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Jüdische Wochenschau · 1960-05-20 · 1779 (20.5.1960) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1779 (20.5.1960)
Date
1960-05-20
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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■www«« 4 — Viernes, 20 de Mayo de 1960 LA SE M> ANA.ISRAELITA Año XXI. — Mo. .1778 Empfang einer Delegation der Soprotimis beim Innenminister Argentiniens, Dr. Vitolo * » '! :;.^y ' * 'v* ■ ' ¿¿l& fcsSSS : Der Exekutivdirektor der Hias, Herr James Reiss, und der Direktor für Lateinamerika. Herr Jacobsohn, weilten xwecks Besprechungen über Einreiseerlaubnis für jüdische Immigranten in Argentinien, um mit der Soprotimis über die Schwierigkeiten bei der Einreise jüdischer Einwanderer zu beraten. — Der bekannte Deputierte, Ing. Isaac Breyler, hat diesen Komplex dem argentinischen Innenminister Dr. Vitolo vorgetragen. Die Soprotimis hat ihrerseits an den Direktor der Immigrations-Abteilung zwei Gesuche um erweiterte Einreisebewilligungen iiir jüdische Immigranten gerichtet, deren Papiere infolge der allgemein bekannten Situation nicht in Ordnung sind und durch die Naziverfolgungen verloren gingen, oder für Einwanderer, die aus den Ländern hinter dem Eisernen Vorhang kommen. — Bei der Unterredung mit dem Innenminister waren die Herren James Reiss, Jacobsohn, Dr. Moses Goldman, Isaac Tolschinsky, der Präsident der argentinischen Soprotimis, und Marek Schindelmann, der Direktor der argentinischen Abteilung der Hias, beteiligt. Die Delegation wurde dem Innenminister von Ing. Breyter vorgestellt. Herr Reiss legte Dr. Vitolo die Probleme der jüdischen Immigration dar und betonte hierbei, dass bereits Brasilien, Chile und Uruguay Einreisebewilligungen erteilt haben. Innenminister Dr. Vitolo versprach den Delegierte«, das Problem zu studieren und es im Geiste der argentinischen Tradition zu lösen. aaaaaaa« Deutfclm Theater Künstlerische Leitung5 Geschäftliche Leitung: Jacques Arndt Susi Schmoller i un » i » ODEON T E A T R O Esmeralda 367 FEST-SAISON I960 zu Ehren der 150. Jahresfeier Eröffnung 6. Juni ►;► i> > »! > » DAS SALZBURGER GROSSE WELT-THEATER von Hugo von Hofmccnnsthal DIE GLASMENAGERIE von Tennessee Williams ' DER GOLDENE ANKER von Marcel Pagnol KENNEN SIE DIE MILCHSTRASSE von Karl Wittlinger WAS IHR WOLLT von W. Shakespeare BEI GESCHLOSSENEN TUEREN von J. P. Sartre EINAKTERABEND: Stefan Zweig und Gerhard H.auptmann |A) PREMIEREN-ABONNEMENT (jeweils Montag 21 Uhr) B) ABONNEMENT FUHR DONNERSTAG. FREI¬ TAG, SONNABEND (jeweils um 19 Uhr 45) ►Die Sonntag-Nachmittagsvorstellung (15 Uhr 30) findet ausser Abonnement statt. > Stummsitze für Besucher aller Soixntagsvori Stellungen. i Beginn des ABONO-Verkaufs am MONTAG, den 16. Mai, im Teatro ODEON, Esmeralda 367, Tel.-Nr. 45-3591, von 10 bis 12 und 15 bis 20 Uhr. [ Die Eintrittspreise sind so gestaltet, dass sie jej dem den Besuch des Theaters ermöglichen. » > _ J-lte’catiicka Áoihen Quittung über Abtretung Palästinas Auf einer Auktion in New York wurde die ungewöhnliche Quittung der Abtretung Palästinas von der britischen Militärverwaltung an die Zivilverwaltung nach dem ersten Weltkrieg versteigert. Sie erzielte einen Preis von 5.500 Dollar. Das ungewöhnliche Dokument, das das Datum 30. Juni 1920 trägt, lautet: „Received from Major -General Sir Louis Bois one Palestina complete” und wurde von Sir Herbert Samuel gezeichnet, der damals