Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1779 (20.5.1960)
- Date
- 1960-05-20
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 2f) de Mayo de I960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1779 — 3 Massada vor 1887 Jahren - und heute Nur etwa hundert Jahre lang war die Festung Massada ein aktiver Faktor, bildet aber auch nach ihrer Zerstörung das Wahrzeichen jüdischen Unabhängikeitscüanges und Freiheitswillens. Im Jahre 42 v.d.g.Z. begann der Hohepriester Jonathan auf diesem Felsplateau mitten in der judäischen Steinwüste, das sich in 440 m Höhe über dem Spiegel des gegenüberliegenden Toten Meeres erhebt, 50 m über dem Spiegel des Mittelmeeres, die Festung anzulegen, die dann König.Herodes mit 37 Verteidigungstürmen und einem Prunkpalast ausgebaut hat, dass einen noch heute bei Besichtigung der Ruinen tiefe Bewunderung erfasst. Die Geschichte dieses Felsens ist aber darüber hinaus einzigartig und ergreifend. Nach dem Falle Jerusalems zogen sich vor 1890 Jahren die letzten jüdischen Freiheitskämpfer hierher zurück, und sie mit ihren Familienangehörigen verschanzten sich hier oben. Es waren etwa tausend Seelen, die auf dem Massada-Felson von ungefähr 8000 römischen Kriegern, 4000 Mann der X. Legion und weiteren 4000 Mann Hilfstruppen, denen 2000 Mann Dienst. und Transportarbeiter mit 500 Lasttieren zur Verfügung' Standen, belagert wurden. Die Kämpfer von Massada von MEIR FAERBER, Tel Aviv hielten fast drei volle Jahre stand, und es gelang den Bedrängern trotz gewaltiger Bemühungen nicht, den Felsen zu er<>bern. Als die Kämpfer auf dem Felsen einsahen, dass der Widerstand aussichtslos war. entschlossen sie sich zum Freitod. Es war wohl das heroischste Drama der jüdischen Geschichte, das Flavius Josephus, der zeitgenössische Historiker schildert: „Sie schleppten eiligst alles Wertvolle auf einen Haufen zusammen, steckten es in Brand und wählten * den Palast, durchbohrte dann sich selbst mit kräfti ger Faust und sank neben seinen Unglücksgefährten nieder. Also starben sie in der Ueberzeugung. keine See le übrig gelassen zu haben, die in die Gewalt der Römer geraten könnte... Die Zahl der Toten, Weiber und Kinder mit eingerechnet, belief sich auf neunhundertsechzig. .. Als die Römer am nächsten Morgen die Festung betraten... und die Menge der Gemordeten entdeckten, freuten sie sich nicht wie über den Unterhierauf zehn ihrer Genossen j gang von Feinden sondern CARLTON hat keine Lockvoegel Der gute Weg zum besseren Einkauf, wird — wenn sie an Herrenkleidung denken — immer zu Carlton führen. Dir guter Freund an kalten Tagen ist der CARLTON - Mantel Vorrätig in Modellkonfektion in vielen Formen Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu uns! Auch Junioren kaufen gern bei Carlton. Aenderungs. und Reparatur- Abteilung aus. welche die Mörder aller übrigen werden sollten. Hingestreckt an der Seite seiner Frau und seiner Kinder und die Arme über sie ausgebreitet bot nun jeder von ihnen aufs bereitwilligste seine Kehle den Zehn dar, welche den traurigen Dienst vollzogen. Kaum aber hatten die letzten ohne Zittern und Zagen ihre sämtlichen Gefährten Mann für Mann durchbohrt, als sie durchs Los die gleiche Entscheidung bezüglich ihrer selbst trafen: derjenige, auf den das Los fiel, sollte die anderen neun und endlich sich selbst umbringen... So unterzogen sich denn die neun dem Tod durch das Schwert. Der ein€ aber, der zuletzt noch am Leben war. besichtigte nur noch den Haufen der Daliegenden ob nicht etwa bei dem grossen Gemetzel einer übrig geblieben sei, der zum Sterben einer Nachhilfe bedürfe, und als er sie alle wirklich tot fand, legte er Feuer an fotfé MAIPU 982 . LAVALLE 870 T. E. 31-0357 — T, E. 35-1110 REISEN t leicht gemacht durch I JViajesCIobus^ g Alsina 1418, 6 ú T-E* I ß 38-5880 - 38-1447 - 38-8304^ AUTO . REPARATUR - WERKSTATT ,, B E N 0 “ BENO HUTSCHNECKEB Arda. CONSTITUYENTES 4902 (Eeke Monroe) T. EL Si zollten dem hochherzigen Entschluss und der unerschütterlichen Todesverachtung so vieler bei der Tat beteiligter Personen ihre volle Bewunderung.