Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1752 (9.2.1960)
- Date
- 1960-02-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611288--0167-9611289- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
jüdische mm t PUEYRHEDON 2190 — 1’ »xq. Año XXI. BUENOS AIRES, MARTES 9 DE FEBRERO DE 1960 T. E. 8 3 2 6 1 9 Nc. 1752 Communiqué der Israel-Armee Jerusalem. — Der Sprecher des israelischen Verteidigungsheeres gab bekannt, 'dass als direkte Folge der '7/usammenstösse, die sich in den letzten Tagen im Niemandsland in de»- Südzone an der Grenze Israels mit Syrien ereignet haben, und bei denen in der Nacht vom 31. Januar ein Israeli den Tod fand und zwei Israelis verwundet wurden, die israelischen Truppen eine Säuberungsaktion gegen die Stützpunkte durchführten, welche die Syrer in der entmilitarisierten Zone errichtet batten und von wo aus sie das Feuer gegen die friedlich arbeitende israelische Bevölkerung eröffneten. Bei dieser Aktion wurden die Gebäude des Dorfes Jirbat Taufik zerstört, die in militä rische Basen innerhalb de« Niemandslandes verwandelt worden waren. Jirbat Taufik ist eine- Position des syrischen Heeres im Niemandsland im südlichen Teil der Grenze zwischen Syrien und Israel. Nach Unterzeichnung des Waffenstillstandes wurde die Zone von den Israelis geräumt, aber die Syrer bauten dort in offener Verletzung der Waffenstillstands- Bestimmungen eine befestigte Stellung, von der aus sie die Sicherheit der israelischen Kolonie Bet Katzir bedrohten und Zwischenfälle provozierten, die im Laufe von zehn Jahren den Tod von zehn Israelis verursachten. Seit Unterzeichnung des Waffenstillstandes präsentierte Israel 350 Beschwerden wegen der syrischen Befestigungen an diesem Ort. Die Untersuchungen, die die UN anstellten, bestätigten das Vorhandensein dieser Befestigungen, doch die Vereinten Nationen waren nicht in der Lage, die Entmilitarisierung der Zone durchzusetzen. Im Jahre 1957 begannen die Bewohner von Bet Katzir mit der Aushebung eines Kanals, um die Ueberschwemmung ihrer Felder zu verhüten. Diese Arbeiten, die in Anwesenheit eines UN-Beobachters verrichtet wurden, sind von syrischen Soldaten zerstört worden, welche aus kurzer Distanz Schüsse abfeuerten, wobei sie einen Polizisten töteten und einen anderen ver. WIE ICH ES SEHE ALS WACHE DES WESTENS von JEHUDA GOTTHEIMER In einem anderen Zusammenhang wurde auf die Rolle der Katholischen Kirche in ihrem Kampf gegen den Kommunismus hingewiesen. Vielleicht wäre es exakter zu sagen, dass sich heute die ecelesia militans — die einst so streitbare Kirche — in der Defensive gegenüber der aggressiven Haltung des Ost. blocks befindet. Diese kirchliche Situation hat auch dazu beigetragen, dass eine Annäherung zwischen Christentum und Judentum beobachtet werden kann. Diese mitunter unter grossem Aufwand propagierte „christlich-jüdische Annäherung” oder „christlich . jüdische Verständigung” kann niemals eine Aufhebung der tiefen und echten Gegensätze mit sich bringen, die unüberbrückbar zwischen Judentum und Christentum bestehen, es sei denn, dass eine der Parteien bereit wäre, sich selbst aufzugeben. Dies ist aber nicht anzunehmen. Diese Annäherung besteht in der Aussprache über diejenigen Probleme, die vielleicht in Kooperation gelöst werden können, in erster Linie Probleme sozialer und gesellschaftlicher Natur, die heute immer stärker in den Vordergrund der Besorgnisse aller verantwortlichen staatlichen, religiösen, kulturellen, pädagogischen und politischen Kreise treten. Ebenso könnte eine Annäherung zwischen den verschiedenen Gemeinschaften zu einer allgemeinen Verständigung zwischen allen