Home Secretary des britischen Kabinetts und der erste Hochkommissar Palästinas war. Der Briefkopf des die britischen Insignien tragenden Papiers lautet: Hauptquartier, besetztes Feindesland, Verwaltung Süd, Jerusalem. Jiddische Tageszeitung Das Daily Hebrew Journal in Toronto, dessen Gebäude durch ein Grossfeuer im vergangenen Oktober schweren Schaden erlitt, wird, nach einer Pause, umgewandelt' in eine kanadisch-jiddische Tageszeitung. unter der neuen Redaktion von Gershon Pomerar.z erscheinen. Die Zei tung ist zweisprachig, englisch und jiddisch. Ein malender Kantor Schmuei Blumberg, der Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien, ist nicht nur ein ausgezeichneter Chasan, sondern auch ein begnadeter Maler. In der Galerie Ernst Fuchs in Wien zeigt Schmuei Blumberg Darstellungen aus Israel, Bilder zu biblischen Themen. Publikum und Kunstkritiker waren überrascht und tief beeindruckt von dem Gebotenen. Die Ausstellung wurde zum Ereignis im Wiener Kulturleben. Bi umberg ist der Sohn ein es Synagogenmalers aus der Schule von Boris Schatz, Er hat viele Jahre in Palästina gelebt, das er so darstellt, wie es ihm unmittelbar vor Augen stand. Teatro Colón Viernes 20, a las 21.30 hs. Primera función de abono a 5 nocturnas. Bajo los auspicios del Consejo Británico de Relaciones Culturales presentación del “London's Festival Ballet”. Director General: Julián Braunsweg. Director artístico: Antón Dolin. Programa: “El Lago de los Cisnes”, Tschaikowsky; “Harlequinade", Drigo; ‘"Lortdon Morning”, N. Coward; “Etudes”, Riisager. Orquesta Estable del Teatro Colón. Director: Geoffrey Corbett. — Sob. de abono en venta. Nota: Para esta función es de rigor el traje de etiqueta para damas y caballeros en platea y palcos.- Sabado 21, a las 17.30 hs. Función extraordinaria No. 19. Dedicada al Consejo Británico de Relaciones Culturales. “London's F estival Ballet”. Director general: Julián Braunsweg. Director artístico: Antón Dolin. ‘ El Lago de los Cisnes”, ,,Don Qui jote”, “London Morning” “Sinfonía en Broma”. Orquesta Estable del T. Colón. Director: Geoffrey Corbett Platea $ 450.—. Remanente de localidades en venta. Sábado 21, a las 21.30 hs Primera función de abono a 3. “London’s Festival Bal- ISRAEL - BRIEFMARKEN AM WIEDERVERKAEUFER — ALLE HEUAUSGA- .{{( BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Buenos Aire», Hep Argentina ¡ E2s MUSIK IN BUENOS AIRES GUSTAV MAHLER¬ EHRUNG DURCH JUAN JOSE CASTRO UND NATIONALORCHESTER Die Saison- und Abonnements-Eröffnung des Nationalen Symphonie-Orchesters war kein gewöhnliches Konzert Sie bedeutete eine Feierstunde zu. Ehren Gustav Mahlers, dessen 100. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen. Das Manuskript der Festrede war seine 9. Symphonie, und als Festredner fungierte der Tituiardirigent j des Orchesters, Juan Jose j Castro, der hiermit gleich-! 2eitig öl Jahre nach erfOig | ter Komposition, die argenti-! nische Erstaufführung bot. ¡Mit Absicht stand kein weiteres Werk auf dem Pro- 1 gramm. I Wir kennen die tragische Zahl „Neun“ im Leben mancher Komponisten. Beethoven sollte seine „Neunte“ nicht überleben, Schubert, Bruckner, und dem Vater der argentinischen Musik, dem vor 5 Jahren heir.gegangenen Alberto Williams, erging es nicht anders. Auch Gustav Mahler hatte eine panische Angst vor d.eser Zahl. Um sie zu umgehen, gab er seiner eigentlicher, neunten Symphonie den Titel „Das Lied von der Erde“, und die von ihm