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Jüdische Wochenschau · 1960-03-15 · 1761 (15.3.1960) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1761 (15.3.1960)
Date
1960-03-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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6 — Martes, 15 de Marzo de I860 LILIA NETTE IN DER J KG. Gutes Kabarett ist bei uns in Südamerika schon seit langem Mangelware. Entweder bekommt man verstaubte Schlager vorgesetzt oder die „Kabarett" betitelte Aufführung artet zum Zirkus aus. Darum begrüsst man immer wieder eine Künstlerin wie Lilianette, der es gelang, trotz des heissen Sommerwetters zwei Mal den Saal der JKG zu füllen. Lilianette hatte bei der Ankündigung ihres Programms bescheiden von einer Auswahl altbekannter Chansons gesprochen, aber wir hörten viele Lieder, die neu jn ihrem Repertoire waren, wenn sie auch seit ca. 2 Jahren in Europa bekannt sind. Die Künstlerin hat ernst an der Vervollkommnung ihres Vortrags gearbeitet und kann heute zu den besten Vertreterinnen ihres Genres gezählt werden. Ob sie das zu Ehren des soeben verstorbenen Rudolf Eleison vorgetragene „Ladenmädel” singt, ein zart-ironisches Chanson von Benatzy oder eine moderne Groteske, geschickt von Meister Ludwig ■untermalt, w'ählt, immer versteht sie es, in den Kern des Textes und der Musik einzudringen und eine eventuelle Geschmacklosigkeit charmant und graziös zu umgehen. Daher kann sie sich auch an Texte wagen, die aus dem Munde einer anderen grob und primitiv klingen würden. Hierin liegt der wirkliche Grund dafür, dass Lilianette heute als anerkannte Vertreterin der Kleinkunst, an beste Vorgängerinnen anknüpfend und doch mit einer eigenen Note, bezeichnet werden darf. Sie ist eine wahre Nachfolgerin der unvergesslichen Josma Selim, Fritzy Massary, Käthe Erlholz, und selbst wenn sie nicht ganz das einmalige Format dieser Künstlerinnen erreichen sollte, so hat sie doch ihr Erbe angetreten. Meister Ludwig am Flügel war der ideale Begleiter des Abends, der des grossen Erfolges wegen vor der Europareise 'Lilianebes, wo sie verschiedenen künstlerischen Verpflichtungen Nachkommen wird, am kommenden Donnerstag, den 17. 3., um 21 Uhr zum letzten Mal im Heim der JKG wiederholt wird. H. D Círculo Religioso Israelita BET ISRAEL Buenos Aires — Conde 1345 PURIMFEST IN IN BET ISRAEL Am Sonnabend, den 19. März, um 21 Uhr, findet unser Purimfest statt. Nach einstündigem Programm im Saal, Tanz, Bar und Musik auf der Dachterrasse. Für Unterhaltung sorgen Hansi Wälder u. a. Gäste willkommen. Saaleröffnung 20 Uhr 45. hs I BA Aräoz 2854 T. E. 71-9059 SPORTGRUPE Am Sonntag, den 20. März, findet in Banfield ein internes Schwimmturnier statt. Anmeldungen bei Juan Max und Mario Wolff. Jüdischer und Deutsch-Unterricht EINZELN UND KURSE BAR MIZWA-VORBEREITUNG Dr. Carlos Vogel JURAMENTO 3361, 1», dp. B T. E. 76-8304 ISRAEL - BRIEFMARKEN AN WIEDER VERKAEUFER — ALLE NEU AUSGA¬ BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, Bueaos Aire*, Rep. Argentina j j VIAMONTE 550, I/B (> „ <!! Während der Ferien bis züm 25. März J j i Spiel und Beschäftigung | im Kinderheim Vidal 2957. | < Bei genügender Beteiligung Omnibusdienst J ab Plaza Once. < ASOC. FILANTROPICA ISRAELITA; Tel: 40-4900. 40-9535. 