Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1745 (12.1.1960)
- Date
- 1960-01-12
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9611224-9611234--0119-9611241- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Rabat 2× ep/1045497
- Tunis 2× ep/1048155
OCR text
Martes, 12 de Enero do 1960 LA SEMANA ISRAELITA Ano XXL — No. 1745 Ostdeutschland uod die arabische Welt Die Bonner Regierung ersuchte die Vereinigte Arabische Republik (VAR), das ist Aegypten und Syrien, um Aufklärung über ihre Beziehungen zu Ostdeutschland. Die Demarche des Bonner Botschafters in Kairo erfolgte, nachdem die VAR einen ostdeutschen Konsul zugelassen hatte. Die Regierung Westdeutschlands hält daran fest dass sie die diplomatischen Beziehungen zu allen Staaten — mit Ausnahme der USSR — abbricht, die Ostdeutschland politisch und diplomatisch anerkennen, und sie hat der VAR mitgeteilt, dass dieser Grundsatz auch für Kairo weiter gilt. Die VAR hat auch dann erklärt, dass die Zulassung des Konsuls nicht politische Anerkennung bedeutet. Mit dieser Erklärung hat sich die Bonner Regierung jedoch nicht zufrieden gegeben, sie hat ihren Botschafter abberufen, der seit langem angesagte Besuch des westdeutschen Wirtschaftsministers Prof. Erhard wurde verschoben. Die ostdeutsche Regierung hat in alle arabischen Länder politisch-wirtschaftliche Missionen entsandt und versucht immer wieder dies' Staaten zur Anerkennung Ostdeutschlands zu veranlassen. Sowohl Nasser als auch Kassem haben die Aufnahme der Beziehungen grundsätzlich in Aussicht gestellt, mit Rücksicht auf wirtschaftlich wichtige Kontakte mit Bonn haben sich jedoch beide nicht zum entscheidenden Schritt entsehliessen können, wie dies auch jetzt der Fall war. Kairo und Bagdad haben es bei der Zulassung von Handelsmissionen und bei Freundschafts - Versicherun. gen bewenden lassen, wenn "~«uch die Sympathie der nationalistischen Araber heute dem „Alemani moskobi” ur.d nicht mehr dem „Alemani amerikani” gehört; auch der Mann auf der Strasse in Kairo. Damaskus und Bagdad Jüdische Jugend in Australien Sidney. — ln Sidney wurde die Gründung eines Landesvertretungs - Ausschusses der jüdischen Jugend in Au. stralien beschlossen. (AWZ) weiss genau zwischen West- und Ostdeutschland 'zu unterscheiden. DIE ARABISCHE ABTEILUNG Le.ztens hat die ostdeutsche Regierung ihre Bee.nflussungs-Kampagne in den arabischen Ländern verstärkt. Im ostdeutschen Aussenministerium gibt es eine besondere arabische Abteilung unter Leitung des Staatssekretärs Richard Gyptner, der die arabischen Länder gewinnen soll. Gyptner, ein gebürtiger Hamburger, wurde in Moskau geschult. Bis 1955 vertrat er den ostdeutschen Staat als Botschafter in Peking. Im gleichen Jahre nahm er an der Sitzung der UN-Wirtschaftskommission für Europa teil und wurde bei dieser Gelegenheit auch in Kreisen ausserhalb des Ostblocks bekannt. In seiner Propaganda gegenüber den arabischen Ländern nutzt Gyptner immer die westdeutschen Leistungen an Israel aus, die er scharf verurteilt. Aus der Vertragstreue Bonns vef>v sucht er politisches Kapital zu schlagen. Er ist auch sehr aktiv, was Reisen angeht. Kürzlich besuchte er Tunis und Rabat, die Hauptstadt von Marokko und bemühte sich, in diesen neuen nordafrikanischen Staaten Einfluss zu gewinnen und wirtschaftliche Beziehungen anzuknüpfen. Nach Meinung von Sachkennern erfolgte seine letzte Reise auf Grund einer besonderen Vereinbarung mit Moskau. Russland war es bisher nicht gelungen, in den nord afrikanischen Staaten Fuss zu fassen. Gyptner wurde von den Aussenministern in Tunis und Rabat empfangen, und er sollte beiden Ländern klar machen, welchen Nutzen wirtschaftliche Hilfeleistung aus dem Ostblock für neue Staaten bringen kann. Das Ergebnis der Reise von Gyptner ist noch nicht klar, aber die