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Jüdische Wochenschau · 1959-12-31 · 1743 (31.12.1959) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
20 (1959)
Issue
1743 (31.12.1959)
Date
1959-12-31
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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Año XX. — No. 174t Die Freiheit und der Frieden (Schluss von Seite 1) nismus, die Rettung und Erlösung erwartete. Was hat der Westen bis heute getan, um die Millioi .nmacsen Asiens eines Besseren zu belehren? Eine simple Gegenpropaganda gegen die sowjetischen Sirenklänge kann nicht genügen. Es müssten Taten folgen, die überzeugend wirken könnten. Aber die Taten blieben aus. Der Jubel, den der kurze Eisenhower-Besuch ausgelöst hat, wird verhallen. Versprechungen werden bleiben, in Indien, in Pakistan, m Persien. handenen Schattenseiten zu unterscheiden. Unser Volk ist zu alt, um anderen Blancovollmachten zu geben, zu erfahren, um leichtgläubig zu sein, und zu gereift, um vergessen zu können. Die Parolen, die andere verkünden, gestern oder heute, die Weisheiten von der Koexistenz, die Krutschew und Nehru predigen, und diejenigen vom Frieden in Freiheit haben wir schon vor Jahrtausenden von unseren geistigen Heroen erfahren. Aber wir haben nicht eine an Leiden überreiche, zweitausendjährige Geschichte überlebt, um Amerikas Präsident hat j mit einer Handbewegung vom Frieden in Freiheit ge- oder mit Jubel über die rauhen Wirklichkeiten-hinwegzusehen, über die abgrundtiefe Diskrepanz zwischen den Worten der Mächtigen und ihrem politischen Treiben. Das Schicksal und die Zukunft der Welt werden nicht von der einen oder anderen Theorie, von dem einen oder anderen politischen Schlagwort beherrscht werden, sondern allein von der Tat, die zur Koexistenz oder zum Frieden in Freiheit führen kann. Zwei Tatsachen im Zusammenhang mit der Reise des Präsidenten Eisenhower sind bemerkenswert: der Nichtbesuch bei Nasser und die Begegnung mit Franco. Mit Bedauern hat man registrieren müssen, dass Eisenhower dicht an Israels Küsten vorbeifuhr, es aber aus internationalen politischen Gründen nicht für opportun hielt, dem jungen jüdischen Staat einen Besuch abzustatten, obwohl doch alle westlichen Besucher des Landes in dem Urteil übereinstimmen, dass Israel eine demokratische Insel im Meer ansprochen. Welchen Frieden kann er bieten?, einen politischen, einen sozialen Frieden. Will der reiche Onkel Sam seinen armen Gefolgsleuten von der Fülle seines Tisches einige Krumen abgeben, Entwicklungskredite gegen Flugzeugbasen, Auffcaudarlehen gegen militärische Konzessionen, Hilfsgelder gegen politische Gefolg- »chaft? Was will er? Was hat er bisher getan? Die Zeitrechnung und die amerikanische Politik beginnen doch nicht erst mit der Eisenhower-Reise durch elf Länder. Hier wird keine Polemik gegen die USA geführt, denn auch wir sind ein Teil dieser westlichen Welt, der wir — ob wir wollen oder nicht — durch tausende Bande verbunden sind, obwohl diese westliche Welt das Grab für unzählige Juden bedeutet, die nur sterben mussten, weil sie Juden waren, in unserer Zeit, in jedem vergangenen Jahrhundert, nicht in einem Lande allein, überall, wo die westliche, die europäische, die christliche eut -- « ***w»*wv..^-1— Kultur prädominierte. Aber ^demokratischer arabischer wir haben uns trotz dieser Zugehörigkeit zum Westen das notwendige und gesunde Kriterium bewahrt, um die Lichtvon den reichlich vor- MMtint“* Dr, FREY Abobado PUEYRREDON 2186 17 uq. ■achat. 