Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1768 (8.4.1960)
- Date
- 1960-04-08
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
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Rückblick auf letzte Krise von ELIAHU SALPETER /a JesnoKó, j&taeâéa BUENOS AIRES, VIERNES 8 DE ABRIL DE 1960 Israel Aumenta la Exportación Chicago. — Un plan que encara el incremento de las exportaciones de Israel en un 100 por ciento en loe próximos 4 años íué expuesto por Pinjas Sapir, en una conferecida dada ante un grupo de ingenieros, científicos e industriales de todos los EE.UU. Habló en la sesión de apertura de la conferencia nacional de pía* neamienlo de la sociedad Technión. Sapir reveló que el programa de 4 años elaborado por su gobierno requiere la duplicación de las actuales exporlacioO.es israelíes, que valen actualmente 175 millones dólares anuales. El número de obreros industriales en Israel sería aumentado en un 25 pro ciento, destacando que la fuerza obrera israelí "debe producir más por lo que gama y la dirección debe hallar nuevos métodos para reducir los costos para que los productos israelíes puedan competir e'n el mercado mundial. Asimismo instó por mayores inversiones americares de capitales en Israel, para expandir la industria.. "Daremos toda la ayuda posible y aliento a aquellos que quieren promover nuestras empresas productivas a crear nuevas industrias", dijo. HERBERT FRANKENSTEIN Israel steigert die Ausfuhr Chikago. — Ein Plan, der die Steigerung von Israels Ausfuhr um 100 Prozent in den nächsten vier Jahren vorsieht, wurde von Pinchas Sapir auf einer Konferenz vor Ingenieuren, Wissenschaftlern und Industriellen aus allen Teilen der Vereinigten Staaten auseinandergesetzt. Sapir sprach auf der Eröffnungssitzung der Nationalkonferenz für die Entwerfung von Plänen der Gesellschaft der Freunde des Technions. Sapir enthüllte, dass das Vier-Jahres-Programm, welches von seiner Regierung ausgearbeitet wurde, die Verdoppelung der gegenwärtigen israelischen Exporte erfordert, die sich heute auf 175 Millionen Dollar jährlich belaufen. Die Zahl der Industriearbeiter in Israel soll um 25 Prozent vermehrt werden, wobei er hervorhob, dass die israelische Arbeiterschaft „mehr produzieren muss für das, was sie verdient, und die Leitung neue Methoden zur Verringerung der Kosten finden muss, damit die israelischen Erzeugnisse auf dm Weltmarkt konkurrenzfähig sind.” Gleichzeitig ersuchte Sapir um grössere amerikanische Investitionen von Kapitalien in Israel, um die Industrie zu erweitern. „Wir werden denen jede mir mögliche Unterstützung und Ermunterung zuteil werden lassen, die unsere produktiven Unternehmen fördern wollen, um neue Industrien zu gründen” schloss er. HERBERT FRANKENSTEIN Jetzt, da die letzte Mittelost-Krise abgeklungen ist, beginnen sich die Beobachter zu fragen, was eigentlich geschehen ist und warum. Unzweifelhaft handelt cs es sich um eine der ungewöhnlichsten von «en häufigen Konvulsionen, von denen dieses Gebiet hin und wieder ergriffen wird. Jedenfalls stellte sich wie stets die Frage, fn wie weit es sich um einen vorbereiteten Plan oder um eine schneeballartige Entwicklung handelte für die niemand eine exakte Erklärung geben kann. Im Hintergrund eines jeden arabisch - israelischen Zwischenfalls steht, wie man getrost behaupten kann, der im Jahre 1948 von den Arabern unternommene Versuch, einen Krieg gegen Israel zu entfesseln, um die Staatsgründung zu verhindern. Den näher liegenden Grund jedoch lieferte in diesem Falle die gespannte Lage nach der Beschlagnah- I. Das Königreich von Ava Das Königreich von Ava hörte infolge