Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1750 (2.2.1960)
- Date
- 1960-02-02
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Martes, 2 de Febrero de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — Ko. 17 V Stellungnahme des Papstes (Schluss von Seite 1) die Bundesrepublik vor den Nazjs retten, soll wirklich ein früherer Judenfresser j ■•’.t die Aktionen zur Entlaß . ig d:r Antisemiten leiten? „Die Szene wird zum Tribunal!”, dieses politische Spiel zur Busleske heute, zur Komödie morgen, zur Farce übermorgen, dann aber entwickelt sich unweigerlich aus einem Satyrspiel eine blutige Tragödie... Warum leitet der Jüdische Weltkongress nicht selbst eine Untersuchung ein? Hat er nicht die Möglichkeit hierzu? Würde er nicht in berechtigter Notwehr handeln wenn er so vorgeht? Wir sollten nie wieder nach den einmal gesammelten Erfahrungen auf jemand anderen warten! Es gibt sehr viele Möglichkeiten zu einer solchen Untersuchung. Man sollte auch keine falschen Rücksichten auf die präsumptive deutsche Souveränität nehmen. Vielleicht würde eine Rücksprache mit einem der alliierten Diplomaten oder eineh befreundeten Regierung sehr bald enthüllen, was bisher nocA im Verborgenen blüht. Ein Jude sollte nicht mehr sagen, was macht es schon dass einer oder zwei ein ■ Hakenkreuz anschmieren.1 Wollt Ihr denn warten, bis es wieder alle tun...? Die antisemitische Welle hat ehrliche Empörung bei viele* Regierungen hervorgerufen. Offensichtlich haben sie verstanden, dass jede Form eines religiösen, na. tionalen oder rassistischen Hasses ein Schlag gegen Menschenwürde und Freiheit, gegen Menschenrecht und Frieden ist. Ein besonderes Gewicht ist in diesem Zusammenhang der Haltung des Vatikans beizumessen. Ohne Zweifel haben wir es bei dem jetzigen Papst mit einer aussergewöhnlichen Persönlichkeit zu tun, der unerschrocken für Recht Dr, FREY Abogado PUEYRREDON 2190 1* tsq. Mchm. 16—18 Uhr ..»♦< J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 *1 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 und Freiheit eintritt, weil er aus der Geschichte der letzten 30 Jahre die richtigen Konsequenzen und Lehren zu ziehen versteht. Jüdisches Schicksal wurde in den letzten ein und einhalb Jahrtausenden sehr entscheidend von der Kirche bestimmt. Lange und schwarze Jahrhunderte hindurch hat die Kirche einen erbitterten Kampf gegen die Juden geführt, weil allein die Tatsache, dass es noch Juden gab, als eine Widerlegung der christlichen Dogmen und Heilslehren angesehen worden ist. Inzwischen ist die Kirche selbst in vielen Ländern, besonders in der vom Ostblock beherrschten Welt, in die Defensive gedrängt worden. Zeitweise haben die Geistlichen der Katholischen Kirche in den mit ihnen gemeinsam verfolgten Juden Leidensgenossen gesehen, zumal einige der deutschen, aber auch nichtdeutschen Kirchenfürsten mit grossem Mut und einer anerkennenswerten Klarheit gegen die nazistischen Irrlehren protestiert und Stellung genommen haben. Kardinal Faulhaber und der Erzbischof Galen gehören ohne Zweifel zu den grössten unter den wenigen echten Opponenten gegen Hitler, das Dritte Reich und seine Judenverfolgungen. — Dennoch war die Kirche einer der wesentlichen Träger antijüdischer Stimmungen, Ressentiments und Vorurteile. Das Ergebnis einer jahrtausendalten Haltung und Lehrmeinung liess sich selbst in einer völlig veränderten Zeit nicht mit einem Federstrich auslöschen. Ge. wiss haben auch zu früheren Zeiten Päpste gegen allzu grobe Ausschreitungen gegen die Juden Stellung genommen. Viele