Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1779 (20.5.1960)
- Date
- 1960-05-20
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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•1771 JÜDISCHE WOCH E'N SCHAU Año XXI. — No. 1779 'l'Un. DIE EREIGNISSE DER WOCHE Die CENTRÄ teilt mit: Vom 23. bis 28. August d. J. findet der dritte grosse Kongress der CENTRA in o ntiago de Chile statt. Die Verhandlungen mit führenden jüdischen Persönlichkeiten in Europa und Nord- und Südamerika geben uns schon heute die Gewissheit, dass auch dieser Kongress das geistige Erlebnis unserer mitteleuropäischen Judenheit wird. Wir beabsichtigen auf diesem Kongress grundlegende Massnahmen zu treffen, um insbesondere die Entwicklung unseres Nachwuchses im Sinne der Bewahi-ung des Erbes unserer grossen Vergangenheit zu sichern. Nach den wenigen Jahren unse Bestehens glauben wir darauf hinweisen zu können, dass wir mit Erfolg bemüht sind, positive und grundlegende Arbeit zu leisten. Weitere Nachrichten über die Vorarbeiten des Kongresses werden wir laufend ver ö ff en tli ch en. Das 150. Buch Der überaus rührige und produktive jüdische Verlag „Polnisches Judentum” hat jetzt das 150. Buch seiner Schriftenreihe zum Geden- 1 ken an das einstige blühende jüdische Leben in Polen herausgegeben, eine im jüdischen Verlagswesen in Argentinien und der ganzen Welt einzig dastehende publizistische Leistung. Das 150. Buch ist von dem bekannten Journalisten und Schauspieler Isaak Turkow - Grudberg geschrieben und bringt unter dem Titel „Gesichter und Masken” eine Reihe von Kurzgeschichten, die die heutige Lage der Juden in Polen schildert. Turkow zeichnet seine Gestalten, die als verborgene Juden — neuen Marannen gleich — in unserer Zeit unter der Maske von Christen in Poien leben müssen. Er macht die seelische Not und Pein dieser neuen Schein- Christen, die unter dem wachsenden Judenhass und meist in Mischehen leben a leiden, dem Leser verstand lieh und weckt Symoathie und Anteilnahme für diese Menschen die alles stillschweigend mitansehen müssen und ihren Schmerz nicht laut werden lassen dürfen. Diese Kurzgeschichten sind kleine Meisterwerke und wirken in ihrer präzisen Stilistik, die jede unnütze Sentimentalität vermeidet, auf den Leser, der ja selber der Hölle des Judenhasses entronnen ist. Der Autor such: Asociación Israelita Amigos del Keren Kayemeth COMITE CENTROEUROPEO An den Herausgeber der „Jüdischen Wochenschau” Buenos Aires, 10. Mai 1960 Sehr geehrter Chawer Dr. Swarsensky, namens des zentraleuropäischen Comités im Keren Kc.jemeth Leisrael ist es uns eine aufrichtige Freude, Ihnen anlässlich des 20jährigen Bestehens der „Semana Israelita” unsere herzlichsten guten Wünsche auszusprechen. Diese Zeitung, welche an die besten Traditionen des einstigen zentraleuropäischen Judentums anknüpft, ging vom Tage ihres ersten Erscheinens an den eindeutigen Wege der nationalen Zusammenfassung aller Kräfte, um das hohe Ziel, den unabhängigen jüdischen Staat, der Verwirklichung näherzuführen. Stolz darf die „Semana Israelita” darauf hinweisen, dass sie in den Zeiten tiefster Demütigung unseres Volkes das Banner der Zuversicht hoch hielt und den Glauben an eine bessere jüdische Zukunft in die Herzen unserer Menschen pflanzte. Der Keren Kayemeth Leisrael, dem Sie seit frühesten Jugendtagen selbstlos gedient und dem Sie mit Ihrem grundlegenden Werke „Eroberung durch Aufbau’’ einen weiteren Beitrag von Bedeutung geleistet haben, konnte stets mit Ihnen zählen, wenn es galt, für seine Ideale zu werben. Ihnen hierfür zu danken, ist uns eine Pflicht, welcher wir gern nachkommen. Mit allen guten Wünschen für die Zukunft der Zeitung und Ihr persönliches Wohlergehen und das Ihrer Familie, begriissen wir Sie mit herzlichem SCHALOM KURT ZIMMERSPITZ Sekretär WERNER ROSENBERG Präsident CADETE para oficina de 15—18 años pera la tarde se necesita Con preferencia sepa escribir máquina. KEREN KAYEMETH — Comité Centroeuropeo Corrientes 2294, VI. Restaurant »Paso'' TOD Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259J: Unter Aufsicht de* Vaad Harabonim der Kehilln MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten nnd Banketten keine Lösung dieser Probleme, sondern beschränkt sich in seinen realistisch abgefassten Novellen auf Tatsachenberichte, die er in Form von Rahmenhandlungen kleidet. Turkow hat bis jetzt im kommunistischen Nachkriegspolen gelebt und konnte vor kurzem nach Israel auswandern, wo er nun als freier Schriftsteller die wirklichen Zustände schildern kann, in denen heute die Juden im Lance des klassischen Antisemitismus dahinvegetieren, wenn sie sich nicht hundertprozentig assimilieren, sondern als Juden leben wollen. Rege Verlagstätigkeit . Der Verlag, der unter der Leitung von Mark Turkow und Abraham Mittelberg steht, hat in der kurzen Zeit seines Bestehens zahlreichen Schriftstellern die Möglichkeit gegeben, ihre Werke zu veröffentlichen. Er hat bekannte Meisterwerke darunter eine Trilogie von Schalom Asch, Standardwerke bekannter jüdischer Geschichtsschreiber, Romane, doch hauptsächlich Tatsachenberichte über die deutzen Konzentrations- und Ausrottungs-Lager, auf gefundene Tagebücher ermordeter KZ-Insassen, aber auch Reiseberichte aus Osteuropa und Deutschland, schöngeistige Literatur und Poesie herausgegeben und sie einem grossen Leserpublikum in der ganzen Welt zugänglich gemacht und so der Vergessenheit entrissen. Die Herausgabe eines einzigen jüdischen Buches ist heute mit beträchtlichen finanziellen Schwier’gkreiten urd einem grossen Risiko verbunden, so dass das Erscheinen von 150 Büchern, denen bereits ein neues über indische Musik gefolgt ist, wärmstens anerkannt und begrüsst werden muss. Den zahlreichen Gratulationen, die der Verlag „Das polnische Judentum” aus al" ler Welt erhalten hat, schliesst sich die Redaktion der Jüdischen Wochenschau herzlichst an und wünscht seinen Direktoren auch in Zukunft den verdienten Erfolg ihrer so begriissenswerten Verlagstätigkeit. Untersuchung der Juden verf olgungen München. — Das münehener Institut für Zeitgeschichte beschäftigt sich gegenwärtig im Auftrag des Bundes - Innenministeriums mit einer wissenschaftlichen Untersuchung über nie Auswirkung der Judenverfolgungen im Dritten Reich. (AWZ) Bewässerung von Kolonien Tel Aviv. — In Kürze werden die Arbeiten begin. nen, durch die verschiedene Kolonien im Beisan-Tal bewässert werden sollen um das von den Zuflüssen des Jordan gelieferte Wasser zu ersetzen, das Transjordanien, wie jetzt bekannt würde, seit einiger Zeit ableitet. Die an der nördlichen Landesgrenze gelegenen Kolonien sind von Wassermangel bedroht, sobald Transjordanien die Ableitung des Jarmuk-FIusses beendet haben wird, so dass für neue Wasserzufuhr gesorgt werden muss. Die neue Pumpstation wird am Jordanfluss errichtet werden, dort