ostdeutsche Regierung arbeitet weiter eifrig an der Ausdehnung ihres Einflusses und hofft immer noch, durch Ausspielen der Anti-Israel-Karte die arabischen Länder schliesslich zur politischen Anerkennung Ostdeutschlands veranlassen zu können. Midraschim zum Wochenabschnitt ifAycmgT COMITE CENTROEUROPEO Corrientes 2294 — VI. Stock — T. E. 47-6385, 48-3695 HOLZ FUER BAUWESEN, LAND. WIRTSCHAFT UND INDUSTRIE Tief erschüttert teilen wir allen unseren Mitgliedern das plötzliche Ableben unserer Chawera mit. ROSA KALB geh. ADLER Wir sprechen unserem langjährigen Mitglied, Herrn Chaskiel Kalb unser aufrichtiges Beileid aus. Comisión Directiva des BAR KOJBA LUACH (Kalende Dienstag, den 12. Januar Mittwoch, den 13. Januar Donnerstag, den 14. Januar Freitag, den 15- Januar Sonnabend, den 16. Januar Schabbat WAYECHI — Haft.: I Könige Sonntag, den 17. Januar Montag, den 18. Januar Dienstag, den 19. Januar Mittwoch, den 20. Januar Donnerstag, den 21. Januar Freitag, den 22. Januar Sonnabend, den 23. Januar Schabbat SCHEMOT Haftara: Yeschayahu XXVII6 XXVIII 13 •— Neumonds-Ankündigung Sonntag, den 24. Januar Montag, den 25. Januar r ) 12. Tevet 13. Tevet 14. Tevet 15. Tevet 16. Tevet I 1—12 17. Tevet 18. Tevet 19. Tevet 20. Tevet 21. Tevet 22. Tevet 23. Tevet XXIX 22,23 24. Tevet 25. Tevet Einzelheiten aus einem umfassenden, auf die nächten acht Jahre sich erstrekkenden Plan für die Bewaldung einer Fläche von 400.000 Dunam, brachte der Leiter der Boden- und Entwicklungsabteilung d-s Keren Kayemeth Leisracl anlässlich des Landestreffens israelischer Förster und Forstarbeiter, das jüngt in Gan Ha'Schloscha im Beth Schean-Tal stattfand, zur Kenntnis. Es wurde ausführlich über den wirtschaftlichen Wert der Aufforstung berichtet, wobei betont wurde, dass die Wälder Israels in 20 Jahren 40 Prozent des' Holzkonsums im Staate liefern können. Eukalyptusbäume, die auf einer Fläche von 100.000 Dunam angepflanzt werden, werden die Papierindustrie und die ihr angeschlossenen Zweige mit Zellulose beliefern können. Dieses Unternehmen hat volle Unterstützung beim Finanzministerium gefunden, da dies eine jährliche Einsparung an Devisen in Höhe von 5 Millionen IL verspricht. Das Anpflanzen von einer Million Johannisbrotbäurven gehört ebenfalls dem Gesamtplan an. Dieser Zweig der Aufforstungstätigkeit steht im Einklang mit den landwirtschaftlichen Entwicklungsprojekten Israels, da die Bäume ausgezeichnetes Rinder- und Hühnerfutter liefern, und weite, bisher mit Gerste besäte Flächen, für intensivere Kulturen wie Zuckerrüben, Mais, Baumwolle und Erdnüsse freimachen. Die Konzentrierung aller Forstarbeiten, laut Regierungsbeschluss, in Händen des Keren Kayemeth, hat die Planung des Forstwesens auf weite Sicht wesentlich erleichtert. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Vermähliwg von Herrn Enrique Freyer mit Frl. Ruth Blatt wurden durch die äusserst Zela Pollner $ 5.700.— für wertvolle Mitarbeit von Frau den KKL gesammelt; das junge Paar wird in das „Goldene Buch” eingetragen. Bei der Hochzeiisfeier von Herrn Diego Wolff und Frl. Doris Löwensteiii, Florida, ergab die Sammlung für den KKL die Summe von 2.300.— Pesos; auf den Namen der berto Kolodzinski; San ML guel: Dra. Zora Grünbaum, (Siegfried Wolff. I Wir danken allen unseren Spendern und iMlarbeilern. Eine wichtige Mitteilung i | Unser Büro befindet sich . seit 4. Januar 1960 in: Coj rrienles 2294, VI. Stock. T. (E. 47-6385. 