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Jüdische Wochenschau · 1959-12-26 · 1742 (26.12.1959) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
20 (1959)
Issue
1742 (26.12.1959)
Date
1959-12-26
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Sábado 26 d« Diciembre de 1953 LA SEMANA ISRAELIT Año XX. No. 1743 Interne Angelegenheiten (Schluss von Seite I) (arabischen Gebieten, gegen _. , , TT , . die Verstösse gegen die Men- Emheit des Volkes und sein schenrechte, müssen mit gro- Gesamtwillen bewähren. Um sser Energie gefordert weraber eine zufriedenstellende!den. Und sie werden ver_ u i sachliche Antwort zu langt, weil die Menschheit finden, müssen wir die Fra- (versteht, dass man nicht nur ge auf das Gebiet der interfür sich selbst sorgen kann, nationalen Politik ausweiten, ' dass es eine internationale denn auch hier begegnen ¡Verpflichtung für alle Länwir des öfteren Erklärungen der bedeutet, die Normen bestimmter Völker, dass die des internationalen Rechtes UN oder die öffentliche 'einzuhalten und zuvertei- Weltmeinung kein Recht zur djgen „Einmischung in die inter- I Wenn man ein solches nen Angelegenheiten eines Recht zuerkennt, so dürfte anderen Landes besitzen I gg ersf recht innerhalb eines Volkes jedem repräsentativen Vertreter zustehen. Oder haben wir nichts gelernt? Machen wir noch weiterhin Unterschiede zwischen Juden und Juden? Glauben wir noch an geographische Bindungen, um Unterschiede innerhalb unseres Volkes zu konstruieren. Der Gegensatz zwischen den sogenannten „Ostjuden” und den „Westjuden”, der sich wiederholt als eine unglückliche Quelle von Differenzen gezeigt hat, ist historisch geworden und im Augenblick, da wir in einer Uebergangsepoche leben, in der sich die geographische Situation des jüdischen Volkes grundlegend verändert hat, iriJ einer Entwicklung, historisch überwunden zu werden. .Will man diesen Gegensatz verlängern, kultivieren oder mit Gewalt erhalten? Während, um ein weiteres Beispiel zu geben, die westeuropäischen Länder dabei sind, eine möglichst umfang, reiche Basis für ihre politische, militärische, wirtschaftliche und sogar kulturelle Zusammenarbeit zu finden, gibt es einen kleinen Kreis von Juden, die danach trachten, sich wieder vom jüdischen Volksganzen zu isolieren. Wie könnte man sonst ihre Bemühungen verstehen, die unerlaubten Eingriffe einer „amerikanischen” Organisation zu brandmarken? Dieser ganze Vorgang wirkt um so peinlicher, weil die „Intervention” von „deutschen Juden” getragen wurde, die wahrlich mit grösserem Recht für sich in Anspruch nehmen dürfen, die Erben des deutschen Jucfenwürden. Bisher waren die Juden immer der Meinung, dass die Interventionen der verschiedenen Länder zugunsten der Verfolgten berechtigt gewesen sind mit Recht wurde von vielen Seiten eine heftige Kritik geübt, wenn man die Faschisten oder Kommunisten treiben lässt, was sie wollen und entweder gleichgültig oder schwächlich zusieht, wie Menschen gefoltert, vertrieben oder entrechtet werden, ■ur weil sie anderer Auffassung als die offiziellen Machthaber sind. Mit Recht wurde von jüdischer Seite den Alliierten vorgeworfen, dass sie bei weitem nicht alles getan haben, um die verfolgten Juden aus den Klauen der Nazis zu befreien. Aber bedeutete dieses „Tun”, das wir forderten, nicht gleichzeitig eine Einmischung in die internen Angelegenheiten einer fremden Macht? Selbstverständlich hätte eine solche Intervention eine Einmischung dargestellt, eine notwendige, rechtlich und moralisch gebotene Einmischung. Dasselbe gilt von jedem internen Bruch internationalen * Rechtes. Internationale Interventionen gegen die Sklavenarbeit in gewissen Ländern,. gegen die Verfolgung Andersdenkender in Spanien, in Ungarn, in anderen Staaten, gegen den Menschenhandel in gewissen Dr, FREY Abogado PUEYRREDON 1190 17 i*q. nachm. 