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Jüdische Wochenschau · 1960-03-22 · 1763 (22.3.1960) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1763 (22.3.1960)
Date
1960-03-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Martes 22 de Marco de I960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — Ho. 1763 — 5 Hi) »nd KUNST Piaster Bestseller lProf* Fernst Simon a” üiy ien0ase ^in manente Problematik noch Pit ¡o a^i nicht beseitigt. Man muss so ger r ,.r dk harmonistisch gesinnt oder in« -,'**>> bemüht sein wie der Veri diese,, ri™*' lasser, um den immerhin iernais möglichen Konflikt zwims Zu sehen Orthodoxie und Amesolche effen’ rikanertum nicht zu sehen; aus dieser partiellen Blinds öeheit stammt auch Wouks un- 2uläss;e80 VCr’ 2erechie Beurteilung deijelorische€?,eise nigen jüdisch - religiösen Aufga. Richtungen, die, wie die s°hlichen konservative und Reformbewegung aus jenem Konflikt urteile einen oder mehrere Auswe- Z€ugten Juqqj ge zu finden versucht haben, überzeug^ Es kommt in diesem Zusam- 4 Verglej. menhang nicht auf meine ei- îretl Kulturen gene Stellungnahme an — Von vornehef. vielleicht wäre ich, wenn 'dentum gegen.;ch nicht in Israel, sondern J abzusehnej. in einem Lande der Diaspo- 2- B. üb«, ra lebte, bereit, den daraus ^Djj sich ergebenden Konflikt auf obszön, die j[y. mich zu nehmen, aber ich rï*e Götter hoffe, dass ich nicht versualbmensdilichei chen würde, ihn durch Ab- Monstra” (s leugnung scheinbar, sehr einmal scheinbar, aus der Welt zu *'€n Md Zwieschaffen. ägyptischen Aber Wouk belügt seine °iw von der Leser nicht; wenn er jemenicholie mancher den belügt, dann nur sich erührt wurde selber. Soweit sein Buch ein zitierte Satz je! Bekenntnis ist, wirkt es sub- Bgung. jektiv ehrlich. Es besteht aleile des Verlas- 90 die dritte Probe, nachdem ufig konsequen- 05 beiden ersten, als In- >e Urteile. Er formationsschrift und als Fundamentswertende Abhandlung, nicht n. d. h. als der- °dsr nur schlecht bestanden i des Gläubigen bat. Als ehrlich Bekennenden der Bibel der gelingen Wouk viele Interpretation glückliche Wendungen, ertoritative Tradi. greifende Schilderungen — -agliches Fundabesonders wenn er vom entscheidenden Einfluss seines gelehrten und frommen Grossvaters spricht — und zuweilen sogar überzeugende Formulierungen. Der kritische, aber nicht ungerechte Leser wird fast auf jeder Seite ärgerliche Ungenauigkeiten, bedenkliche Wertungen und authentische Bekenntnisse nebeneinander finden. Dieses unentwirrbare Knäuel macht eine einheitliche Beurteilung schwierig. Die Entscheidung wird davon abhängen, was der jeweilige Kritiker von dem typisch amerikanischen Phänomen „Judentum als Massenkultur” hält. Auch ich, der die tragische Notwendigkeit des Phänomens nicht leugnen kann, bin nicht imstande, seine nivellierende Wirkung leicht zu nehmen. Herrnan Wouk ist ein talentierter Schriftsteller. Mit einem anderen Schriftsteller, der ein grosser Dichter ist, mit Arthur Miller, ist das amerikanische Judentum in die Weltliteratur eingetieten. Man wünschte sich ein jüdisches Buch von Miller, und es wird kein Zufall sein, das man sich mit einem von Wouk begnügen muss. Bei allem Willen, seine ehrlichen Bemühungen anzuetkennen, fällt es