“ So geschehen am 15. Nissan 73 n. d. g. Z. OFFIZIELLER BESUCH Im gleichen Monat Nissan, 1887 Jahre später, fand die erste offizielle .Sitzung“ eines Parlaments-Ausschusses des wiedererrichteten Judenstaates hier oben auf dem Hochplateau statt. Die Mehrheit der Mitglieder der Innenkommission der Knesset unternahm den mühevollen Aufstieg unter Teilnahme ihres Vorsitzenden Jaakow Riftin, des Innenministers Mosche Chaim Schapiro. des Vorsitzenden des Munizipalcomites für den Stid-Distrikt Jehuda Almog, in Begleitung der Gattin des Ministers und der Frauen der Knesset-Mitglieder, einiger Beamter des Innenministeriums und dreier Journalisten. Nach Besichtigung der Ruinen und einer Führung mit historischen und archäologischen Erklärungen fand die offizielle .Sitzung“ statt, in der Innenminister Schapiro he Rede des Kommandanten dieser Festung, Eleasar Ben- Jair. sichtlich bewegt und'in eindrucksvoller Form rezitierte, so dass man sich den Hergang des traurigen Ereignisses lebhaft vorstellen konnte. Hierauf wurde jedem Teilnehmer des Aufstieges zur Erinnerung die ,.Massada“-Nadel angesteckt und auf Wunsch Riftins schliesslich die Hatikwa gesungen. Es war eine eindrucksvolle Feier. 28.000 AUSFLUEGLER Der noch aus der Vorzeit stammende 2 km lange .Schlangenweg“ wurde letzthin durch die Jugendverbände aller Schattierungen, von den religiösen Bnej Akiba bis zu den Bünden der äusserslen Linken in freiwilliger Ai-beit wieder hergerichtet. Zu Füssen des Felsens entstand dank der Initiative und unermüdlichen Hingabe Jehuda Almogs eine Jugendherberge. Ein Tourist hatte zur Finanzierung dieses Gebäudes 22.000 Dollar gespendet. Ihm dankt eine Tafel mit der Aufschrift: „Das Haus ist ein Geschenk von Dr. An- Israel - Marken *■fTÖMtex Auswahl: «. m. VIERERBLOCKS - MARKEN MIT PLATTEN NUM. I MER - MARKE» MIT BAND - KOMPLETTE BOGEN (pltBehat) - VOLL. STAEND1GE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUSGABEN - ERSTE SERIE VORHANDEN —- VERTRAUENSWÜRDIGE BERATUNG Alfons« MORITZSON Guanacaehe 2351, dtp. 2 «|. CARSLDO SUMMWIMMIMMMmMtn,»,.,... ..rumRiv drea Pollitzer, Trieste. Die Pilger werden ihn und seine Familie' segnen. 1959“. Die Eltern dieses Spenders hatten sich und ihn, als er noch ein kleines Kind war, taufen lassen, aber er war unter dem Eindruck der Renaissance des jüdischen Volkes zum Judentum zurückgekehrt und wollte den Gefühlen, die ihn in Massada überkamen, durch die Errichtung der Herberge bleibenden Ausdruck geben. Der für die Erweiterung der Herberge erforderliche Betrag wurde durch Zuwendungen des Erziehungs- und Kulturministeriums und der Histadrut (je 25.000 IL) und der Baronesse Bathschewa de Rothschild (5.000 IL) ergänzt. Wenn man in der Herberge übernachtet hat und den Aufstieg daher gleich in der Frühe vor Sonnenaufgang beginnen kann, ist die Besteigung des Massada-Felsens viel leichter, als sie es vorher gewesen war. Im letzten Jahr wurden 28.000 Leute gezählt, die den Aufstieg unternahmen. Jetzt waren es während der letzten Pessach-Ferien etwa 4000. Unter den Prominenten besuchten die früheren Minister Mosche Sharett und J. Bar-Jehuda das Felsplateau und die amtierenden Minister J. Barsiläi, J. Bentow und J. Ben-Ahron Die Herberge ist für den grossen Andrang immer noch zu klein, denn sie verfügt nur über 50 Betten. Wenigstens