1C—19 Uhr ¡ REAL PEN] Füllhalter REPARATUREN ® Spezialgeschäft CORRIENTES 569 TE. 49-5850 J. Liebling FOURNIERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 5224 al 46 T. E. 43-2349/0340 y 3021 Judith Schenkolewski Kultuttiickereien Schabboadecken . Tallisbeutel . Käppchen Maszot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 2585 T. E. 73-9155 Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos uad unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAEFTEN Montevideo 571, 4. BL T. E. 40-4937 y 70-7244 Confitería NIZA Conde 2020 76.0286 Servicios de lunch de categoría turns zu sein, wie die Verfechter der Non-Intervention in die Belange des jetzigen deutschen Judenums. Die beiden Amerikaner sind: Dr. Joachim Prinz, der als Rabbiner der Berliner Gemeinde mit einem bewundernswerten Mut den Kampf gegen die Nazis innerhalb des Reiches geführt hat, und Kurt Grossmann, der ebenfalls ein aktiver Antinazi gewesen ist. Noch lächerlicher wirkt die Position der „Schtadlannim”, wenn man sich die innere Zusammensetzung des „deutschen” Judentums vor Augen hält. Wir wollen nicht davon sprechen, dass ein sehr erheblicher Prozentsatz dieser Juden in Mischehen lebt und deswegen auch nur gerettet-worden ist. Ein mindestens ebenso beachtlicher Prozentsaz wird gerade nicht von „deutschen” Juden gebildet, sondern von jenen Ostjuden, die sonst meist Gegenstand einer — wenn auch nicht laut ausgesprochenen — Kritik sind. Die Folge dieser Haltung seitens der Schtadlanim ist also: der DP aus dem Osten Europas, der jetzt oder jetzt noch in Deutschland lebt, darf Meinungen äussern, der ehemalige deutsche Jude, der inzwischen Amerikaner geworden ist, darf es nicht. Man gelangt zu grotesken Ergebnissen, wenn man diese Theorien der „Schtadlanim” zu Ende führen wollte. Nachdem der Amerikanische Jüdische Kongress durch seinen Präsidenten I Dr. [ B.Schwarcz ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 52-8214 RAYOS X PARADENTOSE 1 Mef. Voranmeldung An unsere Leser Infolge der mehrfachen Erhöhungen des Papierpreises, der Arbeitslöhne und sonstigen Herstellungskosten der Zeitung war eine Erhöhung des Abonnementspreises unvermeidlich. Wir nehmen an, dass alle hierfür Verständnis haben. Der Preis für das Afcono beträgt in Zukunft $ 60.— pro Quartal. Dr. Joachim Prinz eine Denkschrift vorgelegt hatte, die im wesentlichen von Kurt Grossmann abgefasst oder von ihm mitredigiert worden ist, und die den Titel „Das deutsche Dilemma” trägt, inszenierten die „Schtadlanim” einen Sturm, allerdings im Wasserglas. Dass amerikanische Juden sich in die internen Belange der deutschen Juden einmischten, das war eine unerhörte Tat. Aber sind wir denn schon wieder so blind geworden, dass wir leugnen könnten, dass die antisemitische Gefahr etwa nur einen kleinen Kreis von Juden in Deutschland bedroht. Ist Antisemitismus nicht eine universelle Gefahr? Das jüdische Volk kann sich von keinem, noch so sachkundigen und anständigen Sachwalter vorschreiben lassen, wo eine Gesamtintervention notwendig ist und wo nicht. Offensichtlich als Reaktion auf die Vorstellungen des Amerikanischen Jüdischen Kongresses besuchte der Generalsekretär der Juden in NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn RIVADAVIA 2625, 3* T. 