Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1775 (6.5.1960)
- Date
- 1960-05-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — viemes, 6 de Mayo de 1960 LA SEMANA ÍSIAUITA Año XXI. — No. 1775 IPI BUKHIR Alex Rubner: „The Economvc of Israel“, Frank Cass & Company^ London I960. Der Verfasser dieser wichtigen Schrift ist ein Fachmann ersten Ranges auf dem Gebiet der israelischen Wirtschaft, deren Entwicklung er miterlebte und beobachtete. Aus der Fülle seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen schöpft Rubner bei seiner geplanten Uebersicht über die Entwicklung der Wirtschaft Israels seit der Schaffung des Staates. Israels Leben und damit das Leben seiner Bewohner ist durch eine — beinahe unaufhaltsame — Dynamik ge kennzeichnet. Dieses wissenschaftlichgründliche Werk Rubners dürfte nicht nur jeden Wissenschaftler, jeden Nationalökonomen und jeden Historiker interessieren. Für alle diese Gruppen ist das Buch Rubners wichtig und ein beinahe unentbehrliches Handwerkzeug. Auch alle, die einen tieferen Einblick in die Wirtschaft Israels zu gewinnen interessiert sind, werden zu dem Buch Rubners greifen, um dort Belehrung und Information zu finden. (h. s.) Yael Dayan: “Nuevo Rostro en el Espejo“, Candelabro, 1960. Mit grosser Sorgfalt hatte der inzwischen verewigte Freund Dr. Mibashan in seinem Verlag Candelabro das Buch der Yael Dayan vorbereitet, um es in einer gediegenen spanischen Uebersetzung dem lateinamerika- 2nwit*fnw>iiawui i si ■ li I PELZE AGHCR lARROYO 82lj I T. E. 41-3620 J nischen Publikum zu präsentieren. Gewiss mussten erst Bedenken allgemeiner Art überwunden werden. Inzwischen hat man auch in Israel die richtige Einstellung zu diesem Erstlingswerk einer begabten Schriftstellerin gefunden, die sich ihr Thema sicherlich hätte auch ein wenig bescheidener, ohne die grosse Sensation, hätte wählen können. Aber niemand nimmt das zu ernst, sondern betrachtet Yaels Werk als das, was es ist: eine gut geschriebene Erzählung aus dem Leben des jungen Staates Israel. Es ist gewiss kein Zufall, dass dieses Buch in Israel und in seiner englischen Uebersetzung zu einem Bestseller wurde. Wir wünschen der spanischen Ausgabe den gleichen Erfolg. (h. s.) Year Book IV, des Leo Baeck - Instituts, East und West Library, London, 1959. Es dürfte an sich schon eine beachtliche Leistung sein, dass das Leo Baeck-Institut in der Lage ist. sein IV. — in englischer Sprache geschriebenes — Jahrbuch vorzulegen. Die Veröffentlichung in Englisch nimmt wahrscheinlich einer grossen Reihe von deutschen oder früher deutschen Juden die Möglichkeit, diese wichtige und lesenswerte Publikation zu lesen. Immerhin erschienen diesmal bereits auch einige Aufsätze in deutscher Sprache, ohne dass eigentlich klar wird, warum der eine Artikel deutsch, ein anderer aber englisch veröffentlicht wurde. Trotz des anerkennenswerten Bemühens, allen Ansprüchen und Interessen durch eine Zwischenlösung gerecht zu werden, besteht wohl kein echtes Bedürfnis, diese Publikation in englischer Sprache erscheinen zu lassen. Das Paradoxon, die Tradition des deutschen Judentums ausgerechnet in Englisch zu bewahren, fällt wahrscheinlich den Juden nicht weiter auf, die im englischen Sprachgebiet leben. Damit hört es allerdings nicht auf zu bestehen. Uns