Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1767 (5.4.1960)
- Date
- 1960-04-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611414--0299-9611421- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Maries, 5 d« Abril de I960 w. Ano XXI. — No. 1767 — 7 mT5rm DIE EREIGNISSE DER WOCHE Institut iür Kulturaustausch Der israelische Botschafter, Dr. Arie Levavi, veranstaltete im Sitz der Botschaft einen Cocktail, zu dem sich die Mitglieder des Ausschusses des Instituts für argentinisch-israelischen Kulturaustausch einfanden, an dessen Spitze Dr. José Peco steht. Dr. Levavi begrüsste die Gäste und verwies auf die von diesem Institut verwirklichte Arbeit und seine zukünftigen Aufgaben. Er dankte Dr. Peco herzlich für seine Tätigkeit als Präsident des Instituts. Als eines der wichtigsten Ereignisse des verflossenen Jahres bezeichnte er den Zusammenschluss des Instituts mit dem Ausschuss für argentinischisraelischen Kulturaustausch, durch den neue Mitarbeiter herangezogen werden konnten. wie z. B. Dr. Moises Goldman als Mitpräsident, Dr. Natalio Edelmann, Vizepräsident, und Ing. Luis Landmann als Sekretär. Hierauf ergriff Dr. José Peco das Wort, der eingangs des kürzlichen Ablebens von Dr. Gad Frumkin gedachte, welcher in Jerusalem an der Spitze des Zentralinstituts für kulturell« Beziehungen zwischen Israel und Lateinamerika gestanden hat. Im Andenken an den Verstorbenen erhoben sich die Anwesenden und bewahrten eine Minute Schweigen. Anschliessend gab Dr. Peco eine Uebersicht über die vom Institut im Jahre 1959 geleistete Arbeit. Er erwähnte die unter Mitarbeit der Facultad de Filosofía y Letras veranstalte en Vorlesungen, das Programm israelischer Musik, das während des vergangenen Jahres von Radio Nacional übertragen wurde, und erinnerte schliesslich an die Reise des Vizepräsidenten der Universität, Dr. Florencio Escardó, nach Israel. Dr. Peco umriss die Arbeitspläne für das laufende Jahr, zu denen in erster Reihe die Erweiterung der Räume des Instituts in der Paraguay 1535 gehört. Im weiteren gao Dr. Peco eine gedrängte Uebersicht über die einzelnen Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Argentinien und Israel auf kulturellem Gebiet. Nach seinem Bericht unterbreiteten die Herren Dr. Eduardo Busso und Dr. Albizzali, der Schriftsteller Nalé Roxlo und Dr. Samuel Tarnopolsky dem leitenden Vorstand des Instituts verschiedene Initiativen, die den betreffenden Kommissionen zur Prüfung unterbreitet werden sollen. Einladung nach Israel Prof. Rolando C arcía, dei Dekan der Fakultät für Exakte Wissenschaften der Universität Buenos Aires und Vizepräsident des Nationalrates für Atomforschung, akzeptierte die Einladung zur Teilnahme am Internationalen Wissenschaftlichen Kongress, dem im kommenden August vom Wissenschaftlichen "Weizmann - Institut in Rechowot veranstaltet wird. Zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten haben ihre Teilnahme schon zugesagt. Auf diesem Kongress wird die Rolle der Wissenschaft im Aufbauwerk junger Nationen behandelt werden. Reportage über die j Kultur Israels Am vergangenen Sonntag hielt Frau Tamar Shoham- I Sharon, die israelische Delegierte zur gegenwärtig in Buenos Aires tagenden UN- Konferenz der Frau, eine Ruudfunkansprache im Rahmen der Sendung „Una Empresa del Espíritu ’, der wöchentlichen Reportage über die Kultur Israels, die vom Institut für argentinisch-israelischen Kulturaustausch über Radio Municipal jeden Sonntag um 11 Uhr 45 übertragen wird. Nunmehr wird jeden Montag und Donnerstag um 20 Uhr über L. S. 6, Radio del Pueblo, hebräischer Unterricht für Anfänger erteilt, den Prof. Salomon Helfgot leitet. Diese Sendung wurde liebenswürdigerweise von Herrn Manuel Levin ermöglicht und steht unter dem gemeinsamen Protektorat des Instituts für Kulturaustausch und der Histadrut Iwrit. Aus der Arbeit der Kehilla Die Grundsteinlegung für den Neubau des Lehrerseminars der Kehilla wurde wegen des plözliehen Hinschei- | dens des früheren Präsiden- I ten der Kehilla und Präsi-! denten der DAIA, Herrn Dr. Abraham Mibashan s. A., 'auf Sonntag, den 10. ds. Mts. verschoben. Die Leitung der Kehilla hat den Vorschlag, Herrn Rabbiner Dr. Jakob Fink, den jetzigen Oberrabbiner von Rio de Janeiro, als Oberrabbiner der Kehilla zu bestätigen, mit grosser Stimmenmehrheit angenommen. Rabbiner Dr. Fink war früher zusammen mit Herrn Rabbiner