Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1745 (12.1.1960)
- Date
- 1960-01-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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DIE EREIGNISSE DER WOCHE Gouverneur Dr. Gutnitsky gestorben Eier Gouverneur der argentinischen Provinz Formosa, Dr. Luis Gutnisky, ist bei einem I iugzeugunglück ums Leben gekommen, als er sich zu Beratungen mit dem Präsidenten der Republik in die Bundeshauptstadt begab. Auf Wunsch des Präsidenten Dr. Arturo Frondizi wurde der Leichnam des Gouverneurs im Präsidentenpalais. der Casa Rosadar aufgebahrt. Zu Ehren des verstorbenen Gouverneurs wurde eine Trauerfeier veranstaltet, auf der der Innenminister der Republik, Dr. Vitolo, die Persönlichkeit des Verstorbenen würdigte und se'nen Anteil am Aufbau der Provinz Formosa hervorhob. Der Präsident der Nation würdigte die Verdienste des verstorbenen Gouverneurs um Argentinien. Die Spiegel des Saales, in dem Dr. Gutnisky aufgebahrt war, wurden jüdischem Brauch entsprechen»! verhängt. Die Trauerfeier fand auf persönlichen Wunsch des Präsidenten im Regierungsgebäude nach jüdischem Brauch statt. Die Trauergebete wurden vom Kantor Gutman des Pasotempels gesungen, während Rabbiner Dr. Schlesinger die Gedenkrede in spanischer Sprache hielt. Die Vertreter der Regierung nahmen an diesem jüdischen Gottesdienst teil, dem ersten in der Geschichte Argentiniens, der in der Casa Rosada abgehalten wurde. Der Präsident und die Mitglieder seiner Regierung sprachen der Familie des Verstorbenen ihr Beieid aus. Nach der Zeremonie wurde; der Sarg vom Präsidenten j Dr. Frondizi, dem Innenminister Dr. Vitolo, dem Gou- Von Juden in Shanghai Von der im Jahre 1941 noch 22.000 Juden zählenden jüdischen Gemeinschaft in Shanghai sind nur wenige übriggeblieben. Die meisten gingen nach dem Kriege nach Amerika. Auch nach Europa kamen Menschen aus dieser jüdischen Gemeinschaft in China, zumeist Menschen, die nun hier noch ihren Lebensabend verbringen. Shanghai ist, wie die Zahlen des Rats der Jüdischen Gemeinden ergeben, nicht die grösste Gemeinde in ChL na. obwohl der Sitz des Rats sich in Shanghai befindet. Charbin zählt 153, Shanghai 72, Tientsin 26 Juden. In den beiden erstgenannten Orten werden Schabbat-Gottesdiensfce durehgeführt, ein Heim sorgt für die Alten und ,Kranken und im Gebäude, in dem die Gottesdienste stattfinden, konzentriert sich auch das übrige jüdische Leben mit einer Bibliothek und dem Unterricht für die Kinder. Eine koschere Küche vermittelt — auch kostenlose Mahlzeiten. Bedürftige werden mit monatlichen Barbeträgen unterstützt. Der Bericht des Gemeinderates besagt auch, dass der Joint in vielen Fällen hilfreich eingegriffen hat und weiter eingreift. Der Stab des Jüdischen Rats besteht vorwiegend aus Chinesen, die seit vielen Jahren in jüdischen Organisationen arbeiten. Die Friedhöfe in Shanghai und Charbin sind kürzlich an einen anderen Ort verlegt worden, und die neuen Friedhöfe sollen gross genug sein, um alle Gräber der vier bisherigen Friedhöfe aufzunehmen. 