auf die doppelte Zahl müsste sie noch in diesem Jahr gebracht werden. Ferner soll vom 18 km nördlich gelegenen wasserreichen Ejn Gedi eine Röhrenleitung gelegt werden denn momentan ist sehr oft nicht .einmal genug Wasser vorhanden, dass sich die Rückkehrer nach der Bergtour duschen könnten. Abch die archäologischen Ausgrabungen wurden oben auf dem Plateau noch nicht systematisch und gründlich voi'genommen. Unter Staub¬ und Schuttschich.cn liegen manche prächtigen Mosaiken verborgen, die freigelegt werden müssten. Mas- LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE Bo. Aires — PUEYRREDON 2190, I* isq. — T. E. 83-2813 20. Mai 1960 23. Iyar 5720 sada nimmt in den Gedanken der israelischen Jugend breiten Raum ein, da es zum Inbegriff des Freiheitsstrebens wurde. Auch die isolierte Lage mitten in der Steinwüste und die Gefährlichkeit des Aufstiegs und herabfallen der Steine, die Opfer die diese Bergtour schon gekostet hat, all das trägt zur Romantik und zur Anziehungskraft dieses Felsens bei. Es gibt Lehrer, die alljährlich mit ihren Schülern herkommen, hier für eine Woche oder zehn Tage ein Lager aufschlagen und an Ort und Stelle Geographie- und Geschichtsunterricht geben, soweit er mit diesem Landstrich und der Geschichte von Massada zusammenhängt. Zu diesem Zw7eck wird geplant, hier auch ein Kulturheim mit Vortragssaal, Bibliothek und Projektionsapparat zu errichten. Jehuda Almog sucht Unterstützung für den Bau einer Drahtseilbahn, die 200.000 IL kosten müsste. Innenminister Shapiro sagte zu, dass er für 25 % der Investition, also für 50.000 IL aus dem Entwicklungsbudget, sorgen werde. Für Anfang Ijar, hatte die Finanzkommission der Knesset den Massada-Besuch zu- Marshall will neuen Prozess Düsseldorf. — Der wegen Mordes zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilte 58 Jahre alte Georg Marshall hat Revision gegen das Urteil des Stader Schwurgerichts von Anfang Februar eingelegt. Das Gericht war zu dem Ergebnis gekommen, dass Marschall für den Tod des jüdischen Tischlers Josef Diener verantwortlich gewesen sei. Diener war 1942 auf dem Marktplatz in Sdolbunow öffentlich erhängt worden. Marshall war um diese Zeit Gebietskommissar in Sdolbunow. (AWZ) gesagts und auch sie hat kein geringes Wörtchen mit: reden. Vernünftiger und billiger wäre es gewiss, wenn für Verbesserung und Verbreiterung des ,Schlangen-Pfades“ und für seine grössere Sicherung vor Steinschlag gesorgt würde, damit der Aufs "g weniger gefährlich sei. Für Touristen< denen die Bergtour zu beschwerlich ist, sollte während der Saison einmal in der Woche ein Helikopter eingesetzt werden, so dass man sich die 200.000 IL für die Drahtseilbahn ersparen könnte. Campana Unida pro Israel COMITÉ CENTROEUROPEO Sehr geehrter Herr Dr. Swa.sensky, das 20jährige Jubiläum der JUEDISCHEN WO¬ CHENSCHAU gibt uns Veranlassung, Ihnen und Ihren Mitarbeitern die herzlichsten Wünsche zu übermitteln. Ihre positive Einstellung Israel gegenüber hat uns in unserer Arbeit für die Einheitskampagne und damit für den jungen is-aelischen Staat wertvolle Dienste geleistet, für die Ihnen unser besonderer Dank gebührt. Wir geben der Hoffnung Ausdruck, dass es Ihnen noch recht lange vergönnt sein möge, mit Erfolg und Befriedigung die JUEDISCHE ’WOCHENSCHAU herauszugeben. 3CHALOM! GERMAN GOLDSCHMIDT Sekretär F. FEDERICO SOMMER Geschäftsf. Vizepräsident 5 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ¡ % »I BW; Dr. Hardi S war sens ky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—19 Uhr Dr. Günter Frey Asunto« Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN i t i $ i BUEROZEÍT: 19—lt und lit—18 Uhr PUE VEREDON 2190 ew|. At. UAS HERAS - T. R. 8S-M1I