Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1771 (22.4.1960)
- Date
- 1960-04-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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- I F T Das jüdische Theater TFT wiederholt die drei Einakr ter von Anton Tschechow „Der Bär", „Der Antrag” und „Die Hochzeit" un er der Gesamtleitung von Atahualpo del Cioppe mit Regier ilstenz von Ignacio Finder. Der IFT ist das einzige jüdische Theater in Argenti- B*+~. Die Aufführungen finln seinem eigenen grossen Theatergebäude in der Bologne sur Mer 547, immer Freitag und Sonnabend und Sonntag nachmit'ags statt. Der IFT ladet die deutschsprechenden Juden herzlich eirt. die Vorstellungen zu besuchen und die Arbeit des Jüdischen Theaters kennenzulernen. Am Sonnabend, um 17 Uhr und Sonntag um 15 Uhr findet eine Vorstellung für Kinder mit der Aufführung des Stückes „Plunft el Fantasma ’von der brasilianischen Dichterin Maria Clara Machado unter der Regie von Atahualpo del Cioppo statt. Leo Baeck-Preis für Zu unserer grossen Genugtuung geben wir davon Kenntnis, dass unser Jerusalemer Korrespondent, Schalom Ben Chorin, mit dem Leo Baeck-Preis für 1959 ausgezeichnet worden ist. Der Preis wurde ferner der Geschichtsforscheriii Dr. Eleonore Sterling (Frankfurt a. Main) zuerkannt. Seit beinahe zwej Jahrzehnten ist Schalom Ben Chorin unser ständiger Mitarbeiter, dessen Aufsätze stets das besondere Interesse unserer grossen Leserschaft finden, und nicht aus unserer Zeitung wegzudenken sind. Unser jerusalemer Korrespondent wurde 1913 in München geboren, von wo er* 1935 nach Jerusalem auswanderte. Seine ersten Werke waren lyrischer und dramatischer Art. Im Laufe der Jahre wandte er sich immer mehr der theologischen Problematik des modernen Judentums zu, und zwar sowohl als Theologe, dessen Vereinter Religioeser AV Block für die AMIA- M Wahlen Misrachi - Häpoel Hamisrachi, Poalei ] Agudah Israel, Igud Dati Bnei Akiba \ und Synagogen-Gemeinden j Die deutschsprechenden. Juden müssen am , 24. April die Liste Nr. 9 des Vereinten Religio- J sen Blocks wählen, die von Herrn \ ARMANDO GOLDSCHMIDT, j Garant für Ehrenhaftigkeit, Seriosität, Aufbau J j eines religiösen Gemeindelebens und Solidaj rität mit Medinath Israel, angeführt wird. ] IWAEHLT LISTE Nr. 9 GRUENDE FUER DIE WAHL DER LISTE des Liberalen Zionismus ♦ Für eine starke und erneuerte Ge.! meinde ♦ Für Vertiefung der jüdischen Er-j Ziehung ♦ Für mehr Demokratie in unsereni Institutionen ♦ Für Stärkung der chaluzischen Be-J wegung | ♦ Für engere Bande mit Medinat Is-! rael AM 24. APRIL bei den Kehilla-Wahlen Wähle >! Deinen Sinnen die Liste des Liberalen Zionismus Bücher, Aufsätze und Vorträge in weiten Kreisen Beachtung fanden, wie auch als Praktiker, der in einer von ihm gegründeten Gemeinde den alten Geist des Judentums in neue Formen zu giessen bestrebt ist. Sein Buch „Jenseits von Orthodoxie und Liberalismus” (1939) beschäftigte sich erstmalig eingehend mit der Thematik einer Erneuerung des Judentums und „Die Antwort des Jo:ia‘- (Hamburg 1956j tat dies in vertiefter Form: z. Zt. arbeitet Ben Chcrin an Büchern über Martin Buber und über das Jesusbild im modernen Judentum. Ben Chorin hat mit der Gemeinde, die er in Jerusalem gegründet hat und leitet, den Versuch gemacht, einen Ansatzpunkt religiösliberalen Lebens in Israel zu schaffen, der modernen Menschen in zeitgemässer Form das traditionelle Judentum nahebringen will. Er wirkt damit im Sinne Rabbiner Baecks, der jahrzehntelang führend im religiös - liberalen Judentum Deutschlands und der Welt, war. Mit Recht fanden alle diese Bemühungen und Verdienste Schalom Ben Chorins ihre Anerkennung jetzt durch die Verleihung des Leo-Baeck-Preises. * Die 1925 in Heidelberg geborene Frau Dr. Eleonore Sterling geborene Oppenheimer wanderte 1938 nach den USA aus. Im Sommer 1949 wurde