Bevölkerungskreisen führen und auf diesem Wege einen wesentlichen Beitrag zur Ueberwindung von Gegensätzen und Vorurteilen beitragen. Dies dürfte überhaupt die entscheidende Aufgabe sein, die einer Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gruppen zufällt. Wer sich solchen Zwecken widmet, dient der Vorbereitung und Erhaltung des Friedens. Die Kirche sucht Bundesgenossen in ihrem schweren Kampf gegen die Kommunisten. Nicht immer hat sie Umschau nach Verbündeten halten müssen. Gab es doch Zeiten, wo sie mit Fug von sich das Schillerwort zu sagen vermochte: „Der Starke ist am mächtigsten allein", wo ein deutscher Kaiser den Gang nach Canossa antreten Neue syrische Feuerangriffe Tel Aviv. — Die syrischen Kanonen nahmen erneut israelische Ziele in der entmilitarisierten Zone südöstlich des Tiberias-Sees unter ihr Feuer. Ein Israeli wurde verwundet. Die Schüsse wurden erwidert. Dieser Verlust ist der zweite in 24 Stunden, nachdem ein Israeli schwer verletzt worden war, als die Syrer Tel Katzir bombardierten. Keiner der beiden Kontrahenten hat bisher auf die Aufforderung des Präsidenten der gemischten syrisch-israelischen Waffenstillstands- Kommission zu einem sofortigen Abzug seiner Truppen aus der umstrittenen Zone Antwort erteilt. Ein UN-Sprecher versicherte, General Carl von Horn, der Chef der UN-Kontroll-Komnüssion für die Waffenstillstände setze se.ne ßsmnhuugen fort, um die Spannung in dieser Kommission herabzummdern. Die gemischte syrisch-israelische Waflenslillstandskommission tagte zum letzten Mal irn Jahre 1957. (ITA) musste und von den Päpsten abhing, wer gekrönt wurde und wer nicht. Eine grosse Fülle von Faktoren der verschiedensten Art haben dazu beigetragen, dass die Lage sich gründlich verändert hat. Obwohl die Macht und noch mehr der Einfluss der katholischen Kirche noch immer gross ist, dürfte sie wohl doch nur als politische, gestaltende Komponente ein Schatten ihrer früheren Herrlichkeit sein, aber noch stark genug, um ein Wort mitzusprechen. Gerade deswegen wendet sich der Kommunismus mit ungebrochener Kraft gegen die Kirche. Als einen wichtigen Bundesgenossen bezeichnete der Papst bei seiner letzten Zusammenkunft mit dem deutschen Bundeskanzler Dr. Adenauer das deutsche Volk, das die wichtige Mission habe, „als Wacht des Westens dem Druck der Sowjetunion” standzuhalten. Diese päpstliche Aeusserung gibt Veranlassung zum Nachdenken und zur Stellungnahme. Wir werden erkennen kön. nen, dass diese Betrachtung für uns als Juden von besonderem Interesse ist, obwohl es dem oberflächlichen Beobachter nicht Klar sein wird, aus welchen Gründen gerade diese Frage für das jüdische Volk von einer entscheidenden Bedeutung ist. Ebenso ist ein Zusammenhang mit den letzten antisemitischen Vorkommnissen gegeben, die sowohl die Bundesrepublik wie den Papst beschäftigt haben, wenn dies auch bedauerlicherweise bei der Begegnung des Papstes mit Adenauer nicht ausgesprochen wurde.,. Das dwiitsche Volk also, so sagte der Papst, habe die Mission, die Wacht des Westens zu sein. Wir können nicht beurteilen, ob der Papst diese schöne Redewundeten. Schliesslich versuchten die Syrer Mitte Dezember, sich anderer Zonen in der Gegend zu bemächtigen, indem sie ihre Soldaten als Bauern verkleideten. Mit Heereswaffen ausgerüstet ge. langten diese bis zur Westseite von Bet Katzir und verletzten somit den Status quo, der seit mehreren Jahren hier herrschte. ,Am 24. Dezember 1959 wurde das Feuer von der Base in Taufik aus eröffnet. Hierbei wurde ein israelischer Polizist getötet, und seither versuchten die Syrer periodisch, dieses israelische Territorium unter dem