70-5527 < < LUACH (Kalender) Dienstag, den 15. März 16. Adar Mittwoch, den 16. Mära 17. Adar Donnerstag, den 17. März 18. Adar Freitag, den 18. März 19. Adar Sonnabend, den 19. März 20. Adar Schabbat KI TISSA — Parchat Para Haftara: Yecheske’el XXXVI 16—38 Sonntag, den 20. März 21. Adar Montag, den 21. März 22. Adar Dienstag, den 22. März 23. Adar Mittwoch, den 23. März 24. Adar Donnerstag, den 24. März 25. Adar Freitag, den 25. März 26. Adar Sonnabend, den 26. März 27. Adar Schabbat WAYAK’EL PEKUDE — Parchat Hachodesch Sorintag, den 27. März 28. Adar Montag, den 28. März 29- Adar LA SEMANA ISRAELITA Año XXL — No. 1761 Edelstein-Schleiferei in Israel Ein neues Werk, das der Edelstein- und Halbedelstein-Schleiferei dienen soll, ist in Jerusalem eröffnet worden, als sein neues Gebäude im Industrieviertel Mekor Baruch in Jerusalem eingeweiht wurde. Bei der feierlichen Eröffnung sprach Handels, und Industrieminister Pinchas Sapir Worte der Anerkennung für das neue Werk, welches von der Wirtschaftsgesellschait für Jerusalem, C. Vanharten aus Holland und A. Engel aus den USA errichtet worden ist. Vanharten ist als internationaler Spezialist für Edelsteinschleiferei bekannt. Z. Barak, der Vorsitzende der Wirtschaftsgesellschaft für Jerusalem, teilte in einer Pressekonferenz mit, dass die Edelstein-Industrie sich Grundsteinlegung Am 3. April d.s Js. findet die feierliche Grundsteinlegung für das Gebäude des Lehrerseminars der Kehilla in der Ayacucho 632 statt, zu der die deutschsprechenden Juden herzlich eingeladen werden. Das Lehrerseminar, das eine der am besten arbeitenden Abteilungen der Kehilla ist. kann mit einem grossen Zuspruch von Schülern rechnen, die bereits vor Beendigung der Staatsschulen an den Kursen teilnehmen. Der Mangel an jüdischen Lehrern ist nicht nur in Argentinien sehr gross, sondern es werden auch überall in den südamerikanischen Ländern jüdische Lehrer verlangt. Man wendet sich immer an die bonaerenser Kehilla, die keine Lehrer entsenden kann. Auch von Israel können keine Lehrer in grosser Zahl nach Lateinamerika geschickt werden, da das Land bei der grossen Masseneinwanderung selbst nicht genügend Lehrpersonal besitzt. An der Grundsteinlegung nehmen nicht nur die Vertreter der jüdischen Organisationen Argentiniens und des Auslandes teil, sondern auch Vertreter der argentinischen Schulbehörden. sodass sich der Akt z-u einer Demonstration jüdischen 'Lebens in Argentinien, das jetzt sein hundertjähriges Bestehen im Lande feiern kann, gestalten wird. zu einer Hausindustrie in den Landwirtschafts - Siedlungen in der Umgebung Jerusalems entwickeln kann. Im augenblicklichen Stadium werden in dem neuen Werk etwa 20 Arbeiter beschäftigt werden. die eine Berufsausbildung’ im Schleifen der verschiedenen Edel- und Halbedelsteine erhalten haben. Die Steine kommen im Rohzustand aus Indien, Kolumbien und Brasilien. Die Schleiferei von Edelsteinen kann mit sehr einfachen Maschinen durchgeführt werden, welche im Gegensatz zur Diamanten- Schleiferei in jedem Haus aufgestellt werden können, sodass die Familienmitglieder sich mit diesem Beruf beschäftigen können, der imstande ist, eine tägliche Einnahme von 10.— IL pro Person zu garantieren. In die Fabrik wurden mehr als 100.000 IL investiert und sie kann eine Einnahmequelle für Devisen werden. Vanharten, der nach Barak das Wort ergriff gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, dass dieser Industriezweig grosse Zukunft in Israel habe. Jehuda Dibon, der Leiter der Diamanten- Abteilung im Handels- und Industx-ieministerium schätzte, dass gute Aussichten bestehen, dass dieser Industriezweig einen Export von fünf Millionen Dollar ausmachen wird, wovon die Hälfte als zusätzlicher Wert geschätzt werden darf. Aufruf an Dachauer Wer kann bestätigen, dass Hitlers Euthanasie-Spezialist Professor Heyde im Sommer oder im Herbst 1941 einer Aerztekommission angehörte, die in Dachau Häftlinge zur Vergasung aussuchte? Es ist bekannt, dass die Blockältesten angewiesen wurden kranke und schwache Häftlinge unter der Vorspiegelung, sie sollten entlassen werden, füidiese Aktion zu werben. Einige hundert Häftlinge meldeten sieh freiwillig. Da der Kommission diese Zahl nicht ausreichte, wurden weitere von der Kommission auf Grund von Akten, die die Lagergestapo zur Verfügung stellte, ermittelt. 