Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1776 (10.5.1960)
- Date
- 1960-05-10
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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177* Martes, 10 de Mayo de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXL No. 177S — 7 83tíQ. r ara. íeilig. Pfang den en Is- •Itung Un. jüdin die tenen und raelis verwar der ikon. nialls fajim auc-h ilisie. Incendie HT DIE EREIGNISSE DER WOCHE Jom Hcatzmauth-Feier der WIZO und THG 'Die auch diesmal wiederum von den. beiden zionistischen Gruppen unseres Sprachkreises, der WIZO und der THG, gemeinsam durchgeführte Jom Haatzmaui-Feier fand am vergangenen Donnerstag in den schonen neuen Räumen der „OSFA“ statt und verlief unter starker Beteiligung ausserordentlch eindrucksvoll. Zu der sehr schnell entstandenen freudigen Feststim mung trugen die beliebten Künstler Genia Rabinowich und Zalman Hirschfeld vor allem bei, die jene Atmosphäre schufen, die eines solchen Abends würdig ist. Die Dieder, besonders die israelischen und jiddischen die Frau Rabinowitsch mit ihrer kultivierten Stimme sang, wurden mit herzlichem Beifall belohnt, und die Rezitationen von Herrn Hirschfeld in ihrem feinen, echt-jüdischen Humor lösten Salven von Heiterkeit aus, auch dann, wenn die eine oder andere Pointe von denen, die dem Jiddischen nicht ganz folgen konnten, nicht aufgenommen wurde. Man fühlte aus dem Vorgetragenen die Liebe zum jüdischen Volk, zum jüdischen Land und der alten Kultur heraus, und dies rief das ,,ambiente“ hervor das den Jom Haatzmauth auszeichnen, von allen anderen Tagen des Jahres abheben soll. In seiner Pestrede gab Dr. Hardi Swarsensky, Präsident der Theodor Herzl- Gesc llschaft, zunächst diesen Empfindungen Ausdruck um dann an den 100. Geburtstag von Herzl zu erinnern, der in diese Festwoche fällt. Um das Werk dieses Grossen unseres Volkes lebendig zu erhalten so führte der- Redner etwa aus, sei es nötig, seiner grossartigen Schöpfung, der Zionistischen Weltorganisation neue Impulse zu geben. Unbegreiflicherweise würden wir dagegen erleben, dass sich leligiöse und weltliche Leiter von Gemeinden und Organisationen noch jetzt vom Zionismus zu distanzieren versuchen, ohne den Mut zu haben, Israel zu verneinen, dessen Entstehung ohne diese zionistische Bewegung undenkbar gewesen wäre. War einst die Zionistische Orgy^eat:ön der ,,Judenstaat lüSjjIvegs.“, so trifft diese D^^Werurg heute auf das gesamte jüdisch. Volk zu, das „unterwegs sei“ zur Verwirklichung des Ideals. Der Aufbruch der jüdischen Massen, um das Wort zu gebrauchen bedeutet die Zionisierung des jüdischen Lebens. die Ausrichtung der Kinder- und Jugenderziehung auf Medinath Jisrael, die Identifizierung von Land und Volk, Erde und Staat mit dem jüdischen Schicksal. Diese Lebensaufgabe gelte es, in unseren Tagen zu realisieren, wozu z. B. die WIZO durch die Schaffung der Atmopshäre des jüdischen Hauses noch mehr beitrage als alle bedeutsamen Sammlungen. Dr. Swarsensky erwähnte aruch die Hilfsmittel wie Bonos Chail, sonstige Anleihen, die so wichtig seien für den finanziellen Unterbau des Staates, der eine Realität ist, welche die politische Weltsituation entscheidend verändern half. Realität und Idee würden sich im heutigen Israel glücklich vereinigen; das, was Vision, Hoffnung von Generationen jüdischer Menschen gewesen daraus hatte Theodor Herzl die schöpferische Kraft, den nationalen Stolz gezogen, ein Volk mit einer starken Lebensbejahung geschaffen. In Israel wachse jeder Jude in diesen Strom des Glaubens hinein und jeder Aufenthalt im Lande bekräftige dieses Gefühl. Der Referent schloss seine mit grossem Beifall aufgenommenen Worte, indem er die Sicherheit erwähnte, die Israelis empfinden würden, welche als ,,Lanzenspitze“ ganz nahe feindlich gesirnten Nachbarn leben und ein wunderbares Kulturleben entfalten, so, als ob sic