Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1776 (10.5.1960)
- Date
- 1960-05-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611503--0387-9611509- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— Maries, 10 de Mayo de 1908 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI — No. 1778 Gemeinden und Vereine Circulo Religioso Israelita BET ISRAEL Buenos Aires Conde 1345 CIRCULO MATRIMONIOS JOVENES Am Mittwoch, 11. 5. 60 um 21 Uhr pünktlich in Pampa 3335. IWRIT-KURS IM BET ISRAEL Der Anfängerkurs lernt am Montag um 20 Uhr und am Mittwoch um 17 Uhr 3o Min., resp. um 20 Uhr. Neuanmeldungen an Dr. Rosenberg <Tel. 76-7452) erbeten. SPORTPLATZ Auf der Cancha in Olazabal 3650 treffen sich unsere Jugendlichen und Kinder am »äehsten Sonntag. 15. 5. 60, um 9 Uhr morgens zu Sport, Spiel und Gesang. FRAGEBOGEN Um Ausfüllung und Uefcergabe der Fragebogen Wird dringend gebeten. ¿X tS?A.,C I B A Araos 2854 T. E. 71-9059 BALL AM 14. MAI Vergessen Sie nicht, rechtzeitig Ihren Tisch zum Frössen Ereignis der Saison a» reservieren: DER BALD AM 14. MAI. der unter Mitwirkung von Mario Cardy und seinem Orchester Ihnen Stunden voller Frohsinn und Stimmung verschaffen wird. Grosser Barbetrieb, Sektdaek und eine Tombola mit wertvollen Preisen, bei der Sie u. a. einen achttägigen Aufenthalt für 2 Personen in dem bekannten Hotel Ocean in Piriäpolis oder einen Radioapparat gewinnen können. Bitte merken Sie vor- Am 14. Mai der grosse Ball, das Fest aller Mitglieder und Freunde der J.K.G. —- Tischreservierung unter 72- 2725. SCHACHGRUPPE Wir laden alle Interessenten zu einem Schach-Abend am Mittwoch, den 11. Mai, um 20 Uhr ein, auf dem ein Bericht über die unlängst stattgefundene Makkabiade gegeben und einige der besten Partien, die auf ihr gespielt wurden, vorgeführt werden. YOM HAAZMAUTH-FEIER Am Mittwoch, den 18. Mai, im Heim unsere diesjährige Jom-Haazmauthfeier mit Gedenken an Theodor Herzl und das 100jährige Bestehen der argentinischen Judenheit statt. Bekannte Redner werden das Wort ergreifen und in der musikalischen Untermalung wird die rühmlichst bekannte Colon-Sängerin Raquel Zipris israelische Lieder zu Gehör bringen. Ausserdem wird ein neuer Farbfilm über Israel vorgeführt werden. Nur für Mitglieder. Bitte halten Sie sich dieses Datum frei. Nähere Einzelheiten in Kürze. Frente Juvenil Judío "Sud-Americano J.N.D.A. (Centra) Vidal 2957 70-5527 ACTO Y BAILE DE IOM HAATZMAUT: El próximo sáoado 14 de mayo a las 20.30 horas se realizará en el local del CIB, Vidal 2049, un acto cultural y social en adhesión a los festejos del 12*? aniversario de la Independencia del Estado de Israel y del 100*? aniversario del nacimiento del r. Teodoro Herzl. En dicha oportunidad se llevará a cabo un programa consistente en un acto cultural y artístico. A contiuación se realizará un GRAN BAILE de Iom Haatzmaut. Die Alten im Kibbuz von Dr. CONRAD N. ROSENSTEIN Frente Juvenil Judío Sud-Americano I.N.D.A. (CENTRA) ACTO Y BAILE DE IOM HAAZMAUT EN VIDAL 2049 14 de Mayo a las 20,30 horas WINTERFEST SONNABEND, den 25. Juni 1960, im Kinderheim, Vidal 2945 Halten Sie sich diesen Abend frei. Kaltes Büffet, Bridge, Canasta, Skat Tanz und Stimmung Asoc. Filantrópica Israelita CANGALLO 1479 40-4900 — 40-9535 LU ACH (Kalender) 27. Omertag Dienstag, den 10. Mai 13. Iyar 28. Omertag Mittwoch, den 11. Mai 14. Iyar 29. Omertag Donnerstag, den 12. Mai K5. Iyar 30. Omertag Freitag, den 13. Mai 10. Iyar 31. Omertag Sonnabend, den 14. Mai J7, Iyar Schabbat EMOR Haftara: Yesheskecl kap. XLIV, W — 31 Hoftara: Yesheskeel kap. XVIV, 15 — 31 Das Altersheim unmoderneren Stils, — auch heute noch sehr verbreitet, — hatte den Nachteil, dass die Greise gradezu aufeinander hocken. In allen öffentlichen Räumen, dem Salon, der Bibliothek treffen sie auf Altersgenossen, klagen sie sich ihre tägliche Misere vor. Der eine hat nur über Verdauungsbeschwerden zu berichten, den anderen schmerzen