Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1775 (6.5.1960)
- Date
- 1960-05-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611494--0374-9611496- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— Viernes, 6 de Mayo de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 177S Er weiss sich nicht zii helfen (Schluss von Seite 1) ten. nachdem Eden plötzlich z'cnisb che Reien hielt und auf die erneute britische Okkupation des Suezkanals spekulierte. P'.itzlich waren die Rollen v.i-tnusrht. Israel brauchte niert mehr in Washington oder anderen westlichen Hauptstädten zu antichambrieren, um Waffen oder sonstige Hilfe gegen die ständige arabische Bedrohung zu erhalten. Durch seine eigenen militärischen und politischen Anstrengungen hatte Israel das Netz zerrissen. das Nasser mit russischer Unterstützung über das jüdische Land werfen wollte, um ,,die Juden ins Meer zu treiben." Ben Gurion wusste, was er tat, als er die gewonnenen Positionen nicht aufzugeben bereit war. den Forderungen der UN 4-otzte und den Appellen Ei- ■enhowers gegenüber unnachgiebig blieb. Ben Gurion ■ah weiter als. alle anderen, 4ie damals ,,des lieben Friedens willen’’ rieten, sich dem Verlangen einer ganzen Welt wicht zu verschliessen und nachzugeben. Aber Ben Gurion blieb hart. Er liess sich auch nicht einschüchtern. als Eisenhower und Dulles dem kleinen Israel drohten. Erst als die Amerikaner das-feierliche Versprechen abgaben dass sie die Rechte Israels im Kanal und im Golf von Akaba schützen und garantieren werden, erst dann wurden auf Ben Gurions Befehl di# israelischen Truppen zurückgezogen. Nun ist plotzlicn das Versprechen .Eisenhowers nichts wert. Er weiss nicht, was er noch sagen oder tun könne. Dabei hatte er damals gar keine Auskünfte darüber erbeten, was er sagen oder thä'then müsse. Er hat garantiert. der Präsident des grossen Amerikas hat feierlich zugesagt, Israels Rechte zu Dr, FREY Abogado PUEYRREDON 219« I« lo« ¡ ’ na cbm. 1«—1« Ob* REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 LT E. 49-5850 wahren. Jetzt begnügt er sich mit der schlichten Feststellung. er wisse nicht, was er noch erklären, sagen, machen oder tun solle. Eigentlich ist dies ein betrübliches Bekenntnis der eigenen Schwäche, der Hilfslosigkeit und der Ratlosigkeit der USA. Um Nasser zur Erfüllung seiner Verpflichtungen zu zwingen, vermag Eisenhower trotz seiner Zusage nichts zu unternehmen. Aber dem russischen Ministerpräsidenten Krutschew kann er energisch drohen, er werde nicht zur Gipfelkonferenz erscheinen, wenn... Was muss sich Krutschew dabei denken wenn er die Eisenhowerschen Erklärungen über den Suezkanal zur Kenntnis nimmt? Frage drängt sich auf Frage und erheischt Antwort. Damals, als Ben Gurion die Eisenhowerschen Forderungen auf Räumung bestimmter strategischer Positionen nicht beachten wollte, drohte Eisenhower sogar mit militärischer Intervention. Hat er schon einmal Nasser damit gedroht? Warum war Eisenhower damals bereit,! gegen Israel einen Krieg zu j führen, ist aber heute nicht bereit, seinen Schützling Nasser mit Gewalt zur Ordnung au rufen? — Ist diese Frage etwa unberechtigt? Man kann sogar darauf verweisen, dass die USA eine feierliche Verpflichtung zur Wahrnehmung der israelischen Schiffahrtsrechte eingegangen sind, dass aber eine solche oder ähnliche Verpflichtung oder Garantie-Erklärung zugunsten Aegyptens nicht bestanden. Trotzdem dulden die Amerikaner den permanenten ägyptischen Rechtsbruch am Suezkanal. Jetzt meint EiseriTiower, -andere Nationen sollten auch mit Nasser sprechen, er sagte aber nicht, an welche Regierungen er hierbei denkt. Den Engländern und Franzosen, die einmal ein Machtwort reden wollten, ist Eisenhower in den Arm gefallen, in dessen Wortes eigentlicher Bedeutung. Man wird aber