Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1775 (6.5.1960)
- Date
- 1960-05-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 6 de Mayo de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Añc XXI. — No. 1775 — 3 en Zwi an das jüdische Anlässlich des 12. Unabhängigkeitstages des jüdischen Staates verlas der Präsident Israels folgende Botschaft: Am 12. Jahrestag der Wiedergeburt des Staates Israel entbiete ich meinen Gruss allen Bürgern Israels, und allen denen, die seinen Boden bewohnen, dem ganzen Hause Israel, seinem Heer und allen anderen Verteidigungskräften. die Tag und Nacht über das Vaterland, seine Sicherheit und seinen Schutz wachen, ihnen allen gilt an diesem Unabhängigkeitstage unser traditioneller Wunsch: „Eure Hände mögen gestärkt werden.” Ganze Generationen lebten in der Unterdrückung und der Zerstreuung unter Fremden, doch selbst in den Zeiten der härtesten Knechtschaft hat unser Volk nicht der Hoffnung entsagt, auf seinen väterlichen Boden zuriiekzukehren und seine Unabhängigkeit wieder aufzurichten, so wie es auch niemals aufgehört hat, an die Stunde der Befreiung zu glauben. Und dieser Glaube hat es gerettet. Und wenn wir, die letzte Generation der Sklaverei, das Glück gehabt haben, das den früheren Generationen nicht beschert war, nämlich die erste Generation der Erlösung zu sein, so müssen Profesora de corte y confección A DOMICILIO T. E. 73-1319 wir der drei letzten Generationen gedenken, die sich für das Ziel der Rückkehr nach Zion und der Wiederansiedlung ihrer Söhne in ihrem alten Vaterland geopfert haben. An diesem Tage müssen wir aus tiefstem Herzen das Andenken an den genialen Führer ehren, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 100. Male jährt. Ich spreche von Theodor Herz!, der es war, welcher stolz das Banner der Freiheit, die Fahne des jüdischen Staates ein halbes Jahrhundert vor seiner Gründung entrollte und es verstanden hat, dass zerstreute Volk um den Traum der Medinat zu sammeln. In seinem glühenden Aufruf an das Volk hat dieser Seher vorausgesagt, dass keine fünfzig Jahre vergehen werden, bevor sich die Vision in Wirklichkeit verwandeln wird. Und diese Prophezeiung hat sich voll erfüllt. Aber der Staat ist nicht aus dem Nichts, nicht aus reinen Erklärungen entstanden. Eine Generation vor Herzl kamen Pioniere nach Zion, die den Mut hatten, die Mauern der Ghetti niederzureissen, sowohl in Israel wie in der Diaspora, und mit der Arbeit ihrer Hände die dürren Weiten des Heimatlandes, aus denen ihre Vorfahren tausende Jahre zuvor vertrieben wurden, wieder zu beleben, und sie klammerten sich an die Böden der Ebenen und Gebirge fest. In ihnen erfüllten sich die Gebete und Hoffnungen unserer Voreltern für die Erneuerung der Unabhängigkeit und Souveränität Israels wie in den Zeiten seines alten Ruhmes. Ohne die Zionistische Weltorganisation, die von Herzl gegründet wurde, ohne das furchtlose chaluzische Werk der jüdischen Jugend, ohne die wertvolle moralische und materielle die selbstlose und brüderliche Unterstützung unserer Brüder in der Diaspora, vor der Wiedergeburt des Staates und nach seiner Gründung, ■ wäre uns die Aufnahme der Einwanderungswelle und der Aufbau des Landes nicht möglich gewesen. Ohne den Opfergeist der Jom Haazmauth in Israel Tel Aviv. — Am Sonntagabend begann in Israel das grösste Volksfest mit den Feiern zum 12. Jahrestag der Staatsgründung, der in dem i Augenblick geboren wurde,- als David Ben Gurion am 14. Mai 1948 die Unabhängigkeits-Erklärung Israels im Saal eines