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Jüdische Wochenschau · 1960-04-05 · 1767 (5.4.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1767 (5.4.1960)
Date
1960-04-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Bemerkungen zu einer Reise .J? (Fortsetzung von Seite 1) «’sch und verstieg sich daiji 3en Gurion eiceiyitxiegsver jrechei zu neunen. Nassers Verbitterung nahm zu, a.; er beobachten musste, cu 55 diese Attacken wirkungslos verpuffen. Ben Gurions Reise war — wenigstens nach aussen sichtbar für die ganze Welt — ein grosser |>ersönlicher Erfolg Ben Gurions und damit ein Erfolg Israels. In dieser Welt der bitteren Realitäten wird die Position Israels immer noch von der Feindschaft der Araber beschattet. Wahrscheinlich nur aus diesem Grunde fuhr Eisenhower einfach an Israel vorbei, als er aus Indien kam. Es war schon ein Erfolg Israels, dass der amerikanische Präsident davon Abstand nahm. ein arabisches Land zu besuchen. In dieser Lage musste Israel die Möglichkeit suchen, vor der entscheidenden Gipfelkonferenz noch einmal eine Besprechung mit dem führenden Staatsmann der westlichen Welt herbeizuführen. Es gab nur einen Weg, dieses Ziel zu erreichen, indem Ben Gurion nach Washington fuhr. Die Verleihung der Doktorwürde durch die Brandeis-Universität bot den äusseren Anlass... In den USA traf Ben Gurion nach seiner erfolgreichen Besprechung mit Eisenhower den deutschen Bundeskanzler. Sicherlich wäre Ben Gurion auch nach Washington gekommen, wenn Adenauer nicht in New York gewesen wäre, wobei man aber annehmen darf, dass die Begegnung der beiden Staatsmänner nur an einem neutralen Ort zustandegekommen wäre. Man dürfte wohl einmal die Frage aufwerfen, ob diese Reisen Adenauers und Ben Gurions wirklich so zufällig sind, wie das erscheint, und welche Umstände Adenauer in die USA geführt haben. Zunächst ist auch der deutsche Kanzler nach Dr, FREY Abogado PUEYRRÏ90N 3166 1« £•«. nachm. IS—IS Uto J. Liebling FOURNXEBE — SPERRHOELZEB DIAZ VELEZ 5324 al 46 T. E. 43-2349/0346 y 3621 -PËN] <; Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 589 T E. 49-5850 % °ptica REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 829 It. E. 35 - 7356 1' Amerika gefahren, um dort einen neuen Doktorhut entgegenzunehmen. Diese Koinzidenz mit den äuseren Bedingungen, die für die Reise Ben Gurions gelten, dürfte bereits auffallend genug sein. Zwei alte Herren mit frischem Doktorhut fahren nach Amerika, um dort zu neuen akademischen Ehren zu gelangen... Das Adenauer und dass! Ben Gurion ein besonderes | Anliegen an Eisenhower haj ben, weiss jeder. Man wird I die deutsche und die israelij sehe Position im Angesicht der Gipfelkonferenz nicht! vergleichen können, denn die j Bundesrepublik ist eine j Grossmacht, jedenfalls im! Verhältnis zu Israel. Und doch weisen die politischen I Konstellationen manche' Aelinlichkeiten auf. Zunächst; einmal befinden sich Bonn I und Jerusalem insofern in der gleichen Situation, weil j sie beide und immer wieder Gegenstand der heftigsten j Angriffe und Kritiken sind, die aus Moskau kommen. Die russischen Attacken werden auch durch ähnliche Umstände ausgelöst und bedingt: denn Bonn ist heute der stärkste Gegner der Sowjetunion auf dem europäischen Kontinent, während Israel die westliche Festung im Nahen Osten ist. Die westdeutsche Regierung hält getreulich die amerikanische Linie, wobei ideologische oder weltanschauliche Motive weif weniger mitklingen, als man dies durch starke Worte immer behauptet. Die realen wirtschaftlichen Interessen Westdeutschlands und Amerikas stehen heutzutage