Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1742 (26.12.1959)
- Date
- 1959-12-26
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Sábado, 26 de Diciembre de 1959 Juden in einem Rassenkonflikt Die südafrikanische Judenheit, deren Lage im allgemeinen als befriedigend bezeichnet wird, sollte nach den neuesten Debatten in ih. rem Board of Deputies ,,aufpassen, dass sich auch nicht das Geringste entwickelt, das die böse Saat der Diskriminierung enthalten könnte.” Gustav Saron, der Generalsekretär des Board of Deputies und guter Kenner der Materie, wie er dies in seinem Werk über die Geschichte Südafrikas bewiesen hat, erklärte, dass nur wenige Manifestationen von Antisemiten in der letzten Zeit festzustellen waren. Bei dem Besuch des britischen Faschisten Sir Oswald Mosley hätte man Kritik und öffentliche Zurückweisung des Antisemitismus gesehen. Schwierigkeiten mache jedoch immer wieder die Stellungnahme der südafrikanischen Judenheit und ihrer Repräsentanz zum Rassenproblem, und hier gibt es, wie in den vergangenen Jahren, keine einheitliche Stellungnahme. Die Juden bestehen auf ihrem Recht, wie jeder Bürger der Union, als Individuen ihre Auffassung zu vertreten. Der Board of Deputies hält es in diesem Rahmen für unangebracht, auf eine einheitliche Konzeption zur Rassenfrage zu drängen; eine Gruppenhaltung würde weder im Interesse der Judenheit noch im Interesse des Landes stehen. Andererseits hat der Board immer betont, dass der Jude eine besondere Verantwortlichkeit hat, eine Rolle in der Milderung rassischer Vorurteile zu spielen und GLEICH DEM VATER VERLANGT DER SOHN DAS BESTE: CARLTON-KLEIDUNG Dass Söhne in die Fusstapfen ihrer Väter treten, ist bei Bekleidung mehr als eine Tradition. Vater und Sohn tragen deshalb Carlton-Kleidung, die Kleidung der hohen Leistung an Qualität und Preis. Wir werden uns in Zukunft auf unsere Stärke, die qualitätsvoll* Herrenlcleidung, noch mehr konzer trieren, weil wir glauben — und es immer wieder bestätigt bekommen, dass wir hier etwas Aussergewöhnliches leisten. 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Die Probleme der südafrikanischen Judenheit scheinen nach dieser Diskussion immer noch ähnlich wie zu Zeiten des Bureakrieges zu sein, als die Buren die Juden zu den befeindeten „Uitlandern” zählten, während es damals auch eine grosse Zahl von (insbesondere russischen) Juden gab, die stärker mit den Buren sympathisierten. Damals sagte der spätere englische Oberrabbiner Dr. Hertz, dass die Juden in diesem Kampf zwischen „Ausländern” und Buren, wie so oft, „ein Stück Eisen zwischen Hammer und Amboss seien.” In der Diskussion des Board wurde schliesslich vermerkt, dass immer wieder darauf hingewiesen werden müsse, dass die Pflege eines jüdischen Kulturprogramms und eines eigenen Gruppenlebens mit der vollen Loyalität zum Staate vereinbar sei. LA SEMANA ISRAELITA V BIS EMAN ARIO INDEPENDIENTE Bs. Aires — PUEYRREDON 2190, 1’ i*q. — T. E. 83-26 L 25. Kislew 5720 26. Dezember 1959 Aus aller Welt Varl ton f Lavalle 870 T. E. 35-1110 AUTO - REPARATUR . WERKSTATT „BEÑO“ BEÑO HtJTSCHNECKER Arda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Juan Schottlaender Versicherungen jeder Art — JUNCAL 2170 T. E.: 82-1732 Geburtstag Ben Zwis Jerusalem. — Jizchak Ben Zwi, der Präsident Israels, feierte seinen 65. Geburtstag in voller körperlicher und geistiger Frische in der Ausübung seines hohen Amtes und als Erforscher der Geschichte der orientalischen jüdischen Gemeinden. Anlässlich seines Ehrentages empfing Präsident Ben Zwi zahlreiche Glückwünsche aus Israel und dem Ausland. (ITA) Befreiung eines Juden in Libanon Jerusalem. — Ein Jude, der als Chef einer Bande angeklagt war, die proisraelische Spionage betrieben haben soll, ist wegen Beweismangels unter Kaution in Freiheit gesetzt worden. Es handelt sich um den Kaufmann Elias Mizrachi, der einen Monat im Gefängnis gesessen hat. Von den seineazeit