Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1750 (2.2.1960)
- Date
- 1960-02-02
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Maries, 2 de Febrero de 1960 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Eine Enthüllung Eisenhowers Washington. — Präsident Eisenhowre enthüllte in einer Pressekonferenz, er habe Israels Exbotschafter Abba Eban im Oktober 1956 darauf aufmerksam gemacht, in welcher Weise Washington auf eine eventuelle militärische Aktion Israels reagieren würde. Eisenhower kam im Zusammenhang mit den gerade veröffentlichten Memoiren des seinerzeitigen englischen Premierministers Sir Anthony Eden auf den Feldzug in Sinai und Suez zu sprechen.. Kurz vor dieser Operation habe ihn Eban besucht, dem er klar auseinandergesetzt habe, wie die USA-Regierung sich verhalten würde, falls Israel Gewalt anwenden sollte, und dass er nicht erwarten dürfe, die bevorstehenden Wahlen könnten einen Einfluss auf den möglichen Entschluss des Weissen Hauses ausüben. Er, Eisenhower, habe damals vor Ausbruch der- Suezkrise mit Eden und Churchill telefonisch gesprochen. Sowohl er wie der verstorbene Staatssekretär John Foster Dulles hätten Israel, Grossbritannien und Frankreich wissen lassen, dass die USA im Falle eines gewaltsamen Vorgehens sich an die Interpretation der UN-Politik halten würden. Der Präsident bezeichnete seine Kommentare als „Fussnoten'’ zur Geschichte der Suezaktion. Dulles habe damals, so fügte Eisenhower hinzu, alle seine Unterhaltungen über Israel und die Suezkrise sorgfältig aufgezeichnet, und diese Dokumente sollen der dem Gedächtnis Dulles gewidmeten Bibliothek in Abilene, Kansas, einverleibt werden. (ITA) KEIN MODELL OHNE PLAN Ob ein Bauwerk entsteht oder ein Kleidungsstück — kein Modell ohne Plan. Modisches Planen erfordert modischen Weitblick. Aus der jeweiligen Modefülle die richtigen Strömungen aufzuspüren, bedingt Erfahrung — verlangt Können. — Carlton-Modelle zeigen dem Träger immer wieder, dass ihre Stoffqualitäten, ihre modische Aktualität und europäisch gültige Eleganz ungeteilte Anerkennung finden. Im Total - Ausverkauf 30 % Rabatt bei Barzahlung 15 % Rabatt bei Zahlungserleichterung UND WENN SIE MASSKLEIDUNG WUENSCHEN, ERST RECHT ZU UNS! Führende Juden in Rhodesien Der Ministerpräsident der zentralafrikanischen Födera. tion Sir Roy Welensky berief unlängst zum Minister für Gesundheit und Erziehung Benjamin d’Israeli Goldberg, der in der früheren Regierung parlamentarischer Sekretär des Innenministeriums gewesen war. Der neue Minister ist 56 Jahre alt und kam mit 10 Jahren aus Dublin nach Rhodesien. Er wurde in einer Parlamentssitzung zusammen mit den drei jüdischen Parlaments-Abgeordneten, Muriel Rosin, Peter Staub und Saul Udwin vereidigt. Aus Israel hatte der Sprecher des Parlaments eine hebräische Bibel mit englischer Uebersetzung erhalten, auf die die Vereidigung vorgenommen wurde. Die Abgeordneten zogen aus ihrer Tasche blau-weisse Käppchen hervor, die sie ebenfalls aus Israel erhalten hatten, und setzten diese auf. Alle drei jüdischen Abgeordneten sind aktive Mitglieder ihrer Gemeinde. In Nord-Rhodesien wurde M. G. Rabb ohne Opposition in das Parlament gewählt. Er war früher Bürgermeister von Livingstone. In Ndola, Nord-Rhodesien, wurde A. Löwenthal zum Stadt- :rat gewählt. Eine Analyse des letzten Zensus der zentralafrikanischen Föderation ergibt eine Bevölkerung von 6.718 Juden in Süd-Rhodesien und 947 Juden in Nord-Rhodesien. Zahlen über die Altersstruktur aus jenem Zensus liegen nur für Süd- Rhodesien vor. Unter den 6.718 Juden befinden sich nur 513 über 60 Jahre, dagegen 1.620 Kinder und 1.816 Personen zwischen 15 und 39 Jahren. Die neuesten Zahlen zeigen eine Zunahme der jüdischen Bevölkerung auf 6.000 in Süd-Rhodesien und 1.200 in Nord-Rhodesien. Die Zahl der Männer übertrifft die der Frauen um 170. Wie schon aus obigen Angaben erkenntlich ist, stellen