Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1757 (26.2.1960)
- Date
- 1960-02-26
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Nach Amerika geflüchtet (.Schluss von Seite 1) sische Koloss dasatte Europa zerschlagen. Wesentliche Teile des alten Kontinent wurden einfach in den russischen Machtbereich einbezogen. Das gilt nicht nur für die baltischen Randstaaten, die eine wichtige Vorhut der europäischen Kultur gewesen sind das gilt nicht nur für Teile des ehemaligen Ostpreussen, die heute zum russischen Riesenreich gehören. Das gilt auch für Länder wie Polen, die CSR und Ungarn, die sich selbst als ,.propugnaculum Christianitatis”, als Schutzmauer des Christentums und damit Europas gegen die anstürmenden Kräfte Asiens gefühlt und betrachtet haben. Hier handelt es sich nicht um europäisierte Gebiete, sondern um echte Glieder des alten Europas, das heute einfach nicht mehr besteht. Dass Russland sich selbst darum bemüht, die europäische Vergangenheit abzulegen und einen neuen, eigenen Weg zu beschreiten, darf man ebenfalls nicht vergessen. Das ist die Folge des geschichtlichen Gesetzes, das sich in der Entwicklung des alten wie des neuen Russlands offenbart und das darauf abzielt, anstelle der Zugehörigkeit . zu einem gröseren Europa die Eigenständigkeit und Besonderheit der russischen Weltmacht zu setzen Dass sich das restliche Europa darum bemüht jetzt •— in die Defensive getrieben — neue Wege zu einem engeren Zusammenschluss zu Deutsches Weissbuch Bonn. — Die deutsche Bundesregierung gab bekannt, es seien keine Anzeichen einer organisierten nazistischen Verschwörung gefunden worden, obwohl in der Zeit von Weihnachten bis Ende Januar 685 antisemitische Anpöbeleien gemeldet wurden. Die Regierung gab ein Weissbuch über den Antisemitismus heraus. Dis Nachforschungen ergaben, ,es lägen keine Beweise vor, dass ein bedeutender Sektor des deutschen Volkes antisemitische Gefühle hegt.” Viel mehr habe die Reaktion der überwiegenden Mehrheit des Volkes, bewiesen, dass die Deutschen den Antisemitisverurteilen und bereit seien, ihn zu bekämpfen. (ITA) Dr. FREY Aboga d o PUEYRREDON 2198 1« uq nachm. 16—18 Uh* suchen, vielleicht zu einer Art der Vereinigten Staaten Europas, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das alte Europa nicht mehr besteht, und dass wir es mit einer völligen Neuformung der politischen und wirtschaftlichen, aber auch der kulturellen Kräfte zu tun haben. Insofern ist Europa schon die Sklavin Russlands geworden, denn von Moskau aus wird das Diktat des Handelns der europäischen Mächte bestimmt. Unter dem gewaltigen Druck des russischen Kolosses werden Länder und Mächte einander näher gerückt, die Jahrhunderte hindurch gegeneinander standen. Am deutlichsten wird dies an der weitgehenden Kooperation zwischen Frankreich und Westdeutschland. Ein sehr altes Kriegsbeil wurde begraben, um eine gemeinsame Front gegen einen übermächtigen Gegner zu schaffen. Der Schatten Moskaus fällt in alle westeuropäischen Kabinette, die ihre Politik nach den Stirn mungen, Wandlungen und Tendenzen der Sowjets ausrichfen. Die im Resteuropa gefällten Entscheidungen sind insoweit nicht freie Willensäusserungen der Regierungen, sondern zu einem nicht unbeträchtlichen Teil Reaktionen auf Entschlüsse, die nicht in London. Paris oder Bonn, sondern in Moskau gefällt werden... So ist es denn dazu gekommen, wie Thiers voraussah, dass sich die Freiheit nach Amerika gerettet