Päpste haben einen Ausgleich zwischen Christentum und Judentum gesucht, natürlich in der Form, wie es ihnen gefiel und der Kirche richtig erschien. Aber im christlichen Ritual gab es zu viele Hinweise darauf, dass die Juden für Entwicklungen und Ereignisse im Ablauf der christlichen Eschatologie und — nach jüdischer Ansicht — Mythologie verantwortlich gemacht werden, die seit immer eine antijüdische Stimmung hervorgeru. fen haben; Dass der jetzige Papst als erster den Wortlaut eines Gebetes geändert hat, der bis dahin geeignet war, die Juden zu deklassieren, zeugt von seinem Gerechtigkeitsgefühl und Verständnis. Auch im Verlauf der letzten antisemitischen Zwischenfälle hat der Papst entschieden gegen das Wiederaufleben des Nazismus gesprochen und die Menschen zur Einsicht aufgerufen. Wir wissen nicht, ob diese mahnenden Worte des Papstes bis in die letzten Stufen der katholischen Priesterhierarchie hinuntergedrungen sind, also zu denjenigen Priestern, die den unmittelbaren Kontakt mit dem breiten Publikum haben. Ein Appell an das Gewissen der Menschen, sich allen Bewegungen zu verschliessen, die den Hass predigen, wäre durchaus nicht ohne Bedeutung. Denn gerade in den katholischen Ländern hört die Bevölkerung auf das Wort der Kirche. Auch die Haltung des Vatikans zum Staat Israel hat sich ein wenig geändert. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Eine der Ursachen ist in der allgemeinen Entwicklung zu suchen, in der schärferen Abgrenzung zwischen Ost und West, in der Verschlechterung der Beziehungen des Kommunismus zu Judentum und Christentum als geistigen Strömungen, als Religionen, als Träger einer, dem Kommunismus entgegengesetzten Weltauffassung. Das müsste zwangsläufig dazu führen, dass sich Judentum und Christentum einander näherkommen, nicht in ihren eigenen, sehr unterschiedlichen Ideen und Ansichten, wohl aber als Verfolgte durch einen mächtigen Gegner, der unerbittlich der Kirche gegenübertritt, ebenso wie er die Juden als Gemeinschaft zu vernichten bestrebt ist. Man hat sogar den „Kommunismus in seiner verhängnisvollen und gottlosen Gestalt” als das Fatum der christlichen Gesellschaft, zugleich aber auch als das Gericht bezeichnet, das über die Gesellschaft gehalten wird. Kommunismus und Christentum — ebenso wie Kommunismus und Judentum — stehen sich einander ausschliessend gegenüber. Daraus ergeben sich einige MOHELIM iWWHWWWWtW jj REAL PEN I ¡Füllhalter;; REPARATUREN! > Spezialgeschäft CORRIENTES 569 j: TE. 49-5850 °ptica REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 829 T. E. 35 - 7356 Judith Schenkolewski Kultus. Rckereien Schabbosdecken - Tallispeutel . Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos tud unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAEFTEN Montevideo S71, 4. St T. E. 40-4937 y 70-7244 Mohel David Freimann T. E. 07-9932 Boulogne Sut’ Mer 352. L. Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 Auszeichnung für Eisenhower Washington. — Präsident Eisenhower empfing eine Delegation des American Jewish Committee, die ihm die erste Ehrenurkunde des neuen Instituts für menschliche Beziehungen dieser Organisation überreichte. General Eisenhower wird hierin für seine umfassende Führerschaft auf dem Gebiet der direkten und wirksamen Aktion für Frieden und Freiheit, für seine unwandelbare Verteidigung der Religionsfreiheit und wegen seiner treuen Hingabe an die demokratische Auffassung von der Gleichheit vor dem Recht gerühmt. (ITA) klare Folgerungen: Jede Religion ist ihrer ganzen Natur