verstehen müssen, dass es sich bei dieser Bemerkung des amerikanischen Präsidenten um eine leere Phrase zur Ablenkung von der eigenen Verantwortung gehandelt hat. Denn andere .Völker, die jetzt reden sollten, haben keine dramatischen Erklärungen nach dem Sinai-Feldzug Israels abgegeben und haben sich vor allen Dingen niemals verpflichtet, Israels Rechte zu garantieren. J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 4S T. E. 43-2349/0340 y 3021 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos uud anverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAFFTEN Monaoridee »71, 4 SA T. E. 40-4937 y 7471«« i Ai&itltú. i <?tu ajaeaux HUTSALON Ab April in B e 1 g r a n o MOLDES 256 1 T. E. 73-9229 73-9155 Judith Sehenkolewski Kulius*tick«r«ien Schab bosdecken . Tallisbeutel . Käppchen Massot-Taschen . Hand- und Masehineostickerei von Bett und Tlachwiache »KBXDKBO 25«» T. K. 73-219» Unterstellen wir einmal, dass andere Regierungen sich jetzt in diesen Konflikt eischalten würden. Dadurch kann doch die von den USA eingegangene Verpflichtung nicht als erledigt betrachtet werden. Das gegebene Versprechen bleibt bestehen. Auch dann, wenn eine andere Macht sich heute für die israelischen Berechtigungen einsetzen würde, hört die amerikanische Verpflichtung nicht auf. Oder wollen die USA nach dem alten wilhelminischen Rezept verfahren oder den Beispielen anderer folgen, die bestehende Verpflichtungen einfach und einseitig annulierten, wenn sie ihnen nicht mehr ins politische Konzept passten? Das können wir doch von einem Staat nicht annehmen, der die Säule im Kampf um die Freiheit und das Recht war und ist. Bei dem Konflikt um den Suezkanal handelt es sich keinesfalls um eine Frage, die nur Israel betreffen würde, wenn auch Israel im Augenblick der einzige Benachteiligte ist. Vom Sicherheitsrat der UN wurde in mehreren Resolutionen einstimmig festgestellt, dass die Schifffahrt durch den Suezkanal für alle Nationen frei sei, auch für Israel. Der Sicherheitsrat war ebenso wenig wie die USA imstande, einem von aller 'Welt anerkannten Recht zur Geltung zu verhelfen und dem Missbrauch einer angemassten ägyptischen Souveränität Einhalt zu gebieten. Man wird zugeben, dass ein proklamiertes Recht*, dem man nicht Wirksamkeit verleihen kann, den Träger dieser Berechtigung zum Opfer von ■Willkürakten macht. Jedem Volk steht aber auch das Recht au, sich gegen Willkürakte Dritter zu schützen. Die amerikanische Politik trägt t Dr* i I B.Schwarcz j j ZAHNARZT | ESTOMBA 2283 — 52-8214] I RAYOS X I I PARA DENTOSE i I TELEF. I! VORANMELDUNG * Berufung abgewiesen New York: — Das Appelations-Gericht lehnte den Antrag ab, den Boykott des ägyptischen Schiffes “Cleopatra“ zu verbieten, der schon über drei Wochen durchgeführt wird. Das Appelations - Gericht erklärte, für diesen Fall nicht zuständig zu sein. (ITA) also die unmittelbare, direkte Verantwortung für den Fall, dass sich Israel wieder in die Lage versetzt sehen würde, die ihm zur Wahrnehmung seiner Rechte zustehenden Mittel zu ergreifen. Oder kann man von einem Land verlangen, dass es auf die Dauer zusehen seile, wie seine Schiffe beschlagnahmt oder belästigt werden, obwohl die höchste internationale Instanz festgestellt hat, dass ein solches ägyptisches Vorgehen jeder rechtlichen Grundlage entbehrt? Es wäre interessant zu wissen, was die USA dann tun werden wenn Israel von seinem Notwehr-Recht Gebrauch macht, das ihm nicht zu bestreiten ist. Man kann doch nicht einwenden, dass Israel voreilig gehandelt habe. Mit Langmut hat es das Treiben Nassers über sich ergehen lassen. Israel hat sich an die UN gewandt und sie aufgefordert, ihren eigenen Beschluss zu realisieren. Darüber hinaus hat Israel die USA an die Erfüllung der von ihnen eingegangenen Versprechungen und