Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1769 (12.4.1960)
- Date
- 1960-04-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611432--0312-9611434- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Maries, 12 de Abril de 1960 LA SEMAHA ISRAELITA Añe XXL — Mo. 1761 Die Freiheit verteidigen (Schluss von Seite 1) jüdischen Lande ist (Jas Ergebnis enes Jahrtausende alten Kampfes. Gewiss haben nicht alle um die Realisic-urg dieses politischen, natio aien und gleicherenassen religiösen Zieles gebangt und gezittert, aber die jüdischen Massen haben von Geschlr Hit zu Geschlecht gebetet . Irá nächsten Jahr in Jerusalem”. Wie jedes Volk und jeder Mensch in der Freiheit ein Ideal oder Lebensziel sieht, so auch wir. Wer im Genuss der Freiheit ist, mag ihren Wert verkennen. Der Sklave sieht in der Freiheit die Krönung seines Lebens. Ein unfreies Volk erwacht im Kampf urn seine Unabhängigkeit. Deswegen war Pessach immer und zu allen Zeiten ein Mittel- und ein Höhepunkt im Ablauf des jüdischen Jahres. Deswegen ist kein Gedanke und keine Erinnerung im Judentum so •tark, so gegenwärtig zu allen Zeitläuften und in allen higt ist. Gewiss gibt es grosse Einzelpersönlichkeiten in der Galut, de*en Licht die Finsternis des Daseins durchbricht. Aber niemals kann es auf die Glanzleistungen einzelner allein ankommen, wenn vom Theben eines Volkes gesprochen wird. Keiner dieser Einzelnen vermochte die Lage seines Volkes zu ändernj so überragend auch sein Gedankengebäude gewesen ist. Maimonides, Ibn Gabirol, Jehuda Halevy und manche anderen hervorragenden Männer vermochten nichts daran zu ändern, dass die Massen, das Volk nicht nur in einem materiellen Elend dahinbrütete. Und selbst das „goldene Zeitalter” weist gewaltige Schatten auf, wenn wir hinter die Fassade blicken: Deklassierung, Verelendung, Zurücksetzung, Mangel an Entfaltungsmöglichkeiten, die nur einzelnen gegeben waren usw. Und vielleicht in keiner Generation des Diaspora- Judentums war der Willen und die Sehnsucht nach ei- F,pochen gewesen und gener Wieder - Volkwerdung, blieben wie das Gedenken f nach einer Rückkehr nach an jene Zeit, als ein Skia- Erez Jisrael, nach einer Neuvenhaufen zur Freiheit geführt wurde. In unserer Vorstellungswelt ist „Mizrajim” doch nicht nur Aegypten wo in grauen Vorzeiten unsere Vorfahren Frondienste leisten mussten, sondern unter Mizrajim verstehen wir jenes Land, in dem wir unterdrückt und versklavt, verfolgt und vertrieben werformierung der nationalen Volksexistenz so lebendig und so stark wie in dieser goldenen Zeit der Galut. Maimonides ging nach Israel, und Jehuda Halevys Zioniden sind der schönste und klassische Ausdruck der nie erloschenen Hoffnung auf Freiheit, auf nationale Erneuerung und auf den Wieden oder im historischen Abderaufbau des alten Heilauf unseres Volksdaseins als Juden misshandelt worden sind. Im täglichen Gebet, im Schrifttum und ih den Worten unserer grossen Lehrer, immer wieder begegnen wir der Befreiung aus Mizrajim, an die zu denken geradezu ein religiöses Gebot ist. Denn nur der freie Jude, nur der Jude in der jüdischen Umgebung, in seinem eigenen Lande kann jene Leistungen entwickeln, zu denen ein freier Mensch befä- Dr, FREY A b » jr ä d o PUETRRIiDOM *19* 1* taq. nachm. I#—IS Uh* matlandes. Aber nicht nur in dieser Generation lebte der im Pessachfeste gefeierte Gedanke der Freiheit. Es wäre sicherlich ein Fehler, wenn man sagen wollte, dass Pessach ein „zionistisches” Fesst sei. Der Zionismus ist vielmehr der politische Ausdruck einer in unserem Volk stets lebendigen religiösen Kraft und Erkenntnis, dass nur freie Männer — und Frauen — ein erfülltes und jüdisch-religiöses Leben führen können. Wenn wir heute in Israel einen „Kulturkampf” und heftige Auseinandersetzun- J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZEB DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 I REAL PEN] I; Füllhalter >¡ REPARATUREN |¡ CORRIENTES 569 T E. 49-5850 °plka REX DIPL. OPTIKER Sarmiento T. E. 35 - 735 \Ma.ttka. I (?kapaaux HUTSALON Ab April in Belgrano MOLDES 25 6 1 T. E, 73-9229 73-9155 Judith Schenkolewski KaltwaaHckawtan Schabbocdecken - Tallisbeutd . Käppchen Masrot-Taseben . Hand- und Mascbmeostickerei von Baa und Tischwäsche BEBEDERO KW T. E. 73-9156 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos aad onverbindltcfe beim Kauf oder Verkauf wo WOHNUNGE* HAEUSERR GESCHÄRFTER 571, 4. St. E. 46-4637 y »TM* T. gen über die Anerkennung und Durchsetzung religiöser Gebote haben, wenn die Orthodoxie mit ihren verschiedenen Schattierungen gegen die „nichtreligiösen” Gruppen polemisiert, so ist dies ein Ringen um erhalte und Formen, nicht aber um die Voraussetzungen der jüdischen Existenz. Hierin gibt es keine abweichenden Anschauungen. Der Jude, der in Israel lebt, erfüllt an sich und in sich schon das höchste religiöse Gebot. Zugleich ist er ein freier Mann, und nur dieser Jude kann die wirkliche, freie jüdische Gesellschaft, das schöpferische jüdische Volk formieren. — Auch wir waren Sklaven in Mizrajim. Es ist eine Aufforderung, ein Ruf an alle Juden zu jeder Zeit, sich so zu fühlen, als wären wir selbst in Aegypten gewesen. Die meisten jüdischen Geschlechter haben dieser Aufforderung nicht bedurft: sie waren wirklich in einem neuen Mizrajim, welchen Namen dieses auch getragen haben mag. Wir sind durch die tiefsten Niederungen der Sklavenexistenz geschritten; uns aber war es auch vergönnt, — und alle religiösen Menschen erblicken hierin eine Gnade, — die Erfüllung des alten Traumes von der Staatwerdung Israels zu erleben. Der ungeheure Kreis der Jahrtausende hat sich geschlossen. Von der Volkwerdung nach dem Ausz-uge aus Aegypten und der Zerstreuung in die weite Welt kamen wir zur Wiedergeburt unseres Staates im eigenen Lande. , Wir wollen hier keine Entscheidung darüber treffen, ob die Gnostiker, die Dialektiker, die Idealisten und Anhänger einer materialistischen Geschichtsauffassung im Recht sind, oder gar die Mystiker. Empfindungen und Gedanken des einzelnen mögen zu einer individuellen Entscheidung führen. “Aber selbst nüchterne Realpolitiker und sozialistische Denker haben, überwältigt von der Grösse des Geschehens, von einem Wunder bei der Wieder-Staatwerdung Israraels gesprochen und damit das Walten anderer als der sichtbaren oder „logischen” Kräfte angedeutet. Wer Israel schaut, wer den „neuen Juden” sieht, wer den Aufbau verfolgt und das atemraubende Tempo einer Entwicklung troz aller Schwierigkeiten der wirtschaftlichen, politischen, militärischen und vor allem inneren Probleme, die mit Kibbuz Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Resolution gegen Antisemitismus Rom, — Einstimmig nahm der italienische Senat eine Entschliessung gegen die antisemitischen Ausschreitungen in Rom und anderen Städten des Landes an. Die Regierung wurde aufgefordert, die geeigneten Massnahmen zur Verhütung solcher Vorkommnisse zu treffen und dass in Landes der Rassenhass „in den konkreten Formen, die er in der jüngsten Vergangenheit angenommen hat”, verurteilt wird. Gleichzeitig nahm der Senat ein Gesetz gegen den Völkermord an, das den Bestimmungen der internationalen Konvention über den Kampf gegen rassische und religiöse Verfolgungen entspricht. iAWZ) ten, hielt man ihnen entgegen, dass die Juden keine Bauern und Soldaten, sondern „nur” Intellektuelle und Kaufleute wären. Diesen Einwand erhoben selbst die Gutwilligen, die sich mit Recht auf die Erfahrungen einer langen Geschichte und die Tatsachen der damaligen Gegenwart beriefen. Und heute’ Man darf sagen, dass inzwischen die dafür zu sorgen, Entwicklung zu einer konallen Schulen des jträren Situation geführt hat. I Ohne die Intellektuellen oder Kaufleute gering einzuschätjzen, muss man festrfellen,! dass sich das neue Geschlecht jüdischer Bauern beim Aufbau des Landes besonders bewährt hat und den jKern des Staates und der ¡Gesellschaft bildet. Auf zwei Gebieten haben sich die Israelin! ausgezeichnet: als Bauern und als Soldaten. Die