die kleinen jüdischen Gemeinden im raummässig grossen Rhodesien im politischen und bürgerlichen Leben eine Reihe sehr angesehener prominenter Bürger, Mitglieder der Parlamente, Minister, Bürgermeister und hohe Beamte. Die meisten sind Aschkenasim, zumeist aus Europa und Südafrika, jedoch hat die Hauptstadt Salisbury auch eine kleine sefardische Gemeinde, deren erste Mitglieder von der Insel Rhodos gekommen sein sollen. Die grösste Gemeinde in Nord . Rhodesien, Lusaka, zählt ungefähr 320 Seelen. Wenn auch die wirtschaftliche Lage im allgemeinen günstig ist und die kleinen Gemeinden zur Wahrung ihrer Interessen nach innen und nach aussen im rhodesischen Board of Deputies zusammengeschlossen sind, ist es nicht immer einfach als Juden zu leben. Bei dem Mangel an jüdischen Lehrern und Erziehern in der ganzen Welt versteht es sich, dass besonders diese entlegenen kleinen Gemeinden einen Kampf um Rabbiner, geistliche Führer und Lehrer zu bestehen haben. Dass trotzdem jüdische Schulen für 28 Schüler eröffnet und weitergeführt werden und Osvaldo Aranha gestorben Rio de Janeiro. — Die Föderation der Jüdischen Gemeinden Brasiliens und die brasilianische Zionistische Organisation beteiligten sich an der Beisetzung des Mannes, der im Jahre 1948 Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen war und sich durch seine Unterstiizuntg der Sache Israels bei dem damaligen Teilungsbeschluss der UN die unvergängliche Dankbarkeit der Juden erworben hat. Dr. Aranha verschied plötzlich an einem Herzschlag im Alter von 65 Jahren. Die Israel-Botschaft veröffentlichte ein Communiqué, in dem sie die Freundschaft des Verstorbenen für Israel hervorhebt. (ITA) die Jugendbewegung ein kraftvolles Leben führen kann, spricht für das Interesse dieser Judenheiten, den Anschluss an das gesamte Judentum zu erhalten. fxtrlion F Lavalle 870 T. E. 35-1110 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „ B EIV 0 “ BEÑO HUT9CHNECKER Arda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Juan S c h o 111 a e n d e r Versicherungen jeder Art — JUNCAL 2170 T. E.: »2-1732 Die „Times” nimmt Stellung London. — Die „Times” erklärte zum ersten Mai, dass sie die Ansiedlung der arabischen Flüchtlinge in den arabischen Ländern befürworte. Die Repatriierung der Flüchtlinge nach Israel, wie dies die arabischen Staaten verlangen, wäre „praktisch ausreichend, um den jüdischen Staat zu zerstören und die arabischen Regierungen zu provozieren, inr ständig erklärtes Ziel zu verwirklichen, nämlich die Israelis ins Meer zu jagen”. Die „Times” unterstreicht, dass eine solche Massen-Repatriierung im Verein mit dem Versuch, die jüdischen Einwanderer auszutreiben, um für die arabischen Flüchtlinge Platz zu schaffen, eine schwere Störung in Israel verursachen müsste Keineswegs, so schreibt die Zeitung, ist es sicher, dass die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren wollen, aber „die Schwierigkeit liegt daran, dass die Flüchtlinge immer noch eine gefährliche politische Waffen darstellen.” (ITA) Mahnmal in Kanada Montreal. — Auf dem jüdischen Friedhof der Congregation Bet David in Mont, real, Kanada, fand die Enthüllung eines Mahnmais statt, das für die Juden errichtet ist, die in den Deportationslagern in Transnistrien und in den russischen Lagern in den Jahren 1940 bis 1945 ums Leben kamen. — (AWZ) 11 LA ro*fsr. IA FORESTA MA FORESTA -■d cl FIAMBRERIA Alle Arten Aufschnitt — Konserven — Getränke — Auch koschere Würste — Grosse Auswahl in Cognacs, Weinen, Likören etc. — Preisselbeeren — KNORRSUPPEN — WEGEN FERIEN GESCHLOSSEN 21 DE MAYO 719 Inh.: FEDERICO SWARSENSKY ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 16—19 Uhr Dr. Gunter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericano« TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEÏT: 18—11 nnd 11—18 Uhr PUEYRREDON 2190 eeg. Av. LAB HERAS - T. S. 88-2613 \ I M -fJ