schwer, sich der Warnung Saadya Gaons von vor tausend Jahren zu entziehen, die Wouk selbst zitiert: ’ „Eine Hauptursoche des Unglaubens sind schwache und lächerliche Argumente zur Verteidigung des Glaubens” (S. 270). Weltanschauung uch bei ihm bedie Gesetzesdass „das Ge- Wille ist” (S. erseits wieder anz unbefangen erfassern der Bil Männern, die 1 zusammengel” sprechen 'iS, unbefangene Leigen. wie eigent-; Offenbanaigs- Offenbarungsbe t: Ist er theozen- anthropozenfrirr? Das Buch larauf keine sondern nur ft h widersprechenerungen. zentralen Punkte errscht vollki®' leit: orthodoxes nd Amerika® cht nur voll lern können sieh iersprechen. Di* erang wie' »ine unzulässig® nerung eines einirdischen Satzes nämlich Staats- 2 seider Lehre [, ist dieser Satz ßziert wo* ist die ih»1®. Eine jüdische Buchausstellung Die „Vereinigung der Freunde der Jüdischen Jugend” in Brüssel zeigte kürzlich in dem prächtigen „Haus der Jungen” in der Chausee de Vleurgat eine Ausstellung des jüdischen Buches. An dieser überaus interessanten Schau haben auch offizielle Organisationen mitgearbeitet, so das Erz-iehungs - Ministerium und die Königliche Bibliothek, die seltene Stücke ihrer j.. wertvollen Sammlungen den Ausstellern leihweise übergaben. Jüdische Organisationen, so die „Agence Juive”, die Israelitische Gemeinde von Brüssel und die Belgisch-israelische Gesellschaft haben mit ausgestellt. Die Ausstellung war höchst mannigfach und in der Präsentation von einem betonten Geschmack. Man zeigte einen Querschnitt des jüdischen Buches in der Geschichte, die Literatur des Ghetto, eine jiddische Sektion, jüdische Kinderbücher und daneben einige wertvolle Manuskripte des Buches Esther, die im Besitz der Königlichen Bibliothek in Brüssel sind. Luxusausgaben von Büchern, die in Israel herausgegeben sind, waren zu bewundern; diese Produktionsleistungen beweisen, dass es der israelische Buchdruck mit dem jedes anderen 'Landes aufnehmen kann. Ein Saal der Ausstellung war biblischen Werken gewidmet, alten und modernen Ausgaben, darunter einige von auserlesenster Qualität, die das Entzücken der Bibliophilen aeslösen müssen. Es gab interessante Vergleichsmöglichkeiten unter den Bibelausgaben der verschiedensten Länder und auch einige Illustrationen zu biblischen Themen. Die Repräsentanten der jü«- dischen Vereinigungen, die an der Ausstellung beteiligt waren, hielten kurze Eröffnungsansprachen und wiesen auf ihren kulturellen und erzieherischen Wert hin. Auch die brüsseler israelische Gesadtschaft war durch einen Gesandtschäftsrat bei der Eröffnungsfeierlichkeit vertreten. K. K.-Bl. srael - Marken?lERERBLOrirS _ uiditv« utt cat a 1MTPW wtf« ^.T?iRERBLOCKS — MARKEN mit PLATTEM NUM- ‘uiFKII'~ KOMPLETTE BOGEN (pUnchas) — VOLL. rnrCS Skt°C'?G1ER ~ WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE [Dw -..unB — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG gpON Guanacache 2351, dep. 2 M«. CABILDO **********.