in einem harmonischen Gleichklang, eine Tatsache, die zugleich auch die Bedeutung der Bundesrepublik in der Abwehr der sowjetischen Expansionsbestrebungen erläutert. Die Amerikaner sind an Deutschland nicht nur aus politischen, sondern auch aus ökonomischen Gründen stark interessiert. Sie werden auch in Zukunft die deutschen Belange schützen, wenigstens doch so lange, I Matt ha dhapeatix HUTSALON Ab April in Belgrano MOLDES 2561 T. E. 73-9229 73-9155 Judith Schenkolewski Kolb—eHeirereieii Schabboodecken . Tallisbeutel . Käppchen Masjot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett and Tischwäsche BEBEDERO 3S6» T. E. 73-6153 Propiedades Frankenberg berät Sie fcostenlea ud anverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERM GESCHAETTEN Montevideo 571, 4. BL T. K. 46-4637 y 76-7344 wie diese deutschen Belange sich noch weitgehend mit den amerikanischen Interessen decken. Israels Position ist bei weitem nicht so stark, weil die Amerikaner in Israel selbst nur verhältnismässig kleine Interessen besitzen, und dieses Land für die amerikanische Weltkonzeption neben einem gewiss vorhandenen idealen Interesse nur von einer relativen politischen Bedeutung ist. Der Ausdruck „relativ” wird deswegen benutzt, weil Israel nicht allein zum Westen neigt, sondern weil es immer noch Verbindungen einiger arabischer Länder zum Westen gibt. Für den Fall, dass diese Länder wie der Libanon etwa oder Transjordanien ihre westlichen Beziehungen abzubrechen gezwungen werden, wächst die Position Israels als ein Stützpunkt westlicher Auffassungen. Die Relativität der israelischen Position im amerikanischen Plan dürfte also den Tatsachen entsprechen und einer realen Beurteilung der Lage Genüge tun. Trotz der vorhandenen Unterschiede in den Stellungen und in der Machtpolitik zwischen der Bundesrepublik und dem Staate Israel bleiben einige Berührungspunkte bestehen. Beide Länder waren stark daran interessiert, dem amerikanischen Präsidenten ihre Standpunkte klarzumachen, bevor er zur Gipfelkonferenz geht, und ihn eindringlich aufzufordern, die besonderen Interessen und Belange seiner Alliierten nich* ausser Betracht zu lassen. Denn weder wird Deutschland noch wird Israel unmittelbar an der Gipfelkonferenz teilnehmen. Schliesslich muss man auch darauf hinweisen, dass sowohl über Deutschland wie über Israel im Rahmen der Gipfelkonferenz verhandelt werden wird, sobald die Frage des Friedens jn Europa oder im Vorderen Orient auf die Tagesordnung kommt. Da die „Grossen” tagen und ohne die unmittelbar Beteiligten beraten, dürfte es gerechtfertigt gewesen sein, vor der Gipfelkonferenz alle Sicherungen zu schaffen, dass Israels Interessen nicht verletzt werden, wie das in unzähligen Fällen bereits geschehen ist, als die westlichen Hauptmächte den Weg des geringsten Widerstandes nur Wahrung ihrer eigenen — meist öligen — Interessen beschritten. Obwohl es-letzte Gewissheiten nicht gibt, Mohel N. Plaksin Supon 2719 T. JE. 76-6734 U- 76-2312 Konferenz in Brüssel Brüssel. — Die faschistischen und nazistischen Bewegungen bestehen in verschiedenen Ländern und unterhalten Kontakt miteinander. Dies wurde auf der Tagung der Repräsentanten jüdischer Gemeinden von 12 europäischen Ländern festge-! stellt, die sich mit der j antisemitischen Welle I vom vergangenen Januar beschäftigten. Die Konferenz verwies auf die in den einzelnen Ländern gültigen Gesetze gegen Aufhetzung zum Rassenhass, die jedoch in vielen Fällen nicht durchgeführt werden, i Die Versammlung begrüsste die jüngsten Resolutionen der UN über I Menschenrechte, in denen die