Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1752 (9.2.1960)
- Date
- 1960-02-09
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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ALS WACHE DES WESTENS (Schluss von Seite 1) jochen. Wie sangen die Deutschen?: „Heute gehört uni Deutschland, morgen die Z i^e Welt!” — Das sei * . .t wcrtlich zu nehmen, höre ich einwenden. Es war genau so wörtlich zu nehmen, wie die Lieder vom Judenblut. Sie haben das Judenb'.ut verlangt und sie haben es millionenfach vergossen. Sie wollten tatsächlich die ganze Erde unter ihr nazistisches Joch zwängen. Es gibt viele Beschreibungen, wie der Hitler-Stalin- Pakt zustandekam. Es war ein teuflisches Werk, das von langer Hand vorbereitet war. Stalin entliess sogar seinen bewährten Minister Litwinow, weil er Jude war, damit die neuesten Alliierten Russlands keinen Anstoss nehmen. Molotow, der inzwischen auch wieder einmal in der Versenkung verschwunden ist, gab sich dafür her, seinen Minister zu ersetzen. Der Krieg konnte beginnen, jener Krieg, der eigentlich nur einen Sieger kennt: die Russen. Wer hat den Russen die grosse Chance gegeben, sich* aus ihrer zweiten Position zu befreien? Die Antwort ist eindeutig: das nazistische j Deutschland. Zwar wollten Goebbels. Himmler, vielleicht auch Goering und zum Schluss Hitler die westlichen Alliierten umstimmen, um sich auf diese Weise zu retten. Es war zu spät. Der Russe hat das schwer bewaffnete Braune Reich überrannt. Gewiss haben die Amerikaner die russischen Armeen aufgerüstet, aber das ändert am Ergebnis durchaus nichts. Die Russen haben Osteuropa und durch ihre Waffenerfolge auch die westlichen Länder von der Geissei des Nationalsozialismus erlöst. Hieran wird keine Geschichtsklitterei etwas zu ändern vermögen. Alle Juden, die Hitler überlebten. verdanken dies — wenn auch nicht ausschliesslich — Dr. FREY Abogado j PUEYRREDON 21M; 1? i*q. nachm. 16—18 Uhr J. Liebling I FOURNIERE —? SPERRHOELZER i DIAZ VELEZ 5224 a) 46 1 T. £. 43-2349/0340 y 3021? i REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 # T E. 49-5850 SwwvwmitwwwHV °ptica REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 829 T. E. 35 - 7356 der roten Armee. Warum sollten wir das verschweigen? Es ist eine historische Wahrheit. Ohne den Hitler-Stalin- Pakt wäre Russland nicht zur Weltmacht geworden, die sie heute ist. Auch das haben also die Russen den Deutschen zu verdanken. Wenn man die Entwicklung des sowjetischen Reiches in drei Etappen einteilen will, so kann man sagen: in der ersten Etappe schufen die Deutschen die Voraussetzungen für den Sieg der kommunistischen Revolution, weil sie Lenin nach Russland brachten, um den Zarismus zu stürzen. Es war eine kurzsichtige Politik, wie heute feststeht. — In der zweiten Phase der Entwicklung bahnten die Deutschen den Russen den Weg zurück in die Weltpolitik. Auch das war ein Fehler. — Der dritte und entscheidende Faktor für die heutige Situation war der von den Deut-:chen geschlossene Pakt, der es den Russen gestattete> abzuwarten und gro-sse Gebiete des östlichen Raumes einzustreichen. Damit war aus eikner Grossmacht eine Weltmacht geworden, jedenfalls aber der Weg zu einer Entwicklung geöffnet, den Russ. land konsequent gegangen ist. Auch hierin hat die Reichsregierung unter ihrem Führer Hitler falsch kalkuliert. — Nun appelliert der Papst an das neue Deutschland, der Wachtposten gegen den Kommunismus zu sein. Sire denn heute die Voraussetzungen gegeben, dass das neue Deutschland mit einer (politischen) Vergangenheit gebrochen hat und die Möglichkeit besitzt, pine völlig veränderte r'-,'>.litik zu treiben T Frage kann I man nicht bejahen, abgesehen davon, dass die Handelsbeziehungen zwischen dem Osten und der westdeutschen Bundesrepublik sehr lebhafte sind. Wir haben ein ganz anderes Deutschland vor uns. Kann man denn übersehen dass Judith Schenkolewski Kullusctick ereien Schabbosdecken - Tallisj I beutel . Käppchen Mas- Izot-Taschen - Handundj Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche {BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 ein Teil des ehemaligen Deutschen Reiches direkt unter dem russischen Einfluss steht? Gerade die West deutschen verhöhnen doch immer „Pankow”, dass es ein russischer Befehlsempfänger sei. Dieser Teil Deutschlands fällt doch sicher für die Wacht gegen den Osten aus. Die russische Grenze liegt deshalb nicht mehr an der Weichsel, sondern tief im Herzen Europas an der Elbe! Der Papst muss sehr optimistisch sein, wenn er von einer deutschen Mission spricht, Europa vor dem Kommunismus zu beschütj zen. Eine solche Rolle steht mit der deutschen Vergan-1 genheit nicht erst seit dem! Beschluss des Ludendorffschen Generalstabs in Widerspruch. Haben wir doch gesehen, dass es gerade die Deutschen waren die trotz aller antikommunistischer Propaganda den Kommunisten schrittweise den Weg bahnten. Tatsache ist, dass das deutsche Volk als Wacht des Ostens gegen den Westen und als Wacht des Westens