Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1751 (5.2.1960)
- Date
- 1960-02-05
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernet, 5 de Febrero de I960 LA SEMANA ISRAELITA Schilf durch die Wüste von unserem Sonderkorrespondenten Die deutschen Entschädigungen Die Aufgaben der israelischen Kriegsmarine ergeben sich in erster Linie aus der geographischen Lage des jüdischen Staates und sowohl im Mittelmeer als auch im Elat-Golf aus der Bedeutung der Seeschiffahrt für die Förderung der Volkswirtschaft, dem Weiterfliessen der lebenswichtigen Versorgung und der Offenhaltung der freien Zufahrt auf hoher See und an den Meerengen. Die verschiedenen Marine- Einheiten, denen die Gewährleistung dieser Aufgaben anvertrsut wird, müssen natürlich weitgehend der geographischen Lage ihres Einsatzraumes angepvsst sein. Praktisch heisst das, dass die Aufgaben, die dem Chel Hajam im Golf von Elat zufallen, den Einsatz anderer schwimmenden Kampf-Einheiten erforderlich machen als die Aufgaben, die die Flottengeschwader Israels im Mittelmeer zu meistern haben. Der Golf von Elat mit seinen 150 Kilometern Länge und seiner Breite von durchschnittlich 15 Kilometern lässt den Flottene.'nheiten nur geringen Raum zum Manövrieren, wenig Möglichkeiten der Verteidigung ge. gen Luftangriffe und zwingt sie ständig, zumindest entlang der vom Feinde besetzten Küstenstreifen eventuell unter dem Feuer der Küstenbatterien zu kreuzen. Es ist deshalb logisch, in einem so beengten Seeraum, soweit wie möglich Einheiten einzu. setzen, die sich weniger durch ihre Grösse und die Reichweite ihrer Geschü.ze als vielmehr durch ihre Geschwindigkeit auszeichnen. Nachdem der Elat-Golf nach der Sinai-Aktion für die israelische Schiffahrt geöffnet wurde, galt es, die Sicherheit der Handelsschiffe, die den Südhafen anliefen, zu garantieren und ihnen die freie Passage ins Rote bis in den Südhafen Israels befördern solle. Es gelang zwar, in den letzten Jahren einen „trockenen Suez-Kanal”, d. h. eine P.pcline für den Erdöl - Transport vom Elat-Golf zum Mittelmeer anzulegen, aber der Transport von Schiffen auf dem Trockenen ist eine andere Sache. Tatsächlicn gab es wohl Präzedenzfälle. So haben u. a. die Deutschen im zweiten Weltkrieg kleine Kriegsschiffe (u. a. auch Ta. schen-U-Eootel per Land bis ans Schwarze Meer gebracht, und schon vor ihnen, im 13. Jahrhundert, hatte ein fran- Meer unter allen möglichen zösischer Kreuzfahrer, der Umständen zu gewährlei- ¡Mekka erobern wollte, e nisten. Zu diesem Zweck wuri ge Schilfe von Aschkalon bis Beileid Ben Gurions Jerusalem. — Der Ministerpräsident drückte der Regierung Brasiliens anlässlich des Todes von Osvaldo Aranha sein Beileid aus. In seiner Botschaft erinnerte er daran, dass unter der Präsidentschaft des Verstorbenen im Jahre 1947 der Teilungsbeschluss in den UN zur Annahme gelangte, und aus diesem Grunde sein Andenken in die Geschichte Israels ein gehen wird. Aussenminister Golda Meir kabelte an den brasilianischen Aussenminister Lafer und betonte, dass der Verewigte stets die nationalen Bestrebungen Israels anerkannt hat. (ITA) den bei Beginn der Sinai- Kampagne zwei Fregatten englischer Konstruktion (die Israel nicht ausgerüstet abgetreten und dann mit italienischen 105 mm-Geschützen bestückt wurden), über