Vorwand, Akkerbau treiben zu wollen, in ihre Gewalt zu bringen. Israel wandte sich an die Vereinten Nationen mit dem Ersuchen, auf die Syrer einzuwirken, damit diese den Status quo respektieren, ohne dass bisher positive Resultate zu verzeichnen wären. Seit die Syrer Taufik besetzt hielten, haben sie eine grosse Menge von Waffen dort aufgestapelt, darunter Kanonen und Mörserv mit denen sie unaufhörlich die israelischen Siedler von Bet Katzir in Schach hielten. Aufgrund dieser Tatsachen und der wiederholten Versuche Syriens, sich Positionen im Niemandsland anzu. eignen und auf diese Weise gegen die Souveränität Israels zu verstossen, ist die Säuberungsaktion durchgeführt worden, deren einziges Ziel es gewesen ist, die syrischen Stellungen im Niemandsland auf der israelischen Seite an der Grenze Israels mit Syrien zu zerstören. Wendung, die für die De sehen schmeichelhaft s, mag, wörtlich gemeint fc In jedem Fall müssen > diese Auffassung analys ren, denn die neue „de sehe Sendung in der We verdient eine genauere l tersuchung. Es dürfte nicht zu v gesagt sein, dass die de sehen Regierungen dre verschiedener Deutscher Ri che, des 1. kaiserlich Deutschlands, des 2. Reiel der Weimarer Republik u des traurigen Dritten R ches dem Kommunismus i Macht verholten haben, r deutsche Generalstab Vi heims II. hat die russisch Revolutionäre, vor all Lenin, 3n plombierten V gen quer durch Deutschla und mitten im Kriege nr Russland gebracht, damit dort das zaristische Rei (das ohnehin in seinen 1« jten Zügen lag, vollends z schlagen. ’Lenin, getrag vom Vertrauen des de sehen Generalstabs, erfül seine Aufgabe. In Blut u Tränen versank ein Syste das nur Blut und Trär , sowie unendliches Leid Hi , derttausenden von unschul gen Menschen gebracht h te, das die Leibeigensch nicht aufzuheben bereit w das den Juden die Bürg rechte auch 3m 20. Jahrln dert verweigerte, das i Nueva Sede de la A. Judía Nueva York. — La Agencia Judía para Israel, que ocupaba ur. edificio en la calle 66. se mudó a su nueva sede en 515 Park Avenue, según anunció en ésla Goiilieb Hammer, director ejecutivo de la misma. Reveló el Sr. Hammer que además de la Agencia Judía y el United Israel Appeal, también serán alojados en el mismo edificio el American Zionist Council, los archivos -Lnislas, la biblioteca y el Instituto Theodor Herxl. Estas últimas tres organizaciones ocupaban hasta ahora locales alquilados. — La comisión de hipotecas encabezada por William Kaufman, halló que la adquisición del edificio sería más económica que elquilar espacio para todas esas organizaciones. Destacó Hammer que la compra del edificio como iimbién el costo d' las instalaciones están pieriamente cubiertas por la venta de las antiguas instalaciones más su hipoteca, y por ello no hubo que recurrir a fondos recaudados por el UJA. — HERBERT FRANKENSTEIN Neuer Sitz der Jewish Agency New York. — Die Jewish Agency für Israel, die ein Gebäude in der 66. Strasse innehatte, zog in ihren neuen Sitz in der Park Avenue 515 um, wie Gottlieb Hammer, ihr amtierender Direktor mitteilte. Gleichzeitig enthüllte Hammer, dass ausser der Jewish Agency und den Büros der Einheitskampagne im selben Gebäude der American Zionist Council, die zionistischen Archive, die Bibliothek und das Theodor Herzl-Institut untergebracht werden. Die drei letzten Organisationen befanden sich bisher in gemieteten Räumen. Die Hypotheken-Kommission, an deren Spitze William Kaufman steht, stellte fest, dass der Kauf des Hauses billiger wäre als für alle diese Organisationen Büros zu mieten. Hammer hob hervor, der Erwerb des Gebäudes sowie die Kosten der Installationen seien vollauf