von der Columbia- Universität in New York ihre Disertation über den Antisemitismus m Deutschland von 1789—1819 angenommen. Sie arbeitete dann dort als Sozialarbeiterin und setzte ihre Studien fort. Nach weiterem Studium in Deutschland promovierte sie 1955 zum Dr. phil. an der Frankfurter Universität mit ihrer Studie zur Frühgeschichte des Antisemitismus in Deutschland (1815—1850), die 1956 als Buch mit dem Titel „Er ist wie du“, erschien. Frau Dr. Sterling ist. jetzt wissenschaftliche Assistentin am Institut für politische Wissenschaft* der Universität Frankfurt und betreibt Teatro Colón Viernes 22, a las 21.30: Inauguración de la Temporada Oficial. Ira. función de Gran Abono (Serie “A”). Presentación del “Ballet Internacional del Marqués de Cuevas-’. Programa: ‘‘Noir et blanc’’, 'Lalo-Lifar; “Adage de la Fee des roses”, Tschaikowsky-Petipo; “L’amour et son destín”, Tschaikowsky. Parlic. Orquesta Filarmónica de Buenos Aires. Director: Jean Doussard. Sobrantes de abono en venta des de el miércoles 20 de 9.30 a 12.30 y de 15.30 a 17.30 en A. Toscanini (Viamonte) 1124 — Platea $ 440—, Sábado 23, a lac 17.30 y a las 21.30. Funciones extraordinarias Nos. 1 ly 12. “Ballet Internacional del Marqués Cuevas’. Platea $ 350.—. Loe. en venta. Domingo 24, a las 11. — Función Extraordinaria No. 13. Concierto matinal Orquesta Sinfónica Nacional. Director: Juan José Castro. Solistas: Mary Cherry (recitante'»; José Roman Erquicia (piano). Platea $ 25.—. Loe. en venta viernes 22. Domingo 24, a las 18 hs. — Primera función de Abono Vespertino (Serie “B”) “Ballet Internacional del Mar* qués de Cuevas”. Sobrantes de abono e>n venta viernes 22. Ben Chorin auch Forschungsarbeit für das Institut für Zeitgeschichte in München. Der Leo-Baeck-Preis wurde nach dem Tode des im Jahre 1956 verstorbenen Rabbiners Dr. Leo Baeck vom „Zentralrat der Juden in Deutschland" und der „Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland“ gestiftet. Er wird der Stiftungsurkunde gemäss in einer Höhe von DM 3.000,— ohne Rücksicht auf Bekenntnis oder Nationalität an förderungswürdige Forscher vergeben, die im Sinne Dr. Leo Baecks s A. wirken. URTEIL BLEIBT BESTEHEN München. — Einen Wiederaufnahmeantrag des zu lebenslangem Zuchthaus verurteilten 60 Jahre alten früheren SA - Haupts urmführers Georg Mott hat die Strafkammer beim Landge* ■rieht Hechingen als unbegründet zurückgewiesen. Als Leiter des Arbeitserziehungsllagers Reichenau bei Innsbruck war Mott im Februar 11958 vom Schwurgericht He- ■ chingen wegen vorsätzlicher Verleitung zum Mord und Beihilfe zum Mord verurteilt worden. Mott hatte in einer kalten Winternacht einen ^jährigen Jungen, der am Tag ■ darauf tot in der Badebaralcke des Lagers gefunden wurde mit kaltem Wasser abspritzen lassen. Beihilfe zum Mord hatte er geleistet, als in dem Lager ein jüdischer ( Fabrikant von einem Gestapobeamten erschossen wurde. (AWZ) { Eingänge der Einheitskampagnen i | Jerusalem. — Die Einnahmen der Einheitskampagnen in Europa waren im letzten 1 Jahr um 10—15 Prozent höher als im Jahre 1958, wie das Mitgl'ed der Jewish Agency Eliahu Dotkin auf einer der letzten Sitzungen der Exekutive mitteilte. Im laufenden Jahr erwartet man noch höhere Eingänge in den europäischen Ländern. 11 Itiii Slinm in Mini 1 ] MAPAI PO ALE ZION HITACHDUT DAS IST DIE LISTE DER PARTEI VON ¡ Ben Gurion DIE LISTE DES VOLKES FUER DAS VOLK TRAEGT DIE NUMMER MAPAI M Listenführer: Dr. TORIAS KAMENSZAIN EMILIO GUTKIN - MAXIMO LEVIN DIESE LISTE WIRD TRIUMPHIEREN WEIL ♦ MAPAI BEDEUTET ZIONISMUS, ALIJAH, JUGEND, KULTUR, ERZIEHUNG ♦ MAPAI BEDEUTET TRADITION DER IN¬ STITUTIONELLEN WUERDE ♦ MAPAI KAEMPFT FUER DIE DEMOKRATI¬ SIERUNG UNSERER GEMEINDE DEINE STIMME DER MAPAI bedeutet: vernünftig waehlen .'«ihlllilllllllHItlHilllltiHllHIimiHHtllllllimillHItlllHimilliHIUIIItlllltIttlUllllllliliÜllMMi