*. Jivo-Jahrbuch, New York 1959,— Wie immer enthält das Jahrbuch der Jivo eine ganze Anzahl interessanter Arbeiten, von denen wir einige erwähnen möchten. Von aktueller Bedeutung ist ohne Zweifel der Artikel von Ph. Friedmann über die ukrainisch-jüdischen Beziehungen zur Zeit der Nazi-Bese.zung. Der Verfasser hebt hervor, dass zwischen Juden und Ukrainern immer gespannte Beziehungen bestanden haben. Die grössten Judenmetzeleien in Polen sind verbunden mit dem ukrainischen Hetmán Chmielnicki 1&48 und Peltjura in den Jahren 1918—21. Schon vor Beginn des 2. Weltkrieges beschloss der deutsche Geheimdienst unter Leitung von Admiral tanaris, diesen Hass der Ukrainer gegen die Juden auszunutzen, und im Jahre 1939 empfahl Canaris, der heute als Held des Widerstandes verherrlicht wird, die Niedermetzelung der Juden. Lange vor Ausbruch des deutsch-russischen Krieges 1941 begann der deutsche Generalstab mit der Aufstellung von ukrainischen Regimentern, von denen besonders eine, die Formation Nachtigall, traurigen Ruhm durch besonders grausame Judenmorde erwarb. Es war das Regiment Nachtigall, in dem der heutige Bundesminister Oberländer eine führende Stellung innehatte, das bei der Eroberung Lembergs Tausende von Juden ermordete. Die Ukrainer wurden im Laufe des Krieges das willige Werkzeug der Deutschen bei der Hinschlachtung der Juden. Nur wenige Ukrainer halfen den Verfolgten. Eine rühmenswerte Ausnahme machte der Erzbischof von Lemberg. Es ist bezeichnend, dass nach dem Kriege auch die Bun- Arahische Sendungen von Kol Israel London. — Die Uebertragungen in arabischer Sprache des Staatssenders Kol Israel machen den arabischen Sendungen der BBC Konkurrenz, wie die „News Chronicle” berichtet. Die Zeitung schreibt, das Rnndfunknetz Nassers, das mit einem Kostenaufwand von jährlich 14 Millionen Dollar die arabische Welt erfasst, sei jetzt bei den arabischen Hörern auf den dritten Platz zurückgedrängt worden. Die israelische Regierung sei von dem Erfolg der arabischen Programme so befriedigt, so heisst es, dass sie eine neue Sendestation von mittlerer Wellenlänge für diese Uebertragungen in Betrieb zu setzen plant. (ITA) Ueberführung der Leiche von Schneur Tel Aviv. — Die Leiche von Zalman Schneur, dem letzten des Dreigestirns grosser jüdischer Dichter der letzten Generation wurde auf dem alten Friedhof von Tel Aviv in der Nähe der Gräber der beiden anderen grossen jüdischen Dichter Chaim Nachman Bialik und Saul Chemichowsky beigesetzt. Der Sarg war mit einem Flugzeug aus New York gebracht worden. Schneur verschied vor einem Jahr in den USA. Tausende von Menschen nahmen an der Bestattung teil. Bürgermeister Mordechai Namir und der israelische Schriftsteller Chaim Hazaz sprachen bei der Trauerfeier. (ITA) te A/o than Fakultät für Sozialarbeit Dr. Werner Böhm, Professor an der Universität von Minnesota, arbeitet für die Hebräische Universität Jerusalem einen Lehrplan der Fakultät für Sozialarbeit aus. Er gilt in den Vereinigten Staaten und Kanada als Fachmann auf diesem Gebiet. Ausstellung Im Amsterdamer Städtischen Museum zeigte die israelische Künstlerin Anna Ticho etwa 75 ihrer Zeicnnungen. Die holländische Presse schrieb sehr gute Kritiken und empfahl die Aus Stellung herzlich. Preisausschreiben Prof. Heinrich Schnitzler, der künstlerische Leiter des Wiener Theaters in der Josefstadt, hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, der das beste Stück des Themas „Gegenwartsprobleme der menschlichen Existenz” preiskrönen soll. PUBLIKATIONEN DES LEO BAECK INSTITUTES