18— 1« Ohr Staaten bildet. Dieser Besuch wäre umso angebrachter gewesen, weil grosse und wichtige Teile der amerikanischen Bevölkerung Israel, seine wirtschaftliche und [kulturelle Entwicklung mit regem Interesse verfolgen. Der Präsident hätte sich davon überzeugen können, in welcher Weise die amerikanischen Hilfsgelder verwandt -aaa- ¡ REAL PEN * Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 » TE. 49-5850 ftWHWWWittWW J. Liebling OURNIERE » SPERRHOELZEB IAZ VELEZ 5334 al 48 E. 48-3348/0348 7 88« Judith Schenkolewski Kuliuaatiakeraian Sch abboedecken . Tallisbeutel . Käppchen Masaot-Tascben . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BERED ERO 8888 T. E. 98-8188 Vofk1n Sind’ Wie ein Weines voik in einem kleinen Staat grosse Werke der ZivilE irnV°l bringt’ wie Sümpfe trocken gelegt, Wälder auf verkarsteten Hügeln und Bergen gepflanzt, und wie die Wüste zu neuem Leben erweckt wird. Einen solchen Besuch hat Eisenhower nicht abgestattet. Wir müssen es zur Kenntnis nehmen und uns damit abfinden. Eisenhower ist aber auch nicht bei Nasser gewesen. Auf die Hintergründe dieser Entschliessung wollen wir hier und jetzt nicht eingehen. Sicherlich ist diese HaL tung des amerikanischen Präsidenten ein Minuspunkt ln, ^r langen Liste politischer Misserfolge des ägyptischen Diktators. Aber ganz übergehen konnte man ihn in Washington offensichtlich nicht. Nasser hat seine Entschädigung in Form grosser Kredite bekommen. Wahrscheinlich werden diese Gelder für R Übungszwecke gebraucht, obwohl die ägyptisehe Armee bereits mit Waffen „überfüttert” ist. Wozu braucht Aegypten eigentlich eine modern ausgerüstete Armee, wozu braucht es U- Boote und Tank,s Bombenflugzeuge und Düsenjäger, Panzerwaffen und Kreuzer, Kanonen und Gewehre? Nasser selbst verkündet die Ziele seiner Rüstungspolitik 1 ohne jeden Vorbehalt, er prahlt sogar mit seinen Angriffs- und Vemichtun-gsabsichten, mit seinen grossartigen militärischen und stra-! tegischen Plänen gegen.,, israel! Niemand braucht anzunehmen, dass diese Kombinationen geheim sind. Einem Lande, dessen absoluter „Führer” ungehemmt seine Projekte zum Ueberfall auf einen anderen Staat unter dem tosenden Beifall der Massen proklamiert, werden Anleihen eingeräumt, deren Verwendungszwecke für kriegerische Absichten ein erklärtes Ziel der offiziellen ägyptischen Politik ist. F.inftm Lande werden Gelder gewährt, das von sich selbst sagt, dass es nicht demokratischen Prinzipien huldigt von dem aber jeder weiss, dass es diktatorisch regiert wird, obwohl es seine Absicht durchaus nicht verschleiert, mit diesen Mitteln eme Demokratie zu zerstören, Dieser Sachverhalt ist Bewegung in den israelischen Häfen Jerusalem. — Die Bewegung in den israelischen Häfen betrug im abgelaufenen Kalenderjahr 3 Millionen Tonnen Frachten im Vergleich mit 1.300.000 Tonnen vor zehn Jahren, wie jetzt bekannt gegeben wurde. Ein Drittel hiervon wurde durch israelische Schiffe ransportiert. Seit Staatsgründung sind rund 88 Millionen Dollar in Zoll-Erleichterungen in Israel investiert worden, wozu bis 1962 weitere 67 Milliinen Investitionen hinzukommen dürften. Man hofft, dass sich bis zu dieser Zeit die israelische Handelsflotte auf 650.000 Tonnen erhöhen wird, deren heutiger Tnnengehalt sich auf 277.000 beläuft. Die israelische