nach eine dem Marxismus-Leninismus — mit anderen Worten dem Kommunismus — feindliche Ideologie. Demgegenüber erklären die Kommunisten, dass im Kommunismus kein Platz mehr für die „Ueberreste der Vergangenheit” darunter auch nicht für die religiösen sein kann. Daraus resultiert die kommunistische Kampfansage zur Verstärkung der „wissenschaftlichatheistischen Propaganda”, die Ausmerzung der „religiösen Ueberbleibsel" und die Massenerziehung im Marxismus...! Aus diesen wenigen Gegenüberstellungen ergibt sich die Unversöhnlichkeit der Standpunkte. Hieraus folgt auch die im Prinzip gleichgeartete Situation d=s Judentums und des Katholizismus im Verhältnis zur kommunistischen Welt. Wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrer Geschichte während des letzten Jahrtausends sieht sich die Katholische Kirche einem Frontalangriff gegenüber, der unzweifelhaft ungeheure Ge_ fahren für den Bestand der Kirche in sich birgt. Auch aus diesem Grunde haben die Spannungen in den Beziehungen zum Judentum nachgelassen. Die grossen Religionsgemeinschaften suchen in vielen Ländern eine gemeinsame Plattform, nicht nur gegen den Kommunismus, auch gegen die wachsende Areligiosität der breiten Massen, gegen die steigende Jugendkriminalität, gegen Unmoral und leichtfertiges Leben, gegen das Ueberhandnehmen der Vergnügungsindustrie, die als Ersatz für kulturelle und geistige Werte die Grundlagen der Gesellschaft mindestens ebenso gefährlich erschüttert wie politische, wirtschaftliche oder soziale Bewegungen, die in ihren weltanschaulichen Grundkonzepten einen der Kirche feindlichen Standpunkt einnehmen. Aber nicht der Kommunismus allein gefährdet die Kirche. Aus ihrer eigenen jüngsten Vergangenheit weiss die Katholische Kirche, das der Nazismus mindestens so schwierige Probleme schafft wie der Kommunismus. Auch aus diesem Grunde — und nicht nur aus Freundschaft zu den Juden — hat der Papst dazu | aufgerufen, die judenfeindlichen Aktionen einzustellen und auf der Wacht ¿u sein, damit der Nazismus nicht wieder zur Macht kommt. Eis wäre an der Zeit, diese politischen Warnungen zu verstehen. U Semana Israelita Bisemanario: aparaoe >o* Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda V eran tworthch: Dz. H. Swarsensky Pueyrredon 219« i* ¡zq T ü 83-2613 Abono-Preise. Argentinien. $ 60,— pro Quartal NERVEN, u. GEMUETS KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn RIVADAVIA 2625, 3» T. E. 48-7524 Mont., Mittwoch, Freitag 17—19 Uhr. Tel. Anmeldung erbeten Reisebürovertreter besuchen Israel Auf Einladung der israelischen Fremdenverkehrszentrale, der EI Al Israel-Airlines und der Zim Israel-Navigation Co. besuchten zehn Direktoren und Vertreter deutscher Reisebüros Israel. Die Hinfahrt fand auf der „Theodor Herzl” statt, die Rückreise im „Britannia”- Erstflug der El Al nach München. (AWZ) Religiöse Zionisten in USA Atlantic City. — In der Schluss-Sitzung der 15. Kon- : Jention der Religiösen Zio- ■, nisten der USA wurde Rabbiner Bernard Bergman aus ' New York zum Präsidenten . für das laufende Kalenderjahr gewählt. Er tritt an die Stelle von Rabbiner Isaac Stellman aus Detroit. (ITA) Dr. JOSE L ORTOPEDIA Pampa 2926 FRACTURAS T. E. 73*1116 Solicite hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL L'M A N S K Y SARMIENTO 3116 T. E. 97 1362 Dr. B.Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 52-82)4 RAYOS X PARADENTOSE tslet Voranmeldung iWWWMWWWWWWHWWWWWWVW Restaurant »Paso'' -ir; | Paso 452 (al fondo) — T. 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