durch den Verkauf der alten Installationen zuzüglich ihrer Hypothek gedeckt. Daher wäre es nicht notwendig gewesen, auf von der Einheitskampagne gesammelte Fonds zurückzugreifen. HERBERT FRANKENSTEIN den Dolchen der Kosaken und den Schwertern seiner Legionäre beruhte. Das imperialistsche, kapitalistische, antisozialistische Deutschland war der Handlanger des Kommunismus gewesen. Ludendorff, Repräsentant des kaiserlichen, antisemitischen, nationalistischen, expansionistischen Deutschlands, hatte seine Hand dazu gereicht. Mehr noch: ohne den deutschen Generalstab wäre die Revolution wahrscheinlich niemals in dieser Form in Fahrt gekommen... Das Deutsche Kaiserreich brach zusammen und teilt« das Schicksal des zaristischen Russlands. Wilhelm II. brachte sich rechtzeitig in Sicherheit. Die deutsche Führung hat für diese „Absetzungsbewegung” ins sichere Ausland immer eine besondere Begabung gezeigt. Durch seine Flucht entging Wilhelm II. dem traurigen Ende, das sein Vetter Nikolaus genommen hatte, und an dem er selbst nicht ganz unschuldig war. Die Republik setzte auch in der Ostfrage die kaiserliche Politik fort, da sie mit denselben Menschen rechnen musste, die bereits als Beamte des Kaisers ihre Arbeit geleistet hatten. Es war genau so, wie ein begabter deutscher Schriftsteller schrieb: „Der Kaiser ging, die Generäle blieben!”... Damit war nicht nur der Weg und das Schicksal der Weimarer Republik besiegelt, sondern auch die auswärtige Politik festgelegt. Die Deutschen, durch die militärische Niederlage po_ litisch aus dem Gleichgewicht gebracht und in die Rolle einer geschlagenen Grossmacht versetzt, wurden von den Alliierten kurz gehalten. Verzweifelt kämpften sie um ihre Rehabilitierung. Die Rolle Adenauers spielte damals ein Mann jüdischer Abstammung,, einer der wenigen deutschen Europäer Dr. Walther Rathenau. Die Frühnazis haben ihn erschossen. Seine Mörder wurden später nationale Helden. Aber Rathenau war doch nicht allein. Mit seinen Mitarbeitern und »einem Kanzler bahnte er den Russen den We*. Zwei halbe Grossmächte, gemeint sind Deutschland und Russland nach dem ersten Weltkrieg, ergeben vielleicht eine ganze Grossmacht. So kam es zum deutsch - russischen Bündnis, zur Rückführung der beiden ehemaligen Grossmächte in die Völkerfamiüe. So wurde Russland, die kommunistische Sowjetunion, mithilfe Deutschlands wieder gesellschaftsfähig. Tschitscherin, der russische Kommissar für die auswärtigen Angelegenheiten, war der eigentliche Sieger in Rapallo... Was Tschitscherin begann, hat der Jude Litwinow vollendet, der bereits in Rapallo als Spezialist für die westlichen Probleme dabeigewesen ist. Russland war eine Grossmacht, als Hitler die Regierung übernahm. Aber Russland konnte noch nicht der Welt das Tempo des Handelns vorschreiben. Noch standen die Amerikaner unbestritten an der ersten Stelle, die ihnen Stalin nicht streitig machen konnte. Dann kam Hitler und störte das mühselig hergestellte Gleichgewicht der Kräfte, denn er wollte in seinem Grössenwahn die ganze Erde unter- (SchluM auf Seite S) Beziehungen mit Deutschland Bonn. — Ein Sprecher der Deutschen Bundesregierung erklärte, die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Israel müssten aufgenommen werden und es handele sich „nicht um eine Prinzipienfrage sondern um eine Frage der Zeit.” Der Sprecher, der sich auf Aeusserungen von Felix von Ehrhardt, dem Bundes-Presseehef, bezog, dass die Bonner Regierung nicht die Absicht habe, derartige Beziehungen herzustellen, verwies darauf dass die Bundesregierung „ihre grundsätzliche Einstellung” zugunsten dieser Massnahme nicht geändert hat _ (ITA)