Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 21 (1960)
- Issue
- 1745 (12.1.1960)
- Date
- 1960-01-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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X — Maries, 12 de Enero de 1960 LA SEMANA ISRAELITA Año XXI. — No. 1745 Mit den stärkeren Kanonen (Schluss von Seite 1) Schnitts - Franzosen so verhasst wie ein Weichen vor den' Erpressungen NassCrs a _ .'osten des befreundeten Ist. So verwundert es nicht, dass Renault vor dem Sturm in der französischen Presse und öffentlichen Meinung Angst hatte und eme Publizierung ihrer Massnahmen zu verhindern versuchte. | Voraussetzungen ruhte. Zahlreiche israelische Zeitungen j setzten sich fiir die beschleunigte Organisierung eines alljüdischen Gegenboykotts gegen solche Firmen ein die j Israel ihrerseits boykottieren, bzw. bestehende wirtschaftliche Beziehungen den Arabern zuliebe abgebrochen haben. Nun kommt zu alleaem noch ein politisches Moment. Die politischen Beziehungen zwischen Frankreich und Israel sind seit Jahren ausgezeichnet. Zwischen beiden Staaten besteht eine innige Freundschaft. Wenn nun gerade eine französische, dazu noch verstaatlichte, Gesellschaft sich so verhält, was darf Israel von anderen Firmen erwarten Ausserdem waren es Frankreich und sein begabter und beliebter Ex-Botschafter in Israel, Pierre Gilbert, die immer wieder betonten, dass Freundschaft zwischen zwei Staaten nicht nur eine Sache ▼on Sentimenten, sondern vorderhand von gemeinsamen Interessen ist, nicht zuletzt wirtschaftlicher Natur. Nach der neuesten Entwicklung änderten die Franzosen ad hoc ihre Meinung und erklärten, dass die politische Freundschaft und der wirtschaftliche Kontakt zwei verschiedene Dinge seien... Gerade weil Frankreich Israels Verbündeter Nr. 1 ist, gerade weil Frankreich in schweren Tagen das einzige Land, die einzige Grossmacht gewesen ist, die Israel die Treue gehalten hat, verursachte der Fall Renault eine lebhafte Diskussion. In diesem Zusammenhang wurde der Vorschlag gemacht, man solle entsprechende Massnahmen fassen, um die Renault-Werke mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Man. solle den Beweis dafür erbringen, dass die Kalkulation mit 15.000 : 1.000 abgesetzfen Wagen auf falschen >♦» »«-fr Dr, FREY Abobado PUEYRREDON «90 1* i«q nachm. 1$—19 Ohe Man geht dabei von der Feststellung aus, dass — um beim Fall Renault zu verbleiben — die Dauphine-Wagen einen ziemlichen Absatz bei Kleinwagenkunden in Westeuropa, inisbesondere aber in Amerika haben, wobei ein nicht unbeträchtlicher Teil der Kundschaft aus Juden besteht. Man müsse also der arabischen schwarzen Liste eine jüdische entgegenstellen, um dem Anreiz des sogenannten arabischen Absatzmarktes entgegen zu arbeiten. Wenn eine, mit dem Gegenboykott betraute jüdische Organisation die jüdischen Gemeinschaften in der Welt aufforderte, bei namentlich aufgeführten Firmen nicht einzukaufen beim Kauf eines Autos jedes andere dem Renault vorzuziehen, müssten diese Autofabrik und die anderen Wirtseafiskollaboranten mit den Arabern bald einseben, dass eiii Wirtschaftsboykott Israels ein zweischneidiges Schwert ist. Im Rahmen dieser Debatte wurde die Meinung geäi»- ssert, dass durchaus reelle Aussichten bestehen würden, den jüdischen Boykott gegen die Firmen, die Israel nicht beliefern, weil sie mit den Arabern kooperieren, so wirkungsvoll zu gestalten wi? den arabischen Boykott. Die jüdische Solidarität mit Israel lasse erwarten, dass die Juden in der Welt nicht nur selbst Geld für Israel geb“n, sei es im Zusammenhang mit den Vereinigten Kampagnen oder mit anderen Fonds, sondern dass sie auch das wirtschaftspolitische Verständnis aufbringen werden, Israel im Wege des Boykotts z. B. der Dauphin-Autos zu helfen. Die Renault-Werke würden ihre Haltung einer nochmaligen Prüfung unterziehen, wenn sie erkennen müssen, dass der Vertragsj: REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T E. 49-5850 