Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1774 (3.5.1960)
- Date
- 1960-05-03
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Maries, 3 de Mayo de 1580 LA SEMANA ISRAELITA Año XXL — No. 1774 Vor ßipfelkonferenz (Schluss von Seite 1) Begrü.-dung der hier kund- 1 g/itanta Meinung wird deren Tendenz sof.rt sichtbar, nämlich drcsen Ländern die Unabhäcgigkeit vorzuenüialteu. Eigentlich gibt der Kümservative — wobei die D..:gc urchaus nicht anders aus. ehen würden, wenn es sich um einen. Labeuriaten bar dein würde, — gar keine sachliche Begründung, sondern. bringt eine Vermutung zum Ausdruck, die ihm aber so trefflich erscheint, dass er selbst auf jede weitere Bej gründung grossmütig verj zichtet. Jetzt fehlen doch I erst die überzeugenden Gesichtspunkte, warum diese Länder, einmal im Besitz ihrer Freiheit, nun dem Kommunismus anheim fallen müssen. Noch nicht einmal Vermutungen sprechen dafür, sondern nur Vorurteile und Zwangsvorstellungen. Nicht ein einziges afrikanisches oder asiatisches Land haben sich bisher dem Kommunismus in die Arme geworfen, nachdem sie ihre Unabhängigkeit erkämpft hatten. Trotz der unzähligen Fehler und Grausamkeiten der Kolonialpolitik sind die afrika- ,, mischen Nationen, die in den letzten Jahren zu selbständigen Staaten wurden, in der westlichen Front geblieben.. Aus welchen Gründen also werden derartige Thesen aufgestellt, die doch unrichtig sind und ausserdem ■ die neuen Völker verärgern. Dabei darf man nicht vergessen dass die Position einiger dieser neuen Länder sehr schwierig ist. '• Ein reicher Mann wird keine Kartoffeln stehlen; nur f ein armer Mann, der s.ch »icht das kaufen karon-, was zu seinem Lebensunterhalt notwendig ist. kommt in der Regel in die Versuchung, «men Diebstahl zu begehen. Das bedeutet, auf das Gebiet der Politik übertragen dass es für das sichere und saturierte. von den kommuni- Dr, FREY Abogado PUEYRREDON 2110 1» m nachm. 18—15 Oh* 1 Liebling j FOURRIERE — f SPERRHOELZEB | DIAZ VELEZ 5224 al 46 | T. E. 43-2349/0340 j 3021 | REAL PEN1 «’Füllhalter j ¡ REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 tica DIPL. OPTIKER ¡Sarmiento S2Í T. E. 35 - 735 stischen Ländern weit entfernte Nordamerika nicht so schwer ist, sich gegen den Kommunismus zu wehren, wie z. B. für Burma. Dieses Land, das gemeinsame Grenzen mit dem Koten China, also mit dem Lande hat, das heute als die stärkste Gefahrenquelle für den Westen angesehen werden muss, führt einen beinahe heroischen Kampf um seine demokratische Freiheit gegen dengewaltigen chinesischen und russischen Druck, dem es ausgesetzt ist. Burma hat sich dabei nicht weniger immun gegen den Komimii: Ismus erwiesen als manche europäischen Länder Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass man uns jetzt einreden will, die Unruhen in Südafrika seien auf kommun istische Agenten zurii ctezuführen. An solchen Stimmen hat es durchaus nicht gefehlt, auch wenn sie vereinzelt waren. In dieser bisher blutigsten Auseinandersetzung, die einen bisherigen Höhepunkt im Kampf der Weissen gegen die Schwarzen darstellt, müssen wik Juden eindeutig und ent schieden Steilung nehmen, auch wenn wir noch so weit vom Schauplatz dieser verabschemm gs-w ordigen Ereignisse entfernt sind. Uefaerall dort, wo Men j.cben wegen ihrer Rasse verfolgt werden oder ihrer Bürgerrechteberaubt sind’, überall dort haben wir uns für die Unterdrückten und Verfolgten; einzusetzen. Denn am eigenen Schicksal hat unsere Generation das Los der Verfolgten erfahren und unendliches Leid ertragen. Das jüdische Volk hat seine Stimme für die verfolgten Brüder erhoben und an die Menschlichkeit aller Nationen appeliert. Heute stimmen wir in den Chor all’ derer ein, diesich gegen die Greuel und Ungerechtigkeiten in Südafrika erheben und verlangen nichts weiter . als die Erfüllung der Grurid- 1 rechte, die allen Menschen, allen Rassen, allen Glaubensgemeinschaften, allen Nationen zustehen. \Atattka. 