1.300 Häftlinge wurden daraufhin nach Linz geschafft und dort vergast. Zeugen. die diese Vorgänge miterlebt haben, werden gebeten, sich umgehend an den Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main, Röderbergweg 62, zu wenden. Antisemitismus ■ in den USA Charlotteville (Virginia) — Die hiesige Stadtverwaltung ist über eine antisemitische Welle besorgt, die diese historische Stadt Thomas Jeffersons und Sitz der Universität von Virginia überflutet. Es wurde eine Verfügung erlassen, die das Beschmieren von Gebäuden unter strenge Strafe stellt. (ITA) ALITALIA Die französische Delegation zum internationalen Filmfestival in Mar del Plata kam mit einem Flugzeug der Alitalia im Flughafen von Ezeiza an. Mitglieder dieser Delegation sind Emanuela Riva, die Hauptdarstellerin des Streifens „Hiroshima, mi Amor”, der Kritiker Georges Sadoul, der zur Jury der Festspiele gehört, und Paul Mayot, der an der Spitze der französischen Delegation steht. ffiA C IBA LETZTE WIEDERHOLUNG DONNERSTAG, DEN 17. MAERZ, UM 21 UHR Chanson-Abend LILIANETTE ► Ein Wunschprogramm der alten und neuen Erfolge aus | [ dem Repertoire der beliebten Sängerin. J [ Am Flügel: HERMANN LUDWIG J | Vorverkauf im Sekretariat. J »«SS««—»* REPRESENTANTES PARA K U T N A Palestine Cotton Mills EN CAPITAL Y GRAN BUENOS AIRES IMPRESCINDIBLE POSEER VINCULACIONES EN LA COLECTIVIDAD Y REFERENCIAS PERSONALES APROPIADAS. OFRECE EXCELENTES POSIBILIDADES DE REMUNERACION para agenies con dedicación COMPLETA o PARCIAL EN EL CANJE DE BONOS DE ISRAEL por acciones de la empresa. Presentarse: DE LUNES A viernes en: corrientes 2438, r> -cen-tre 15 y 18 horas. Mauthausen-Prozess Bonn. — Der Prozess gegen den ehemaligen KZ- Kommandanten Karl Chmielewski vor dem Schwurgericht Ansbach wird nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft erst im kommenden Jahr stattfinden. Gegen den 56 Jahre alten früheren SS- Hauptscharführer Chmielcwski. der als Schutzhaitla- .geführer des Lager Gusen I des Konzentrationslagers Mauthausen leitete, war nach mehrjähriger Vorbereitung Anklage wegen Mordes in 175 Fällen erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat allein 70 Zeugen benannt. Von der Verteidigung sind inzwischen zahlreiche neue Beweisanträge eingegangen, die neue Vernehmungen erforderlich machen. (AWZ) Rückgang: der Poliofälle Tel Aviv. — Die Gesamtzahl der Poliofälle während des Jahres 1959 beiief sich auf 50. von denen ein Opfer starb, verglichen mit 636 und 30 Todesfällen im Jahre 1958. (ITA) WIR BITTEN unsere Leser auf diesem Wege, von der Möglichkeit direkter Ueberweisung der fälligen Abono-Gebühren frdl. Gebrauch machen zu wollen. Direkte Einsendung des Abono-Betrages in SCHECK — GIRO — BONO POSTAL LA SEMANA ISRAELITA PueyrrecLSn 2190. 1* izq. Capital Hierdurch überweise ich Ihnen den 2. Quartal 1959 m$n 80.— Jahr 1959 .. m$n 160.— 2. Quartal 1960 m$n 120.— Jahr 1960 .. m$n 240.— (Name) . ————— — Betrag von m$n .aus nachstehender Abrechnung. In Erwartung Ihrer Quittung begrüsse ich Sie 1. U. 1. U. {Adresse) N B.: Wir bitten. Einzahlungen au _ richten an; LA SEMANA ISRAE- (Nicht gewünschte Zafclü»* LITA bitte ausstreichsn)

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