Handelsflotte hat 1.900 Matrosen. (ITA) bekannt. Dennoch bekommen die Aegypter das Geld. Muss nicht das Vertrauen in das demokratische Amerika durch solches Verhalten zerstört werden? Dennoch sprach Eisenhower vom Frieden in Freiheit! Hat er vergessen, dass Nassers Pläne vom Friedensbruch unverhüllt ausgesprochen werden, um die Freiheit eines anderen 'Landes zu vernichten? Noch krasser wird der Widerspruch zwischen Eisenhowers Parolen und seinem Vorgehen bei dem Besuch bei Franco, dem Diktator Spaniens. Bisher hat noch niemand behauptet, dass Franco ein braver Demokrat sei. Vielleicht wird man morgen auch das aus dem Weissen Hause erfahren? — Unzweifelhaft muss das stark lädierte Prestige des spanischen Diktators gestützt werden, wenn selbst der Präsident der grössten Demokratie unserer Zeit, der Präsident des Landes, das der Wortführer der freien westlichen Welt ist, einen Franco auf sucht. Wahrscheinlich wird man uns jetzt erzählen wollen, dass auch Franco für eine Welt des Friedens in Freiheit ist... Aber wo ist eigentlich die Freiheit in Spanien? Tausende schmachten in spanischen Kerkern, weil sie sich gegen das Regime einer faschistischen Diktatur auflehnen. Zur selben Zeit, wo Eisenhower die amerikanische - spanische Freundschaft feierte, fanden neue Prozesse gegen Menschen statt, die noch an die Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos u.id unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGER HAEUSERN GESCHAEFTEN Montevideo 571, 4. St. T. E. 40-4837 7 70.7344 Confitería NIZA Conde 2020 76.0286 Servicios de lunch de categoría Dr. B. 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Der Besuch Eisenhowers bei Franco war ein Attentat gegen die Freiheit, auch wenn noch so starke strategische Gesichtspunkte einen Ausgleich mit Franco-Spanien ratsam erscheinen lassen sollten. Der moralische Schaden für die Demokratie ist weit stärker als die makabren Vorteile, die ein solcher Bundesgenosse bieten kann. Nicht nur in Südamerika war man über diese Begegnung erstaunt. Alle die Freiheit wirklich liebenden Völker müssen misstrauisch werden, wenn sie sehen, dass ihr Repräsentant Nr. 1 aus irgendwelchen materiellen Gründen — und militäla Semana Israelita aparaca Vien as Btaemanario: loa Martes y Editado por Ertralias Editorial Ltda Verantwortlich: Dt. H. Swananak7 Pueyrredón 2190 l* inq T. £. 83-2613 Abono- Preis«: Argentinien: $ 60.— pro Quartal rische Kombinationen sind rein materieller Natur — den Gedanken der Freiheit opfert, um mit einem Unterdrücker der Freiheit zu paktieren. Wer mit Eisenhower für die Parole des Friedens in Freiheit eintritt, wird es bedauern, dass der amerikanische Präsident seinen Fuss auf spanischen Boden gesetzt hat und mit einem Mann verhandelte, der die Freiheit missachtet und damit den Frieden bedroht. Die westliche Welt kann aber nur dann bestehen und sich vor einer kommunistischen Expansion retten, wenn sie sich seihst treu bleibt. Diese Treue ist unbedingt, sie kann keinesfalls durch Konzessionen belastet werden, die zur Aufgabe demokratischer Prinzipien führen. Dr. JACOBO COHEN HIGADO — DIGESTIVO Pampa 2026 T E. 73-1116 Solicitar hora VARICES - ULCERAS DE LA PIERNA - ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 T. EL 87 1362 ÍDr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung.;JOSE HERN ANDEZ 2518 T. 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