die Gelenke; dem einen rinnt der Speichel aus dem Mund, und der andere laboriert an den Folgen eines ernsten Schlaganfalls. Infolgedessen wird das „Alter“ fast nur als Gebrechen empfunden. Manch einer, der sich noch ganz rüstig fühlt, wird melancholisch, wenn er die Gesamtgesellschaft betrachtet. Die Versorgung der Greise ist meistens die eines Anstaltbetriebes, mehr oder weniger hygienisch, nach der Stufe, die die Bewohner erlangen konnten. Das Personal ist oft froh, — wie in jeder Anstalt jedem Sanatorium, — wenn es „aufatmen“ kann. Infolgedessen bemüht man sich heute, einen neuen Stil des Altersheims zu entwikkeln, wo man jedem ein Höehstmass an individueller Freiheit lässt. Es ist nämlich ein grosser Unterschied, ob man die Freiheit eines Kindes einschränkt qder die eines Greise!. Der alte Mensch hat nämlich Erinnerungen an seine ihm „verlorengegangene“ Freiheit vergangener Jahre, das Kind aber sieht nur frohe Zukunft vor sich; und diese Zukunft ist Freiheit. Die alten Leute im Kibbuz leben in einer altersmässig normal strukturierten Gesellschaft. Ja, selbst wenn eine ältere Generation dominieren sollte,' so bleibt auch da der Ton „jugendlich“. Das Leben im Kibbuz ist immer unkonventionell. Viele haben Pläne, und manche verwirklichen sie auch. Das wirkt sich recht fruchtbar auf die Psyche des alten Menschen aus. Er sieht, dass nichts stagniert, dass immer wieder Häuser gebaut und Speicher gefüllt werden. Vermag er, der Greis, noch aktiv daran zu partizipieren, umso besser. Da gibt es ein paar Hutzelweibchen, die sich in der Grossküche betätigen, nach Massgabe ihrer Kräfte. Ein paar alte Männer beschäftigen sich als Bibliothekare. oder sie wiegen Eier im Hühnerstall, verpacken sie in den täglichen Lieferkisten, je naeh Gewicht; führen auch ’Listen und beschriften die abfahrenden Sendungen. Ein alter Vater verteilt täglich die Zeitungen an die Einwohnerschaft und einmal im Monat Zigaretten an alle Raueher.Auch darüber führt er Buch. Ein anderer alter Herr schreibt täglich die Arbeitsstatistik zusammen. Auf diese Weise hat jeder sein nützliches Feld. Aber sollte er gar gänzlich in den Ruhestand getreten sein, so bleibt ihm immer noch das eigene Zimmer, das er mit keinem „Klöner“ zu teilen braucht, wie in vielen Altersheimen; in denen der ökonomische Zuschnitt keine anderen Bedingungen gestattet. Im eigenen Zimmer mögen sie dann Radio hören, Bücher lesen, oder die Enkel empfangen, für die sie stets irgendwelche Süssigkeiten bereithalten. Dennoch wachsen auch hier die Bäume nicht in den Himmel. Für religiöse Leute ist die Gewöhnung an ein Kollektiv, dag womöglich nicht religiös ist, peinlich oder gar schmerzlich! Man kann seinen erwachsenen Kindern nicht verbieten, am Schabtet nicht zu rauchen, auch nicht in den Jeep zu steigen. Man lebt ja bei ihnen und gewissermassen von ihnen... Und natürlich wird der Lebensstil eines Kibbuzes nur von denen bestimmt die das Gemeinschaftsleben tragen und gestalten nicht aber von den „Pensionären“. Daraus ergeben sich oft Quengeleien. Den Jungen fehlt es oft an dem Verständnis für diese „Sentimentalitäten“. Zuweilen gibt es sogar Schnösel, die guten Ton im Kibbuz, dass man mit Greisen nicht streitet! Man lässt ihnen zum mindesten das Gefühl, dass sie recht haben. Soweit ältere Leute heute Rentenempfänger sind, pflegen sie sich ihren Kibbu-1 zim gegenüber „nobel“ zu zeigen, obwohl sie als „Nicht - Chawerim“ keine moralischen Verpflichtungen gegenüber der Kibbuzkasse haben.».Das gibt ihnen dann umsoniehr das Gefühl, dass, wenn sie auch nicht mehr arbeiten sollten, sie niemandem zur Last liegen. Und dieses Gefühl ist in einer arbeitenden Gemeinschaft natürlich sehr wichtig: jeder nimmt Anteil, gibt das seinige nach bestem Vermögen. Ist aber Not am Mann: dann erscheint die Krankenes den alten Leuten partout; Schwester, der Arzt auch im einmal zeigen wollen dass „so etwas“ heute nicht mehr möglich ist. Doch