im tiefsten Frieden wären. Hatte der Abend, von den Damen der WIZO mit Liebe vorbereitet, feierlich mit dem Absingen der Nationalhymnen begonnen, so schloss er in gelöster Stimmung, harmonisch, wie das Zusammentreffen alter Freunde, die sich bewusst waren, wiederum einige Stunden der Besinnung und dankerfüllter Freude erlebt zu haben. Es darf auch gesagt werden, dass der reichhaltige „Cocktail“ zum Gehngen der Feier beigetragen bat. C. W. Jom Ha'atzmaut im Bet Israel Restaurant »Paso Paso 452 (a! fondo) — T. E. 87 9259* Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten | AUTO - REPARATUR - WERKSTATT I „BENO* j BEÑO HUTSCHNECKEB j Arda. CONSTITUYENTES 4902! (Ecke Monroe) T. E. 51 2205 1 „Ihr geht stolz und erhobenen Hauptes einher, denn der Staat Israel ist Euer moralisches Rückgrat geworworden! Habt Ihr Euch dessen würdig erwiesen und weiss die Jugend, dass sie sich dieses st lze Bewusstsein jeden Tag von neuem erobern muss?“ Dieses Rütteln am Gewissen unserer Menschen war die Quintessenz der Rede Dr. Swarsensi kys, die im Mittelpunkt der schlichten und würdigen Feierstunde stand, bei der in Bet Israel des 12. Unabhängigkèitstages* von Israel und des 100. Geburtstages von Theodor Herzl gedacht wurde. In chronologischer Reihenfolge erwähnte der Redner die Ereignisse und Umstände, welche zur Staatwerdung Israels beitrugen. Im letzten Teil seinës Exposés schilderte er die Eindrücke seines letzten Besuches in Israel, von wo er erst vor kurzem zurückkehrte. In der künstlerischen Umrahmung der Feier wurden abwechselnd Rezitationen und Gesang geboten. Jonny | Meyer-Keyt brachte zwei Werke von Joachim Prinz: „Wir Juden”, und „Ein Volk, ein Land”; ausserdem las er den ergreifenden Monolog des Teviah aus dem Theaterstück „Eine Fahne wird geboren”, und zuletzt brachte er die deutsche Uebersetzung eines Gedichtes von dem israelischen Dichter Gerschon Schofman. Der Kantor, Herr Baruch," trug zwei liturgische Melodien vor: die erste aus dem ,,Lechodaudi ’ und ,,Ani-ma amin”, ein Trauergesang, der in den Konzentrationslagern gesungen wurde. Eine deutsche Melodie, das „Hallelujah“ von Hummel, und der israelische Marsch „Techesaknah” bildeten den Abschluss seiner Darbietungen. Beiden Künstlern wurde verdienter Beifall gespendet. Das Absingen der „Hatikvah” beschloss die Veranstaltung. R. W. Gedenkfeier für Dr. Mibashan Nach Ablauf der „Schloschim” fand am 5. Mai im „Libertad-Tempel” der „Congregación” eine würdige Gedenkfeier für Dr. Abraham Mibashan statt, die leider nicht so gut besucht war, wie dies hätte sein müssen. Von dem Schriftworte der „JosephsgeSchichte” ausgehend „Ich suche meine Brüder”, wies Rabb. Dr. Schlesinger darauf hin, wie der Verewigte zeitlebens, in der rumänischen Heimat, in Deutschland, in Amerika und hierzulande, überall, seine jüdischen Brüder gesucht, sie um sieh gesammelt habe, sich der wachsenden Verantwortlichkeit gegenüber seinem Volke bewusst gewesen sei. Seine Verbundenheit mit Erez Israel, mit fast allen führenden Geistern des Weltjudentums, sowie mit nichtjüdischen Kulturträgern vermochte ihn zu einer fast einmaligen Persönlichkeit in unserem Leben zu machen, die kaum zu ersetzen sein werde, und die dort fehle, wo jüdische Arbeit geleistet wird, in Gemeinden und in indischen Zentren. Die tiefempfundenen Worte gedachten "^uch der speziellen jüdisch-kulturellen Arbeit Dr. Mibashans als Verleger von Büchern jüdischen Inhalts unef seinen Bemühungen um Möglichkeiten, die jüdische Jugend für Presse, um über die weitere Arbeit des Verlages Candelabro und der illustrierten Zeitschrift „Erez Israel” zu berichten. In der Tätigkeit für den Verlag hat der Verstorbene seine Lebensaufgabe gesehen und ihm seine ganze Kraft gewidmet. Herr Dr. Mibashan hatte beabsichtigt, die 200. Nummer seiner Zeitschrift „Erez Israel” als Sondernummer zusammen mit den Feiern für den Jom