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Jüdische Wochenschau · 1960-05-17 · 1778 (17.5.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1778 (17.5.1960)
Date
1960-05-17
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Martes, 17 de Mayo de 1960 LA, SEMANA ISRAELITA Año XXL — No. 1772 Mittelpunkte der Diskussion (Schluss von Seite 1) gleichen Sumpfboden soziale,; r„..zuf, edenhelt. Es sind die zeloen politischen Hasar- AculC und Glücks- oder Ungl cksrittcr, die mithilfe dt- , Hassgesänge wieder : n die Macht zu gelangen h, - en. Da die Demokratie das erste oder vielleicht auch nur das zweite Angrifisz -i ist, sollte sie sich gegen diese Gefahren zur Wehr setzen, solange sie die Machtmöglichkeiten hierzu hat. Aber sie wehrt sich offensichtlich nicht, weil komplexe und divergierende Interessen eine klare Position verhindern. Mit Recht wurde darauf verwiesen, dass dieselben Männer, die vordem die Austreibung der ,mindertigen’ Ostvölker aus den zu erobernden oder eroberten Räumer, forderten, die also die spätere Umsiedlung und Ausrottung vorbereiteten die volle Verantwortung dafür zu übernehmen hätten, was nun. am Ende des Krieges mit den Deutschen geschah, die sich ihr tausendjähriges Reich ganz anders vorge- ■tellt haben. Gerade diese freute, die durch ihre Hasspolitik für die Vertreibungen verantwortlich sind, ge hören jetzt wieder zu der Scharfmachern, von denen die Massen ,,fiir eine illusionäre Rückeroberung der durch den Schuldspruch der Geschichte verlorenen Ostgebiete” aufgepeitscht werden. In diesem Zusammenhang braucht man nur die Aufsätze nachzulesen, die der soeben zum Rücktritt gezwungene Vertriebenen-Minister zwischen 1935 und 1945 verfasst hat. Im April 1940 schrieb der Ex-Vertriebenenminister, Prof. Oberländer, der sich selbst als Opfer des Naziregimes zu bezeichnen pflegte, in der Zeitschrift ..Neues Bauerntum”: „Jede Halbheit ist gefährlich. Im Volkstumskampf aber wird sie zum Verbre- Dr, FREY Abogado PUEYRRUDON 219« 1* Uq. Mchn, 1«—1« 9h* V J. Liebling FOURN1ERE — SPERRHOEL ZEB DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 Il REAL PEN;; Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 %vw °ptica REX I DIPL. OPTIKER Sarmiento 82$ T. E. 35 -nrA il;— chen am eigenen Volk. Rom und Griechenland sind an der Vergiftung der rassischen Struktur zugrunde gegangen. Frankreich und England gehen einen ähnlichen Weg. Die Eindeutschung der Ostgebiete muss in jedem Fall eine restlose sein. Solche Massnahmen vollständiger Aus- und Umsiedlung mögen hart erscheinen... aber eine einmalige Härte ist besser als ein durch Generationen währender Kleinkampf”. Dieses deutsche Rezept haben dann die Russen verfolgt... Die Ostvölker führten genau die Anweisungen aus, die Oberländer sich zwar anders, nämlich umgekehrt, vorgestellt hatte. Er hatte damals geschrieben: „Die Aufgabe bedingt, dass Millionen fremden Volkstums ersetzt werden... Es ist unmöglich, dass in einem Gebiet, ... auf die Dauer fremdes Blut überhaupt die Ehre haben darf deutschen Boden zu bebauen.” Es wird schwer sein, die Aeusserungen des in den Westen abgesetzten Oberländer anders zu bewerten als eine ausdrückliche Pflege des Revanche - Gedankens. Denn freiwillig werden die Ostvölker, werden Russen, Polen oder Tschechen die nach dem deutschen Zusammenbruch übernommenen Gebiete nicht herausgeben. Oberländer verlangte, dass die .Heimatvertriebenen’ auch bereit sein müssen, ihre Rückgehr ,in die Heimat’ vorzubereiten. — Wir können es nicht als unsere Aufgabe betrachten, in eine breite Diskussion über diese Fragen einzutreten. Wir müssen aber orientiert sein, denn ohne Zweifel erwächst hier eine Gefahrenquelle für den Weltfrieden. Die Frage um das Schicksal Zentraleuropas, mit einem Wort: das deutsche Problem, wird im Mittelpunkt der Gipfelkonferenz stehen. Dass die bonner Regierung den ehemaligen Vertriebenenminister Oberländer so lange gehalten hat. war nicht nur eine ungeheure Belastung wegen der nai Aiattka t I Chapeaux t HUTSALON IAb April in Belgrano J MOLDES 2 5 6 1 i T. E. 73-9229! 73-9155 Judith Schenkolewski Kullu»«iiekereien Schabboadecken . Tallisbeutel . Käppchen Masaot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 72-9155 zistischen Vergangenheit dieses Ministers und seiner ihm zur Last gelegten Beteiligung bei den Massenmorden an Juden im Raum Lemberg, sondern auch wegen der Pflege des Revanche-Gedankens, die dieser Minister Jahre hindurch betrieben hat. — IV. Die Briefmarken Wir leben in dem von den UN proklamierten Flüchtlingsjahr. Wie dies in den letzten Jahren üblich geworden ist, werden aus diesem Anlass von mehr als 70 Ländern Sonderbriefmarken herausgegeben, die diesem Ereignis gewidmet sind und aus diesem Grunde Motive aus dem Leben der Flüchtlinge behandeln. Eine Re’he von Ländern haben \ediglich den entwurzelten Baum in verschiedener Ausführung als Thematik ihrer Marke benutzt, das Symbol des Flüchtlings, des Lebens auf der Flucht, der Entwurzelung. — Auch Israel hat zwei Briefmarken zu diesem Thema veröffentlicht. Die eine dieser Marken zeigt die Aktion „Fliegender Teppich”, durch welche seinerzeit die Juden aus dem Yemen nach Israel gebracht worden sind. Diese Rettungsaktion für die ye menitisehen Juden wurde — wie erinnerlich seir. dürfte — auf dem Flugwege bewerk. stelligt. Deswegen spricht man auch von der „Aktion Fliegender Teppich”. Es handelt sich um eine besonders schöne und geschmackvolle Briefmarke, die — wie die meisten israelischen Marken — die Aufmerksamkeit der philatelistischen Welt in Anspruch genommen hat. Die andere Fliichtlingsmarke Israels zeigt eine mehrköpfige Familie, die durch das Tor des Landes eingewandert ist und nun zur Einordnung in ein freies Leben schreitet. Andere Länder haben ähnliche Motive, dargest^llt von allegorischen Figuren, zum Motiv für diese Marke gewählt, wobei z. B. die Marken von Belgien Holland. Griechenland, Italien. Island, Marokko und Vietnam als besonders gelungen bezeichnet werden können. Ueberall kam das Bestreben zum Ausdruck die Leiden der Flüchtlinge symbolisch darzustellen, um damit gleichzeitig dem Sinn dieses Flüchtlingsjahres der UN* gerecht zu werden. Eine unrühmliche Ausnah- Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSER GESCHAEFTEN Manuela Pedrara 2530 pl. b. Dp. B T. E. 78-7244 Mohel N. Plaksin Supori 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Briefe Bar Kochbas gefunden Jerusalem. — In einer Höhle in der Nähe des Toten Meeres wurden elf Briefe gefunden, die Simon Bar Kochba, der Führer des Aufstandes gegen den römischen Kaiser Adrian .im Jahre 135 geschrieben hat. Diese Briefe werden als einer der wertvollsten archäologischen Funde der letzten Jahre betrachtet und vermitteln bedeutsame Aufschlüsse über Bar Kochba. Die Ankündigung von diesem Fund geschah durch Prof. Jadin