Judith Schenkolewski KttUuMÜckexetan Sch ab boedecken - Tallisoeutel . Käppchen Maszot-Taschen - Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 259$ T. E. 79-9155 bruch gegenüber Israel den Verlust vieler tausender Käufer in der Welt nach sich zieht. Man wird diese Idee durchaus nicht einfach ablehnen dürfen. Es wäre zu überlegen, welche Massnahmen zu ergreifen sind, um die Vertragstreue z. B. der Renault-Werke wiederherzustellen. In keinem Fall sollte das jüdische Volk gleichgültig abseits stehen, wenn der Kampf für und um die Wirtschaft Israels mit solchen Methoden geführt wird, wie sie von der Arabischen Boykott-Liga angewandt werden. Man braucht auch nicht zu übersehen, dass viele Millionen gespart werden könnten, wenn sich die wirtschaftlichen Beziehungen Israels auf allen Märkten normal vollziehen könnten. Der arabische Boykott erfordert sehr erhebliche jüdische Mittel, die dazu bestimmt werden, die durch diesen Boykott entstehenden Schäden auszugleichen. Es könnte ¡Kapital eingespart werden, das dem jüdischen Volksvermögen erhalten bleibt, das ¡aber heute für die Antiboykottmassnahmen aufgewandt werden muss. Die Rechnung ist nicht kompliziert. Im gleichen Augenblick handelt es sich um eine politische Frage, die sich von ihren wirtschaftlichen Aspekten nicht fein säuberlich trennen lässt. Man hat noch nicht viel gewonnen, wenn man mit Bedauern feststellt, dass eine grosse französische Firma dem arabischen Druck nachgibt. Denn der Boykott ist doch keine ökonomische Massnahme zur Belebung irgendeiner Volkswirtschaft, sondern ein politisches Instrument bei der Durchsetzung politischer Ziele. Das dürften doch auch die Franzosen verstehen. Hieran zu zweifeln, liegt absolut kein Anlass vor. Wenn aber die Franzosen auf vielen Gebieten ihrer Orient-Politik mit Israel kollaborieren, aus welchen Gründen heben sie die Wirkungen dieser Zusammenarbeit selbst wieder auf, indem sie diejenigen wirtschaftlich stärken, mit denen sie politisch nicht zu einem Einvernehmen gelangen können? Insofern ist die französische Politik kontradiktorisch, widerspruchsvoll, unsicher. Die Haltung der Renaultt J. Liebling fourniere — SPERRHOELZEB DIAZ VELEZ 52X4 al 99 T- E. 93-2349/0549 T 3*21 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos uhdunverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAFFTEN Montevideo 571, 4. IL T. E. 40-4937 f 79-7X44 Confitería NIZA Conde 2020 76-0236 Servicios de hindi de categoria -- I Dr. I B.Schwarcz I ZAHNARZT [ESTOMBA 2283 — 52-9214! RAYOS X [ PARAMENTOSE telei. Voranmeldung Vertrag mit England London. — Die britische und die israelische Regierung haben einen neuen Vertrag über Auslieferungen abgeschlossen. Die Ratifizierung wird, wie man aus London erfährt, in nächster Zeit erfolgen. (ITA) Werke, die sicherlich im Einvernehmen mit der französischen Regierung eingenommen wurde, hebt die politischen Aktionen des Quai d’Orsay wieder auf. Was mit der rechten Hand gegeben wird, nimmt die linke Har.d wieder fort. Mehr als das: durch das Nachgeben auf dem Gebiete der Wirtschaftsführung werden auch die politischen Aktionen illu. sorisch gemacht. Der Erfolg der Arabischen Liga mit ihrer schwarzen Liste ist nicht nur ein ökonomischer oder geschäftlicher Triumph, sondern ein poliischer. Diese Seite der Angelegenheit darf man nicht vergessen, sie ist noch schwerwiegender als der Verlust auf dem Gebiete der Wirtschaft oder der Finanzen. , Der politische Erfolg der arabischen Boykott-Liga, der in dem Nachgeben und Versagen der Renault liegt, trifft sowohl Frankreich wie Israel. Vielleicht kann Frankreich auch diese Niederlage in der Auseinandersetzung mit den Arabern verschmerzen. Für Israel ist dieser Misserfolg eine bittere Erfahrung. Die Freundschaft oder die Allianz mit Frankreich endet dort, wo die wirtschaftlichen Interessen eine stärkere Rücksichtnahme auf die arabischen Belange erfordern. Dies kann morgen auf jedem anderen Gebiet der französisch-israelischen