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Jüdische Wochenschau · 1960-02-16 · 1754 (16.2.1960) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
21 (1960)
Issue
1754 (16.2.1960)
Date
1960-02-16
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Martes 16 de Febrero de 1960 la semana israelita Año XXI No. 1754 Auch Völker haben Aufgaben (Schluss von Seite I) naten und kurz vor den Knesset - Wahlen sogar .zu heftigen und blutigen Zunmenstössen zwischen Poi i und Nordafrikanern gekommen ist. dann hat das mit dem Problem der allgemeinen Einordnung der nordafrikanischen Juden in Israel nichts zu tun. Es handelte sich darum, dass einige .besonders geschickte' Politiker die Unzufriedenheit einiger Kreise dieser Nordafrikaner die sich noch nicht in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben des Landes einordnen konnten oder wollten, für ihre parteilichen Zwecke ausnutzte. Mit grosser Geduld hat die Polizei einige kriminelle Elemente eliminiert, die Gerichte haben sich mit diesen Vorfällen beschäftigt, die Oeffentlichkeit hat sich interessiert, die Knesset leitete .eine Untersuchung ein; es wurde viel geschrieben und kritisiert. Von all den Aufregungen blieb nur die Erinnerung an die Frage der Eingliederung der letzten, der »ordafrikanischen Einwanderungswelle. Die Einwanderung in ein Land und die spätere Einordnung äetzt den Willen des Einwanderers voraus, sich den neuen Bedingungen anzupassen. Es gibt viele Menschen, die der Meinung sind, man könne das Land wechseln, aber im übrigen das alte Leben weiterführen. Jede Ein- und Auswanderung ist hart. Der Immigrant muss sich umstellen, er muss auf viele, liebgewordene Gewohnheiten Verzicht leisten, er muss Entbehrungen auf sich nehmen, in den meisten Fällen ekle neue Spache erlernen, ein anderes Klima ertragen und mit ihm nicht vertrauten Sitten und Gebräuchen einer ihm meist auch wesensfremden Bevölkerung in ständigen Kontakt kommen. Dr. FREY Abogado PUEYRREDOH 21*0 17 t*q ■«chm. 16—16 Uhr J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 °ptica REX oro*, ornan Sarmiento 8! T. E. 35 - 73 Das kann nicht jeder. Der Mehrheit der jüdischen Uebersee-Auswanderer ist dies jedoch gelungen, wobei der Prozess der Einordnung durch eine Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse zusehends erleichtert wird. Das ist eine verständliche Nebenerscheinung. In Israel werden an den Einwanderer noch höhere Anforderungen gestellt. Denn im Gegensatz zu allen anderen Ländern ist der Jude, der in Israel einwandert sofort israelischer Bürger. In keinem anderen Land hat ein Jude diese Möglichkeit, unmittelbar an der Gestaltung des nationalen Lebens einen so aktiven Anteil zu nehmen. Aber dieses Recht, das Israel den Juden schenkt, hat auch seine Kehrseite, löst auch erhebliche Pflichten aus: Militärdienet, ständige Alarmbereit schaft, starke moralische Bindungen gegenüber Staat, Land und Volk. Die meisten Neueinwanderer nehmen Rechte und Pflichten mit Enthusiasmus, jedenfalls mit dem notwendigen Ernst auf sieh. Aber nicht alle sind diesen Anforderungen gewachsen und zeigen sich auf der erwarteten Höhe. Aus solchen Menschen setzen sich die Kreise der Unzufriedenen zusammen. Derjenige Bürger eines Landes, der korrekt und ohne Konflikte seinen Weg durchs Leben geht, beschäftigt weder die Behörden noch die Zeitungen. Ueber die tausende braven und anständigen Leute wird nichts geschrieben, für Mörder und Lumpen wird viel Druckerschwärze und noch mehr Tinte verwandt So kam es, dass die „Nordafrikaner” wegen einiger schlechter Elemente einige Wochen zum Gesprächsthema in Israel und der an Israel interessierten Welt geworden sind. — Das afrikanische Element dient der Orientalisierung Israels, das bis heute eine europäische Oase in Asien ist. Sicherlich wird die europäische Kultur