Soeben erschienen: VEROEFFENTLICHUNG DES LEO BAECK INSTITUTES Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart (1959) SELMA STERN JOSEL VON ROSHEIM BEFEHLSHABER DER JUDENSCHAFT IM HEILIGEN ROEMISCHEN REICH DEUTSCHER NATION Die Geschichte des klugen und mutigen Führers und Anwalts, Trösters und Helfers der deutschen Judenheit in ihrem Kampf um Recht und Freiheit gegen Kirche. Kaiser und Volksabei glauben zu Beginn der Neuzeit. (280 Seiten) VEROEFFENTLICHUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEN LEO BAECK AUS DREI JAHRTAUSENDEN Wissenschaftliche Untersuchungen und Abhandlungen zur Geschichte des jüdischen Glaubens MIT EINER EINFUFHRUNG VON HANS LIEBESCHUETZ ir. deutscher Sprache SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEN 1 S. ADLER-RUDEL OSTJUDEN IN DEUTSCHLAND 1880 — 1940 ZUGLEICH EINE GESCHICHTE DER ORGANISATIONEN, DIE SIE BETREU¬ TEN, MIT EINEM GELEITWORT VON SIEGFRIED MOSES Eine materiaireiche sozialpolitische Studie über das Wanderschicksal einei jüdischen Gruppe im Schatten des Antisemitismus und zweier Weltkriege. --★- 2 ERNST SIMON AUFBAU IM UNTERGANG JUEDISCHE ERWACHSENENBILDUNG IM NATIONALSOZIALISTISCHEN DEUTSCHLAND ALS GEISTIGER WIDERSTAND Eine Darstellung des einzigartigen Kampfes der deutschen Juden um Selbstbehauptung durch die Macht der Bildung angesichts der drohenden Vernichtung durch physische Gewalt. -★- 3 MARGARETE SUSMAN Die geistige Gestalt Georg Simmels Eine Würdigung und Deutung des allau wenig bekannten Gedankenguts des Metaphysikers. Geschichtsphilosophen und Soziologen — zugleich ein Denkmal der greisen Schülerin und Freundin für Simmej desrepublik den geflüchteten Pogrom helden Asyl und Hilfe bot und noch bietet- München ist das Zentrum der ukrainischen Bewegung, wo auch heute noch die ukrainischen Flüchtiineg ihrem Hass gegen die Juden Ausdruck geben können. Einen wichtigen Beitrag zur Sozialgeschich'.e der Juden im frühen Mittelalter steuert Toni Oelssnvr bei. Die grosse Mehrzahl der jüdischen Historiker steht auf dem Standpunkt, dass im frühen Mittelalter, d. h. bis zu Beginn der Kreuzziige, die Juden allein den Handel in Europa beherrscht nätten. Begründet wurde diese Hypothese von dem deutschen Wirtschaftshic^oi-iker W. Roscher. Toni Oelssner weist jedoch naen dass die Juden keineswegs eine überragende Rolle im Handel gespielt haben. Aufschlussreich sind auch die Arbeiten über die Geschichte der jüdischen Gemeinde Würzburg im Mittelalter und die Haltung der Jakobiner zur jüdischen Religion. Dr. C. Voge’ Jlltaxatlic Stiftung Die Samuel-Paley-Stiftung stellte einen Betrag von 100.000 Dollar bereit, um einen Lehrstuhl für amerikanische Kultur und Zivilisation an der Hebräischen Universität mit Gastvorlesungen amerikanischer Dozenten zu errichten. Zwei Pissaros Zwei kleine Landschaften von Pissaro, in den Jahren nach 1860 gemalt, wurden von der Familie Schocken dem telvaviver Museum geschenkt. Sie werden im Helena Rubinstein-Pavillon ausgestellt. Konfuzius hebräisch Die Werke des Konfuzius wurden ins Hebräische übersetzt. Die Arbeit wurde von Dr. Donald Leslie durchgeführt, d«r an der Hebräischen Universität Kurse für klassische chinesische Sprache gab.

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