Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1760 (11.3.1960)
- Date
- 1960-03-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Israels dringendste Aulgaben Waltham ¿Massachusetts) _ Ministerpräsident David Ben Gurion erklärte hier, die „vordringlichste" Aufgabe' Israels im jetzigen Augenblick bestehe in der Verstärkung der Massnahmen für die Sicherheit, der Festigung seiner politischen Position und der Erweiterung seiner Wirtschaft. Er fügte allerdings hinzu, dass „diese Bemühungen erfolglos bleiben müssen, wenn sie nicht von selbstloser geistiger Benreiuchaft getragen sein werden." Diese Erklärungen machte Ben G urion in seiner 45 Minuten währenden Ansprache vor 1.000 führenden Erziehern, Diplomaten und hoben Beamten des Staates 1$ Ï letzt ist es Zeit mit Ihrem Kleiderberater zu sprechen, wie und womit Sie Ihren Kleiderschrank für Herbst und Winter auffüllen. Unser Stofflager für Masskleidung ist komplett und die Auswahl in Fertigklei-' düng — Anzüge — Gabardinmäntel — Uebergangs- und Wintermäntel — reichhaltig wie immer. 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Er bezog sich auf die historischen Erfahrungen Israels, Griechenlands und Indiens und führte den Beweis, dass die aus der Philosophie dieser Völker gewonnenen Erkenntnisse eine absolute Integrierung der moralischen Werte und wissenschaftlichen Wahrheiten erheischen. „Das moderne Israel verkörpert die Erfüllung der messianischen Vision für das jüdische Volk”, führte Ben Gurion aus, „so dass die neue Aera, welche mit der Neubesiedlung unseres Vaterlandes vor 80 Jahren begann, und unsere vor wenigen Jahren errungene Unabhängigkeit ein neues Kapitel einleiteten, das nicht nur unsere Stellung in der Welt sondern auch unsere geistige Schöpfungskraft beinhaltet. Dies gilt für die erste Phase der dritten Wiederherstellung unserer Unabhängigkeit, und diese Phase wird viele, viele Jahre währen. Wir werden wie bisher gezwungen sein, den grössten Teil unserer geistigen und physischen Energie in Israel darauf zu verwenden, unsere Sicherheit zu untermauern, das Land zu entwickeln, unsere Wirtschaft aufzubauen, unsere Einwanderer einzugliedern und feste Grundlagen zu schaffen, auf denen ein freies, unabhängiges und souveränes Volk rechtmässig gedeihen kann. — „Unsere Unabhängigkeit ist noch in Gefahr. Noch immer werden wir von allen Seiten bedroht. Noch sehen wir uns schweren Problemen bei der Absorbierung der Einwanderer gegenüber. Unsere Wüsten erwarten noch immer ihre Erweckung. Daher muss unser erstes Bemühen der politischen und ökonomischen Sicherheit gelten. Diese Anstrengungen werden aber nicht von Erfolg gekrönt sein, wenn wir uns dieser Aufgabe nicht mit ganzer Seele widmen.” Ben Gurion hob hervor, dass „die wahre Triebkraft für die Hunderttausende von Einwanderern, die nach Israel kommen, die messianische Vision darstellt, die sie seit ihrer Vertreibung aus dem Lande ihrer Väter vor über 2.500 Jahren in ihren Herzen bewahrt haben. Wären sie nicht von diesem Traum beseelt gewesen, so hätten sie nicht an ihrem Judentum festgehalten und wären niemals nach Israel zurück gekehrt.” „Einzig und allein, weil uns Juden die Ziele der prophetischen Ethik vorschweben, ist es möglich, die überwältigende und fruchtbare Macht der Wissenschaft zu LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE B*. Airei - PUEYRREDON 2190, 1* i*q. - T. E. 83-2613 12. Adar 5720 11. März I960 meistern, damit sie den Völkern und zum Segen gereiche”, fuhr Ben Gurion fort. „Die Wisenschaft, die nicht von moralischen Werten getragen wird, kann der Menschheit gefährlich werden.” Ben Gurion schloss seine Ausführungen mit der Versicherung, das „die Vision in ihrem ganzen Umfang verwirklicht werden würde, wenn wir uns eng an die geistigen Werte, die wissenschaftlichen Errungenschaften, die Ethik der Propheten und den wiedererwachten Pioniergeist amlehnen, * (ITA) Wo ist der Moralfaktor? //a ß? jm. ¿Papá, ¿son muchos 40 Sí, hijo, tantos como cumple KLM. ¿Qué es KLM? ¿Primera en qué? von KURT KAISER.BLUETH Ein englischer Peporter hat in zwei verschiedenen Städten der