später doch als solche bezeichnete ist eigentlich seine „Zehnte“. „Leb wohl, mein Saiterspiel“, war die düstere Prn ambel, die er der Reinschrift vorausschickte, und die letzte Anmerkung dieser einzigartigen Partitur ist „ersterbend”. Nomen' ist Omen. Mahler hatte schon bei der Komposition jene seherische Vorausahnung, welche während der Arbeit seiner „Kindertoterüieder“ in grausiger Hellsicht das Ende seiner kleinen Tochter vorfühlte. In musikihschei Hinsicht bietet die Symphonie nichts wesentlich Neues mehr in seinem Gesamt- Oeuvre. Aber sie ist intime? let” Director General: J Braunsweg. Director Artístico: A. Dolin. “El Lago de les Cisnes”. “Harlequinade”, “London Morning“, “Etudes.” Orquesta Estable del T. Colón. Director: G. Corbett, — Sob. en venta. und transparenter als ihr« Vorgängerinnen aufs Pentagramm geworfen, denn sie wurde na>'b Beendigung seiner Ope^ntätigkeit konzipiert, und der Kommunist konnte sich so — bewusst oder unbewusst — von Mammut-Orchestrierungen freimachen, wie Fernchöre und -Orchester und dergleichen. Sein Biograph Richard Specht drückt es aus: „Hier blickt einer, der an der letzten Pforte sieht, die gleich über all seinem Glück und all seinem Leid zufallen wird, auf das Inferno der Welt zurück.“ Das Wort „ewig“, das letzte aus seinem „Lied von der Erce“ tönt immer wieder durch und leuchtet auf, das eigentliche Motto seiner Schicksals-,,Neunten“. Zu Mahlers 60. Geburtstag (sein letztes Lebensjahr) gratulierten ihm u. a. Ferru-; ccio Busoni, Peter Rosegger, Thomas Mann. Arnold Schönberg, Max Reinhardt, ' Clemenceau, Debussy, Dukas, Fauré. Pierné, Mengelberg, Gerhard und Carl Hauptmann und Richard. Strauss. Allenthalben werden Mahler-Feiern und -Konzerte veranstaltet. Auch in Argentinien fängt man. an, seine Musik zu hören, sie zu spielen, sie zu singen; man beginnt, sich mit ihr anzufreunden. Grosse Dirigenten, wie Paul Kletzki. Willem van Otterloo und Heinz Unger waren ihre ersten Botschafter. Die jetzige Erstaufführung von Gustav Mahlers „Neunter“ stand unter dem Taktstock eines Beruf enen. Juan José Castro, jener freiheitsliebende, unbeugsame und künstlerisch revolutionäre Argentinier, der das bittere Brot der Emigration freiwillig gegessen hot, und sein hinreissend spielendes Orchester ehrten in dieser Feierstunde nicht nur den Komponisten, sondern auch sich selbst — und auch ein ganz klein wenig uns, die wir das Opus aus der Partitur unseres Musikkritikers dirigiert hörten. Das völlig ausverkaufte Colon quittierte die ausserordentliche und aussergewöhnliche Leistung mit besonders innigem Beifall. c-n Die BAR MIZWA unseres Sohnes RAUL RICARDO findet s_ G w. am 28. Mai um 9 Uhr im Gemeindehaus Santiago del Estero y Avda. La Plata, Quilmes, statt. BERTHOLD MAIER und Frau RUTH geh. EICHENGRUEN Quilmes — Gral. Urquiza 185 Enrique Goldschmidt und Frau Clara geh. Mann danken allen Freunden und Bekannten für die vielen Aufmerksamkeiten zur Bar Mizwah ihres Sohnes, ROBERTO Pampa 2451 MMMMUMMMIMWUWMIWIMjwMMUMAMWMMWIMMMWMWMMfl WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DES JUEDISCHEN JAHRES 5720 Dienstag, den 31. Mai Mittwoch, den 1. Juni Donnerstag, den Juni Dienstag, den 12. Juli Montag, den 1. August Dienstag, den 3. August Mittwoch, den 31. September Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot 17. Tammus (Faste«) Erew Hacha b’Aw Tischa b’Aw Brew Roscb Äaeshnna 5721

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