telaviver -Museums verlas. Eine Minute nachdem auf dem Herzlberg von Jerusalem eine Fackel entzündet worden war. erleuchteten tausende Feu?rwerkskörper den Himme. über dem Strand von Tel Aviv. Im ganzen Lande wurden Fackeln angezündet, als Kadif.h Luz-, der Präsident der Knesset die Feierlich keiten in Jerusalem formell für eröffnet erklärte. Durch die Strassen der Stadt bewegte sien -anzend ein Zug von 4.000 Mitgliedern der Jugend-Organ sationen Auf den Plätzen und an INDUSTRIAS YUVENA S.A Fábrica de calzado y zapatillas 1 g»£SCANS€ f Ml£ ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 _ 4810 ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDERVERKAEUFER _ ALLE NEUAUSGA-! BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial j del Estado de Israel, 1 VIAMONTE 556, I/B — Buenos Aíres, Rep. Argentina! AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BENO“ HUTSCHMECKER CONSTITUYENTES 4902 (Eck* Monroe) T.E.S1 - 2306 den Strassenecken waren besondere Flächen errichtet worden; auf denen das Volk tanzte und Unterhaltungen dargenoten wurden. Zu glti eher Zeit fanden in Sälen. Kinos und Priv-.thä usern Feste statt. In ganz Israel herrschte eine Fröhlichkeit. Wie man sie seit Jahren nicht gesehen hatte. Die diesjährigen Festlichkeiten galten nicht nur dem 12. Unabhängigkeitstag des Staates sondern bildeten zugleich den Auftakt zu - den Feiern anlässlich des 100. Geburtstages von Dr. Theodor Herzl, dem Gründer des politischen Zionismus, der 1860 in Budapest geboren wurde. Am Tage vomer hatte das Voik Israels m tiefer Trauer den Tag des Gedenkens begangen der denen gewidmet ist. welche Xar die Gründung des Staates und die Bell eiuog des Landes ihr Leben geopfert haben. Die Gottesdienste nahmen am Schabbat-Abend in der Grossen Synagoge ihren Anfang, wo die Kerzen angesteckt und Gebete gesprochen wurden. Am darauffolgenden Morgen ertönten die Sirenen der Luftabwehr und der Schiffe in den Häfen, um die traditionelle Minute des Schweigens im Gedenken an die Toten anzukündigen. Der gesamte Verkehr und die Arbeit ruhten überall im Lande. Während dieses Tages fanden in Schulen und Parkanlagen Gedenkfeiern statt, und die Familien der Gefallenen strömten zu den Sondergottesdienste, die auf allen Militärfriedhöfen veranstaltet wurden. Doch der Tag des Gedenkens ging am Abend des Jom Haazmaut in ein Freudenfest über, als Präsident Ben Zwi dem Volk und der Welt eine Jubiläums-Botschaft übermittelte. Vor seiner Rede empfing er die Glückwünsche des diplomatischen Korps unter Führung seines Doyens, des Botschafters der Schweiz, Emile Eissang. In seiner Ansprache betonte Ben Zwi, dass „ohne die von Dr. Herzl eingeleitete zionistische Weltbewegung das mutige Werk der jüdischen Pionierjugend, die moralische und materielle Unterstützung und die uneigennützige Hilfe unserer Brüder bei der Gründung des Staates und seines Wiederaufbaus nicht möglich gewesen wären.” Der Präsident gab seinem festen Vertrauen Ausdruck, dass „geführt und ermuntert von dem Beispiel der ersten Kämpfer, der Pioniere unseres Volkes, die für die Unabhängigkeit stritten, unsere jüdischen Brüder in unser Land kommen werden, 'um unsere Reihen zu stärken.” Die Feiern setzten sich den ganzen Montag über fort. EISENHOWER AN BEN ZWI New York. — Eindrucksvolle Feiern wurden anlässlich des 12. Unabhängigkeitstages «von Israel in dieser Stadt veranstaltet. Auf der Treppe, die zur Bürgermeisterei führt, fand eine Veranstaltung statt, an der zahlreiche Staats- und städtische Beamte teilnahmen. Eine