des dritten anglo-birmanischen Krieges am 1. Januar 1866 auf zu bestehen. Birma wurde zu einem Teil des britisch-indischen Imperiums erklärt. Die Annexion von Ava wurde als eine Schutzmassnahme gegen Frankreich gerechtfertigt. Die Stellung des chinesischen Reiches war damals im Rahmen der internationalen Politik sehr prekär. Die Japaner waren dabei, Korea zu überrumpeln. Russland festigte seine Position im Norden am Amur. Die Regierung Britisch-Indiens war im Begriff Sikkim zu nehmen, zugleich übte sie einen Druck auf die Regierung von Tibet in Lhasa aus, Handelsbeziehungen mit Indien zu gestatten. Man bemühte sich, dass ein britischer Regent in Lhasa aufgenommen werde. Dennoch war die britische Position nicht gesichert. Man verhandelte mit me der Frachter „Inge Toft” und „Astypalea” im Suezkanal, die beide israelische 'Ladungen mitführten, sowie die Zusammenstösse im Niemandsland an der syrischen Grenze. Die Uebergriffe im Suezkanal bestärkten Israels Gefühl, dass Nasser sich anschicke, einen aggressiveren Kurs einzuschlagen, und dies mag auch die Erklärung dafür sein, warum israelische Truppen in der entmilitarisierten Zone das verlassene Dorf Twafik zerstörten, das von den Syrern unrechtmässig als befestigte Position benutzt wurde. — Gleich hiernach kündigte Nasser öffentlich an, er habe Truppen nach Sinai und an die israelische Grenze beordert, an der die syrische Armee bereits früher Aufstellung genommen hatte. Anfänglich neigte Israel zu dem Glauben, die Ankündigung Kairos sei für den inden Russen über die Grenzziehung, um „die äusserste Bastion der Verteidigung Indiens” in Westpakistan zu schützen. Regierung und Volk Englands glaubten, sich am Rande eines Krieges zu befinden. — Dieser Bericht über die Lage in und um Indien anno 1866 dürfte die Verworrenheit der Lage in diesem Weltteil zur Genüge illustrieren. Die Situation ist heute zwar anders, aber nicht klarer. Einige der früheren Partner sind ausgeschieden, andere sind an ihre Stelle getreten. Vor allem ist China zu neuer Stärke emporgewachsen und bedroht nicht allein Indien und Burma, sondern alle, fernöstlichen Länder. Die Kriegsgefahr ist nicht geringer geworden. Nur darf man heute nicht damit rechnen, dass die Auseinandersetzungen auf den Fernen Osten begrenzt bleiben. — Eine Verschärfung erfährt die allgemeine Situation dadurch, dass in unserer Geternen Konsum bestimmt, und Ben Gurion selbst äusserte in einem der londoner Sunday-Times gewährten Interview, dass die ägyptischen Konzentrationen nur Bluff seien. Doch bald änderte Israel seine Ansicht und schlug Alarm. Niemand weiss, woher dieser Umschwung kam. Israelische Kreise betonten, die von der Sinai-Halbinsel eingelaufenen Berichte hätten eine ungewöhnlich starke Zusammenziehung von Truppen gemeldet. Da griff Israel in Verteidigung seiner Slcnerheit zu Gegenmassnahmen, die ebenso wie die ägyptischen Truppen - Bewegungen zur Kenntnis der Oeffentliehkeit gebracht wurden. Es schien, dass beide Seiten entschlossen waren, ohne zu feuern möglichst viel Lärm mit ihren Waffen zu schlagen. Die unsinnigsten Erklärungen | genwart alle politischen I Spannungen im Zeichen des grossen Ost-West-Konfliktes stehen. Dennoch wäre es völlig irrtümlich, von festgefrorenen Grenzen zu sprechen, jedenfalls in dieser windigen Ecke des Zeitgeschehens. Bisher standen sich in diesen weiten Gebieten Amerika sekundiert von J Grossbritannien, und die Sowjetunion gegenüber, die mit der tatkräftigen Unterstützung Rotchinas rechnen durften. Bereits jetzt sind aber die Chinesen in I Peking an die Stelle Moskaus getreten und sind der Gegner Nr. 1 geworden, mit dem