erscheint es wünschenswert, diese wichtige Publikation allen Kreisan zugänglich zu machen, die nun einmal zum deutschen oder ehemaligen deutschen Judentum gehören. < ► < ► < ► ITT (Fr. Falk-Werner) BOLOGNE SUR MER 547 T. E. W-9420 ► SONNABEND UM 22 UHR — SONNTAG UM 18 UHR n Drei Komödien Der Baer — Die Hochzeit Der Heiratsantrag von ANTON TSCHECHOV (gespielt in Jiddisch) ♦ SONNABEND 17 UHR, SONNTAG 15 UHR TEATRO PARA NInOS PLUFT, EL FANTASMA Geben Sie Inre FAMILIEN - ANZEIGE TELEFONISCH auf! Sie ersparen sich Zeit und Arbeit. Rufen Sie uns an 83-2613 Jüdische Wochenschau Theater für Kinder im IFT Der IFT bringt im Rahmen seines vielseitigen Kulturprogramms das Märchen „Plunft, el Fantasma” von der brasilianischen Dichterin Maria Clara Machado für die kleinen Freunde des jüdischen Volkstheaters in spanischer Sprache zur Aufführung. Dieses wirklich ganz entzückend inszenierte Märchenspiel zeigt den Kampf eines Seeräuberhauptmanns um den Schatz, der der kleinen Maribel gehört, ihr aber von einem bösen Matrosen streitig gemacht wird. Der Schatz liegt in einem gestrandeten Schiff, das von Gespenstern bewohnt wird, die natürlich — wie sollte es m einem Märchen auch anders sein — der kleinen Maribel zu ihrem Recht verhelfen. Die Handlung ist leicht und verständlich für Kinder aufgebaut, die das Schicksal der kleinen Heldin atemlos verfolgen und in der Hitze des Miterlebens mal ihr. mal dem Matrosen laut gute Ratschläge erteilen, was die Spannung noch erhöht. Kinder verstehen keine Intrigen und Ränkespiele, und die Künstler geben dem Verlauf der Vorgänge meist in pantomimischen Tänzen Ausdruck, die ausgezeichnet ein studiert sind und viel klarer als langatmige Reden den kleinen Zuschauern die Ereignisse nahebringen. Neben der kleinen Maribel, die reizend von Bettina Wor verkörpert wird, und vor allem Plunft von Zulema Haytler sind noch von den Mitspielern Pedro Spiurka in seiner komischen Rolle als Gespenst Gerundio, die Matrosen Liber Sal. Jaime Kogan und Nestor Francisco, sowie Franca Cortesi als Plunfts Mutter zu erwähnen. Wie stets sind die Bühnenbilder des IFT in jeder Hinsicht künstlerisch wertvoll. Auch die lustige Wiedergabe von Sonne und Mond und die Beleuchtungseffekte ste hen technisch auf der Höhe und schaffen den passenden Hintergrund für das Märchenspiel. Der IFT, heute das einzige jüdische Theater in Argentinien, zeigt mit dieser neuen Inszenierung, die vor den anderen Vorstellungen läuft, nicht nur sein vielseitiges Können als kulturelle Institution sondern auch, dass er die jüdische Jugend zu Freunden des jüdischen Volkstheaters zu erziehen versteht. Die Einstudierung und Regie dieses Märchens hatte die bekannte jüdische Schauspielerin Jordan a Fain die zu den ersten Kräften des IFT gehört, übernommen Sie ' at hiermit bewiesen, dass sie auch als Regisseurin .'eachtliches Können besitzt. J-ite’catiiche Áoihen Messung kosmischer Strahlen Als Teil eines Netzes für Messungsstationen kosmischer Strahlungen innerhalb des Programms des Internationalen Ge-ophysischen Jahres für wissenschaftliche Kooperation befindet sich auch in Haifa auf dem Dach des Albert Einstein-Gebäudes für Physik eine solch« Station. der Dov Landau des Buches „Exodus” einer der sympathischsten Charaktere des Buches sei. Die Leben der beiden seien im