834 Gräber von europäischen Flüchtlingen wurden verlegt. Im letzten Jahr hat die gemeinde 402 Auskünfte in Wiedergutmachungs - Angelegenheiten nach Uebersee senden müssen, die sich auf Internierung und Todesfälle bezogen. Schändung der neuen Synagoge in Köln Unsere lieben Eltern und Grosseltern MAX &IESBERG und Frau HILDA geh. STRAUSS — (früher Fulda) begingen «m Montag, den 11. Januar 1960, das Fest ihrer GOLDENEN HOCHZEIT Ihre Kinder und Enkelkinder Campana Prov. Buenos Aires Gral. Mitre 522 llyw\nAAnAru\nAfuiJirlAru—uwmm*mnnnru~i~ijv»ywr‘MVT‘irrrirri-rr~~p~r~~**~**'*'**^"““*^ WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DES JUEDISCHEN JAHRES 5720 Sonnabend, den 13. Februar Donnerstag, den 10. März Sonntag, den 13. März Montag, den 11. April Dienstag, den 12. April Mittwoch, den 13. April Montag, den 18. April Dienstag, den 19. April Montag, den 2. Mal Sonntag, den 15. Mai Dienstag, den 31. Mai Mittwoch, den L Juni Donnerstag, den 2. Juni _pienstag, den 12. Juni “ Montag, den 1. August Dienstag, den 2. August Mittwoch, den 21. September Chamischa Assar b’Schwat (Neujahrsfest der Bäume) Fasten Ester Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Jom Haazma’ut (Unabhängigkeitstag Israels) Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot 17. Tammus (Fasten) Erew Tischa b’Aw Tischa b’Aw Erew Rosch Haschana 5721 verneur der Provinz Buenos Aires, Dr. Allende, sowie vom Brigadegeneral Larranda in die Vorhalle des Gebäudes getragen. Vor dem Regierungsgebäude hielten berittene Grenadiere die Ehrenwache. Der Sarg war mit der argentinischen Fahne bedeckt worden. Er wurde von der Casa Rosada nach dem Flughafen Ezeiza überführt und dann nach Formosa gebracht. Ein guter Jude Der Präsident der jüdischen Gemeinde in Buenos Aires und Vorsitzende des Waad Hakehillot, Don Emilio Gutkin, hob hervor, dass der verstorbene Gouverneur von Formosa immer ein guter und treuer Jude gewesen sei. Kurz vor seinem Tode habe er sich noch für die Einwanderung von 200 jüdischen Familien nach Formosa eingesetzt und die erforderlichen Verhandlungen hierfür persönlich mit dem Präsidenten der Republik geführt. Der verstorbene Gouverneur der Provinz Formosa, i Dr. Luis Gutnisky, war soeben 50 Jahre alt geworden, bevor der Tod ihn ereilte, der in allen argentinischen Kreisen ehrlich betrauert wurde. Der Präsident des argentinischen Kongresses beschloss, die Landesfahne zu Ehren des verstorbenen Gouverneurs drei Tage auf Halbmast zu setzen. Der Familie wurde das Beileid des argentinischen Parlaments zum Ausdruck gebracht. Bei den Begräbnisfeierlichkeiten in Formosa wurde der Waad Hakehillot durch die jüdische Gemeinde in Formosa vertreten, deren langjähriger Präsident Dr. Gutnisky gewesen ist, bevor er zum Gouverneur der Provinz gewählt wurde. Uebrigens nahm Don Emilio Gutkin, der Präsident der AMIA, an den Feierlichkeiten in der Casa Rosada teil, um den Verstorbenen zu ehren, der dank der freiheitlichen Verfassung des Landes einen so hohen Posten einnehmen konnte. —! Seminar der Studenten Ein ausserordentliches Verdienst hat sich der Jüdische Weltkongress unter Leitung seines ständigen Delegierten Mark Turkow mit der Organisierung eines SommersemL nars für jüdische Studenten in Córdoba erworben, an dem mehr als 60 Studierende aus 8 südamerikanischen Ländern (Argentinien, Brasilien, Chile, Uruguay, Paraguay, Perú, Bolivien und Ecuador) teilnehmen werden. Das Seminar wird von dem bekannten Universitätslehrer Dr. Dujovne geleitet werden. In einer Pressekonferenz, an der auch Dr. Moisés Goldman, der Präsident der lateinamerikanischen Exekutive des Kongresses, Dr. A. Mibashan, der Präsident der DAIA, Dr. Dujovne