Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1960-04-29 · 1773 (29.4.1960) · p. Seite 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1773 (29.4.1960)
Date
1960-04-29
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9616703-9611224-9611468--0348-9611470
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

i — Viernes, 29 de Abril de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 177S Das ist der Stern der Eriösun (Schiuss von Seile 1) nen. Hunderttausande entwuia.iij Menschen strömten ins L-i.a. die Verfolgten aus dem Iizx, d;m Yemen, aus Nordafri.-ia und aus anderen Gebieten folgten. Aber noch ist die f ammlung der Zerstreuten m ihren Anfängen, denn niemand weiss, wer morgen wandern muss oder kommen will. Seit den Tagen des siegreichen Sinaifeldzuges, durch den sich Israel erfolgreich gegen die ägyptischen Angriffe verteidigte, ist eine relative Ruhe im Lande eingetreten. Es vollzog sich eine wirtschaftliche Konsolidierung, die zu einer Gesundung der ökonomischen Verhältnisse hinüberleiten wird Dieser Prozess ist in voller Entwicklung. Deswegen ist gerade jetzt die Zeit durch grosse und konstruktive Werk’ die Aufnahmefähigkeit Israels von innen her Bu erweitern, zumal niemand Wissen kann, wann ein nächster Schlag der Feinde diese Entwicklung hemmen oder unterbrechen wird. Man darf auch nicht übersehen, dass wir in diesen Augenblicken eine weltpoli- ) REISEN t 0 leicht gemacht 0 ”0 durch 0 2 Viajes Globu * ß Alsina 1418, 69 piso^ 0 38-5860 - 38-1447 - 38-8304^ Dl FREY Abogado PUEYRRSDON 3190 1* t*q nachm. 16—18 Uhr J. Liebling s FOURNIERE — 1 SPERRHOELZEB | DIAZ VELEZ 5224 al 46 j T. E. 43-2349/0340 y 3021 j REAL PEN '1 Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 it; TE. 49-5850 Optica DIPL. OPTIKER Sarmiento 829 T. E. 35 - 735Ó! tische Atempause durchleben, die nicht nur Israel, sondern allen Ländern wirtschaftlichen Aufschwung gewährt. In einer solchen Zeit kommt es darauf an, alle Möglichkeiten zu erschöpfen die dem jüdischen Volk in der Zerstreuung geboten sind. Diese Stunde darf nicht wieder ungenutzt vorübergehen, bis es noch einmal zu spät zur aufbauenden Arbeit sein könnte. Jetzt können wir in Israel durch alle möglichen Kanäle dazu beitragen, die industriellen und landwirtschaftlichen Projekte durchzuführen, durch die das Land grösser und schöner, reicher und stärker werden wird. Jetzt könnten die Entwicklungspläne realisiert werden, durch die hunderttausenden neuen Einwanderern Arbeit. Wohnung Existenz und Zukunft gegeben werden kann. Wir brauchen nur an die Erschliessung des Negewr zu denken, jener grossen Wüste irr Süden des Landes, die von Beerscheba bis Elat reicht. Schon durchziehen dieses unwirtliche Land ,.eue, moderne Strassen, sehen gibt es an den wichtigsten Stellen Siedlungspunkte, die auch der Sicherheit dienen, schon blühen die ersten Industrien in dieser Zone auf und der Weg führt zur Erfüllung alter Vorstellungen und Hoffnungen. Bedeutende natürliche Schätze können gehoben, wichtige Industrien erschlossen und der tote Boden der Wüste zu neuem Leben erweckt werden. Selbstverständlich sind hierfür erhebliche finanzielle Mittel erforderlich, die im W ege der freiwilligen Beisteuerungen zu den Einheitskampagnen und durch private Investitionen beschafft werden müssen. Hier liegt eine grosse, vielleicht einmalige Chance, die unserem Volk gerade in diesen Tagen gegeben ist. Gewiss haben schon sehr i Aiaitka! 