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Jüdische Wochenschau · 1960-05-27 · 1781 (27.5.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1781 (27.5.1960)
Date
1960-05-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 27 de Mayo de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1781 — 5 l—-— ---— -- — ' Van den englischen Juden . „Dies Judentum, das einem an die Nerven geht": So etwa betitelt sich eine ungewöhnlich freimütige, ebenso amüsant zu lesende wie ernst gemeinte Glosse, die Dr. Cecil Roth vom Dozentenstab Oxfords in der londoner Monats - Zeitschrift „World Jewry”, einem Organ des Jüdischen Weltkongresses, veröffentlicht hat. Der Autor umschreibt die „Widerspruehshaftigkeit” des englischen Judentums einleitend u. a. mit folgenden Bemerkungen: es blickt auf ei ne Geschichte von 300 Jahren zurück und ist dennoch in hohem Grade religiös indifferent; den kulturellen Einflüssen seiner Umwelt ist es andererseits aufgeschlossen und andererseits verschlossen; die englischen Juden pind zugleich von überraschender Freigebigkeit und bedtückender Kleinlichkeit. Im einzelnen belegt Dr. Roth diese Behauptungen beispielshalber so: Unermüdlich teilen wir der jüdischen und sonstigen Welt mit, wie traditionsgebunden wir in religiöser Hinsicht sind — mit einem orthodoxen Oberrabbinat, einem orthodoxen Rabbinatsgerichtshof, einer vorbildlich durchorganisierten Kette von Gotteshäusern, die dem Chief-Rabbi und dem Bet Din unterstehen, und rnit dem Verbot, anderes als streng koscheres Fleisch zu essen. In der Tat, phantastisch gross ist die Zahl von Koscher-Schlächtereien, die direkt oder indirekt von den Gemeinden usw. subventioniert werden. Und dennoch, wer noch so oberflächlich in die Küchen und Esszimmer unserer Juden hineinsieht. Ueber das Schicksal unserer jüdischen Mitbürger Aufruf zur Sammlung für eine Dokumentation der Stadt Stuttgart Vorbemerkung der Red. — Vom Bürgermeisteramt Stuttgart' erhielten wir den nachstehenden Aufruf, den wir veröffentlichen obwohl uns einige Formulierungen nicht sehr glücklich gewählt erscheischeinen. Mit der Publikation dieses Aufrufes wollen wir den Absichten der Verfasser gerecht werden, die nach dem Schreiben des Bürgermeisteramtes dazu beitragen wollen, „das furchtbare Geschehen jener furchtbaren Jahre nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.” Wir bitten diejenigen unserer Leser, die imstande sind, einige Informationen der gewünschten Art zu geben, diesö entweder direkt zu schicken oder uns zur Weiterleitung zu überlassen. — Die Bibel ist uns wohl ältestes Zeugnis dafür, wie das Volk Israel in der Zeit seiner staatlichen Existenz immer wieder von Katastrophen betroffen wurde, und auch aus unserer heimatlichen Geschichte wissen wir, wie die Juden von Zeit zu Zeit 'immer wieder Verfolgungen und Drangsalierungen ausgesetzt waren. Was aber die Juden in Deutschland und auch in anderen 'Ländern unter Hitler auszuhalten hatten, ist ohne Beispiel. Es sind erschütternde Einzelschicksale unserer früheren Stuttgarter Mitbürger darunter. Viele haben ohne eigene Schuld unsagbar Entsetzliches mitgemacht. In Deutschland gab es 1933 ungefähr 560.000 Personen jüdischen Glaubens, dazu kam die grosse Zahl der jüdisch geborenen Mitglieder christlicher Bekenntnisse. In Stuttgart zählte man bei der Volkszählung im Juni 1933 genau 4.490 Mitbürger jüdischen Glaubens; einschliesslich der Getauften waren es 4.896. Darunter waren — wie uns heute noch in lebhafter Erinnerung ist — hervorragende Gelehrte und Künstler, tüchtige Aerzte und angesehene Männer der Wirtschaft, der Industrie und des Handels. Im Jahre 1939 waren in Stuttgart nur noch 2.600 jüdische Mitbürger ansässig. Die übrigen waren inzwischen verzogen und meist ausgewandert. Was aber ist nun aus den 2.600 Zurückgebliebenen geworden? Ihr Schicksal möglichst zu klären, ist die Aufgabe einer umfassenden Dokumentation, die die Berufsgruppe der Journalisten in der IG Druck und Papier angeregt hat. Aehnliche Veröffentlichungen sind bereits in den Städten München und Köln erfolgt. Das für Stuttgart geplante Werk soll entweder in einem Verlag oder aber im Rahmen der Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart erfolgen. Zur Vorbereitung der Arbeiten hatte Bürgermeister Hirn,' der in der ganzen Angelegenheit vom Bürgermeisteramt aus federführend ist, eine Reihe von Persönlichkeiten zu einer Besprechung ins Rathaus eingeladen. Darunter waren neben Herren der Stadtverwaltung auch Herr Josef Warscher von der Israelitischen Kultusvereinigung, Pfarrer Majer-Leonhard von der Hilfsstelle für Rasseverfolgte bei der Evangelischen Gesellschaft und Vertreter der Stuttgar. ter Zeitungen. Von allen an der Besprechung Beteiligten wurde das Vorhaben der Stadt begrüsst. Mit unserer Veröffentlichung ist nun die Stuttgarter Bevölkerung aufge-; rufen, eigene Erlebnisse über das Schicksal unserer früheren'judisthen Mitbürger, womöglich auch vorhandenes Bildmaterial und Dokumente, zur Verfügung zu stellen, jdie dann für die PublikatiorTausgewertet werden sollen. Auel; Gedrucktes kommt für die Veröffentlichung in Frage. Die' Mitarbeit der Bevölkerung muss nun eigentlich Ehrensache sein. Natürlich kann es sich nur um Tatsachenberichte handeln und um Schilderungen, die der Wahrheit .