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E. 73-1462 Inhaberin: AUGUSTA X. de SCHREINER Deutschland, Herr Dr. van Dam, dessen lautere Absichten durchaus nicht angezweifelt werden »ollen, — wie es sich hier um eine streng sachliche und keinesfalls persönliche Auseinandersetzung handelt, — den neuen Präsidenten der deutschen Bundesrepublik, Herrn Dr. Heinrich Luebke. Nach den vorliegenden Kabeln diskutierte auch er über Antisemitismus in Deutschland und das Wiederaufleben nazistischer Tendenzen. Also gibt es doch diese Probleme! Erhalten sie einen anderen Aspekt, eine grössere oder kleinere Bedeutung, ob sie von Herrn van Dam oder von Joachim Prinz in Repräsentanz des Amerikanischen Jüdischen Kongresses vorgetragen werden? — Man wird nur sagen können, dass sie hierdurch keinen anderen Aspekt erhalten, dass aber die Intervention von Prinz von einem viel grösseren Gewicht sein dürfte. Die heute für das Schicksal der Juden in Deutschland sich verantwortlich fühlenden Kreise sollten erkennen, dass eine enge Zusammenarbeit aller Kräfte erforderlich ist. Die Entscheidung steht den zu diesem Zweck vom ganzen jüdischen Volk gewählten Körperschaften zu, in erster Linie also dem Jüdischen Weltkongress, in dessen Auftrag sein stärkstes Mitglied, der Amerikanische Jüdische Kongress, U Semana Israelita Bisem&nario: aparaos Um Martes y Viernes Editado por Estrellas Editorial Ltda Verán twortlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190 1> iaq T. ÍL 83-2613 Abono-Preise; Argentinien: 6 60.— pro Quartal Dr. DARIO COHEN CIRUGIA — SEÑORAS Pampa 2026 T. E. 73-1116 Solicitar hora VARICES — ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY SARMIENTO 3116 7. E. 87 1362 ÍDr. BENJAMIN LIPN1ZKY ¡ ZAHNARZT | ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE- J HANDLUNG MIT GASBETAEUBUNG - REGU- | L1ERUNG DER ZAHNSTELLUNG T Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend inacb vorheriger Vereinbarung. JOSE HERNANDEZ 2518 T. E. 76-8673 und 73-0500 1. gehandelt hat. Die deutschen Juden können die Notwendigkeit einer solchen Aktion nicht mit der gleichen Sicherheit beurteilen. Denn niemand ist ein guter Anwalt ih seiner eigenen Sache. Die Nähe des Geschehens verdunkelt mitunter den klaren Blick, der für politische Entscheidungen von ausschlaggebender Bedeutung ist. Die ausgezeichnete Schrift „Das deutsche Dilemma” bietet nicht den Gegenstand einer innerjüdischen Polemik. Vor allem aber sollte man nicht in den Fehler verfallen, andere, nichtjüdische Instanzen zum Schiedsrichter hierüber heranzuziehen. Unter diesen Umständen erweckte die Begegnung mit dem Bundespräsidenten gewiss falsche Eindrücke. Dr. L KLEIN Médico i I 1 * Magen, und Darmkrankheiten j | Röntgen-Untersuchungen j J SPRECHSTUNDEN: $ Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr1,. JEs wird gebeten, sjch vorher telefonisch anzumelden i; | SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542Í; r*+*+*++++**-k*+++++++it*++-k+*+***** * ***** »■« l i lim h . , . . i„. ■ »im,..»».. m inr Dr. Bernardo Goldstein MEDICO CARDIOLOGIA - HOSPITAL FERNANDEZ Radie X — Durchleuchtung — Electrocardiograma» CUBA 2141 T. E. 73-8762 u. 73 6817 Consultas: Montags bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr IL»::«' » IIWI III ■» I » ». »i» ■ « ■ i » I

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