1 <?L ajaeaux I HUTSALON j Ab April m Belgrano MOLDES 25 6 1 \ T. E. 73-9229 l 73-9155 Judith Sehenkolewski KuUuutickenitn Schabbosdecken - Tallisbeutel - Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos uad anverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHÄRFTEN Montevideo 571, 6 SA T. K. 48-4*37 f 78-7844 Dass ein Land, dessen Position in der westlichen Völkergemeinschaft ausser Frage steht, in seiner Politikso schwere Fehlfer begeht, wie dies bei der Südafrikanischen Union der Fall ist, wird, selbstverständlich, vom Osten dem gesamten Yvesten zur Last gelegt, auch wenn die übrigen, westlichen Länder protestieren. Ern An gedieht der südafrikanischen Geschehnisse kam. man nicnt. als Künder der Frsineit auftreten und gleichzeitig die schwarzen Massen niederknüppeln. Hier geht es doch schliesslich nicht nur um den „Fall Südafrika", sondern um die künftige Ballung aller afrikanischer Völker, diebereits souverän; sind oder ihre Unabhängigkeit in kurzer Zeit erhalhm. werden. Eine selbstverständliche Solidarität wird durch: das Vorgehen der südafrikanischen weissen Minderheit künstlich odier geradezu gewaltsam erzeugt, die für die weltpolitische Konstellation: zu den ungünstigsten Ergebnissen für den Westen führen und ganze Vöikergruppen oder gar Kontinente dem ©kten in die Arme treibt, ohnedass Moskau auch nur einen einzigen: Sehritt zu unternehmen: braucht. Immer wieder sind es solche Fehler und Irrtümer des Westens, die zu einer unnötigen Fron tenschwächimg beitragen. Man hat dies im Kampf um den Einfluss auf die arabischen Völker vor einigen Jahren beobachten können, heute erleben wir es bei der Auseinandersetzung iin und um Afrika. Die jungen afrikanischen Nationen suchen eine neue, eine andere Orientierung. Dass sie gegenüber ihren früheren Kolonialmächten vorsichtig und mitunter misstrauisch bleiben, ist nur aus der Vergangenheit zu erklären. Niemand küsst gern die Hand, die ihn schlug. Dass 'aber diese jungen Staaten sich einfach und bedenfcen-!lbs an den Weltkommunminus anschliessen, ist unrich- * tilg. Dies zu behaupten, be- ' deutet einem neuen verhüng;- : nisvollen Irrtum zu unter- I liegen. Wahr ist, dass diese Voljker neue Wege zu beschrei-;ten wünschen und von der! Sehnsucht getragen werden, ihre- Freiheit nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Deswegen finden, sie alle schnell einen lebendigen Kontakt mit Israel als einem Lande-,, das nach einem bei- Mohel N. Plaksin Super! 2719 T. E. 78-8784 u. 76-2312 Knitsdhew, Freund Nassers Bteirut. — Nikita Krutschew wird voraussichtlich im kommenden September Kairo und Damaskus einen Besuch abstatten, wie das beiruter Blatt ,,E1 Oriente“ jetzt berichtet, das angibt, die Einladung sei von dem Botschafter der VAR in Moskau, Mohamed El Kouny, übermittelt worden. Die 2&itung fügt hinzu, der Botschafter habe eine aLte Einladung wiederholt, die Nasser an die sowjetischen Führer ergehen liess. Der Besuch, so heisst es, solle einen rein offiziellen Charakter tragen, denn Nasser wünsche nicht, dass Krutschew Ansprachen an die Mlengshakt, wie das seine Gewohnheit in solchen Fällen ist. (ITA) spielhaften Freiheitska-mpf ein anderes, von den. übrigen westlichen Völkern, abweichendes gesellschaftliches Leben auflbaut,. in dem neue Prinzipien. — auf alten Gedanken beruhend — zur Entwicklung und. zur Verwirklichung gelangen. Deswegen haben sie alle ihre besten Menschen nach Israel geschickt, damit sie dort sehen und lernen, und sie haben Menschen aus Israel angefordert, die ihnen bei ihrem eigenen Aufbau helfen. Von einer allgemeinen Tendenz dieser Völker, sich .dem Kommunismus preiszugeben, kann, keine R'ede sein. Vielleicht suchen, sie eine Art .neuer Orientierung, die nichts mit der „dritten Position” zu