noch lange Zeit den entscheidenden Einfluss und Ausschlag in Israel geben. Aber niemand braucht damit zu rechnen, dass dies für alle Zeiten so bleiben wird. Denn Israel gehört nicht nur geographisch zum afro-asiatischen Weltteil. Hier stossen wir auf eine Frage, die in weiten jüdischen, intellektuellen und politischen Kreisen bereits debattiert worden ist. In diesem Zusammenhang ist es nicht möglich, diese Frage nach allen ihren Seiten zu beleuchten. Sie mag deshalb nur angedeutet sein. Niemand kann die Entwicklung vorausahnen oder ¿>icn anmassen, die Zukunlt Voraussagen zu können. Derartige Spekulationen haben keine reale Grundlage. Wenn wir die Zusammenhänge richtig verstehen, dann dürfen wir ohne weiteres die Richtigkeit der alten These unterstellen dass die Geographie unserem Volke zum Schicksal wurde. Die geographische Lage zwischen zwei Weltreichen bestimmte die Geschichte der alten jüdischen Reiche. Aber wenn wir nicht nur beim Rückblick auf die Vergangenheit verharren, sondern uns mit dem politischen Augenblick beschäftigen, dann werden wir erkennen, dass die faktische Bedeutung Israels in der Gegenwart erst recht auf seine geographische Lage zurückgeführt werden muss. Hier, in Israel, ist der Schnittpunkt dreier Kontinente. Hier treffen Europa, Asien und Afrika zusammen. Hier, auf engstem Raum, stossen Kulturen, Systeme, Meinungen, Religionen, Weltanschauungen und ökonomische Theorien aufeinander. Hier treffen sich auch die Menschen* deren Wurzeln in all den verschiedenartigen Ländern und Kontinenten ruhen... Hier liegt Israels besondere, man darf sagen, einzigartige Mission. Ein Volk auf Erden hat wie jeder einzelne Mensch, eine Aufgabe. Nicht jedes Volk versteht sie und zeigt sich ihr gewachsen. Hier liegt die Bewährung des Volkes. Israels Aufgabe ist ihm zum Schicksal geworden. Es hat der Welt die Zehn Gebote gegeben. Als Träger dieser Mission wurde Israel unsterblich. Würde es seine Mission auf- oder zurückgeben, würde Israel in Frieden leben, aber untergehen. Zu seiner alten Aufgabe ist die der Verbindung zwischen den Völkern hinzugekommen. Im Grunde genommen ist es die gleiche Mission der Zehn Gebote, der menschlichen Forderungen, des göttlichen Gesetzes, der MOHELIM j REAL PEN 569 \\ 0 Ü Judith Schenkolewski KnltsMÜiktnUa Schabboadecken - Tailisbeutel . Käppchen Masaot-Taschen - Head- und Maschinenstickerei von Bett und Tiscbw&eefae BEBEDERO 256» T. E. 72-6155 Propiedades Frankenberg berit Si* kostenlos uad onverbíndlich beim Kauf oder Verkauí roa WOHKUKGEH HAXU6ERN GESCHAEFTEW Montevideo 5T1, 4. IL T. E. 46.4667 j 76-7*44 Mohel David Freimann T. E. 67.9932 Boulogne Sus Mer 352. L Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6764 u. 74-2312 Bestrafung von Antisemiten UN. — Generalsekretär Hammarskjöld verurteilte energisch den jüngsten Ausbruch antisemitischer Kundgebungen in der ganzen Welt und erklärte, die Vereinten Nationen und ihre Sonderabteilungn müssten alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ,,in der wirksamsten Weise” anwenden, um dem Wiederaufleben dieser Tendenzen Einhalt zu gebieten. Hammarskjöld wurde bei seinem kürzlichen Aufenthalt in Khartum von einem ITA-Korrespondenten interviewt, dem er, wie er bei seiner Rückkehr erklärte, aufgrund seiner derzeitigen Informationen geantwortet habe. Er habe geäussert, seiner Ansicht nach „sei kein Grund vorhanden, diese Vorfälle auf eine durch eine einzige Organisation zentralisierte Aktien zurückzufühien.” Hammarskjöld fügte hinzu, diese Geschehnisse müssten „wie jede andere Manifestation von Rassenhass und Nichtachtung der menschlichen Persönlichkeit streng bestraft werden. Dass diese Vorfälle möglich gewesen wären sei für alle Menschen eine be^phämende Tatsache und stehe in scharfem Kontrast zu den grundsätzlichen Prinzipien der Vereinten