Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-05-24 · 1780 (24.5.1960) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1780 (24.5.1960)
Date
1960-05-24
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9611539--0419-9611541
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

2 — Martes, 24 de Mayo de I960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1780 In schwierigen Augenblicken (Schluss von Seite 1) lien, aus uvlchcn Grün (Jen es t gentLch erforderlich sein r-tlte, dass die Sowjetbotsrhjft dort einen so g-v-:-;en Staff unterhält. Man weis es. aber man spricht nicht davon. Die Spionage durch ein Flugzeug, das mitten im Frieden zu solchen Zwecken fremdes Territorium überfliegt, bedeutet einen Verstoss gegen internationales Hecht. Es ist gewiss ein Schwerer Fall von Spionage, aber nicht schwerer als alle die Fälle, von denen man weiss, sie aber nicht bezeugen .ann. Dass wegen eines solchen Zwischenfalles die geplanten Friedensgespräche nicht stattfinden, ist unverständlich und lässt deutlich erkennen, dass andere Motive vorliegen müssen als diejenigen, die in theatralischer Form in Paris durch die Russen proklamiert worden sind. Man spricht gern von der zweigeteilten Welt. In gewissem Sinne ist diese Bezeichnung durchaus richtig dehn in groben Zügen kann tatsächlich davon die' Rede sein, dass wir eine östliche und eine westliche Macht- Unä Interessen-Spähre vor uns haben. Jedoch wäre es absolut falsch, sich mit dieser Schematisierung zu begnügen und dabei zu übersehen, dass ganz so einfach, wie es mit der Ost-West- Zerklüftung der Fall zu sein scheint, die Dinge nicht liegen. Dass der Westen keine Einheit im Sinne eines festen. in sich geschlossenen Blocks darstellt, ist gerade an dieser Stelle zu wiederholten Malen hervorgehoben worden. Indem wir diesen Gedanken zum Ausdruck bringen, sagen wir keine Neuigkeit. Es ist daher in diesem Zusammenhang wichtig, darauf hinzuweisen, dass „der Westen“ ein buntes Mosaik von Staaten mit divergierenden Interessen, verschiedenen Auffassungen *.. ■ Dr, FREY Abogado I PUEYRREDON 2190 IV ixq. nachm. 16—18 Uhi J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZEB 01 AZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 und selbst sehr unterschiedlichen Regierungsformen ist. Selbst die beiden grossen, englischsprechenden Demokratien haben recht gegensätzliche Interessen und verfolgen demzufolge eine von einander in den wichtigsten Weltfragen abweichende Politik. Wir brauchen nur an die Haltung der Amerikaner oder Engländer gegenüber den roten Chinesen zu denken, oder an ihre Auseinandersetzungen um den Vorderen Orient. Nicht nur aus Anlass des Sinai-Feldzuges traten schwere Meinungsverschiedenheiten zwischen den USA und Grossbritannien zutage. Dass solche Unterscheidungen in der westlichen Welt möglich sind, beweist j ihre Stärke und ist ein Reflex ihrer demokratischen Gesinnung. Es gibt aber weit schärfere Kontraste als die zwischen den anglosächsischen Demokratien. Selbst ein faschistisches Spanien hat in diesem weiten Westen einen Platz, obwohl die Position dieses Landes umstritten ist. Manche Mitglieder der westlichen Völkerfamilie sind der Auffassung dass eine Fraternisi erung oder Kooperation mit einem Lande bedenkl.ch ist, in dem die Freiheit in brutalen Formen unterdrückt wird. Dieses Beispiel kennzeichnet nur die innere Lage im westlichen Block, zu dem Völker mit den verschiedensten Tendenzen und Zielen gehören. Auch der O-'en ist nicht mehr dieser Felsen aus Eisen und Stahl, der er vor wenigen Jahren noch gewesen ist. Und diese Tatsache zu ünterstreiehen, dürfte im Angesicht der letzten Ereignisse besonders wesentlich sein. Hier liegt ein Schlüssel zum Verständnis der merkwürdigen Rolle, die Krutschew jetzt in Paris spielte, um die mit so vielen Hoffnungen erwartete Gipfelkonferenz vor ihrem Beginn zum Scheitern zu bringen. Dass Jugoslavien eigene Wege beschreitet, ist seit langem bekannt. Tito war der einzige kommunistische I Aiattka Í (?h&peaux\ I HUTSALON i j Ab April in I Belgrano Imoldes 25si I T. E. 73-9229 I 73-9155 \ REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 $ TE. 49-5850 Optica DIPL. OPTIKER Sarmiento 829! ÍT.E.35 ™ Judith Schenkolewski i Kultusstickereien Schabbosdecken . Tallisbeutel . Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maschlnenstickerpi von . Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuela Pedraza 2530 pl. b. Dp. B T. E. 70-7244 Führer eines Landes, der sich mit Erfolg gegen Stalin durchgesetzt hat. Er folgt auch heute nicht den Weisungen Moskaus, wenn er sich auch bemühen mag, nach aussen hin seine Solidarität mit dem Osten zu bekunden. Einige andere Satelliten haben sich mit wechselndem Erfolge gegen den dominierenden Einfluss Moskaus gewehrt, ohne dass es ihnen jemals gelungen wäre, wirklich eine eigene Note in ihrer Politik anzuschlagen. Die Aufstände in Posen und aranderen Stellen Polens, in Ungarn und in Ostdeutschland sind mit brutaler Gewalt niedergeschlagen worden. Dennoch sind die Nachwirkungen dieser offenen Rebellionen noch heute spürbar, und das Kabinett Gomulkas in Polen bedeutet eine klare Absage an den früheren starren Kurs, der von der Sowjetunion einseitig bestimmt worden war. Aber diese europäischen Filialen Moskaus stellen nicht die ernsten Probleme dar, mit denen man sich in der sowjetischen Zentrale herumschlägt. Die Gefahr kommt aus Asien, wo China immer stärker in den Vordergrund tritt und bereits versucht, die russischen Einflüsse auszuschalten. Die Industrialisierung Rotchinas und die damit zusammenhängende stürmische Entwicklung dieses Riesenreiches vo-n einem verarmten und ausgeplünderten Land zu einer Weltmacht ersten Ranges haben sowohl die Bewunderung vieler Beobachter wie das Entsetzen in den Metropolen der bisherigen Grossmächte ausgelöst. Am stärksten ist die Beunruhigung aber in Moskau, wo man mit wachsender Nervosität nach Peking blickt, das bereits zu wiederholten Malen einen anderen Weg als die Sowjets einsehlagen wollte. Man kann sieh ausrechnen, wann China so weit sein wird, um eine völlig unabhängige Politik zu betreiben, ohne mehr die geringste Rücksicht auf die Sowjetunion nehmen zu müssen. Man darf als sicher unterstellen, dass die Chinesen mit dem Vorgehen Krutschews und seiner Politik nicht einverstanden waren, die ihren Höhepunkt in der Pariser Konferenz finden sollte. Als Krutschew aus Amerika zurückkam, beeilte er sich, sofort einen Besuch in Peking abzustatten, um dort beruhigende Erklärun- Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 [ gen abzugeben. Schliesslich sind die Amerikaner bisher durch nichts zu bewegen ge. wesen, ihre ablehnende Haltung gegen das rote China zu wandeln. Sie setzen immer noch auf die Karte eines faschistischen Generalissimus, dessen Versagen nach einem amerikanischen Weissbuch allein die Verantwortung für den Verlust des kontinentalen Chinas trägt. Die Pekinger Herren fanden kein Gefallen daran dass ihr Hauptverbündeter, die Sowjetunion, plötzlich mit ihrem Hauptfeinde, den USA, Freundschaftspakte abschliesst. Vielleicht machte Krutschew durch seine schroffe Haltung in Paris eine neue Wendung, um ( China nicht zu verlieren? 1 Um diese plötzliche Aenderung seiner Politik nach aus sen hin zu rechtfertigen, kam ihm der Abschuss eines amerikanischen Erkundungsfliegers nur gelegen ... Für Krutschew war wahrscheinlich eine andere Meldung viel wichtiger als die vom amerikanischen Flugzeug, das man abschiessen konnte. Diese Meldurg hat als erregend auf ihn gewirkt. Von der grossen Presse. auch des Westens, wurde dem unglücklichen Amerikaner, der irgendwie in russische Hände geriet, weit mehr Aufmerksamkeit geschenkt. als der anderen Nachricht, von der hier gesprochen werden soll. Das Flugzeug erschien auf dsn ersten Seiten aller Weltzritungen mit ausführlicher Kommentaren. Dass aber die Chinesen inzwischen mitgeteilt hatten, sie würden binnen kurzer Zeit über Atombomben verfügen, das blieb beinahe