tun. hat, von' der einmal Nehru oder Tito, gej sprochen haben, und die lediglich politische Motive und Gedankengänge berücksichtigen wollten. Diese Entwicklung befindet sich . im ihren Anfängen.; sie ist vielfachen Einflüssen ausgesetzt, so dass man mit nicht unerheblichen Schwankungen und wohl auch Ueber- I raschungen zu rechnen haben wird.. Ob man dies kn Westen bereitshinreichend verstanden hat, ist zweifelhaft, bleibt aber abzuwartffi.n Auch einen weiteren Gesichtspunkt sollte man nicht übersehen, der in. diesem Rassenkampf von Bedeutung sein, oder werden könnte. Ohne Zweifel gibt es eime Art von Solidarität der Farbigen gegen die bisher eindeutig überlegenen Weissen, die bei dieser Konfrontation eine Minderheit bilden. Ost und West werden aber bestimmt und angeführt von weissen Völkern, von den Nor damer ikanern und den Russen, deren Auseinandersetzungen trotz aller ideologischen Verbrämung — vor allem von Seiten Moskaus, — für die neuen Völker einen Kampf um die Beherrschung der Erde darstellt. Für die jungen Länder sind die westlichen Grossmächte nicht die Künder der Freiheit, denn sie seihst mussten ihre Unabhängigkeit in blutigem Ringen gegen diese Mächte durchsetzen. Auch sollen sie durchaus nicht das russische Joch mit einem anderen vertauschen; sie wollen ihre Freiheit und Souveränität und haben nichts mit den Doktrinen zu tun, die von der einen oder anderen Seils, von der einen oder la remana Israelita Buemanarie: aparsc* km Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda V erantwcrtiich: D*. H. Swarsensfcy- Pueyrredón 2190 D i*j T E. 83-2613 Aoono-Preise. Argentinien. 3 60.— pro Quartal anderen weissen Macht ver* treten werden! Zu welchen Konsequenzen diese — mögliche — Entwicklung durch diese Gegenüberstellung von Weiss (das sind die führenden Weltmächte ob Ost oder West) und Farbig (das sind (Sie neuen erwachenden Nationen) führen wird, mag heute noch nicht übersehen werden können. Sicher ist nur, dass sie neue Perspektiven eröffnen wird, die vielleicht zu einer völligen Aenderuitg aller bisherigen politischen Zielsetzungen und Prinzipien hinüberleiten. — Amortisation einer Schuld Jerusalem. —- Das israelische Schatzamt gab. bekannt, dass eine von Belgien gewährte Anleihe in Höhe von 5 Millionen Dollar amortisiert werden konnte. (ITA> , NERVENo, GEMUETS-! . KRANKHEITEN | [ Dr. M. J. Kuhn | 1 RIVADAVIA 2625, 3* i \ T. E. 48-7534 | ÍMont„ Mittwoch,. Freitag i f 17—19 Uhr. Tel Amse). j -e-i dung erbeten Dr. ME L ORTOPEDIA — FRACTURAS Pampa 2926 T. E- 73-1Î16 Solicite hora VARICES - ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL IMAN SK Y ¿SARMIENTO 3119 ï?. EL 87 1362 Dr. | B. Sehwarcz j ZAHNARZT j ESTOMBA 2283 — S2-8214j RAYOS X | PARAMENTOSE * TELEF. j VORANMELDUNG j | Restaurant »Paso"* UW ij Paso 452 (a! fondo) — T. E. 87-9259;!■ Untar Aufsicht des Vaad Harabemm der Kehilla : i MITTAGS- und ABENDTISCH ■ :;! Anrichten von kleinen Festlichkeiten < | und Banketten BERN ARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLICHER Malerarbeiten ’CONDE 2318 * E. 787S33] lür- BENJAMIN LIPNIZKY | ZAHNARZT! ROEHTGENSTRAHLE» — ZAHNZIEHEN — B-E- 1 HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG — REGU- | LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG T Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabead | nach vorheriger Vereinbarung. I JOSE HERNANDEZ 2518 T. E 76-8673 and 73-850» Dr. L KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -U ntersuchungen SPRECHSTUNDEN: 'Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 |<Es wird gebeten, s;eh vorher telefonisch aozumeldeu ÍSANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-15421 Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchtung — Eíecfrccardiograasas« CUBA 2141 T. E- 73 8762 w. 73-6817 Consulta; Montags bis Freitags; 15—18 Uhr Sonnabend; 24—28 Uhr