Nationen. Wollte man ihre Fortsetzung erlauben, so liefe man ein Risiko auch in politischem Sinne. Daher müssen alle nur möglichen Mittel angewendet werden, um eine klare Lage zu schaffen.” (ITA) Freiheit des Individuums und des Friedens zwischen den Menschen. Gerade weil Israel ein Volk ist, das selbst so Unendliches erduldete und so Furchtbares erlitt, gerade deswegen versteht es die anderen, bisher unterdrückten Völker, denen es die Bruderhand reicht. Natürlich haben die guten Beziehungen Israels zu den vielen schwarzen Völkern und ihren jungen Staaten einen realen, nüchternen, einen politischen und einen wirtschaftlichen Hintergrund. Aber ohne die moralische Grundeinstellung, ohne dat Bewusstsein und das Gefühl von der ..höheren Aufgabe-' von der menschlichen, natio na len und internationalen Mission, hätte Israel nicht die Kraft haben können, in diesem stürmischen Meer der politischen Leidenschaften unserer Zeit und trotz der vielfachen eigenen Nöte und Gefahren anderen, viel grösseren Nationen beim Aufbau ihrer nationalen Existenz, ihres souveränen Staates und ihrer Volkswirt- NERVEN. u. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn RIVADAVIA 2625, 3« T. E. 46-7524 Mont., Mittwoch, Freitag 17—16 Uhr. Tel. Anmeldüng erbeten Dr. B.Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2263 — 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE AUF URLAUB BIS ENDE FEBRUAR Restaurant »Paso'' ntrs ‘ Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259;! Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS- und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten VERLANGEN SIE OFFERTE BERNARDO STERN and JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTUCHER Malerarbeiten CONDE 231t T. E. » 7533 Schaft wirkungsvoll »u helfen. Im Lichte dieser Fragen wird es unerheblich, ob Israel zu Europa, Asien oder Afrika gehört. Israels Aufgabe »st es, Juden aus allen Kontinenten aufzunehmen und den Versuch zu machen, die Völker in die Idee einer höheren menschlichen Einheit zu verbinden. Ohne viele W orte zu machen, vollbringt Israel bereits ein Werk, das m der Richtung solcher Tendenzen liegt. La Semana Israelita Bísenla nano: aparace m Martes y Viernes Editado por Estrellas Ecmoriai Ltda Verán twortiich: Dx. H. Swarsenaky Pueyrredon 2190 iv iaq T £. 83-2613 A bono-Preise. Argentinien. $ 60,— pro Quartel Keine EWG- Mitgliedsehaft Bonn. — Ein israelischer Kommentator versicherte ,n einer Sendung der „Stimme Israels”, Israel habe zur Zeit keine Pläne, Mitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu werden. Israel arbeiten mit der EWG zusammen, um von den niedrigen Zollsätzen des Gemeinsamen Marktes Nutzen zu haben. Die 9echs Mitgliedstaaten der EWG hätten Israels Wünsche in dieser Hin. sicht positiv beantwortet. Mit dem Kommentar wurde die Erklärung eines libanesischen Regierungsspiactvers beantwortet, seine Regierung versuche den Beitritt Israels zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu verhindern. (AWZ) Dr. ALBERTO L COHEN ESPECIALISTA DE NIÑOS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicite hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 T. E. 17 1362 Dr. BENJAMIN L1PN1ZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU- LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden’ Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518 T £ 76-8673 und 73-0566 Dr. L KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: [Montag, Dienstag. Mittwoch u. Freitag von 15—16 Uhr ■Es wird gebeten, »eh vorher telefonisch anzumelden [SANTA FE 1391 T. E. 44 9493 u. 44-1542 Dr. Bemardo Goldstein MEDIC O VERREIST BIS 5. MAERZ Vertreter: Dr. A. SANGUINETTI CABELDO 2464 T. E. 76-2406 Sprechstunden täglich von 15 Uhr 30 bis 16 Uhr » idMMMMNTWi

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