Beziehungen eintreten und sich in einer noch krasseren Form äussern. Denn die Franzosen haben doch bereits beim Abschluss des Vertrages mit Israel gewusst, dass sie hierdurch den Zorn der Araber wachrufen. Aber sie haben auch damit rechnen müssen, dass sie durch diesen Schritt wirtschaftliche Nachteile in der arabischen Welt haben werden, deren grössere Bevölkerungszahl im Verhältnis zu Israel eine unveränderte und feststehende Tatsache auch schon in dem Zeitpunkt gewesen ist, in dem die Renault ihre vertraglichen Bindungen mit Israel eingingen. Dass die westdeutsche Republik sich durch die arabischen Boykottdrohungen und -massnahmen nicht erschrek. ken liess, haben wir bereits zu wiederholten Malen und in anderen Zusammenhängen hervorgehoben. Aus welchen Gründen die Franzosen nicht in gleicher Weise eine entschiedene Position beziehen, ist nicht zu erklären. Sie haben durch das deutsche Beispiel die Möglichkeit, unschwer zu erkennen, dass auch die Boykottdrohungen der Araber ihre Grenzen an den poliischen Möglichkeiten finden. Die "Westdeutschen gehen sogar noch weiter. Sie erklären, dass sie mit keinem arabischen Land diplomatische Beziehungen unterhalten werden, das etwa derartige Verbindungen mit Ostdeutschland aufnehmen sollte. Ohne darauf einzugehen, ob dieser Schritt der bonner Regierung richtig oder zweckmässig ist, steht es wohl jedem Lande frei, seine Beziehungen zu anderen Staaten von der Erfüllung gewisser Voraussetzungen abhängig zu machen. Weäentlicih ist hierfür nur, dass ^dieses Land, das die Bedingungen stellt, auch de Macht dazu hat, sich durchzusetzeni Westdeutschland hat diese Macht... Die Franzosen würden nur La Semana Israelita Bise m an ario: aparace Um Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Oí. H. Swarsensky Pueyrredón 2190 i*q T £ 83-2613 A Dono- Preise. Argentinien: $ 60.— pro Quartal NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTLICHER Mal erarbeiten CONDE 2318 T. E. 76 7533 BOMBONERIA ELCA PAMPA 2857 TägL Mach aas mg. Herzthellung BOMBONES ■ad aadeve Spezialitäten jetzt is verbeeeerter teige« Qualität rd igs Nans •»líete«!. Rutea Si» aa: T. E. 79-2492 lak»hería: AUGUSTA X. de SCHREINER 2mm an Ansehen in der arabischen Welt gewonnen haben, wenn sie dem arabischen Druck nicht so leicht nachgegeben hätten. So haben die Araber , einen Bewe.s mehr für die Schwäche der Franzosen und die Unsicherheit ihrer politischen Linie erhalten. Der Vertragsbruch der Renault-Werke gegenüber Israel war nicht nur ein politischer Irrtum, sondern ein wirtschaftlicher Fehlschlag, was man bald erkennen dürfte. Trotzdem sollten die zuständigen jüdischen Instanzen erwägen, ob sie nicht imstande sind, der arabischen schwarzen Liste eine eigene entgeger.zus: tz:n, um Israels Kampf um seine wirtschaftliche Entwicklung wirkungsvoll zu unterstützen. Dr. M. J. Kuhn t . RIVADAVIA 2625, 3* I | T. E. 48-7524 | f Mont, Mittwoch, Freitag j Í 17—19 Uhr. TeL Anmel- 4 | düng erbeten I Dr. ALBERTO L COHEN ESPECIALISTA DE NIÑOS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicite hora VARICES DE LA PIERNA - — ULCERAS ARTERIOSCLEROSIS { Dr. SAUL U M A N S K Y 1 SARMIENTO 3116 T. E. 87 1362 k?Dr. BENJAMIN LIPNIZKY! ZAHNARZT * | ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BEi HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGUi LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG i Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend? nach vorheriger Vereinbarung.! JOSE HERNANDEZ 2518 T. E 76-8673 und 73-0500 Dr. L KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: ♦ Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 UörJ [ IEs wird gebeten, such vorher telefonisch anzumelden«■ {SANTA FE 1391 -- “ 'r‘n* * T, E. 44 9493 u. 44-15421 «• Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA - HOSPITAL FERNANDEZ Radie X — Durchleuchtung — Electrocardiograma«» CUBA 2141 T. 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