hat. Amerika ist das Land der freien Männer, das Land der Unabhängigkeit, der demokratischen Gesinnung und eines ungeahnten zivilisatorischen Fortschritts geworden. Und die Freiheit musste flüchten, sie musste sich einen neuen Lebensraum auf dieser Erde suchen. Nicht nur das zaristische und in unserer Zeit das kommunistische Russland haben die Freiheit verjagt, geknebelt und mit allen Mitteln unterdrückt. Durchaus nicht, es war vor allem das braune Deutschland, das den brutalen Krieg und einen unerbittlichen Kampf gegen Freiheit und Gerechtigkeit aufgenommen hatte. Nicht nur Russland, auch Europa hat die Menschheit versklavt und die Freiheit vertrieben, die sich nach Amerika retten musste. Im Kampf gegen die braune Schlammflut, mit der die Kräfte und die Mächte der Unterwelt an die Oberfläche gespült worden sind, haben die Amerikaner die Führung übernommen. Der Gerechtigkeit halber muss allerdings gesagt sein, dass nicht ganz Europa in den Taumel des Faschismus versank, sondern dass ein Land unberührt seine stolze, freiheitliche Gesinnung bewahrte: England, das unter der Führung Churchills das Banner der Freiheit entrollte und es fest in seinen Händen hielt, obwohl es aus vielen Wunden blutete. Amerika ist der Hort der Freiheit geworden, wie das von Thiers vorausgesagt worden ist. Die freie Welt und alle Völker, die sich nach der Freiheit sehnen, richten ihre Blicke vertrauensvoll auf dieses Land, das allein ] in der Lage isti dem russischen Koloss die Stirn zu bieten. Trotzdem erhebt sich die bange Frage, ob die Amerikaner auch in Zukunft die Kraft haben werden, der Gefahr zu begegnen, die aus dem Osten kommt. Verfügen sie vor allem über die moralischen Kräfte, die für eine solche Auseinandersetzung erforderlich sind? Es lie'gt in den Besonderheiten einer freien Welt, dasä man das'Recht und die Möglichkeiten einer Kritik besitzt.' Wahrend in dem vom Russland beherrschten Osten die Meinungsfreiheit unterdrückt ist, Kann im Westen jeder Bürger seine Auffassung kundtun und seine Stimme erheben. Sicherlich gibt es überall, auch in der freien Welt, viele Probleme, die zum Nachdenken zwingen. Ist es noch die alte Freiheit, von der das neunzehnte Jahrhundert träumte, die heute ihren Sitz in den USA hat? Haben nicht verschiedene Umstände und politische Konstellationen die verantwortlichen Männer dazu veranlasst, auch im Westen Abstriche von dieser Freiheit zu machen?. Mit grossem Unbehagen beobachten wir gewisse Tendenzen in der amerikanischen Politik, die Konzessionen nach allen Seiten macht in der Hoffnung, auf diesem Umwege die Reihe s des Westens zu stärken, und die Grenzen der Freiheit zu sichern. Noch haben selbst die Vereinigten Staaten *^e trennenden Mauern zwischen den Rassen nicht nie dergerissen. Wie ein wunder Besucher in Paris Paris. — Schimop Peres und General Mosche Dajan trafen in Paris ein. Peres verbleibt nach Aussagen der Israel - Botschaft 10 Tage in der französischen Hauptstadt, um mit den Behörden Frankreichs laufende An. gelegenheiten zu besprechen. Dajan besucht seine Tochter, deren letztes Buch in Frankreich ein Bestseller war, und wird mit ihr nach London und New York reisen, um die israelische Bonds-Aktion für das Jahr 1960 zü eröffnen. (ITA) Punkt in der Gedankenweit und Lebensauffassung erscheint selbst jetzt noch die Negerfrage in den Vereinigten Staaten, obwohl dei schwarze Kontinent sich anschickt. alle Fesseln der früheren Sklaverei abzustreifen und seine intellektuelle und politische Unabhängigkeit zu erringen. Wie ein dunkler Punkt in der westlichen Welt beobachten viele die Bemühungen der Amerikaner, mit antidemokratischen Kräften einen Pakt zu schliessen, um auf diesem Umwege die antikommunistische Welt abzusch.rrrien. Hier braucht man nur an die Bestrebungen zu erinnern, die von den Amerikanern ausgehen, um das faschistische Spanien und die rückschrittlichen arabischen Länder in die westliche Welt einzuordnen. Aber selbst diese Erschei- Dr. M. J. Kuhn i RIVADAVIA 2625, 3? i? T. 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Das Wort von Thiers, von dem wir ausgingen, dürfte durch den Ausspruch eines anderen französischen Denkers und Schriftstellers seine glänzende Ergänzung finden, durch die Ansicht und Voraussage eines Mannes, der vor Thiers gewirkt hat, durch den geistreichen Alexis de Tocjueville, der sagte: „Es gibt gegenwärtig zwei grosse Nationen in der Welt, die von verseniodenen Punkten ausgingen, aber dem gleichen Ziel .'.u?.ustreben scheinen. Ion spreene von den Russen und den Amerikanern... Jede scheint vom Himmei dazu ausersehen zu sein, die Geschicke einer Hälfte der Erdkugel?.u lenken.” Tocqueviile ist 1859, vor etwas mehr als einhundert Jahren gestorben. Seine politische Analyse ist n unseren Tagen in Erfüllung gegangen. Russen und Amerikaner haben die-Führung;ie einer Hälfte der Erdenvölker übernommen. Die Spaltung in Ost und West ist in unserer Zeit duichgefiihrt. Die Aufgabe der Zukunft wird es sein, diese unglückselige Teilung und Spaltung v/ieder zu iil.envinden l|nd um Einheit de.' Völkergemeinschaft herzjstellen... rm Zeichen der Freiheit, die nicht mehr flüchten soll und la [emana Israelita Buemanano: aparace io* Marte» y Vierre» Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredon 2190 lv îzq T. E. 83-2613 Apono-Preise. Argentinien: $ 60,— pro Quartal in allen Ländern unsere^ Erde ihre "esten S:‘.z, ihre wahre Heimat, ihre tiefen Vf urztln haben möge Unterirdische Organisation Limburg. — Der Weihbischof Walter Kampe stellt im Zentralorgan der Widerstandskämpfer und Verfolgtenverbände fest, dass das deutsche Volk den Nationalsozialismus noch nicht überwunden habe. Allem Anschein nach gäbe . es eine oder . mehrere unterirdische Organisationen, die Kontak. ,te unter den .alten. Nationalsozialisten pflegen. Zumindest gäbe es genug. Freundschaften und Bekanntschaften früherer Parteigenossen, um ein Netz von Informationen und gegenseitigen Hilfeleistungen über ganz Deutschland auszubreiten. — Dr. JOSE L COBEN ORTOPEDIA - - FRACTURAS Pampa 2926 T. E. 731116 Solicite hora j Dr. j | B. Sch war cz j j ZAHNARZT j ESTOMBA 2283 — 52-8214? | RAYOS X i j PARADENTOSE i f AUF URLAUB | BIS ENDE FEBRUAR * VARICES DE LA PIERNA - — ULCERAS - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL I M A N S K Y SARMENTO 3116 T. E. 87 1362 BOMBONERIA ELCA j PAMPA 2857 } Tägl. frisch aus eig. Hersthellung j BOMBONES j und andere Spesialitäten jetzt in Í verbeaeerter feiner Qualität Es wird in» Hau* geliefert. Rufen Sie aa: T. E. 73-2462 j Inhaberin: AUGUSTA X. de SCHREINER j Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf! Confitería NIZA j Dr. Bernardo Goldstein MEDICO oder Verkauf von Conde 2020 VERREIST BIS 5. MAERZ WOHNUNGEN HAEUSERN 76.0286 Vertreter: Dr. A. SANGUINETTI GESCHAEFTEN Servicios de lunch de categoría CABILDO 2464 T. 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