7 j I HUTSALON I J Ab April in f ] Belgrano! ‘MOLDES 2 5 6 1 j T. E. 73-9229 1 73-9155 viele verstanden, dass nicht jnur die Zukunft der anderen, die Zukunft der breiten jüdischen Massen oder die der Bedrängten von der weiteren Entwicklung Israels abhängt. Auch die eigene Zukunft ist sehr eng mit Tsrael verbunden, die eigene j Zukunft jedes einzelnen Ju- , den, ob er dies bis heute erjkannt haben mag oder nicht.! Schon sind grosse Industiel- ¡le aus aller Welt — und | nicht nur Juden — daran | interessiert, sich mit Eigenkapital an der Erschliessung der israelischen Möglichkeiten zu beteiligen. Banken und Fabriken werden gegründet, die nicht unwesentlich zur Festigung der israelischen Wirtschaft beisteuern. Manche der wohlhabenden Juden haben wohl das Schicksal verstanden, das ihren Brüdern in Kuba — um nur ein Beispiel aus letzter Zeit zu nennen — widerfahren ist. Die alten Galut-Gesetze haben ihre Gültigkeit behalten, die Lage der Juden — wo auch immer in der Welt — ist nicht so sicher, wie wir dies uns wohl selbst wünschen. Der Weg vom vollen Recht bis zur Entrechnung ist für die Juden nicht weit. Dass gerade die begüterten Juden die Gültigkeit dieses historischen Gesetzes unserer Geschichte für sich nicht anerkennen wollen haben wir selbst aus nächster Nähe beobachtet und in unserer engeren Gemeinschaft erleben müssen, bis es zu spät war. Endlich aber sollten Juden nicht nur in Katastrophen und in Katastrophenstimmungen gesund reagieren und zu sich und ihrem Volke zurückfinden, wo — um mit dem Freiheitsdichter Friedrich Schiller zu sprechen —, die Wurzeln unserer Kraft liegen, sondern begreifen, dass es besser ist, aus eigenem Willen konstruktive Pläne zu verfolgen und am Aufbauwerk Israels, am einmaligen Aufbauwerk Anteil zu nehmen, als erst zu erwachen, wenn ein schwerer Druck auf uns ruht. Was in Israel in den ÀE= Judith Schenkolewski Kultusslickereien Schabboadecken - Tallisbeutel - Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 72-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos uud unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAEFTEN Montevideo 571, 4. 3L T. E. 49-4927 y 79.7844 1 a IflHH i l«l i«lll zwölf Jahren seiner Eigenstaatlichkeit geschaffen wurde, hat die Anerkennung aller Völker gefunden und löst Begeisterung bei a.len aus, denen es vergönnt ist, mit eigenen Augen zu schauen, was Israel bedeutet. Aber trotz der gewaltigen und bewundernswerten Leistungen brauchen wir uns nicht darüber zu täuschen dass wir noch viel weiter wären, hätten wir die erfor derlichen Mittel gehabt, die uns vom jüdischen Volk nicht gegeben worden sind. Was aber geschaffen wurde. das hat das Wunder vollbracht, dass der Jude im Lande der Väter ein neuer Mensch, ein „anderer” wurde. Dieser Prozess der Neugeburt des Volkes, des Landes, des Staates konnte sich nur vollziehen, weil der Träger des Landes und der Träger des Staates eine völlig andere Lebenseinstellung gewann, als er sie einst gehabt hat, bevor er nach Erez Jisrael zurückkehrte. Wir brauchen nicht anzunehmen, dass alle, die nach Israel ginger, und kamen, besondere Menschen gewesen seien. Viele waren glücklich den rettenden Hafen zu erreichen, standen aber verzweifelt vor einer völlig neuen Situation, ohne Mittel, ohne Möglichkeiten, ohne Beruf, ohne Chancen: auswegsios. Gewiss gab cs auch manche, die sich niemals einordnen konnten, was weder eine Schande für sie ncch für Israel ist; wie hätte es auch anders sein können. Die meisten aber fanden einen Weg zum neuen Leben, der ihnen geebnet und mitunter erleichtert worden ist, den aber die Mehrheit sich bitter erkämpfen musste. Bedenken wir nur. aus wie vielen Ländern und Kulturen die Einwanderer gekommen sind, so werden wir die Grösse des Erreichten erst zu ermessen wissen. Es geht durchaus nicht allein um sprachliche Unterschiede, die mit der totalen Hebraisierung der Jugend allmählich verringert und eines Tages ganz aufhören werden. Es geht vielmehr um tiefe Gegensätze, wie sie aus der Begegnung europäischer Intellektueller mit den einfachen Bergjuden aus Nordafrika oder aus Ländern entstehen, die Jahrhunderte in ihrer allgemeinen kulturellen und zivilisatorischen Entwicklung zurückgeblieben sind. 