48-3695. jEine höfliede Bitte an unsere Büchseninhaber: Wir bitten alle unsere Freunde in Zukunft keine Papier-Pesoscheine mehr in die Blaue Büchse zu geben, da diese demnächst aus dem Verkehr gezogen werden. Unser Telegrammdienst: Bei freudigen und. traurigen Begebenheiten rufen Sie, bitte, eine der folgenden Nummern an, um Ihre Wünsche durch unser 2 KKL Telegramme auszudrücken, sowie Verwandte und Freun. de mit Baumpflanzur.gen zu beschenken, bzw. das Andenken Ihrer teuren Toten zu ehren: 70-9931 73-4916 68-7404 54-3200 76-1396 (Fiambreria „Coghlan”) 47- 6385 Sekretariat 48- 3695 Jungvermählten Bäume gepflanzt. werden BESTE BLAUE BUECHSEN IM MONAT DEZEMBER: Tibor Ducasz, Sally Fran, kenberg, Hugo Goldschmidt, Enrique Heinemann, Heumann Hnos., Rafael Hönisch, Kinderheim Vidal, Walter Milch, E. S. Neumann, Hellmuth Schiesser, Alex Sielsky, Bruno Sternbach, Alfred Sternberg, Maximo’ Stock, Estudio Dr. Hardi Swarsensky, Frau Lotte Waisbaum; Villa Ballesfer: Frau, Sara Besser, Walter Heymann, Frau Adele Kolodzinski, Francisco Kolodzinski, Heri- Wayig asc 1, B. M. XLIV, 18 — XLVII, 27 EL SCHADAY Ya’akow segnete seine Söhne, die zum zweiten Mal nach Aegypten zogen, um neues Getreide aus den dort auf Josefs Rat errichteten Vorratshäusern zu ho’en. mit dtn Worten: „Der allmächtige Gott schenke euch das Mitleid jenes Mannes (gemeint ist der noch unerkannte Josef) und er entlasse mit euch den anderen Bruder (gemeint ist Schimon) und Benyamin. Aber ich, wenn ich wieder eines meiner Kinder beraubt werden soll, so werde ich es!” Unsere WTeisen fragten, warum sich Ya'akow gerade der Bezeichnung „allmächtiger Gott” (hebr. El chaday) bedient habe, und nicht der sonst üblichen Ausdrücke „Elokim” oder „Adoschem”. Der Midrasch gibt eine psychologisch interessante Antwort, indem er das Wort Schaday in seine zwei Silben zerlegt, deren erste das Ralitivpronomen und deren zweite day — genug (Dayenu in der Pessach Hagada: es ist uns genug) sei und erklärt, dass Ya’akow ausgerufen habe: Gott möge es genug sein lassen bei den Nöten, die bis dahin schon über Ya’akow hereingebrochen sind. Denn schon im Mutterleib stritt Esaw mit ihm und sie stiessen sich. Später musste er vor der Rache Esaws fliehen. Dann war er zwanzig Jahre bei Lawan in der Fremde und musste unter misslichen Bedingungen dienen; er wurde von Lawan um seine Braut betrogen, sein Lohn wurde immer wieder verändert. Als er endlich nach zwanzig Jahren wieder heimwärts zog, verfolgte ihn Lawan, wollte ihm sein Hab und Gut rauben und ihn selbst töten. Als er dieser Gefahr entronnen war, stellte sich ihm Esaw an der Landesgrenze mit seinen 400 Mann entgegen. Ya'akow erlangte seine Freundschaft nur unter Hingabe seines Vermögens als Geschenk an Esaw. Kaum war er aus dieser Not gerettet, kam eine andere: seine einzige Tochter Dina wurde vom Sohn des Fürsten von Sch’chem geschändet. Nach dieser Not erlebte er den Tod seiner geliebten Frau Rachel. Nach all diesen Ereignissen hoffte er auf Ruhe an seinem Lebensabend. Da erhob sich Streit und Zank zwischen Josef und seinen Brüdern. Josef wurde totgesagt, ein wildes Tier habe ihn zerrissen. Nun sass Schim’on in Aegypten im Gefängnis, von jenem unbekannten grossen Herrn in ägyptische Gewahrsam genommen und jetzt drohte die Sorge um Benyamin, der nach Aegypten geschickt werden soll. Daher stellte er seine Söhne unter den Schutz und Segen Gottes, der genug sein lasse die Nöte, die bisher über Ya’akow gekommen sind. El schaday! Einwanderer oder Inversores in ISRAEL Auskünfte und Rat für eure Probleme, verbunden mit einer eventuellen Niederlassung oder mi; einer stiller, oder aktiven Beteiligung in der Landwirtschaft, Handel und Gewerbe erteilt Ihnen die WIRTSCHAFTLI¬ CHE ABTEILUNG der Z.O.A. (Departamento Econcmtco O. S. A.) Larrea 744, Tel. 48-5028, Capital. ICampaüa Unida pro Israel! $ ai An alle unsere Beisteuerer, die ¡Aguinaldo erhalten. Vergessen Sie nicht Ihre Beisteuerung bezw. Restzahlung FUER DIE EINHEHSKAMPA6NE 1959 Annahmestellen: CAMPAÑA UNIDA PRO ISRAE1 Comité Centroeuropeo SARMIENTO 2376, III T. E.: 47-3820 und sämtliche an geschlossenen Gemeinden und Organisationen —.. «---