Verpflichtungen erinnert. Israel durfte wohl erwarten, dass die USA die Möglichkeiten gehabt haben, eine Garantie auch wirklich einzulösen, die sie übernehmen. Jetzt ist es zu einer kleinen Probe aufs Exempel gekommen. Amerikanische Hafenarbeiter, die offenbar mehr Gefühl für Gerechtigkeit und mehr Respekt vor dem Recht haben als die Politiker, weigerten sich, einen ägyptischen Dampfer zu löschen. Offensichtlich sind sie der Meinung, dass man andere Wege suchen müsse, die Eisenhower nicht fand, um die amerikanische Verpflichtung gegenüber Israel zu erfüllen und Nasser zur Vernunft zu bringen. Jedenfalls hat diese schlichte Massnahme der Hafenarbeiter grosses Aufsehen erregt. Sofort traten die Politiker auf den Plan und rangen verzweifelt die Hände. Anstatt diese Massnahmen zu begrüssen will man den Streik der Hafenarbeiter so schnell wie möglich beenden. Denn nur ein ägyptischer Dampfer läuft im Monat einen amerikanischen Hafen an, während mehr als ¡30 amerikanische Schiffe in arabischen Häfen vor Anker gehen. Jetzt also könnten die Amerikaner die Folgen des Streiks spüren. Offenbar wollte Eisenhower nur garantieren, ohne dabei etwas zu riskieren. Mitunter jedoch muss auch der Garant bezahlen, und das passt den Amerikanern nicht. Staatssekretär Herter. interveniert persönlich und will das Syndikat zur Aufgabe des Boykotts zwingen. Wo bleibt die amerikanische Garantie?, wo das im Jahre 1957 Israel gegebene Versprechen? Man spricht in den USA la Semana Israelita Bisemanario: aparaca loa Martea y Viera ea Editado por Estrellas Editorial Ltda Verán twortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190 iv íaj T. ¡L 88-2613 A öono-Preise: Argentinien: $ 60,— pro Quartal davon, dass die Haltung der Vereinigten Staaten im israelisch-arabischen Konflikt geändert werden müsse, dass es nicht mehr angehe, eine Politik der Neutralität zu führen. Es ist wirklich an der Zeit, dass die verantwortliche Führung in den USA endlich ihren Bundesgenossen wenigstens den Beistand leistet, zu dem sie sich feierlich und vor aber Welt verpflichtet hat. — 100 Jahre Alliance Française Algier. — Die Hundertjahrfeier der Alliance Fran¬ çaise wurde hier mit " einem Akt begangen, dem christliche Persönlichkeiten und hohe Offiziere der Armee neben jüdischen Führern beiwohnten. (ITA) Dr JACO BO COHEN HIGADO - - DIGESTIVO Pampa 2026 T E. 73-1116 Solicitar hora NERVENu. GEMUETS-1 KRANKHEITEN | Dr. M. J. Kuhn j; BULNES 1930, pl. b., 1? \ T. E. 80-0249 | ■ Mont., Mittwoch, Freitag t 117—20 Uhr. Tel. Anmelj ■ düng erbeten. f BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SÀEMTLICHER Malerarbeiten 1 CONDE 2318 T. E. 76 75331 Confitería NIZA Conde 2020 76.0286 Servicios de lunch de categoría VARICES - ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 T. E. 87 13621 J!ür. BENJAMIN LI PNI ZKY | ZAHNARZT i ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE- HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- - ■ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend | nach vorheriger Vereinbarung.! JOSE HERN ANDEZ 2518 T E 76-8673 and 73-0580 I Dr. L KLEIN Médico jt Magen, und Darmkrankheiten * Röntgen Untersuchungen | SPRECHSTUNDEN: * A t Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag Von 15—19 Uhr, j XEs wird gebeten, s;ch vorher telefonisch anzumelden > ■ ‘SANTA FE 1391!r T. E. 44-9493 u. 44-1542, BOMBONERIA ELCA PAMPA 2857 Tägt. krisch aas eig Hersthallung BOMBONES •ad m4h Spaaialititan Jatst in; wbmiRw tains* Q*alitât Es vivé ins N*w RatM Ws an: T. K. 73-24«« lababacm: AUGUSTA X. da »CHRB1HER Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchtung — Eléctrócardiogramm# CUBA 2141 T. E. 73 8762 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitags: 15—I« Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr