Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1768 (8.4.1960)
- Date
- 1960-04-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611423--0303-9611425- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Tunis 2× ep/1048155
OCR text
Viernes, 8 de Abril de SEM Ano XXL — No. 176* Alles schon 'mal dagewesen (Schluss von Seite 1) 4tfachtei-tn verbunden sein ¿orte. Eine grosse Reihe von schwarzen Republiken hat im Laufe der letzten Jahre ihre politische Unabhängigkeit erkämpft und erhalten. Die. _z Prozess ist nicht aufzuhalten. Die meisten der bisherigen Kolonial- oder Schutunächte haben erkannt, dass man dieser Entwicklung vernünftigerweise Rechnung tragen muss, obwohl diese Erkenntnis mit grossen Opfern und Verlusten für die Engländer, die Franzosen und die Brlgicr verknüpft ist. Nur die weisse Herrenschicht in Südafrika beharrt auf ihrem Standpunkt, wahrscheinlich auch deswegen, weil sie den Zeitpunkt für eine friedliche Lösung bereits versäumt hat. Deswegen fehlt es unter der weissen Bevölkerung dort nicht an Stimmen, die einer völligen Resignation Raum geben und davon sprechen, dass die Abwanderung oder Flucht der Weissen die emsige Chance bedeutet, der ¿rohenden, furchtbaren und gewaltsamen Abrechnung aus dem Wege zu gehen. Dass auch die Nordamerikaner in ihrer Negerpolitik stets zurückweichen und die letzten Einschränkungen und Diskriminierungen.fallen lassen müssen, ist eine Tatsache, die man in Washington versteht. Es ist eine haltlose Situation, dass sich zwar ein Neger — der Rechtsanwalt Frank Beckwith aus Indiana — als erster Schwarzer in die Kandidatenliste zu den Prä sidentschaf tswahlen eintragen konnte, weil die Verfassung dies gestattet, dass er aber — einmal Präsident geworden, was wir hier einmal als möglich unterstellen wollen, — nicht in jeder Strassenbahn fahren, nicht in jedem Lokal essen und nicht in jedem Hotel woh- »en darf. Es ist also an der Zeit, dass die Demokratie par excellence, die Bastion Dr FREY Abogado PUEYKT.jBOH 219« 1* 2*q nachm. 79—18 Ob* VWWWWVVVVWW< REAL PEN Füllhalter REPARATUREN > Spezialgeschäft : CORRIENTES 589 S T E. 49-5850 J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 Y 3021 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos oud inverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHÄRFTEN MwhTidco 671, 4. K, T. E, 40-4937 y 70-7244 der Freiheit und das führende Land der westlichen Welt mit allen rassischen Restriktionen Schluss macht. Die Kirehe hat verstanden, dass sie nur dann in Afrika anerkannt bleiben j Jordanwasser wird, wenn sie sichtbar von | erblicken den rassischen Unterscheidungen und Zurücksetzungen abriiekt. Papst Johann XXIH., der in mancher Hinsicht bereits den Mut bewie- ' handlungen sen hat, neue Wege zu be schreiten und mit alten Vorurteilen aufzuräumen — auch den Juden gegenüber! — hat vor wenigen Wochen den ersten schwarzen Kardinal, einen afrikanischen Negerbischof, in den Kreis der höchsten kirchlichen Würdenträger aufgenommen. In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass Israel den grössten Wert darauf legt, mit den jungen afrikanischen Republiken die freundschaftlichsten Beziehungen zu unterhalten. Delegationen aus Afrika mit ihren schwarzen Repräsentanten gehören heute beinahe schon zum Stadtbild Jerusalems: sie sind in allen Teilen des Landes, vor allem in den Kibbuzim, gern gesehene, lernbegierige und sehr dankbare Gäste. Wir wissen, dass die südafrikanischen Juden nicht die Politik ihres Landes bestimmen oder gar machen. Aber wir sehen, dass sie sich immer noch mit den politischen Richtlinien ihrer Regierung identifizieren. Das werden die Schwarzen — einmal zum Macht gelangt — nicht vergessen... Es ist schon einmal dagewesen, dass die Juden die ersten Opfer einer Politik wurden, für die sie nicht verantwortlich waren. m. Araber debattieren Der Rat der Arabischen Liga hat in letzter Zeit wiederholt in Kairo getagt und sich wie immer mit der , .Palästina-Frage” beschäftigt. Das Ziel der Beratungen war die Herstellung einer ..gemeinsamen Verteidigung gegen neue Aggressionen durch Israel oder andere Mächte, die den Zionismus unterstützen.” — In dieser Diktion braucht man sich nicht darüber zu wundem, dass der Zionismus auch heute »och die Zielscheibe aller verbalen arabischen Angriffe ist. So wird allgemein von „zionistischen Schiffen” oder von „zionistischen Flugzeugen” im Rahmen der arabischen Greuelpropaganda gesprochen. Nach langen Beratungen gab der Rat eine Resolution bekannt, dass jede Intervention ausserhalb der Vereinten Nationen als eine Einmischung in die Angelegenheiten des Mittleren Ostens betrachtet werde, und dass man in der von Israel beabsichtigten Umleitung der einen Angriff müsse. Zu weiteren Fragen äusserte sich die Resolution nicht. Alle Beobachter erblicken in diesem Abschluss der Verder Liga einen 1 „Ausgang ohne Ergebnis”. Die Erklärung enthält auch nicht einen einzigen Gesichtspunkt, der nicht schon seit langem bekannt gewesen wäre. Man muss im Gegenteil darauf sehliessen, dass alle Bemühungen, vor allem Nassers, die arabischen Forderungen in der Palästina-Frage endlich zu konkretisieren, am Widerstand seiner Gegner und der allgemeinen Uneinigkeit der arabischen Staaten untereinander gescheitert sind. Mit keinem Wort ist mehr von der Wiederherstellung der „palästinensischen Einheit” die Rede. Die von Nasser propa- ' gierte Aufstellung einer Palästina-Armee wird überhaupt nicht erwähnt. Man hatte vermutet, dass sich die Liga auch zum Problem der Drei-Mächte-Garantie äussern -würde, die in den letzten Wochen im Zusammenhang mit den Besprechungen wieder aktuell wurde, die von Ben Gurion mit Eisenhower, Herter und MacMiüan geführt wurden. Wie erinnerlich hatten, die drei westlichen Grossmächte, Nordamerika, Großbritannien und Frankreich, die feierliche Garantie der bestehenden Grenzen Israels übernommen. Die Araber spielten mit dem Argument, dass Israel selbst das Drei- Mächte - Abkommen durch den Sinaikrieg verletzt habe; mit der ihnen eigenen Lcgik schlossen die Araber aus dieser, durch nichts bewiesenen Behauptung, dass diese Garantie hinfällig gewor- IsraeKsches Petroleum Tel Aviv. — Mit Erdölbohrungen beschäftigte Fachleute teilten mit. dass im südlichen Teil der Petroleumfelder von Cheletz ein weiterer Brunnen festgestellt werden konnte. Die Beamten erklärten, das Vorkommen erstrecke sich sowohl nach Norden wie nach Süden. Wie man glaubt, wird es nicht nötig sein, mit Pumpen zu arbeiten, weil das Erdöl genügend Gas besitzt, um an die Oberfläche zu sprudeln. Heute produziert Israel jährlich 1.000 Tonnen Rohöl aus 23 Brunnen. (ITA) Dr. B. Schwarcz ZAHNARZT f ESTOMBA 2283 — 52 8214? RAYOS X { PARÆ DENTOSE i TFT.ff j VORANMELDUNG i den sei. Sie wollten die Westmächte überzeugen, dass der Zeitpunkt zu einer für die Araber günstigen, neuen Grenzregeiung gekommen s:i. Aber auch in der vorliegenden Form stellt diese Resolution einen albernen Bluff dar. Denn in Wirklichkeit fand nur eine Eröffnungssitzung statt, bei der es sein Bewenden hatte. Die zweite Sitzung wurde nach einer anfänglichen Verlegung von Tag zu Trg schliesslich auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben. Wichtige Mitglieder des Rates wie der marokkanische Minister, mit dessen Erscheinen eine lebhafte Propaganda über die Einigkeit der arabischen Welt betrieb en worden war, hatten Kairo längst verlassen, aäs man sich in privaten Besprechungen bemühte, die aufgetretenen Differenzen zu Überbrückern In diesem Zusammenhang schrieb der Berichterstatter der Neuen Zürcher Zeitung, die sich stets um eine objektive Darstellung bemüht, dass men sieh vergeblich um eine Formel bemühte, die „das sehr gebrechlich gewordene Ligagebäude vor dem Einsturz retten und die Fiktion einer