„entsprechen. Sicher gibt es noch viele Stuttgarter, die Einzelschicksale von jüdischen Freunden oder auch nur hfachbarn miterlebt haben, und Bilder, zum Beispiel vom Stuttgarter Synagogenbrand, aus der sogenannten Kristallnacht, von Belästigungen der in jüdischen Warenhäusern .Kaufenden und ähnliches besitzen. Möglichst viel Material ist erwünscht, das dann von einer geeigneten Persönlichkeit gesichtet und ausgewertet wird. Entsprechende Material kann an die Zeitungen oder auch direkt an die „Dokumentenstelle beim Bürgermeisteramt Stuttgart” gegeben werden. Hoffentlich ist dem Aufruf "an Stuttgarts Bevölkerung ein reicher Erfolg besehieden! wird von Kaschrut so gut wie nichts bemerken. Noch gehört es — ein anderes Bei1 spiel — nicht zum guten Ton, am Schabbat mit dem Auto unmittelbar vor orthodoxen Synagogen zu parken, aber prüft man, welche Wegestrecken die Besucher dieser Synagogen am Schabbat dann also angeblich zu Fuss zurücklegen, bleibt nur die Schlussfolgerung, dass sie samt und sonders Marathonläufer sind. Bekanntlich sind wir Juden (fährt Cecil Roth fort) das Volk des Buches. In der Tat wird man kaum ein jüdisches Haus ohne Bibliotheken finden. Manchmal, man staune, sind darunter sogar Erbauungsbücher jüdischen Charakters. Aber damit hat es auch* sein Bewenden. Der englische Durchschnittsjude hat von jüdischer Literatur keine Ahnung; vom Judentum hält er nur die englischjüdischen Zeitungen, und auch das nur im besten Falle. Hebräische Bücher sie sind nirgends zu finden, die Bibel nicht ausgenommen. Allerdings, in „The King's English” findet sich die Bibel, aber wird sie auch gelesen? Sie wird allenfalls als Barmizwa-Geschenk verwendet, wie Barmizwa-Feiern denn überhaupt noch einen, wenn nicht den Höhepunkt im Leben unserer englischen Juden bilden. Bei der Gelegenheit schenkt man allerdings Bücher in Massen, und Wie gesagt, manchmal die Bibel oder sogar das eine oder andere spezifisch jüdische Werk. Die in England lebenden Juden dürfen sich — heisst es weiter in dieser Betrachtung — ihrer hochenfwikkelten Neigung, „Zedaka” zu üben, einerseits mit Recht rühmen; wird ihnen zugeflüstert, dass Juden oder Nichtjuden irgendwo im Ausland leiden, greifen sie tief in die Tasche, und gar das Wprt Israel übt in dieser Hinsicht magische Kraft aus. Aber geht es um englisch-jüdische Gemeinschafts - Bedürfnisse oder gar um jüdisch-kulturelle Belange in Grossbritannien selbst, so denken sie nicht daran, ihre Scheckbücher zu zücken. Misst man die Schwierigkeiten, solche internen Bedürfnisse zu finanzieren, an der Leichtigkeit, mit der in den jüdischen Gemeinden Amerikas und Südafrikas dafür! Geld aufgebracht wird, so kann man nur sagen: nirgendwo sonst in der jdischen Welt wird das geistigjüdische Niveau so vernachlässigt und werden die damit befassten Intellektuellen derart wie in England zu Hungerleidern gemacht. Das Merkwürdigste ist dabei, dass sieh die englischen Juden dennoch in nicht zu überbietendem Mass mit dem Leben ihrer besonderen Gemeinschaft identifizieren. Dass sie zu ihren Synagogen halten, so blutarm die gottesdienstlichen Verrichtungen geworden sind. Dass sie sich ihrer spezifischen Ueberlieferungen bewusst sind, auch wenn es sich mehr um Lippenbekenntnisse handelt. Dass sie nichts voneinander wissen wollen und dennoch wie Pech und Schwefel zusairi-ienh alten! Mit deutscher Beteiligung Düsseldorf. — Zur Ausbeutung syrischer Oelvorkommen soll eine Oelgesellschaft gegründet werden, an der die Vereinigte Arabische Republik und,eine deutsche Firma beteiligt sind. (AWZ) EMBLEMA PARA UNA MARCA KP Hasta que pueda usarse la Luna o un Satélite Artificial como “rebotador” de ondas de radio y televisión - lo que hará de alcance mundial ambos servU cios - seguirán siendo de 'franlllin» <5 O »o 2 5 los aparatos de más largo atiento en la recepción do imagen y sonido. r aún cuando el espacio sideral haga posible ver programas originados en New York, Roma o Moscú, seguirá siendo FRANKLIN quien capte con mayor pureza el sonido o reproduzca con más nitidez la imagen, i Desde hace muchos años, contenido dentro de cada aparato FRANKLIN •-radio, combinado o televisor existe nn elemento único: todo el espíritu creativo de los diseñadores e ingenieros que investigan sin pausa en los laboratorios electrónicos más famosos del mundo. Además de su capacidad electrónica, Ja concepción funcional de sus diseños realizados en exclusivos modelos, visten y engalanan cada ambiente^ Poseer un aparato Franklin significa: poseer lo más fina a aue pueda aspí* rarse en perfección técnica y estética. Todo esto en su ya famoso plan de cómodas cuota«. fonHiinb radio n to QUE FRANKLIN FIRMA LA CIENCIA REFIR

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