und ein Vertreter der Studenten teilnahmen, setzte Mark Turkow Ziele und Aufgaben des Seminars auseinander. In einer Reihe von Kursen, zu denen hervorragende akademische Lehrer herangezogen wurden, werden die jüdischen Studenten mit den verschiedenen Wissensgebieten vertraut gemacht werden. Sie alle haben sich verpflichtet, zumindest während eines Jahres in ihren Kreisen über das zu referieren, was sie in diesem Sommer- Die Profanearung der neuen Synagoge in Köln, die vor kurzem im Beisein des Bundeskanzlers Dr. Adenauer eingeweiht wurde, leitete eine planmiissige antisemitische Aktion ein, in deren Rahmen in verschiedenen Ländern, auch in Südamerika, die Wände jüdischer Gotteshäuser und Schulen mit hetzerischen Parolen und Hakenkreuzen besudelt worden sind. Friedhof in Krakau Wien. — Der berühmte alte Friedhof in Krakau, auf dem sich viele den Juden heilige Gräber befinden, wurde wiederhergestellt. Die alten Grabsteine wurden restauriert, die Grabinschriften erneuert. Insgesamt wur. den 62 Gräber renoviert, unter ihnen verschiedene aus dem 16. Jahrhundert. Unter diesen Gräbern befindet sieh auch die Grabstätte des berühmten Rabbiners Moses Israels, genannt Rema, der ein Lehrbuch der hebräischen Sprache verfasst hat lager gelernt, gehört und erlebt haben. Von besonderer Wichtigkeit dürfte die Abhaltung dieses Seminars schon aus dem Grunde sein, weil damit erstmalig der Versuch gemacht wird, die akademische Jugend an jüdischen Themen zu interessieren und mit dem weiten Feld des jüdischen Wissens in Kontakt zu bringen. Die vom Jüdischen Weltkongress ergriffene Initiative ist in jeder Hinsicht ausserordentlich begrüssenswert und stellt den Beginn e ner Arbeit dar, die für de Zukunft der lateinamerikanischen Judenheiten von erheblicher Bedeutung werden kann. und im Jahr 1570 gestorben ist. Andere Gräber bewahren die sterblichen Ueberreste der Dynastie der Aerzte und Apotheker, die von Salomon Calahora begründet worden ist. Dieser war der Leibarzt zweier berühmter polnischer Könige, nämlich von Siegmund August und Stefan Batory, von 1570 bis 1596. Auch das Grab des Arztes Dr. Salomon Aschkenazy befindet sich dort, der vor Dr. Calahora Leibarzt der polnischen Könige gewesen ist. (ITA) Neuer Oberrabbiner Rotterdem. — Als Oberrabbiner von Rotterdam wurde Rabbi L. Vorst in Ge_ genwart vieler hochgestellter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und des holländischen Judentums feierlich installiert. Der neue Oberrabbiner, der im Jahre 1903 in Amsterdam geboren wurde, wo er am Rabbinerseminar und an der Universität studiert hatte, amtiert in Rotterdam seit 1931. — (AWZ) FIAMBRERIA Castelli 373 T. E. 47-4120 SONNABEND GESCHLOSSEN — SONNTAG DEN GANZEN TAG GEOEFFNET I Koscheres Restaurant Paso ' Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS- und ABENDTISCH Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten VERLANGEN SIE OFFERTE £vwwvwwwwvw*wwwwwwww%wwvvwwwvv<S Isrcel - Marken tn grösster Auswahl: u. a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN.NUM¬ MER — MARKEN MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) — VOLL- STAENDIGE SAMMLUNGEN - WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN - VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG Alfonso JViORITZSON Guanacache 2351, dep. 2 —- »sq. 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