wo er in den Tiber ias- See mündet, wie nunmehr mitgeteilt wurde. (ITA) Israelische Industrie - und Die Industrie- und Handels, bank Israels, früher AGRO- Bank, hat gemeinsam mit ihrer Tochter- und Investitions-Gesellschaft INCOBA in Buenos Aires ihr erstes Büro eröffnet, nachdem alle Voraussetzungen für die Bank in Lateinamerika erfüllt sind. -Aus diesem An mit freier Disposition über (vorzunehmen, die eine garantierte Dividende in Höhe Dollaranjagen, die frei von allen Steuern sind ur.d an der israelischen Börse notiert werden. Um sich eine Vorstellung von der Bedeutung von Koor zu machen, wurde darauf hingewiesen, dass Koor in Israel 26 bedeutende Fabriken und Unternehmunln von 7 Prozent im Jahr bringen, Die Dividende ist in Dollar zahlbar und steuerfrei. Die ausgegebenen Aktien partizipieren neben der Dividende am Gewinn der Gesellschaft zu paritätischen Bedingungen mit den Ak- Israel m lass lud das Direktorium der Bank unter dem Vorsitz ihres Präsidenten, Don Alfredo Korn, die Presse zu einer Konferenz, in der nach einleitenden und instruktiven Worten Alfred Korns, der israelische Direktor der Bank, Herr Abraham Banay, nähere Ausführungen über die gen mit einer Produktion von 75 Millionen Dollar im Jahr leitet. Die Beteiligung ernster südamerikanischer Kapitalien wird die Seriosität und Bedeutung der Anlagen noch steigern. Mit Hilfe der israelischen Regierung wurde eine neue Investitionsgesellschaft INCOBA /4 tien, die von der Bank erworben und bezahlt werden. Auch über weitere Vorteile und Bedingungen wurde auf dieser Pressekonferenz informiert. — Das Direktorium besteht aus den Herern: Alfredo Korn, Moises Rabinovich, Mauricio Sil- 1 bert Pedro Pechersky, sämt- Pressekonferenz in dem neueröffneten Büro der INDUSTRIAL & COMERCIAL 'Israel - América Latina) und der INCOBA Ltd. BANK Entwicklung, die Arbeiten und die Pläne der Bank machte. Banay berichtete über die grossen Möglichkeiten, die durch die Zusammenarbeit der Koor (israelische Gruppe) mit der südamerikanischen Gruppe geboten werden. Die mannigfachen Investitionsmöglichkeiten gestatten ein verteiltes Risiko gegründet, die es den südamerikanischen Juden gestatten wird, wirksam am Aufbau der israelischen Wirtschaft mitzuarbeiten und gleichzeitig solide Anlagen zu machen. Um diese Aufgabe durchzuführen, wurde zunächst beschlossen, in Südamerika eine Emission von Aktien im Werte von 500.000 Dollar lieh Argentinien, und den Herren Itzchak Eilam, Bar Kochba Meerovich, Jakob Efter und Gershon Lcvinson, sämtlich Israel. — Wir werden über die wichtigen und interessanten Plane und Arbeiten dieses' Unternehmens bei nächster Gelegenheit mehr berichten. — — i Ku-Klux-Klan in der Bundesrepublik München. — Nach Mitteilung des SPD-Pressedicnstes soll sich die antijüdische und negerfeindliche amerikanische Organisation Ku-Klux- Klan jetzt auch in der Bundesrepublik bemerkbar gemacht haben. Sie soll von Augsburg aus Rundschreiben versandt haoen, in denen Zionismus, Freimaurerei und Bolschewismus auf einen Nenner gebracht werden: das geistige Judentum. Die Empfänger wurden aufgefordert, sich bei einer Adresse in Texas über die Ziele des Ku-Klux-Klan zu informieren. (AWZ) w DAUNENDECKE*} - GARDINENÍ IMPORT. CHINTZ und VOILE BENNO DE LEVIE S.R.L. T E. 76-4155 NÜR: ECHEVERRIA 2242 t H. ROSENZWEIG TAILOR HENRY Tucumän 563, piso I Neues Telefon: 32.0913 Grösst« Auswahl I« imp. und hiesigsn Stoffee