sind das Ausnahmen im Grunde gilt die Koscherküche der alten Leute als sakrosankt. Man tastet sie nicht an. Im Gegenteil, aus Erinnerung ans geliebte Städtl, — und natürlich ist es geliebt, trotz all der Beklemmung, die sich seinen Juden einmal aufs Herz legte, — aus Erinnerung also an „Tate und Mamme“, die längst der Hitler genommen hat, lässt man den Omas und Opas ihr Stückchen „Heimlichkeit“! Und das heisst natürlich: gefüllte Fisch’ und Wein zum Kiddusch. Manch sehr moderner Sohn stiehlt sich dann noch abends, wenn man am Schabbat in der kommunalen Speisehalle zusammen gegessen hat, ins Zimmer der Alten, um etwas vom gefüllten Fisch’ abzubekommen, den wirklich zwiebelduftend und in Gallert nur die Koscherküche herzustellen weiss, wobei dieser so beliebte Karpfen —vor allem bei Kerzenschimmer — genossen werden muss. Die Alten erfahren eine gewisse Ehrung auch dadurch, dass man ihre Ansichten prinzipiell toleriert, — womit nicht gesagt wird, dass man sich nach ihnen richtet. Aber es gehört zum Zimmer der alten Leute. Und wird gar einer ins Grab gesenkt, so kommen keine fremden Leute von draussen: eigene Menschen senken ihn in die Gruft, und der Kibbuz pflegt sein Grab und sein Andenken. Er war nicht nur ein Mitglied der engeren Familie, die ihn „nachholte“, sobald es möglich schien, sondern auch ein Anteilnehmender am wachsenden Wirtschaftshof, an einem Stück ,,erez hakodeseh“ er war unser... Manch einer der alten Leute kritisiert den Kibbuz in Grund und Boden! Zurückschauend glaubt er, Schlösser verlassen zu ha- Empfang für israelisches UN-Mitglied Vereinte Nationen. — Die Diplomaten aller Delegationen mit Ausnahme der arabLehen Delegierten beteiligten sich an einem Empfang für Michael S. Comay, den ständigen Repräsentanten Israels. Die Veranstaltung fand zu Ehren des 12. Unabhängigkeitstages des jüdischen Staates statt. An die tausend Personen, zu denen fast alle in New York und Umgebung lebenden Israelis gehörten, hatten sich versammelt. Als Ehrengast war Dr. Binjamin Elaw, der neue israelische Generalkonsul, anwesend. (ITA) ben, obwohl es bestenfalls Fleischtöpfe in Mizrajim waren! Doch gibt es auch andere, die stark idealisieren und sich von Edelmenschen umgeben sehen, die es nicht gibt. Einer unserer Greise pflegte früher stets die „Allgemeinen Zionisten“ zu wählen. Spasses halber fragte ihn einer: Nun, und was taten Sie dieses Mal?”’ Ich wählte Mapai, sagte der Urgrossvater... So, so, und warum?... Ach, sehen Sie: ich war ein Bürger, und ich bin es meiner Gesinnung auch heute noch. Infolgedessen gehöre ich von rechts wegen ins Lager der „Allgemeinen“, aber ich sage mir, jahrein-jahraus lebe ich bei den edlen Leuten von Ness hanissim. Familie habe ich längst nicht mehr, nur ich friste noch mein Leben. Gehört es sich da, am Tage, da ich mich zu entscheiden habe, denen die Stimme zu verweigern, die mich nähren, kleiden und mir Ehre erweisen? DIE ARGENTINISCHE ZIONISTISCHE FRAUEN¬ ORGANISATION * \ ladet zur Teilnahme an einer Reise nach ISRAEL ein, die unter vorteilhaften Bedingungen ♦ für den Monat August organisiert wird. Informationen im Büro Larrea 1225 von Montag bis Freitag von 13—19 Uhr. Anfragen aus dem Innern müssen vor Ende des Monats Juni eingereichl werden. IR BITTEN unsere "Leser auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueberweisung der fälligen Abono-Gebühren frdl. Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono-Betrage» in SCHECK — GIRO — BONO POSTAL LA SEMANA ISRAELITA Pueyrredön 2190. I* izq. Capitol Hierdurch überweiee ich Dinen de* Betrag von m$n . nachstehender Abrechnung. In Erwartung Ihrer Quittung begrüsse Ich Sie €N»m«) 94 «• | t *f «• «• 4 I *• *» •« (Adresse) W. B.: Wir bitten, Einzahlungen au richten m&: LA SKMANA ISRAS- UTA. 1. n. 2. Quartal 1959 m$n 80. Jahr 1959 .. m$n 160, 1. n. 2. Quartal 1960 m$n 120. Jahr 1960 .. m$n 240. iebt gewünschte Zehluug bitte ausatrelchMü WWILJ»