Haazmaut erscheinen zu lassen; ein Freundeskreis wollte ihn zu seinem 70. Geburtstag ehren. Trotz der durch seinen Tod bedingten Unterbrechung wird das Werk des Verewigten fortgesetzt werden. Der Sohn des Verlegers, Dr. Ascher Mibashan, führte aus, dass er sich bemühen wird, die Arbeit seines Vaters gemeinsam mit seinem Schwager, Dr. Goldemberg, weiterzuführen. Heute ist die Publikation einer illustrierten Zeitschrift ebenso wie die Herausgabe von jüdischen Büchern ein sehr schwieriges Unterfangen; aber der Verlag „Candela- ■bro” wird seine Tätigkeit fortsetzen. Ein neues Buch „Kilometro 95” liegt bereits fast druckfertig vor; die Korrekturen werden inzwischen vorgenommen, so dass mit dem Erscheinen innerhalb von vier Wochen zu rechnen ist. Das Buch behandelt das Leben im Negew und wurde von Herbert Ruskol verfasst. Dr. Ascher Mibashan hofft, dass dieses Buch, welches inzwischen in Israel verfilmt wird, auch hier eine gute Aufnahme finden und dem Verlag die Möglichkeit zu weiterer fruchtbarer Arbeit bieten wird. Auch die Israel wird Israel-Botschaf ter antwortet der VAR Rio dv- Janeiro. - Der israelische Botschafter wandte sich gegen die anti.s.ir.itischen Aeusserungen des Stellvertretenden Aussenministers der VAR, Zidficar Sabri die dieser während seiner Reise durch Lateinamerika machte. Er ha’te bei einer Konferenz in Mexiko und in Venezuela die Regierung Israels und lokale Persönlichkeiten angegriffen. Bei Antritt seines neuen Amtes erklärte Botschafter Tekoa: „Jeder ehrliche Mensch muss es verurteilen, dass Nasser versucht, das Gift des Antisemitismus den lateinamerikanischen Völkern zu injizieren, die kaum den Rassenhass kennen.” Zulficar hatte bei seiner jetzigen Rundreise auf die „doppelte Loyalität” der amerikanischen Juden verwiesen. Wie aus informierten Quellen verlautet, wird Nassers Abgesandter in nächster Zeit in Brasilien als Gast der Regierung erwartet. (ITA) die Werte des Judentums heranzuziehen. Orgel und Vortrag der liturgischen Gesänge durch Oberkantor Blecharowicz umrahmten die Gedächtnisrede, die all denen, die gekommen waren, um Abraham Mibashan zu ehren, in Erinnerung bleiben wird. C. W. Editorial Candelabra Die Familie des Dr. Abraham Mibashan s. A. berief nach Ablauf der Scheloschim eine Konferenz der jüdischen Zeitschrift Erez innerhalb von vier Wochen erscheinen und neben dem 12. Jom Haazmaut dem Andenken ihres Herausgebers und Gründers, Dr. Abraham Mibashan, gewidmet sein. Sie haben die Wahl, die Auswahl hat C a r 11 o n! Feine Herrenkleidung fertig und nach Maas! Strassen und Sportanzüge, Geselischaftsanzüge, Gabardinmäntel, Autocoats, Ulster, Ueberzieher, Sportsakkos und Hosen Carltoa . Kleidung ist Klei» düng guten Stils, sie ist mei* sterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. MAIPU 892 - LAVALLE 870 T. E. 31-0357 — T, E. 35-1110 ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, I/B — Buenos Aires, Rep, Argentina . m m TUMO JURIDICO INTERNACIONAL £ ' í ' I* 1®r~ /<*SÍSf #/ ¿oc-a ' W. it. / r a i- / a '1 i '' * i} - Arn 3° April landeie im internationalen Flughafen von Rom (Ciampino) das eiste der SÜSSS-per-^-Doug^-Flugxeuge, die ven der italienischen Luftfahrt! l *.LI7^IA *«* Verwendung in ihrem interkontinentalen Flugverkehr erwori^slwiwerk?»»^duBW'*!1, dfSS u*b“9«be der Saper-DC8-Maschi>ie durch die Ü StaÜ! AIitaba Flugzeug alle bisherigen Rekorde auf Sn Strecke »wischen New *ork und Rom iibertroffen hat, indem cs den Flug in nur 7 Stunden 22 Minuten zur ¿icklegie. Hardi Swarsensky 0 Asuntos Europeos exclusivamente ¡ Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—19 Uhr 0 0 -=:-! Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos ¡ TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN 0 0 VERTRAECE VERVHLTUINGEN 0 BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr 0 0 PUBYBRBDON 2190 esq. At. LAS HERAS - T. E 83-2613