Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1773 (29.4.1960)
- Date
- 1960-04-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 29 de Abril de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. No. 1773 Russlands Juden Es ist schon oft festge- »tellt worden, dass die Juden Russlands daran gehindert werden, die israelische Botschaft in Moskau zu besuchen. Nur Touristen kommen zur israelischen Vertretung, vor der zwei russische Polizisten aufgestellt sind. Einheimische Juden lehnen es ab, sich in die Umgebung der Repräsentanz des Staates Israel zu begeben. Auf die Frage, ob das denn gefährlich sei, soll geantwortet worden sein: „Sehen Sie nicht, wie teuer wir für unsere Freundschaft mit Israel bezahlt haben? Zum Jugendfestival im Jahre 1957 kamen viele tausende Juden aus allen Teilen Russlands, um die israelischen Delegierten zu sehen. Diese wurden eingeladen und auf den Strassen freudig begrüsst. Aber sobald das Festival vorbei war und die Delegationen abgereist waten, begannen die Repressalien. Niemand kennt-die Ausmasse der damaligen Bestrafung für die Verbrüderung. Es ist im Jahre 1959 nicht anders als 1957. Es ist daher nur natürlich, dass man vorsichtig ist. Ueber Israel selber wissen wir nur sehr wenig, aber es ist uns nicht möglich, mehr Informationen zu erhalten.“ Kommt man in Fühlung mit Juden, so interessieren Sie sich dafür, ob Jiddisch die Staatssprache Israels ist, ob die Eisenbahnen um Samstag fahren, ob es viele Spitäler gibt und schon ein Mittel gegen Krebs gefunden worden sei. Die Nachrichten und Aufsätze der offiziellen russischen Zeitungen werden skeptisch aufgenommen: andererseits aber hat man den Eindruck, dass die antiisraelische Propaganda auf die Dauer nicht ohne Wirkung bleibt. So wird gefragt, ob wirklich eine grosse Arbeitslosigkeit herrsche ob Israel ein mörderisches Klima habe, ob alle Israelis in Blechhütten wohnen und ob die religiösen Parteien ein diktatorisches Regime ausüben. Die Feindschaft Moskaus gegen Jerusalem wird hingenommen, wenn man auch die Hoffnung hat, dass dies nicht immer so bleiben werde. Hie und da werden israelische Filme gezeigt. Es ist in letzter Zeit mehrfach vorgekommen, dass russische Juden Touristenvisa nach Israel zum Besuch von Angehörigen erhalten haben. Die russischen Juden glauben nicht, dass die Bewilligung zur Auswanderung nach Israel bald erteilt werde Dies würde der kommunistischen Doktrin widersprechen und das Eingeständnis bedeuten, dass das „Vaterland des Sozialismus“ noch nicht ideale Lebensbe- Con motivo de la celebración del duodécimo aniversario del Estado ■ de Israel, tenemos el agrado de S saludar con toda consideración J a la colectividad Israelita. I I 1’ BANCO HOLANDÉS UNIDO * I Sucursal buenos aires 1 CASA CíNTRAl. 25 DE MAYO 81 9 AGENCIA Me 1i CORRIENTES 1900 CABILDO 2426-30 4B ACINCIA Me 1t AGENCIA Me 2: dingungen aufweise. Auch andere Minoritäten erhalten keine Bewilligung zur Auswanderung. Ferner würde die Zulassung der jüdischen Auswanderung die Freundschaft mit den arabischen Staaten stören. Gäbe es keinen kalten Krieg und bestünde auch zwischen Israel und den arabischen Staaten Frieden, so wäre es eher möglich, dass die Auswanderung bewilligt werden könnte Die Russen sehen nämlich ein, dass das jüdische Problem in Russland ungelöst ist und die Auswanderung eine gewisse Beruhigung bringen würde. Die Auswanderung würde wahrscheinlich vorerst von einigen 100.000 Personen durchgeführt. - Die wirtschaftliche Situation in Russland, auch der jüdischen Bevölkerung, ist besser als vor einigen Jahren. Befürchtungen, dass Russland die Auswanderung der Juden freigeben will, um Israel in Schwierigkeiten zu bringen, sind gänzlich unbegründet. Viele Juden aus der jüngeren Generation erklären, dass sie keinen kulturellen oder religiösen Hintergrund für Israel haben und sich daher schwer einordnen könnten. Immerhin soll das jüdische Selbstbewusstsein gestiegen sein Dass viele Juden an den hohen Feiertagen zur Synagoge gehen, wird als ein Zeichen dafür gewertet. Die meisten Besucher können weder die Gebete lesen noch verstehen sie, was da vorgeht; sie gehen trotzdem hin um an einem Tage unter Juden zu sein und ihr jüdisches Bewusstsein zur Geltung zu bringen. Warmes