ungeheure Menschenmenge beobachtete die Zeremonie. Tosender Beifall ertönte, als die Botschaft folgenden Wortlauts verlesen wurde, die Präsident Eisenhower an« den Präsidenten Ben Zwi gerichtet hat: „Es ist mir eine Freude, Eurer ¡Exzellenz und dem Volk von! Israel die herzlichen Glückwünsche des Volkes der Vereinigten Staaten und die meinigen zu übermitteln.” (ITA) LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE ßa. Aire* — PUEYRREDON 2190, 1? izq. — T. E. 83-2613 6. Mai 1960 9. Iyar 5720 Pioniere der jüdischen Kolonisation auf dem Heimatboden, der Männer der Hagana und der Armee, die ihr Leben für die Freiheit ihres Volkes hergaben, wäre der Staat nicht auferstanden und das glänzende Gebäude seines wirtschaftlichen, kolonisatorischen und kulturellen Aufbaus, auf das er sich heute stützt, nicht errichtet worden. Aber alles, was wir in diesen zwölf Jahren erreicht haben, ist nur ein Anfangnoch befindet sich der grösste Teil unseres Volkes über die Welt zerstreut und über die Hälfte unseres Bodens wartet noch darauf, aus Einöde und Verwüstung erlöst zu werden. Wir sind im tiefsten davon überzeugt, dass noch mehr Einwanderer aus der Diaspora eintreffen werden, und das Beispiel der ersten Pioniere und Freiheitskämpfer wird sie ermuntern. Und unser Glauben wird sich v< vielfachen. Noch haben die Intrigen unserer Feinde kein Ende genommen. Sie belagern uns und erneuern dreist vor den Augen der Welt ihre Drohungen, uns zu vernichten. Aber wir sind ein Volk, das an Prüfungen gewöhnt ist, und die Gewissheit unserer Kraft wie auch die Gerech tigkeit unserer Sache wird uns helfen, allen diesen Gefahren zuvorzukommen. Wir entbieten unsere wärmsten Grüsse unseren Brüdern in der Diaspora, möge ihr Geist gestärkt werden, mögen sie ihre Söhne nach den jüdischen Lehren in der Kenntnis und Ausübung der Tora erziehen! Und möge sich in unseren Tagen die Sehnsucht der Generationen nach Gerechtigkeit und nach Frieden, unter uns und unseren Nachbarn und in der ganzen Welt, erfüllen! Und möge die Prophezeiung sich verwirklichen, dass Judäa für die Ewigkeit währt und Jerusalem für alle Generationen. Im Mai 1960 200 Millionen Dollar USA-Hilfe Tel Aviv. — Die Hilfe der Vereinigten Staaten für Israel belief sich in den vergangenen drei Jahren auf insgesamt 200 Millionen Dollar, dax-unter Anleihen und Kredite, 'Lebensmittellieferungen und technische Unterstützung. Im gleichen Zeitraum stiegen die israelischen Exporte von 220 Millionen auf 300 Millionen Dollar pro Jahr. (AWZ) Antisemitische Vorfälle Durban. — Die Polizei gab bekarnt, dass antisemitische Flugblätter an Türen und Schaufenster von Geschäften in dieser südafrikanischen Stadt angeklebt wurden. Dies ist der erste Zwischenfall dieser Art seit der antisemitischen Welle, die sich im vergangenen Januar über die ganze Welt ausbreitete. (ITA) Sie haben die Wahl, die Auswahl hat C a r 11 o n! Feine Herrenkleidung fertig und nach Massl Strassen und Sportanzüge, Gesellschaftsanzüge, Gabor« dinmäntel, Autoeoats, Ulster, Ueberzieher, Sportsakko« und Hosen Carlion - Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. MAIPU 892 - LAVALLE 870 T. E. 31-0357 — T. E. 35-1110 : ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL i í t í $ í í 0 í í í i í í i í i í í Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—19 Uhr Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN mmmmm mm^ _ * ***» BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr 0 PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS - T. E. 88-2612