NERVENu. GEMUETS- | KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuh» RIVADAVIA 2625, V | T. E. 48-7524 f Jwfant„ Mittwoch, Freitag | t 17—19 Uhr. Tel Anmel- T I düng erbeten | arabischen Einmütigkeit in der Palästinafrage wenigstens äusserlici» aufrechterhalten kö n nte... “ Bekanntlich hatten der Irak und Tunis trotz dringender Mahnungen die Einladung abgeschlagen und damit sofort zu erkennen gegeben, dass sie selbst in dieser Frage, in der sich die Araber bisher immer noch auf einen Generalnenner gegen Israel verständigen konnten, zu einer Zusammenarbeit mit Nasser nicht bereit seien. Dieses Mal begnügte sich der Irak aber nicht damit, ohne weitere Begründung der Tagung der Liga fernzubleiben, sondern liess am Eröifi nungstage der Sitzungen 1 durch den Rundfunk Bagdad erklären, die „Liga seiein serviles Instrument in den Händen Nassers“. Der Generalsekretär der L;ga wurde als „ein williges Executivorgan der ägyptischen Machthaber“ bezeichnet... Bei dem augenblicklichen Stand der Dinge scheidet die; Arabische Liga, die schon so oft totgesagt worden ist, als ein ernster politischer Faktor aus. Da aber auch diejenigen arabischen Länder, die in einem klaren Gegensatz zu Nasser stehen wie Tunis, Irak und Transjordanren, und diejenigen, die j sich stets von der Politik j Nassers zu distanzieren suchen, wie Marokko, Saudi Arahien und auch der Libanon in einer ablehnenden la remana Israelita Biaemanano: iparace mm Martes y Vienes Editado por Estrellas Editorial Ltda Verán twcrthch: Di. H. Swarsenaky Pueyrredón ¿ISO H izo T E 83.2613 A Dono- Freís». Argentinien. $ 60.— pro Quartal und schroffen Haltung gegen Israel verharren. Die Dt die Situation des jüd.schen Staates weiterhin mit geringen Varianten die gie.che, die sie bisher in ihrem Verhältnis zur arabischen Welt war. Die Beziehungen Israels zu seinen arabischen Nachbarn bilden auch weiterhin das Kernproblem der israelischen Politik. Ob Aussichten bestehen, in absehbarer Zeit — vielleicht durch die Besprechungen auf der Gipfelkonferenz oder durch andere Querverbindungen — zu einer zufriedenstellenden Lösung zu gelangen erscheint zweifelhaft. Hier liegt die grosse Unbekannte der Zukunft Israels, das sich rüstet. im Zeichen innerer Erstarkung den 12. Jahrestag seiner Unabhängigkeit zu begehen. Dr. DARIO COHEN CIRUGIA — SEÑORAS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicitar hora VARICES —.ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY 1 SARMIENTO 3116? T. E. 87 1362 M&ïtka (ZkapecLtix. HUTSALON Ab April in Belgrano MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 Judith Schenkolewski tttllUWÜTlMWiM Schabbosdecken - TkRis-1; beutei . Käppchen Masacrt-Tascbec - Handand Maschinenstickerei von Bett, and Tischwäsche BEBEDERO 254» T. K. 73-8155 BERNARDO STERN und JUAN JTÍLIUSBURG ÄUSFUEHRUNG SAEMTUCHEB Ma! a | CONDE 2318 erarbeiten - E. 76 7533] BOMBO NERI A ELCA | PAMPA 2857 j TäsL frisch sus eig. Herathallung 1 bombones i xtmi andere Sperialitäten }•*** verbeaeerler t Qualität Es wird ins Bans geliefert- Rafe» Si* as: T. E. 73-3483] Inhaber»: AUGUSTA X. de SCHREINER Confitería NIZA Conde 2020 70.0286 Servidos de lunch de categoría. Dr. BENJAMIN LIPNIZKY { ZAHNARZT! ROEHTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BEt HANDLUNG MH GASBETAEUBUNG - REGU- | LEERUNG DER ZAHNSTELLUNG? Sprechstunden- Dienstag — Donnerstag — Sonnabend * nach vorheriger Vereinbarung. I JOSE HERN ANDEZ 2518 T- E «673 und 73-osoo Dr. L KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: 2 Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 ührj | »Es wird gebeten, sch vorher telefonisch anzumelden A FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542 tkWdáá*»********k*dd»A**khhkA*»*»*****A« Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Durchleuchtung — Electrocardiogramas» CUBA Z141 T. E. 73-8762 u. 73-6817 Consultas: Montags bis Freitags: 15—19 Uhr Sonnabend: 14—18 Unr -i í