im Hause des Staatspräsidenten Ben Zwi in Anwesenheit verschiedener Persönlichkeiten, unter denen sich auch Ben Gurion und Chaim Laskow befanden. Die Briefe sind auf Papyrus geschrieben und lagen in einer ledernen Tasche, die einer Frau gehört hat. In dieser Tasche fand man ausserdem Fäden, kosmetische Artikel und einen Spiegel. Sie war zwischen den Felsen versteckt, wo sich die Widerstandskämpfer Bar Kochbas verborgen hielten. Von den elf Briefen waren sieben geöffnet, zwei waren auf Griechisch und dei Rest auf Aramäisch geschrieben. Drei Briefe waren gut erhalten, ohne dass auch nur ein einziges Wort fehlte; die anderen drei waren fragmentarisch. Der siebente Brief, der auf einer dünnen Holzplatte geschrieben wurde ist fast unbeschädigt. (ITA) me machen die arabischen Länder. Das kann man allerdings nicht ohne Einschränkung sagen. Denn einige von ihnen haben sich auch dem Völker versöhnenden Werk der UN durch ihre Briefmarken-Ausgabe angeschlessen. Wenn man die Briefmarken betrachtet, die von den arabischen Ländern aus diesem Anlass herausgegeben worden sind, dann findet man ein getreulicbes Spiegelbild der inneren Zerrissenheit der sogenannten arabischen Front. Die Gruppe um Nasser hat Marken herausgebracht, die eine Frau mit einem Kind auf dem Arm hinter Stacheldraht zeigt, die mit der rechten Hand auf eine Landkarte Israels weist, das dort „Palestine” genannt wird. In Wahrheit handelt es sich um ein politisches Propaganda- Plakat. Die Frauengestalt trägt hasserfüllte Züge ihr Fingerzeig ist dramatischeindrucksvoll. Die Briefmarken der VAR (Vereinigte Arabische Republik Aegypten-Syrien) und des Yemen unterscheiden sich nur durch den Aufdruck VAR bzw. Yemen. Dagegen haben die Marken Transjordani’ens und des Libanon allgemeine Motive und nicht die Fazette der Nasserschen Propaganda benutzt, was nur unterstreicht, dass diese Staaten I mit der Politik Nassers nicht einverstanden sind. Während also die Vereinten Nationen sich in diesem Flüchtlingsjahr besonders bemühen, eine die ganze Welt belastende Frage zu lösen, während die überwie- La Semana Israelita Blacm anario: a parace toe Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda Verán tworthch: Dr. H. Swaxsensky Pueyrreaón 2190 iv j«j T. ¡L 83-2613 A bono- Preise. Argentinien: $ 60.— pro Quartal NERVENu. GEMUETS-t KRANKHEITEN j Dr. M. J. Kuhn j t BULNES 1930, pl. b., 1?! T. E. 80-0249 | Mont., Mittwoch, Freitag j 17—20 Uhr. Tel. Anmel- | düng erbeten. j gende Anzahl der Völker sich ohne Vorbehalt in aen Dienst einer solchen Aulgabe stellt, missbrauchen aie von Nasser gefünrten Länder auch diese Aktion zu einer durch Hass und Unversöhnlichkeit gekennzeichneten Kampagne. Diese Briefmarken-Propaganda demonstriert nur einmal mehr die Notwendigkeit, durch internationa.e Mittel eine Hetze unmögLch zu machen, die in den Briefmarken einen nach aussen hin weit sichtbaren Ausdruck gefunden hat, in der Praxis des täglichen Lebens ein vitales Problem darstellt und eine ständige Gefahrenquelle für den Weltfrieden bedeutet. Auch die Behandlung der Orientfrage gehört auf de Tagesordnung der Gipfelkonferenz, woran die Nasserschen Briefmarken unschön erinnern. — Dr. DARIO COHEN CIRUGIA — SEÑORAS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicitar hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAIL U M A N S K Y SARMIENTO 3116 T. 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