übrigen nicht gleich oder ähnlich, und kein vernünftiges Wesen könne davon ausgehen, dass der Antragsteller mit der Person des Buches zu identifizieren sei. Aber selbst wenn jemand auf diese Idee käme, würde er deshalb kein unsympathisches Ge- I fühl gegen den Antragstel- Dov Landau abgewiesen 11er hegen. Dov Landau wur- | den die Kosten des Verfah- I rens auferlegt. Bezirksrichter Lamm wies den Antrag auf ein Verbot des Weiterverkaufs des „Exodus” ab und erklärte, dass Teatro Colón Viernes 6, a las 21.30 hs. Cuarta de Gran Abono Serie “A”, “Ballet Internacional del Marques de Cuevas”: “Cat’s Cradle”, “Tryptique”, “Annabel Lee”, < ‘Le Prisonnier du Caucase”. Orquesta Filarmónica de Bs. As. Director: Joan Doussard. Sobrantes en venta. Sábado 7, a las 17.3o hs. Funcón Extraordiniaria No. 17. “Ballet Internacional del Marques de Cuevas”: “Cat’s Cradle”, Tryptique”, “Annabel Lee”, “Le Prisonnier du Caucase”. Orquesta Filarmonimca de Bs. As. Director: Jean Doussard. Platea $ 350.—. Loe. en venta. Sábado 7, a las 21.30 hs. Cuarta de Gran Abono Serie “C”. “Ballet Internacional del Marques de Cuevas”: “Cat’s Cradle”, “Tryptique”, “Annabel Lee”, ‘<Le Prisonnier du Caucase”. Orquesta Filarmónica de Bs. As. Director: Jean Doussard. Sobrantes de abono en venta. Domingo 8, a las 18 horas. Cuarta de Abono Vespertino (Serie “B”). “Ballet Internacional del Marques de Cuevas”: “Cat’s Cradle”, “Tryptique’, *< Annabel Lee”. "Le Prisonnier du Caucase”. Orquesta Filarmónica de Bs. As. Director: Jean Doussard. Zahnheilkunde Zwei jüdische Forscher der Universität Toronto, Dr. Ackermann und Dr. Engel, haben auf dem Gebiet der Zahnheilkunete eine bereits bei vielen Patienten erprobte Methode entdeckt, durch die man seine Zähne praktisch ein Leben lang erhalten kann. Schon seit einiger Zeit war die Theorie der neuen Technik bekannt, jedoch ist die praktische Anwendung hier neu. Auszeichnung Leon Algazi, ein bekannter Kunstkritiker und Musiker, der am französischen Radio die Sendungen „Höre Israel” leitet, erhielt den Narcisse- Leven - Preis von 250.000 Franken für seine Bemühungen um die jüdische Sache Der Preis wurde von G. Leven, einem Vizepräsidenten der Alliance Israélite Universelle, gestiftet. MUSIK IN BUENOS AIRES CUEVAS-BALLETT IM COLON Zum ersten Mal seit dem Bestehen stattet das „Ballett International del Marqués de Cuevas” dem Colon seinen Besuch ab, nachdem es wiederholt hier auf anderen Bühnen gastiert hatte. Die unter der Leitung seines Titulars stehende Tanzgruppe, deren Chef - Choreograpnin keine Geringere als Bronislava Nijinska, die Schwester jenes grössten Tänzers unseres Jahrhunderts, Vaclav Nijinski, ist, füllt sämtliche Sparten des Balletts aus, angefangen vom klassischen Spitzentanz, den Pirouetten, Pas de Deux, Pas de Quatre, und endend im modernen, ja hypermodernen Ausdrucks¬ und Stil-Tanz. Was diese Cuevas-Truppe auszeichnet, sind eine nur sehr selten erreichte Präzision, D.sziplin und Uebereinstimmung zwischen aber auch jedem einzelnen ihrer Mitglieder, sei es die erste „Prima Ballerina”, sei es der Solotänzer sei es die Massengruppe des „Corps de Ballet”. ln den ersten drei Programmen wurden Werke von unterschiedlicher Qualität zur Diskussion gestellt. Die klassische Kunst kam mit Glazunows „Jahreszeiten” unter dem Titel „La Foret Romantique”, Cesare Pugnis „Pas De Quatre”, „Fete Polonaise” (Alexis Manuel Chabrier), Edouard Lalos „Noir et Blanc” und Tschaikowskys „Adage de la Fée des Roses” (Dornröschen-Musik) zu seinem Recht. Die immer wieder aufgeworfene Frage, ob man rein symphonische Musik zum Sujet des Expressions- Tanzes machen (manche sagen: degradieren) solle, wurde erneut mit der Programmierung der Tschaikowsky- Symphonie Nr. 6 „Pathétique” unter dem Titel ,,L‘ Amour et son Destin” aufgerollt. Töne haben nun einmal ihre eigene Sprache, es bedarf ihrer Uebersetzung ins Reich der Terpsichore nur bedingt. Nichtsdestoweniger lieferten alle Mitwirkenden gerade hierbei einen Beweis ihrer vollendeten Kunst, und die Choreographie von Dimitri Parlic und Serge Lifar ein Zeugnis ausserordentlichen und musikalischen Einfühlungsvermögens. Der moderne Tanz machte mit Cesam Pugnis „Corrida”, „Piege de Lumiere” von Jean-Michel Damase, Claude Pothiers “La Mort de Narcisse‘- und „Sebastian“ aus der Feder des genialen Gian- Carlo Menotti seine Aufwartun, den wir hiermit zum ersten Mal nicht als Opernfachmann sondern als Ballett-Komponisten, ausgezeichnet beeindruckt, kennenlemten. Schlechte Leistungen glänzten durch Abwesenheit, es gab nur gute und sehr gute Darbietungen. Unter den perffkten „Ersten” seien ganz besonders Rosella Hightower, Nina Vyroubova. Genia Melikowa, Daphne Daie, Serge Golovine und Nicholas Polajenko hervorgehoben. „Last not least” feierten wir mit drei Künstlern, die ursprünglich dem Colon- Ballett als zweite Kategorie angehörten und nun in diesem weltberühmten Ensemble an erster Stelle figurieren ein Wiedersehen: Wasil Tupin, Mercedes Serrano und Beatriz Consuelo. Der begabte Dirigent Jean Doussard, der dem Cuevas-Ballett angehört, vermochte nur in den seltensten Fällen das Philharmonische Orchester zu auch nur einigermassen sauberem Spiel zu bringen; dieses Orchester liess sich fortgesetzt schwere Verstösse gegen die primitivsten Forderungen anständigen Klanges zuschulden kommen. Trotzdem war Doussard mit Erfolg um Koordination zwischen Graben und Brettern bemüht. Der Applaus, der jede einzelne Darbietung belohnte, war ungewöhnlich. Es gab Beifallsstürme und v;ele Blumen für die Solistinnen. Die BAR MIZWA unseres Sohnes TOMAS DANIEL findet s. G. w. am Sonnabend, den 14. Mai I960, uni 8 Uhr 30 in der Synagoge Bet Israel, Conde 1345. statt. Walter Bamberger und Frau Rosi geb. Katz Avda. del Tejar 3331, 2? D Empfang am Sonntag, den 15. Mai, von 17—20 Uhr Confitería Danubio, Pampa 2451 WIE LIEGEN DIE DES JUEDISCHEN Sonntag, den 15. Mai Dienstag, den 31. Mai Mittwoch, den 1. Juni Donnerstag, den 2. Juni Dienstag, den 12. Juli Montag, den 1. August Dienstag, den 2 August Mittwoch, den Sl. September FEIERTAGE JAHRES 5720 Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot 17. Tammus (Fasten) Erew Tischa b’Aw Tischa b’Aw Erew Rosch Haschana 5721 * Israel - Marken (o grösster Auswahl: u. a. V1ERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN-NUM- MER — MJ»HKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planehas) — VOLL» STAENDIGE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUSGABEN - ERBTE SERIE VORHANDEN - VERTRAUENSWÜRDIGE BERATUNG Alfonso MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 mm. CABDLDO