das Kap der Guten Hoffnur g in den Golf von Elat gebracht, wo sie dem Südhafen Sicherheit und Schutz brachten und für die Aufrechterhaltung der freien Schiffahrt sorgten. Tatsächlich waren diese beiden Fregatten (solche Einheiten werden heute hauptsächlich zur Abwehr gegen U-Boote und zum Geleitschutz verwendet) keineswegs eine ideale Lösung für die Aufgaben des Chel Hajam im Golf von Elat. Deshalb wurde schon damals eine wirksamere Seeverteidigung geplant und die Bildung eines Geschwaders von Torpedo-Booten in Angriff genommen. Diese Schiffe an den Elat-Golf transportiert. Schon am Vortage der Sinai-Kampagne wurde unter strengster Geheimhaltung eine erste Einheit der Marine, ein Landungsboot, nach Elat geschafft, das bei dem Feldzug der Division von Aiuf Jaffe nach Scharm el Scheich (Titan) eingis.tzt wurde. Der Transport von von Torpedobooten ist jedoch mit wesentlich grösseren Schwierigkeiten verbunden. Die Landungsboote sind leichter, flach gebaut, ihr Gewicht besser ausgegli chen, ihr Schwerpunkt lirgt genau in ihrem Zentrum, und sie sind mit wen:ger delikaten Einrichtungen ausgerüstet als die ul'ramodernen Schnellboote. Vorbereitungen für den Transport der Torpedoboote nach Elat wurden deshalb bereits getroffen, nachdem diese Schiffe in der italieni- Amsterdam. — Dr. Nachum Goldmann, der Präsident der Konferenz für materielle Ansprüche an Deutschland, gab seiner Befriedigung über die Beschleunigung der Entschädigungen während der zweiten Hälfte des Jahres 1959 Ausdruck. Er äussette Zweifel, dass die Entschädigung bis zum Terminverfall am 31.’ März, gänzlich abgeschlossen sein werde, doch wies er gleichzeitig darauf hin, dass Deutschland ¿nt Jihie 1959, dem 7. Jahr ununterbrochener Zahlungen, seine Verpflichtungen an Israel gemäss dem 1952 geschlossenen Abkommen erfüllt habe. Im vergangenen Jahre erhielt Israel von Deutschland Güter und Dienste in Höhe von 60.714.085 Dollar, womit seit Beginn des Programms die Summe von 452.386.152 Dollar erreicht wurde. Mitte 1959 hatte die Kommission angesichts der Langsamkeit der Zahlungen um eine Unterredung mit Finanz-minister Dr. Etzei ersucht, wie er bemerkte. Er fügte hinzu es herrsche tiefe Besorgnis wegen der kürzlichen antisemitischen Uebergriffe. die das Werk einer unbelehrbaren Minderheit seien und bekämpft werden müssten, damit sie sich nicht ausoreiten können. Goldmann bedauerte, dass die deutschen Staaten sich zu keinen Massnahmen bereit gefunden hätten, um die Juden Ungarns und Rumäniens zu entschädigen. Es lägen 40.000 Anträge aus Rumänien und 1.000 Gesuche aus Ungarn vor. In seiner Eröffnungsrede würdigte Goldmann die Haltung Hollands und des holländischen Volkes, die in der Nazizeit ihre Solidarität mit der. Juden unter Beweis gestellt haben. (ITA) Ano XXI. — No. 1751 — 5 RUECKKEHR DES BOTSCHAFTERS Mit einem „interamerikanischen” Flugzeug der Panagra kehrte Israels Botschafter. S. E. Dr. Arie Levavi, wieder nach Buenos ' 1 IJ V - ÍK* \\ f - * sind durch ihre hohe Ge-! schen Werft in Auftrag geschwindigkeit, Seetüchtig- J Seben worden waren. D:e keit und relativ starke Be- Ser>auen Masse der Einheiten waffnung die „ideale’ Waffe j wurden notiert und eine in einem kleinen Binneni Gruppe von Marine-Offiziemeer oder Golf.! ren begab sich auf den Weg Nach längeren Studien