Dr. German Hakoben Klein s. A. Rabbiner in Buenos Aires und Mitglied des Rabbinergerichts der aschkenasischen Kehilla. Er hatte seinerzeit zusammen mit Herrn Rabbiner Dr. Klein aufgrund von Unstimmigkeiten mit der damaligen Leitung der Kehilla sein Amt niedergelegt. Rabbiner Dr. Fink ist den zentraleuropäischen Juden kein Unbekannter. und seine Wahl zum zukünftigen Oberrabbiner der Kehilla ist allgemein zu begriissen. Die Kehilla hat sich ebenfalls an den Beratungen zur Rettung und Sanierung der Jüdischen Bank beteiligt und hofft, dass die Bank weiterhin arbeiten kann. Die Kehilla olant, anlässllich des hundertjährigen 1 Fesy-hens unserer Gemeinschaft in Argentinien eine Wir nehmen Anteil an der Trauer der Familie und der jüdischen Gemeinschaft über den unersetzlichen Verlust von Herrn Dr. Abraham Mibashan einer unserer hervorragendsten Persönlichkeiten. HENRY LEVY, Direktor des JOINT für Südamerika. Ehrenkommission des JOINT: JACOBO MURMIS SIMON MIRELMAN Ing. ALBERTO KLEIN ■S* des Präsidenten MIBASHAN Das plötzliche Ableben DAIA, des Herrn Dr. ABRAHAM hat uns in grosse Trauer versetzt. Wir sprechen der Familie unser innigstes Beileid aus. Mit seltener Aufopferung hat der Verewigte sich jederzeit jüdischer Aufbauarbeit gewidmet, was ihm ein ehrendes Andenken sichert. ASOCIACION RELIGIOSA CONCORDIA ISRAELITA _ Moldes 2449 Das Comité für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Israel schliesst sich der tiefen Trauer an, die der jüdischargentinische Jischuw angesichts des Hinscheidens des bedeutenden Führers unserer Kollektivität und grossen Freundes der Bonds-Aktion Dr. Abraham Mibashan empfindet und wünscht seiner Familie, dass sie in ihrem Schmerz Trost im Gederken an den teuren Toten finden möge. Die zentraleuropäische Wizo CENTRO JUANA rLEPETAR beklagt von ganzem Herzen das plötzliche Ableben ihres lieben Chawers Dr. ABRAHAM MIBASHAN und drückt seiner Frau und reinen Kindern ihr herzliches Beileid aus. Herr León Dulzin, der Delegierte der Kampagne, spricht zu den Pressevertretern IL ft I f * A ./ ' i.- allgemeine Zählung durchzuführen; die Vorarbeiten hierzu sind bereits in vollem Gange. Es soll auch in Bälde ein Kongress der jüdischen Kehillot in Argentinien abgehalten werden. Von besonderer Bedeutung ist die Besetzung des Amtes eines Oberrabbiners der Kehilla, da diese jahrelang ohne Oberrabbiner und ohne Leiter eines jüdischen Schiedsgerichts war. Der Generalsekretär der Kehilla ist gerade aus Rio de Janeiro zurückgekehrt und will nun alles Notwendige regeln. Dr. Fink erfreut sich grösster Beliebtheit in seinem jetzigen Wirkungskreis, aus dem man ihn nicht scheiden lassen will; er ist dreizehn Jahre in Buenos Aires tätig gewesen und hat einen vorläufigen Vertrag mit -inserer Kehilla abgeschlossen. Herr Rabbiner Fink ist inzwischen bereits in Buenos Aires eingetroffen. Beileid Ben Zwis Jerusalem. — Staatspräsident Jizchak ben Zwi sandte folgendes Kabel: „Ich bitte, der Familie Mibashan und der jüdischen Gemeinschaft Argentiniens anlässlich des Hinscheidens von Dr. Abraham Mibashan mein aufrichtiges Beileid zu übermitteln.” (ITA) Delegation aus Senegal Tel Aviv. — Eine siebenköpfige S tudien kommiss i on aus Senegal hielt sich zehn Tage lang in Israel auf, um Entwicklungsprojekte au besichtigen und die Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Israel und Senegal zu erörtern. (AWZ) Deutsch, jüdisches Treffen München. — Vos? kurzem trafen sich in München- Gladbach deutsche Studenten und Vertreter deutscher Jugendgruppen mit jüdischen Angehörigen der britischen Streitkräfte in Deutschland zu einer zwanglosen Aussprache über gemeinsam interessierende Problem. —■ (AWZ) Problem« der Auslandspolen London. — Eine Studienkommission für die Probleme der Auslandspolen wurde von dem Comité für zeitgenössische Kultur der Polnischen Akademie der Wissenschaften ins Leben gerufen, wie Radio Warschau mitteilte. Historiker, Soziologe**. Geographen, Linguisten und „andere Wissenschaftler” ge. hören ihr an. (WJA) ij ..„.mnmnniimmnntitnmimmminitnnnnitnumtnmmnnnnniiti^ | Grossartige Fortschritte | in derEntwicklung Israels | Die Antwort der Juden in aller Welt: Ein würdiger ] Beitrag zur EIIIIIEITSUliriCIIE J. W. I <Miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitmiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii|||||||||||||||||||||||||||||||||||||~ 308428587906