Bundesrepublik, in denen sich antisemitische Sudelexzesse abgespielt hatten, zufällig herausgegriffene Bürger gefragt, was sie von der plötzlieh ausgebrochenen Schmieroffensive der Neo-Nazis halten. Der Reporter hat etwa 40 Personen um seine Meinung gebeten. Es ist nichts darüber zu sagen, alle 40 waren im Prinzip klar dagegen. Aber mindestens 30 von diesen 40 Personen hatte eine höchs eigenartige Kontra- Argumentation, die im Grund nur geringfügig variierte und sich, summarisch gesehen, auf diesen Nenner bringen lässt: „Völlig idiotisch, unbedacht und schädlich”, diese mit roter oder weisser Farbe aufgemalten Hakenkreuze, gespickt mit Slogans. Idiotisch, unbedacht und schädlich, „weil sie dem Ansehen Deutscshlands in der Welt schaden, dieses Deutschlands, das sich wieder so schön empor gearbeitet habe und auf dessen wirtschaftliche Prosperität die ganze Welt neidisch sei.” Unbedacht und schädlich, weil „die Juden eine grosse Machtposition in der Welt besässen, auf die man Rücksicht nehmen müsse, um nicht zu Schaden zu kommen”... Antisemitische Propaganda schlage immer zum AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BENO“ BEÑO KUTSCHNECKER CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Arda. Juan Schottlaender?*mck*rH&9«B Mer Art — JUNCAL Ï170 T. E.: 82-1732 Schaden Deutschlands aus, „weil der jüdische Einfluss in allen Domänen sehr erheblich sei.” Wenn man sich mit den Juden und ihrer Tätigkeit in Deutschland auseinandersetzen wolle, so müsse man das auf jeden Fall diskreter und nicht so im Holzhammerstil tun. Die Argumentation ist sehr inteiessant. 75 Piozeni der Befragten erklärten sich als entschlossene Gegner der von den Neonazis angewandten antisemitischen Methoden, aber praktisch nur deshalb, weil sie für Deutschland und seine Entwicklung schädlich und hinderlich seien. Kein Wort über die moralische Schändlichkeit dieser Methoden bei den 75 Prozent, über das Ungeheuerliche, dass derartig monstruöse Hetzlosungen knapp 15 Jahre nach dem Fallen des Vorhangs über das Grauen der Judenausrottung durch Gas, Hunger und Kugeln von neuem ausgegeben werden können. Sondern nur die opportunistisch kalkulierende Schlussfolgerung, dass das gebrannte Kind das Feuer zu scheuen habe und dass man mit den Juden, vor allem nach aussen hin, korrekt verfahren müsse, weil1 ihr Einfluss gross sei und ihre polnische Macht in der Welt, „unbedacht” provoziert gegen dieses Wirtschaftswunder-Land und seine politisch-wirtschaftlichen Ziele in Bewegung gesetzt werden könnte. In dieser absoluten Priorität des Materiellen und in der hundertprozentigen Ignorierung des Moralischen bei der Stellungnahme zu dieser vitalen Frage, bei der doch der Moralfaktor alles andere überschatten müsste, liegt der Schlüssel zur Entzifferung des Phänomens. Wäre diese Vernachlässigung des moralischen Faktors nicht so allgemein geworden in der Bundesrepublik, wäre die satte Bürger- Spekulation nicht das A und O aller politischen Stellungnahmen und Erwägungen, so würden die Hakenkreuze an Ehrenmälern, Synagogen und auf den Grabsteinen am Jahresende 1959 nicht möglich gewesen sein. ESTUDIO JUR La primera línea aérea» del mundcM En cumplirá, los 40 y primera ¿n confort y atención personal. ¿Puedo volar yo. Papá? Volarás, hijo mío, por KLM * naturalmente! Consulte SU AGENCIA DE VIAJES O KIM, Corrientes 690 T. E. 45-014 "// gurejso m CIA. MAI HOLANDESA Oí AVIACION Dr, Hardi Swar Entwicklung in Afrika Tel Aviv. — Zwei israelische Firmen, die Dizengoff- Gesellschaft und die Diamond Exchange beabsichtigen, in Afrika Büros zu eröffnen. Dizengoff macht ein Büro in Kongo auf lind das andere Unternehmen an dev Elfenbeinküste, um dort den Ankauf ungeschliffener Diamanten für die israelische Diamanten-Industrle ziU zentralisieren. (ITA) Waehrend der Monate Februar und Maerz - GESCHLOSSEN t i Asuntos Europeos exclusivaniente f SPRECHSTUNDEN NUR IN DRINGENDEN FA ELLEN DIENSTAG UND FREITAG VON 16—18 UHR Dr. Günler Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUBROZ8IT: 19—12 mid 15—18 Ufer PUB YRREDON-2190 .«b* A?. 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