verhafteten 6 Juden, be-' findet sich nur noch einer in Haft. (ITA) Um deutsche Hilfe bemüht Bonn. — Die Regierung von Libyen bemüht sich gegenwärtig um eine umfangreiche deutsche Beteiligung an einem neuen Acht-Punkte-Programm für den Aufbau der Wirtschaft. Ein Vertreter des libyschen Wirtschaftsministeriums verhan. delt mit deutschen Industrieunternehmen, Banken und auch mit der Bundesregierung über die Vergabe von Aufträgen für diese Grossprojekte. (AWZ) Passive Handelsbilanz New York. — Die Handelsbilanz Aegyptens schloss auch im ersten Halbjahr 1959 mit einem Passivsaldo, wobei die Einfuhren bei 110 Millionen ägyptischen Pfunden und die Ausfuhren bei 82 Millionen Pfund lagen. Die wichtigsten Lieferländer waren die Vereinigten Staaten, die deutsche Bundesrepublik, die Sowjetunion und Grossbritannien. Die Käuferländer rangierten ln der Reihenfolge Sowjetunion, Tschechoslowakei, deutsche Sowjetzone und China. (AWZ) FJSELE - EIN EHRENGAST? In El Alamein ist ein Erinnerungsmal für die Toten des deutschen Afrikakorps in Gegenwart zahlreicher Gäste eingeweiht worden. Mehrere Offiziere der Bundeswehr, deutsche diplomatische Persönlichkeiten und ein Delegierter der Reg erung von Kairo wohnten dieser Veranstaltung bei. Es ist nicht dagegen zu sagen, dass Persönlichkeiten der neuen deutschen Armee und der jungen Republik einer solchen Denkmalsenthüllung beiwohnen. Wenn auch die Männer dieses Korps, die in Afrika gestorben sind, für eine abgrundschlechte Sache und für ein Mörderregime ihr Leben hingegeben haben, so berührt dieses unnütze Sterten im Dienste des Bösen umso tragischer. Aber es war noch jemand in El Alamein anwesend, wie uns die Presse Nassers und auch der ägyptische Rundfunk mitteilten: der ehemalige KZ-Arzt Eisele, der aus München in das Paradies aller NS-Verbrecher, nach Aegypten, geflüchtet ist, um dem Haftbefehl zu entgehen, der gegen ihn erlassen war. Man erinnert sich. Eisele ist jenes Ungeheuer, das, nur aus Sadismus und aus Hass, die teuflische Atmosphäre der Todeslager dazu benutzte, um grausige Experimente an jüdischen Frauen durchzuführen, die die braunen Gangster in die Austilgungslager verschleppt hatten. Nun stand er in El Alamem neben dem deutschen Generalkonsul und neben den Offizieren der Bundeswehr, um die Toten des Afrika-Korps zu ehren... Zv ehren-? Nehmen wir zu Ehren des Generalkonsuls und der Offiziere der Bundeswehr an, dass sie nicht wussten, welche Kreatur sich in die Reihen der Veranstaltungsteilnehmer eingeschlichen hatte. Wenn man auch erstaunt sein muss, dass ein Generalkonsul diesen tristen Gesellen, dessen Fall seinerzeit soviel Staub aufwirbelte und der sich jetzt, in der kairoer Emigration, als Nachtlokal-Krakeeler einen gewissen Namen in der täglichen Skandalchronik ge_ macht hat, nicht sogleich in dem Kreis der Einweihungsgäste identifiziert hat. Aber für eine gewisse Zwielichtigkeit der bundesdeutschen Gegebenheiten — im Inwie im Auslande — ist es bezeichnend, dass sich diese erschreckende Inkarnation der Unmenschlichkeit, dieser KZ-Arzt Eisele, gegen den ein Haftbefehl läuft, ungestraft und unbelästigt in eine Feier eindrängen konnte, deren Organisatoren deutsche Stellen gewesen sind und der offizielle Persönlichkeiten des politischen Lebens der deutschen Bundesrepublik beigewohnt haben. KURT KAISER-BLUETH ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL FIAMBRERIA Alle Arten Aufschnitt — Konserven — Getränke — Auch koschere Würste — Grosse Auswahl in Cognacs, Weinen, Likören etc. — Preisselbeeren — KNORRSUPPEN — FISCHKONSERVEN 25 DE MAYO 719 Inh.: FEDERICO SWARSENSKY Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag v. 15—19 Uhr --— * — — — Dr. Gunter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN VERREIST VOM 6. bis 24. JANUAR —_ « « BUEROZEIT: 10—12 und 15—18 Uhr PUEYRREDON 2190 esq. Av. LAS HERAS ~ T. E. 83-2613 Korrespondenzanwälte in Israel und einigen europäischen Ländern