unbeachtet. Nur Krutschew hat hiervon gebührend Kenntnis genomfnen und verstanden, dess damit Rotchina einen gewaltigen Schritt auf dem Wege seiner Unabhängigkeit... von der Sowjetunion gemacht hat. Von diesem Augenblick an musste Krutschew se ne Politik ändern. Vielleicht wollte er durch eine Annäherung an den Westen sich NERVENu. GEMUETS- KRANKHE1TEN Dr. M. J. Kuhn | BULNES 193C, pL b., 1? I T. E. 80-0249 j I Mont., Mittwoch. Freitag | 117—20 Uhr. Tel. Anmel- { | düng erbeten. J Botschafter Schneerson Mexico City. — Der neue israelische Botschafter, Mordechai Schneerson, überreichte dem mexikanischen Aussenminister Manuel Tello seine Beglaubigungsschreiben (ITA) selbst vor dem erstarkenden China sichern, indem er sich darum bemühte, einen Zweifrontenkrieg auszuschalten, den Krieg gegen den Westen und die Auseinandersetzung mit China, die sich vermutlich auf die Dauer nicht vermeiden lässt. Es hat sich aber gezeigt, dass Krutschew zu spät reagierte. Er verfügte nicht mehr über die Kraft, gegen den chinesischen Wilen mit dem Westen zu paktieren. Di; Brüskierung des Westens, der doch nicht energisch reagieren würde — und tatsächlich hat er auf Krutschews Herausforderungen nicht reagiert —, war der leichteste Weg für die Sowjetunion, um aus dieser peinlichen Situation herauszugelangen und' China wenigstens für den Augenblick zu versöhnen: ... N: ch unserer Meinung hat Krutschew mit dieser Kraft-- demonstration in-»Paris di* Sch. ,-Sche seiner Position offenbart. Jetzt hätte der Westen eine Gelegenheit, wirklich zu einem Ausgleich mit den Russen zu kommen, wenn man andere politische Wege beschreitet als die bisherigen, die es den Russen nur erleichterten, ihre la Semana Israelita Bisemanario: aparace toa Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda Verán twcrtliclt Dr. H. Swarsensky Pueyrreaón 1190 l* izq T. E 8342613 Aoono-Preise. Argentinien. $ 60.— pro Quartal 5 eigene Position ohne sonderliche Krafta.-strenguiig zu verbessern. Der Westen sollte auch darauf bedacht sein, seine innere Front durch Befried düng zu stärken. Es klingt wie ein Hohn, dass ausge- ' rechnet Nasser, sekundiert vom Friedensapostel Nehruv einen Friedensappell an aie ' Welt richtet. Ein derartiges Auftreten wird allein durch die mangelhafte amerikanische Politik ermöglicht, die vor jeder Entscheidung aus-1 weicht und sich vor jedem verbeugt, der damit droht, gegen den Westen zu oppo-' nieren. Die Welt durchlebt erregend. und schwierige Au- genblicke. Man wird berechtigte Zweifel hegen müssen, dass es den westlichen Führern gelingt, die grosse Chance zu nutzen, d.e durch den Krutschewsehen Husarenritt in Paris unerwartet entstanden ist. Dr. JOSE L ORTOPEDIA Pampa 2926 ILr FRACTURAS T. E. 73-1116 Solicite hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY \ i SARMIENTO 3116 T. E. 87 1362« I DÍT~~Í I B.Sdiwarez l ZAHNARZT ÍESTOMBA 2283 — 52-8214 I RAYOS X i I PÄRADENTOSE * t TELEF. I I VORANMELDUNG $ Restaurant »Paso" niw Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-92591 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLICHER Malerarbeiten fCONDE 2318 I. E. 7675331 für. BENJAMIN LIPNIZKY! ZAHNARZT | ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE*? HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGUi L1ERUNG DER ZAHNSTELLUNG T Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend | nach vorheriger Vereinbarung. I JOSE HERNANDEZ 2518 T. E 76-8673 und 73-0500 Dr. L. KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: |Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 UhrJ «Es wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden ¡ ÍSANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542* Dr. Bernardo Goldstein MEDI CO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchtung' — Electrocardiograma»« CUBA 2141 i; E. 73 8762 u. 73-6817 Consultas: Montage bis Freitags: 15—1t Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr ~~ •i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.