersönlich...Zum ersten Mal nach so vielen Jahren der Berichterstattung für die .Jüdische Wochenschau’ will ich heute meine Zuschrift an die Mitarbeiter und Leser des Blattes mit einem persönlichen Gruss an alle, die diese Zeilen lesen, verbinden. Ich betrachte meine Artikel als persönliche Briefe an die Leser, weil dies nicht eine Zeitung schlechthin sondern ein zionistisches Organ ist, und würde mich freuen, wenn sie auch so aufgefasst werden. Jede Nummei der .Semana Israelita’ möge ihren Lesern nicht nur als eine in Buenos Aires gedruckte Zeitung sondern auch als Gruss aus Israel erscheinen, aus dem Staate, der es als seine vornehmste Aufgabe betrachtet, stets für jeden Juden der Welt die Tore .weit offen zu halten, damit sich auch der entfernteste i« einem Winkel seines Herzens, vielleicht in seinem Unterbewusstsein, immer als unser potentieller Mitbürger fühle. MEIR FAERBER. Tel Aviv Expertengruppe aus Indien ^T’el Aviv. — Eine Gruppe von 25 indischen Sozialarbeitern und landwirtschaftlichen Experten der indischen Genossenschaftsbewegung weilen zu einem sechsmonatigen Studienbesuch .n Israel. Anfang des Jahres hatte bereits eine andere Delegation Probleme der israelischen Landwirtschaft und der Vermarktung studiert. (ITA) Organización Riegner Versicherungen Bmé. Mitre 430. 3er. p. — T. E. 34-8464/65/66 llf ADHESION A LA FIESTA PATRIA La Foresta SOCIEDAD EN GONMANDFPA POR ACCIONES FIAMBRES FH0S Regulärer Passagier vetear zwischen MARSEILLE und HAIFA SS THEODOR HERZL SS JERUSALEM : Zentralbüro für Suedamerikai: VIAMONTE 1301 T. E. 42-6321 — 41-5792 BUENOS AIRES ^HWHWWHMWUWWMWWWWHWWWl VCHII NACKOQUINEfilA FINA Cabildo 1615 T. E. 76 7114! TELLIER 2235.47 Buenos Aires PAMPA 2447/ T. E. 73 - 4025 Esteban Felsenstein y Cía. S. R. L. DIAGONAL NORTE 846 S E R V ICIO DE LUNCH Adh esion LUIS HIRSCH ía. S. A. Avda. Pte. R. S. Peña 846 CAPITAL

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