'Mit tiefem Erstaunen und mit Genugtuung kann man schon jetzt beobachten, wie — um ein Beispiel zu nennen — die Juden aus dem Yemen zu einem ausserordentlich nützlichen Element in Israel geworden sind, die nicht allein arbeitsmässig Hevorragendes leisten, die vielmehr auch langsam zu kultivierten Bürgern heranwachsen, die ihre Rechte und Pflichten wie alle anderen erfüllen. (Nur nebenbei sei bemerkt, dass ein Yemcnite bereits Vizepräsident der vorig n Knesset war.) Man wird sich noch dessen erinnern, dass die noch nicht vollzogene Einordnung der Marokkaner im vergangenen Jahr zu Komplikationen und Demonstrationen geführt hat Bereits heute ist dieses Problem beinahe vollständig verschwunden, obwohl es ausserordentlich schwierig ist, Menschen der nordafrikanischen Mellahs, die niemals an geordnete Arbeit gewöhnt gewesen sind, in den normalen Arbeitsprozess einzugliedern. Das sind nur einige Tatsachen, die durch Israel geschaffen wurden. Der Weg zur endgültigen Normalisierung des jüdischen Lebens in der Zerstreuung mag noch weit sein. Schon jetzt aber dringt die Erkenntnis durch, dass diese Normalisierung la Í 1 \ Bisemanario: aparace tos Martes y Vierres Editado por Estrellas Eauonai Ltda Verantwortlich: D?. H Swarsensky Pueyrreaon ¿190 U izq T E 83-2613 Aoono-Preise Arger.umen $ 60.— pro Quartal sich nur durch Israel vollziehen kann. Hierin lieg, eine der grossen Bedeutungen, die Israel für jeden Juden in der Welt hat. Wenn man an die Trümmer denkt, die eine britische Mandatsverwaltung in Palästina zurückliess, als sie vor zwölf Jahren abzog, und wenn man demgegenüber mit Ruhe und klarem Blick betrachtet, was erreicht worden ist, dann wird wohl jeder Jude an dem Tage der wiedergewonnenen Freiheit, am Unabhängigkeitstage Israels, am Jom Haazmauth, in tiefer Dankbarkeit und Ergriffenheit den alten Segensspruch sprechen können: Gelobt se" t Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Du uns Leben und Erhaltung gegeben hast und uns diese Zeit erreichen liessest. — Dr. JAC9B0 COHEN HIGADO — DIGESTIVO Pampa 2026 T E. 73-1116 Solicitar hora VARICES DE LA PIERNA - —ULCERAS ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY I SARMIENTO 3116 T. E. 87 13621 « NERVENu. GEMUETS- Î KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn agnës| ARROYO 8 2 lg T. E. 41-3620 § IRIVADAVIA 2625, 3« \ T. E. 48-7524 j Mont., Mittwoch, Freitag! I 17—19 Uhr. Tel. AnmeJj düng erbeten | . ■ nisiii,. Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6794 u. 79-2312? Dr. 1 B. Schwarcz ZAHNARZT lESTOMBA 2283 — 52-8214? I RAYOS X J! PARA DENTOSE f * TELEF. I I VORANMELDUNG * BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTUCHER Malerarbeiten CONDE 2318 " E. 787533 iDr. BENJAMIN L1PMZKY j ZAHNARZT i ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE- HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU- | L1ERUNG DER ZAHNSTELLUNG 7 Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. í JOSE HERNANDEZ 2518 T. E 78-8673 und 73-0500 í Dr. L. KLEIN Médico § ♦ Magen, und Darmkrankheiten j | Röntgen-Untersuchungen » { SPRECHSTUNDEN: ♦ Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 UhrJ ÍEs wird gebeten, sich vorher telefonisch anzumelden i {SANTA FE 1391 T, E. 44-9493 u. 44-1542Í ♦ 4 i nt** ********** ***+■*■***+*-****•****■*+****•* . Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X - - Durchleuchtung — Electrocardiograma!« CUBA 2141 T. E. 73 8762 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitags: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr 75425^22

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.