antisemitischen Aus- . bräche als Verletzung der UN-Charter und der UN- Deklaration der Menschenrechte verurteilt wurden. (ITA) besteht Veranlassung, dass die Reise Ben Gurions gerade in dieser entscheidenden Hinsicht in absoluter Erfolg gewesen ist. Es gab auch gewisse Anzeichen dafür, dass die Alliierten in der Berlin-Frage nachgeben könnten, die für die Bundesrepublik von grösster Wichtigkeit ist. Immerhin musste man den Eindruck gewinnen, dass vor allem die Engländer zu einem Nachgeben neigen. Um allen diesen Möglichkeiten vorzubeugen, ist Adenauer nochmals nach Washington gekommen, um sich der festen Haltung Eisenhowers gerade in diesem Punkt zu vergewissern. Insoweit besteht auch eine Möglichkeit, Ben Gurions Position und damit Israels Lage mit derjenigen der Bundesrepublik zu vergleichen. Bisher musste man bei nüchterner Ueberlegung zu dem Ergebnis gelangen, dass die westlichen Verbündeten sowohl in der Berlin-Frage wie in der Orient-Frage zu Konzessionen bereit seien, die zu Lasten derjenigen gehen würden, denen in der westlichen Verteidigung ui'^1 im Aufbau der westlichen Pläne wichtige Funktionen zufallen: Deutschland, das den russischen Expansionsdrang im zentralen Europa abfangen i soll, und Israel, das der festeste Stützpunkt der westlichen Interessen im Mittleren Osten ist. Dass die Begegnung Ben Gurions mit Adenauer auf der Grundlage auf gebaut gewesen sei, dass alles, was vordem geschah, einfach vergessen wäre, ist eine abwegige Tendenzmeldung. Dass aber in diesem Augenblick der weltgeschichtlichen Entwicklung gemeinsame Interessen vorhanden sind, wird niemand bestreiten, die Kooperation Bonns mit Jerusalem in verschiedenen, äusserst wesentlichen Problemen trägt einer neuen j Wirklichkeit Rechnung, die ■ keinesfalls ein allgemeines j Vergessen zur Voraussetzung hat. j In diesem Lichte betrachtet, ist der Reise Ben Gurions eine ausserordentliche | Bedeutung beizumessen. Die wütende Reaktion Nassers ist ein sicheres Zeichen hierfür. Wir aber haben die Hoffnung, dass die Ergebnisse der Ben Gurion-Reise dazu beitragen werden, die enormen Schwierigkeiten la Semana Israelita Bue man ano: a para ce MM Martes y Vienes Editado par Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: D*. H. Swarsensky Pueyrreaón 2190 lv T. E. 83-2613 Abono-Preis«. Argentinien: $ 60.— pro Quartal NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn RIVADAVIA 2625, V> T. E. 46-7524 i Mont., Mittwoch, Freitag 17—19 Uhr. TeL Anmeldung erbeten Dr. B. 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(ITA) und Widerstände ln einem für Israel günstigen Sinn zu überwinden, mit denen wir auf der Gipfelkonferenz rechnen müssen. Dr. DARIO COHEN CIRUGIA — SEÑORAS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicitar hora VARICES — ULCERAS DE LA PERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 T. E 87 1362 ¡Dr. BENJAMIN L1PNIZKY } ZAHNARZT (ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG J)ER ZAHNSTELLUNG | Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend I nach vorheriger Vereinbarung. I JOSE HERNANDEZ 2518 T- E 76-8673 und 73-0506 Dr. L. KLEIN Medico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen - Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: ■Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr]; tEs wird gebeten, sreh vorher telefonisch anzumelden > ■ i ■ ¡¡SANTA FE 1391 T. EL 44-9493 u. 44-1542Î : Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA — HOSPITAL FERNANDEZ Radio X — Duschleuchlung — Electrocardiogramas» CUBA 2141 T. 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