i nach Elat auf der genauen wurden diese Schiffe in Italien in Auftrag gegeben, nach besonderen Spefizikationen (u. a. sind die israelischen Torpedoboote mit ihren 16 m Länge und 5 m Breite etwas kürzer als solche Schiffe anderwärts) und vor ca. zwei Jahren wurd:n die ersten Einheiten nach Elat gebracht, wo sie d’e beiden Fregatten „Mivtach” und „Misgav” ergänzten. | Das grosse Problem war, I wie man die Torpedoboo'e DAUNENDECKEN! -Gardinen! IMPORT CHINTZ and VOILE I BENNO DE LEVIE S R.L. | T E. 76-4155 | NUR: ECHEVERRIA 2242j > > H. ROSENZWEIG TAILOR HENRY Tucumän 563. piso Neues Telefon: 32.0913 Grösste Auswahl in imp. u-sd hiesigen Stoffen Rou’.e, die später von den Hakenkreuze in Kansas City Kansas City. —. Mitglieder des neonazistischen Klubs dieser Stadt beschmierten vier jüdische Gebäude mit Hakenkreuzen. Die Bundespolizei untersucht den Fall. Der Klub hat sich den Namen Nationalsozialistische Partei deutscher Arbeiter zugelegt und agitiert gegen Juden und Neger. (ITA) Aufnahme in Schiffs-Konferenz Haifa. — Die Schiffahrtsgesellschaft „Black Star”, die von Ghana und Israel gemeinsam betrieben wird, wurde in die Westafrikanische Schiffs-Konferenzaufgenommen. Damit" ist sie Mitglied der Organisation der Reedereien, die den Frachtverkehr zwischen Westafrika und den USA und Kanada betreiben. Das Abkommen wurde mit Hilfe der ZIM erzielt, die der Organisation seit über einem Jahr angehört. Die „Black Star” ist die erste afrikanische Reederei, I die der Konferenz angehört. gen noch ausserdem mit Seilen gehalten. Langsam, hundert Meter um hundert Meter, ging es herunter in die Senke. Jeder Meter war ein Kampf, denn der geringste Fehlgriff hätte nicht wiedergutzumachenden Schaden anrichten können. Als am Sonntag früh der Wagen mit seiner Last unversehrt unten in der Ebene angekommen war und nur noch die glatte Fahrt bis zur See vor sich hatte, war d3S „Spiel” praktisch gewonnen, und die Männer der Marine, die einige schwere Stunden hinter sich hatten, atmeten auf. Wenige Stunden später eröffnete ein Polizeijeep mit seinen Sirenen dem Schiff, das die Wüste durchkreuzt hatte, den Weg zum Ha'en von Elat, wo es bald wieder seinem natürlichen Element, dem Salzwasser, übergeben wurde. Und schon waren Sondermannschaften des Und dann ging ¡Chejl Hajam beschäftigt, die Torpedorohre, das 40 mm- Geschütz und die zwei 20 mm-Kanonen auf das Schiff zu montieren. Das Geschwader der Schnellboote der israelischen Kriegsmarine im Elat-Golf war um eine weitere Einheit verstärkt. Israel - Marken i?J,rWMter Auswabl: u VIERERBLOCKS - MARKEN MIT PLATTEN NUM- MER - MARKEN MIT BAND - KOMPLETTE BOGEN (planchag) _ VOLL. STAENDIGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN - VERTRAUENSWÜRDIGE BERATUNG Alfonso MORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 eaq. CABILDO Booten eingehalten werden sollte, um überall Messungen anzustellen, ob und wie man solche Schiffe durch die Wüste bringen kann. Auch die für den Transport in Frage kommenden Lastwagen, und natürlich die Chauffeure, wurden lange und eingehend geprüft, denn der kleinste Fehler konnte tragische Folgen haben. Der Transport begann, wie nach reifen Ueberlegungsn beschlossen wurde am Freitag, sodsss ein grosser Teil der Route am Schabbat durchfahren wurde, wo die 'Landstrassen