sich der Westen auseinanderzusetzen hat. Man dürfte heute mit vollem Recht bereits sagen, dass hier China von den Russen sekundiert wird, und nicht mehr umgekehrt. Ob China heute schon zu einer Gefahr für die sowjetischen Positionen geworden ist, vermag wohl niemand mit Sicherheit zu behaupten. Dass aber diese Frage überhaupt gestellt werden kann, beweist zur Genüge die gewaltige Wandlung der letzten Jahre. Hieran vermag auch die „nationalchinesische” Position in Formosa nichts zu ändern. Durch eine Verfassungsänderung wurde die Wiederwahl des Generalissimus Tschiang Kai-Tscheck noch einmal ermöglicht. Man darf wohl damit rechnen, dass dieses „Wahlmanöver” zugleich der Schwanengesang des Generalissimus sein wird, dessen Marionetten-Regierung nur von Washingtons Gnaden lebt. Auch das wäre für die internationale Politik reichlich uninteressant, wenn nicht das Nationale China völkerrechtlich anerkannt wäre wollten wissen, dass Nasser in den Irak .einzumarschieren plane und die Aufmerksamkeit abzulenken bestrebt war, andere verstiegen sich zu der lächerlichen Vermutung, Ben Gurion beabsichtige, die Unzufriedenheit über die letzte Erhöhung der Steuern in andere Kanäle zu lenken. Inzwischen sind die Beobachter zu dem Schluss gekommen, dass Israel angesichts der wachsenden ägyptischen Aggressivität durch die Zerstörung von Twafik den Beweis für seine Entschlossenheit liefern wollte, um jeden Preis sein Territorium zu verteidigen. Ferner stelle diese Aktion eine Warnung an die Araber dar, dass die Israelis keine Störung ihrer Pläne zur Ausnutzung des Jordan-Flusses für Bewässerungs - Zwecke, wie die Araber gedroht hatten, zu dulden gewillt sind. Leider gab der Zwischenlall bei Twafik Anlass zu einem der unfreundlichsten UN-Berichte, der praktisch die ganze Schuld Israel zuschob. Eine ernstere Konsequenz der Ereignisse stellt jedoch die Tatsache dar, dass es Aegypten gelungen ist, durch .die Truppen - Konzentration in Sinai und im Gaza-Streifen einige der günstigen Resultate des Sinai-Feldzuges zunichte zu machen, denn jetzt ist Nasser wieder einmal in der Lage, Israel vom Süden her zu bedrohen und als störender Faktor in diesem Gebiet auf zu treten. und seinen Sitz in den UN hat, während die Regierung des Roten Chinas sich trotz der entschiedenen russischen Haltung bisher nicht durchsetzen konnte. Die Aufnahme Rotchinas ist bis zum heutiegn Tage mit absolutem Erfolg von den USA verhindert worden. Allgemein wird angenommen, dass diese Frage ein Hauptthema der bevorstehenden Gipfelkonferenz sein wird. Wie man hört, sollen sich die Amerikaner zur Anerkennung Rotchinas bereit finden und diese „Konzession” als einen grossen Trumpf zum Beweis ihrer Verständigungs - Bereitschaft mit dem Osten bereit halten. In machtpolitischer Hinsicht würde allerdings durch die Anerkennung Rotchinas und dessen Aufnahme in die Vereinten Nationen lediglich ein bereits bestehender Zustand legalisiert werden. An den tatsächlichen, äussert verworrenen Verhältnissen wäre hierdurch nichts geändert. II. Die Rassenirage Zu wiederholten Malen wurde im 'Laufe der Jahre auf die Frage der Gleichberechtigung und Emanzipation der Neger hingewiesen. Die aktuelle Rassenfrage trifft uns als Juden nicht nur deshalb, weil, wir selbst Opfer der Rassenirage geworden waren und unsere eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet machen mussten. Der Zusammenstoß der Rassen, vor allem jn Südafrika, berührt zumindest dort auch die Positionen der Juden, die sich in den letzten Jahren eindeutig auf den Standpunkt der regierenden Weissen gestellt haben. Bei verschiedenen Gelegenheiten wurde der