Lob für Israel London. — ln einer kürzlichen Ausgabe des Daily Telegraph zollt Lady Elliott of Harwood, Israel warmen Tribut, „denn es hat erreicht, was kein anderes Land vollbracht hat,” Die Herzogin von Harwood, die der höchsten Aristokratie Englands angehört, kehrte von einer Studienreise aus dem Mittelosten zurück, den sie anlässlich des j Internationalen Flüchtlings- ' jahres besuchte. In ihrem Bericht führt sie aus, Israel verdanke seinen Erfolg nur „seiner Willenskraft”. Sie unterstreicht die Opferbereitschaft der Israelis, die es verstanden haben, die aus ihren Wohnländern eingewanderten Flüchtlinge in das wirtschaftliche und soziale Leben des Volkes einzugliedern. (ITA) Eine Delegation e-us Sierra Leona stattete dem Wissenschaftlichen Weizmann-Instiiul in Rechowot einen Besuch ab. Die Gäste wurden von Abba Eban, dem neuen Minister ohne Portefeuille im israelischen Kabinett, empfangen, der der Präsident dieses Forschungs-Instituts ist. I HAKENKREUZORDEN OHNE HAKENKREUZ HELVETIA j Cía. Suiza de Seguros contra Incendios ♦ ¥*♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ ♦ »♦* l Schallplatte»! ♦ in allen Sprachen! Schallplatte» I aus Israel AGEE TES GENERALES PARA LA REP. ARGENTINA £ SIMM0NDS & Cía. S.R.L. 1 RECONQUISTA 359/65 — T. E. 34-8464/6 <! BUENOS AIRES ♦ t Long- Play Musik von LEWANDOWSKI ♦ Konzerte, Sympho- <» nien, Operetten und I! Opern in verschiedenen Sprachen Radio Leon LA VALLE 2760 T. E. 87-8474 '■*++ M6666668688 ♦ ♦ »»t Wien. — Durch einen Parlamentsbeschluss über das Verbot des Tragens von Abzeichen aufgelöster Organisationen, das am 5 April. 1960 vom Parlament einstimmig gebilligt wurde, ist es ermöglicht worden, die „Im Namen des Führers“ verliehenen Auszeichnungen in Oesterreich öffentlich zu tragen, vorausgesetzt, dass vom Orden das Hakenkreuz entfernt wird. Interessant ist, dass es im Parlament bei diesem Beschluss keine Diskussion und keine Wortmeldung gab. Die Angelegenheit wurde zwischen den Parteien schon vorher abgesprochen und in der Gesetzesvorlage kommt schamhafterweise das Wort Hakenkreuz nicht vor. Schon seit langem gab es in der Oeffentlichkeit heftige Diskussionen, in denen österreichische Patrioten, Verfolgte des Naziregimes, Widerstandskämpfer sowie andere Mitbürger zu Wort kamen und das Tragen beziehungsweise Zurschaustellen nazistischer Auszeich nungen, mit oder ohne Hakenkreuz, als Provokation ablehnten. Das neue Gesetz ermöglicht zum Beispiel — als wäre das keine Herausforderung — das Tragen der Ostmark-Medaille in gemilmilderter Ferm, ohne Hakenkreuz. Diese Auszeichnung war für Verdienste der österreichischen Souveränität, das heisst für Beihilfe zum Verrat des Vaterlandes, verliehen worden. Die Gesetzgeber scheinen vergessen zu haben, dass der, in dessen Namen die Auszeichnungen verliehen wurden, ein Miassenverbrecher war und Menschenwürde mit Füssen trat; dass Oesterreicher die Auszeichnungen für einen Kampf mit den Nationen erhielten, mit denen sich Oesterreich nicht im Kriege befunden hat. Man kann nicht einerseits \k fllncdn neoito&Tvt® mtxl&T/PC behaupten, der Oesterreicher sei in den preussischen Kommiss - Stiefel gepresst werden und andererseits das Tragen von Auszeichnungen erlauben, die von diesem Kommiss - Stiefel verliehen wurden^ Dieses Gesetz wird kaum zu der vom Gesetzgeber angestrebten inneren Befriedung führen. Ein Teil der österreichischen Bevölkerung wird das Tragen dieser Hitlerauszeichnungen auch ■ dann als Zumutung empfinden, wenn das Hakenkreuz entfernt wurde. Die Massengräber, Krematorien und Gaskammern der Konzentrationslager, die sich speziell auf österreichischem Boden befinden, enthüllen das wahre Gesicht/ des Nationa sozialismus, das durch das weggeschabte Em- : blem aus jedem Orden her-'^ ausschaut. (IPN) Hace el vestido más fino. i'ilfliï ^6 l^Lüty lino DíSARRUCABLt Por su hermoso colorido; iutiiit r.ibJt? U MAKA y siempre elegante porque es Dvstirriiçtible '1 m Et OWUO « *SfCU*A n MfJOB tutu Df PUPO i 'Este grato ambiente, como todos los de la casa, está unido a la maravillosa gama de colores Qßßomate «thmd < » ii ÁLSAMAJSisil^psd'ito ftötdmentr'ö ¡ton ¡o morco»fQfe>gfîw»j P'Oùorijono do» raoft*,ptrl^. .. luovej^ cttrJjÉs&tfci y 'ào ¿¿yo ra b?ît j si 1111