gegen den Osten angetreten ist. Der Bruderkrieg ist nicht allein der scheusslichste aller Kriege, sondern auch der gefährlichste dann, wenn sich andere Völker oder Mächte darauf verlassen, dass Brüder ewige Feinde bleiben. Irgendwann triumphiert der nationale Gedanke, das gemeinsame, brüderliche Empfinden über alle Dogmen und Doktrinen. Niemand braucht daran zu zweifeln, dass das deutsche Volk Nicht auf den Ix>rbeeren ausruhen Tel Aviv. — Ministerpräsident Ben Gurion kündigte an, Israel müsse vielleicht im nächsten Jahrzehnt ..eine schwere und vielleicht entscheidende militärische Probe bestehen. Er sprach vor der Konvention der Histadrut und erklärte, er kenne kein anderes Volk, das „einen so innigen Wunsch nach Frieden” hege wie Israel. Der Frieden, so führte er aus, ist eine Lebensnotwendigkeit für die junge Nation, die mit schöpferischer Kraft ihr Land aufbaut, während sie von Feinden umlauert ist, die auf ihren Untergang sinnen. Welchem Diktator es gelingen könne, den Versuch zur Ausführung dieser Absichten zu machen, sei unmöglich vorauszusagen, so fuhr Ben Gurion fort, aber „Israel darf nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und auf vergangene Siege bauen, wenn sie auch noch so glänzend gewesen sein mögen.” (ITA) la Semana Israelita Bisemanario: apa race io* Martes y Viert es Editado por Estrellas Ectuoriai Ltda Veraniwcrtbcb: Dr. H. Swarsensky Pueyrredon ¿190 p. uq T E 83-2613 A oono-Preise Argentinier. $ 60.— pro Quartal M O H E L I M M o h e 1 David Freimann T. E. 87-9932 Boulogne Sut; Mer 352. L Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 bereits wieder seine Einigung vollzogen hätte wenn die fremden, noch grösseren und stärkeren Mächte dies erlaubt haben würden. Nur weil der Russe seine H3nd über Ostdeutschland hält, kam der Zusammenschluss der beiden deutschen Teilrepubliken nicht zustande. Ein flüchtiger Blick -auf die letzten 50 Jahre lässt erkennen, dass die päpstliche Hoffnung von der deutschen Wacht gegen den Kommunismus mit den Fakten der Vergangenheit nur schwer in einen Gleichklang zu bringen ist. Diese Zweifel werden stärker, wenn man i die letzten unerfreulichen j Vorkommnisse in Deutschj land in Betracht zu ziehen j bereit ist. Es ist kein Raum für* Zweifel am Vorbanden NERVENu. GEMDETS: ] KRANKHEITEN j Dr. M. J. Kuhn ] RIVADAVIA 2825, 3* j T. E. 48-7524 i Mont., Mittwoch, Freitag | 17—19 Uhr. TeL AnmeJj düng erbeten ] Dr. B. Sehwarcz sein einer neo-nazistischen oder alt-nazistischen Bewegung. Diese Kräfte der Unterwelt mögen heute n-;ch schwach sein und keine Gefahr bedeuten. Aber morgen kann sich das Haupt der Hydra wieder erheben, gerade weil man in Bonn diese Erscheinungen nicht in der gebotenen Form zu bekämpfen gewillt ist. Mit der Verhaftung von einigen Dutzenden Jugendlichen ist nichts getan, auch wenn sie Gefängnisstrafen erhalten. Gelegentlich wurde gemeldet,. dass diese Aktionen gegen die Demokratie und gegen die Juden von kommunistischen Agitatoren geleitet werden. Nehmen wir ein. mal an, dass diese Behauptung stimmt, obwohl sie zweifelhaft erscheint, weil man nur Nazis und keine Kommunisten verhaftete. Das würde doch nur eia neuer Beweis für die Bereitwilligkeit der Nazis sein, mit den Kommunisten am Sturz der verhassten Demokratie zusammenzuarbeiien, wie sie dies bereits einmal getan haben 1 Es wäre deswegen besInders erforderlich gewes.n, dass der Papst nicht nur von der Sendung des deutschen Volkes bei der Wacnt gegen den Kommunismus gesprochen hätte, sondern einen besonderen Aufruf an das gleiche Volk gerichtet haben würde, die nazistischen Elemente zu bekämpfen um für die zugedachte Miss.on geeignet zu werden. Sonst wird das traurige Spiel von vorne beginnen und die vierte Phase einleiten, in der die Deutschen dem Kommunismus nunmehr den Weg dazu ebnen, die allein beherrschende Weltmacht zu werden... Dr. DARIO COHEN CIRUGIA — SEÑORAS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicitar hora ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 52-82L i RAYOS X * PARADENTOSE AUF URLAUB BIS ENDE FEBRUAR VARICES - ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAIL UMANSKY Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos und unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAEFTEN Montevideo 571, 4. St. T. E. 40-4937 y 70-7244 wwwv»wvw»»wv»wvv\»\\v»»»v»w»*»»wwvw»w,¿ Restaurant »Paso ” ntrr | Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259: Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla * MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten VERLANGEN SIE OFFERTE tWWWVWUtWWWWWHWWWMMWW SARMIENTO 3116 Î T. E. 87 1362* j BERNARDO STERN und I JUAN JULIUSBURG I AUSFUEHRUNG SAEMTUCHER ¡ Malerarbeiten I CONDE 2318 T. E. 76 7533 jür. BENJAMIN LIPNIZKY? I Z A H N’A R Z T I ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE-? HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU- I LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG? 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