hier immer wieder geiiusserten Auffassung entgegengehalten, dass wir aus der Entfernung diese Probleme überspitzt und deswegen nicht richtig sehen und nicht korrekt zu beurteilen vermögen. Auch in Besprechungen mit Reisenden aus dem afrikanischen Kontinent, insbesondere aus Südafrika, wurde uns stets entgegen gehalten, dass von einer Gefahr für die Juden nicht gesprochen werden könne. Es gibt mitunter für einen Politiker oder Journalisten nichts Schlimmeres, als Recht zu behalten. Leider deuten die letzten Vorgänge mit allem Nachdruck darauf hin, das für eine pessimistische Einschätzung der südafrikanischen Zukunft aller Anlass gegeben sein dürfte. Die Vorgänge sind bekannt. Tn den UN haben die zuständigen Instanzen der südafrikanischen Regierung nahegelegt, ihre gegen di« überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gerichteten Massnahmen zu ändern. Die Beteuerungen der Regierung, nicht die „Mörder sondern die Ermordeten” seien an den Vorgängen schuld, wirken wenig überzeugned. Für rassische Diskriminierung in irgendeiner Form ist in unserer Zeit kaum Raum. Ueberall, wo für die Gleichberechtigung der Rassen gekämpft wird, ist unsere Front. Denn wir müssen die moralische Kraft aufbringen, auch dann für. unsere Ideen und für unser jüdisches Gedankengut einzutreten, wenn dies mitunter mit gewissen (Schluss auf Seite 2) Die Freiheit der Schiffahrt Genf. — Die Frage der Freiheit der Schiffahrt, an der Israel wegen ihrer Rückwirkung auf die ungehinderte Durchfahrt durch den Golf von Akaba interessiert ist, war Gegenstand einer hitzigen Debatte. Die Araber hatten darauf bestanden, dass die „Territorialgewässer” sich auf 12 Meilen erstrecken müssten. Dies hätte die VAR und Saudi Arabien, deren Gebiet bis an den Golf von Akaba reicht, instand gesetzt, Israel die Durchfahrt durch dieses Gewässer zu verwehren. - In der letzten Sitzung hat nun der Chef der israelischen Delegation, Gideon Rafael, die traditionelle israelische Forderung wiederholt, dass die Hoheitsgrenze sechs Meilen nicht überschreiten dürfe. Was die Fij .schereirechte angeht, so würde die isralische Regiei rung eine Ausdehnung der Grenze um weitere sechs Meilen akzeptieren, falls die entsprechenden Sicherheiten gegeben werden, dass „hierdurch die existierenden Rechte nicht geschmälert werden. (ITA) Enthüllungen über eine Reise Jerusalem. — Offiziell wurde bestätigt, dass Ben Gurion ersucht hat, von Krutschew in Moskau empfan zu werden. Krutschew hatte den Journalisten vor seiner Abreise aus der französischen Hauptstadt erklärt, Ben Gurion habe um keine Unterredung gebeten. Als die israelischen Kreise von dieser Aeusserung erfuhren, zeigten sie sich höchst überrascht. Nunmehr hat Finanzminister Levi Eshkol, der Ben Gurion während seiner Ferien in der Knesset vertritt, den Fall aufgeklärt. Ben Gurion, so teilte Eshkol mit, habe den „formellen Antrag” gestellt, Moskau besuchen zu können. Dies sei vor ungefähr vier Monaten anlässlich einer Unterhaltung mit dem sowjetischen Botschafter, Michael Bodrow, in Jerusalem geschehen, dem der israelische Ministerpräsident nahelegte, er sei bereit, mit Krutschew zu einer Zeit zusammenzutreffen, die dem russischen Premierminister genehm sei. Als Ben Gurion von seiner Reise nach Washington und 'London zurückgekehrt sei, so fuhi* der Finanzminister fort, habe Bodrow ihn informiert, dass er noch keine Antwort auf Ben Gurions Vorschlag erhalten habe. Bodrow wird in Kürze nach Moskau fahren, wo er die Angelegenheit zu klären plant. (ITA) wurden damals laut. Einige _* WIE ICH ES SEHE , ...- ...-- Alles schon fmal dagewesen . von JEHUDA GOTTHEIMER M..V