im Negew weniger belebt sind. Das Schiff wurde soweit wie möglich von allen Sondereinrichtungen entblösst und nur der Rumpf, der ca. 17 Tonnen wiegt, durch sechs Kräne auf einen Lastwagen gehoben, mit Drahtseilen befestigt und zum Teil durch Gewichte beschwert, um das richtige Gleichgewicht herzustellellen der Geleitzug los: Voran ein Jeep der Polizei, dann der „Auto-Car” mit dem Torpedobot. gefolgt von eirem zweiten Lastwagen, auf dem alle äbmontierten Einrichtungen des Schiffes verstaut waren, sowie von mehreren Motorrädern der Militärpolizei und ein-'gen Hilfswagen. Oben auf dem „Auto-Schiff” sassen Matrosen, von denen einer den telefonischen Kontakt^ mit der Kabine des | Chauffeurs (einem Oleh aus Marokko. Jizchek Kabalo) hatte, während die anderen darauf achteten, dass keine elektrischen oder Telefonleitungen von irgendeinem Teil des Wagens oder seiner kost, baren Last berührt wurden. Die Fahrt verlief z’emlich reibungslos, bis zu den steilen Abhängen des „Maale Haatzmaut” im Negew. Hier wurde so langsam wie möglich gefahren, alle Bremsen angezogen und der Lastwa- Ueberführung nach Israel Köln. — Theodor Ranan, Mitglied der geschäftsführenden Leitung der Israel- Mission in Köln, starb nach langem Leiden im 49. Lebensjahr. Seine sterblichen Ueberreste wurden nach Israel übergeführt. Ranan stammte aus Berlin und wanderte zu Beginn des Umbruchs nach Israel aus. Vor einigen Jahren wurde er zum Leiter der Bankabteitung der Israel-Mission berufen, eine Aufgabe, die seinen hohen Fähigkeiten und seiner geschäftlichen Haltung entsprach. (AWZ) Aires zurück. Dr. Levavi hat sich fast einen Monat m Israel aufgehalten, wo er :m Aussenministenum Ber cht erstattete und Instrukt o: en empfing. Auf seiner Rückreise weilte er einig' Tage in New York und r lateinamerikanischen lir ptstäaten, in denen Israel eine ständige diplomatische Ver'retung unterhält. Botschafter Levavi winde im Flughafen Ezeiza von Botschaftsrat Mordechai Avi_ da empfangen, welcher ia seiner Abwesenheit als israelischer Geschäftsträger fungiert hat. Die übrigen Angestellten der Israel-Botschaft, sowie Leiter jüdischer Institutionen von Buenos Aires waren ebenfalls zum Empfang Dr. Levavis auf dem Flughafen ersch enen. DAIA Der Präsident der DAIA, Dr. Abraham Mibashan, und Herr Mazar Barnett snd aus New York zurückgekehrt, wo sie mit USA-Banken über einen Zahlungsaufschub der Verpflichtungen des Banco Israelita von Buenos Aires verhandelten. Herr Cracowsky, Mitglied des neuen Direktoriums des Banco Israelita, blieb noch in Nordamerika und wird nach seiner Rückkehr die Oeffentlichkeit über das Ergebnis der Besprechungen informieren. i: Restaurant »Paso ’’ ntrr i Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259? Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten VERLANGEN SIE OFFERTE «wwv%%wvwwwwwvwvvwwvvwwwwtvwwwvv HOTEL I ÄCOIt^D Sierras de Córdoba * Rio Ceballos Casilla Correo 34 Inh. LEO KAHN Auskünfte: 70-7018 *^^vWwwvwwwwwvwvwwww^-vw%wwwwww* ^HHUHVWUVUUHWUlMUUmUWVWWVWV JETZT IM NEUEN HAUS Pension Familiar M. Flamm 1 Quader von der Laguna; 5 ICHASCOMUS I F. C. N. G. R.! unter Aufsicht Sr. Ehrw. Rabbiner Dr. Oppenheimer i Zimmer mit priv. Bad ► CHASCOMUS, CORDOBA 38! Inf. in Buenos Aires: T. E. 78-2312 und 70-5805 I Rechtzeitige Anmeldung erbeten