Verbindung des Juden mit seinem Boden schuf den Bauern und die grosse Aufgabe der Verteidigung der Freiheit den Soldaten Israels. Manche meinen, dass ein falscher Nationalismus Israel und „die Zionisten” beseelen würde. Sie irren Kein Mensch im neuen Staate huldigt einem billigen Militarismus. Aber jeder versteht, dass auch er dazu berufen ist, die so mühselig erkämpfte Freiheit zu schützen, die allein die Grundlage für die Entfaltung der nationalen und der religiösen Kräfte Galiot Zusammenhängen, mit der Sammlung der Zerstreuten, der wird auch dann verstehen, dass man von Wundern spricht, wenn nüchterne Betrachtungen und Ueberlegungen nach Klärung und Deutung suchen. Aus der Fülle des Lebens sei nur ein Beispiel erwähnt. Die Rückkehr des Volkes auf seinen Boden und die hiermit verbundene Schaffung völlig neuer Mensehentypen ist rationell kaum zu erklären. Die mit ungeheuren Mitteln versuchte Zurückführung von Juden zur Landarbeit ist in allen Galutländem gescheitert. In Israel aber arbeiten heute selbst solche Juden produktiv in der Landwirtschaft, die bisher nur in anderen Berufen tätig waren oder ein kümmerliches Dasein als „Luftexistenzen” führten. Aber nicht allein der Mensch kehrte in Israel zur Produktivität zurück, auch der Boden erwachte zu neuem Leben. Brachland und Wüsten blühen unter dem jüdischen Pflug auf, selbst dort, wo alte, im Ackerbau erfahrene Völker sich vergeblich bemühten. Als Herzl und seine Mitarbeiter die jüdische Renaissance anstrebla Semana Israelita Bisemanario: a parace k» Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda V eran twortlich: D*. H. Swarsensky Pueyrredón ¿190 l* izq T. ü 83-2613 Aoono-Preise. Argén timen. $ 60.— pro Quartal Amerikanische Finanzhilfe New York. — Transjordanien hat 4,1 Millionen DoL lar als siebte und letzte Rate der amerikanischen Finanzhilfe für das laufende Finanzjahr erhalten. (AWZ) kann. Gestern waren auch sie Knechte, heute sind sie freie Männer; sie wollen es auch morgen sein. Es mag ein Zufall der Geschichte sein, das« das Fest der Volkwerdung nur -wenige Tage in unserem Kalender vom neuen Feiertag der Staatwerdung getrennt ist. Jedenfalls besteht ein echter Zusammenhang. Das alte und das neue Fest der Freiheit bilden eine Einheit, unseres Volkes oildet, die al- [ sichtbar für alle Menschen, bin die Voraussetzung für! ein Ruf und eine Mahnung echte Menschlichkeit sein | NERVElfu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn HIV ADA VIA 26», V T. E. 46-7524 [Mont, Mittwoch, Freitag 17—1» Uhr. Tel. Anmeldung erbeten Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT Î fESTOMBA 2263 — 52-6214 j RAYOS X } PARADENTOSE j TELEF.! VORANMELDUNG I Restaurant »Paso" uw Paso 452 (al fondo) — T„ E. 87-9259;; Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der KehiUa MITTAGS- und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten TRADITIONELLE JÜDISCHE GERICHTE ince BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHBUNG SAEMTUCHEÄ Malerarbeiten CONDE 231« I. E. 7*7533 Dr. ALBERTO L COHEN ESPECIALISTA DE NIÑOS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicite hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 T. E. 87 13624 |Dr. BENJAMIN LIPNIZKY j ZAHNARZT 1 ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BEf HANDLUNG MIT GASBETAEUBONG - REGU- 1 LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG I Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend i nach vorheriger Vereinbarung. I JOSE HERNANDEZ 2518 t. E 76-8673 und 73-0500 Dr. L KLEIN Medico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen - Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: * \\ « ■ ¡Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—1» Uhr! iEs wird gebeten, ach vorher telefonisch ansumelden i: ¡¡SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542!; 1 Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogram«*** COTA 2141 T. E. 73 8762 «. 733817 Consultas: Montags bis Freitags: 15—16 Uh» Sonnabend: 14—26 Uar