Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1741 (22.12.1959)
- Date
- 1959-12-22
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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2 — Martes. 22 de Diciembre de 1959 LA SEMANA ISRAELITA Año XX. — No. 1741 Und wurde Symbol des Volkes (Schluss von Seite 1) . e l o» - zu widersetzen, da haben sie 63 getan! Der heldische ixiiv.pl mancher rheinischer Gemeinde gegen die wilden Kreuzfahrer legt hierfür ein vielleicht vergessenes, aber dennoch eindrucksvolles Zeugnis ab. Das jüdische Volk hat niemals im Leiden ein religiöses Ziel oder eine soziale Tat erblickt. Das Gefühl für Gerechtigkeit und ein unbezähmbarer Willen zur Freiheit sind zwei der markantesten Züge der jüdischen Geschichte. Immer wieder entflammten die Bestrebungen zur Wiederaufrichtung Zions, zur Rückkehr nach Israel. Das Volk sehnte sich nach seiner Heimat, von der es seit vielen Generationen getrennt war, die aber in seil am Bewusstsein seine Heimat geliehen war. Mittelpunkt aller Gedanken und Hoffnungen. Religiöse Inbrunst vereinigt sich mit dem nationalen Lebenswillen, der ungebrochen geblieben war. Ob ausgesprochen oder unbewusst, das Beispiel der Makkabäer leuchtete durch die Jahrtausende. Dort hat es einmal vor langen Zeiten ein Geschlecht von Juden gegeben, das sich den fremden Willen nicht aufdrücken liess, das für seine Ueberzeugur.gen nicht nur zu sterben bereit war, — denn das waren alle späteren Generationen auch und bewiesen es. Nein, diese Makkabäer verteidigten sich und verteidigten ihre Brüder gegen die Uebergriffe der fremden Gewalthaber, die gekommen waren, um das Judentum zu vernichten. Und die Makkabäer verstanden, dass es ohne die Verteidigung der Judenheit kein Judentum geben könne. Sie entfachten den nationalen Freiheitskampf. Dieses erfolgreiche Heldengeschlecht — auch nach den Makkabäern hat es Juden gegeben, die sich gegen Dr. FREY ► Abogado PUEYRREDON 2199 1* lag. ' nachm. 16—19 Uhr J. Liebling FOURRIERE — SPERRHOELZEH DIAZ VELEZ 5224 al 4t T. £. 42-2349/0249 T 2921 | REAL PEN i Füllhalter REPARATUREN i ’ Spezialgeschäft » \; CORRIENTES 569? T E. 49-5850 I °p*ica REX DIPL. OPTIKER Sarmiento 82 T. E. 35 - 7351 die Fremdherrschaft auflehnten, z. B. Bar Kochba — blieb das unvergessene Symbol dafür, dass nicht zu allen Zeiten Juden sich haben beugen müssen, ob man es nach aussen hin nun verkün. dete oder nur schweigend in seinem Herzen trug. Da die Makkabäer für die Freiheit und die Wiedergeburt des jüdischen Volkes in seinem Lande nach der Eliminierung der Fremdherrscher kämpften, mussten sie nicht nur die Vorbilder, sondern geradezu die geistigen Väter der modernen jüdischen Freiheitsbewegung werden. Deswegen ist es nur als eine Selbstverständlichkeit zu betrachten, dass die beiden grossen Künder einer jüdischen Renaissance, die sich an die assimilierte Judenheit im Westen Europas wandten, dass der Arzt Dr. Leon Pinsker und der Jurist Dr. Theodor Herzl beide unabhängig voneinander von der Wiederauferstehung der Makkabäer träumen, sprechen und schwärmen. Das waren Männer, wie man sie brauchte, um das Werk der Sammlung der Zerstreuten, der Rückkehr der Abtrünnigen, der Rejudaisierung der Assimilanten zu bewerkstelligen, um dann an die nächste Aufgabe schreiten zu können: den Aufbau eines Judenstaates für. das verzweifelte, hilflose jüdische Volk. So jammerte Pinsker: „Welche klägliche Figur machen wir doch! Wir zählen nicht als Nation in der Reihe anderer Nationen und haben keine Stimme im Rate der Völker, auch nicht in Dingen, die uns selbst angehen. Unser Vaterland — die Fremde, unsere Einheit — die Zerstreuung, unsere Solidarität — die allgemeine Anfeindung, unsere Waffe — die Demut, unsere Zukunft — der nächste Tag. Welche verächtliche Rolle für ein Volk, das einst seine Makkabäer hatte!” Mit meisterhafter, bildnisreicher Klarheit umreisst Pinsker die Lage der Juden in den achtziger Jahren des Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos uad unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAEFTEM Montevideo 571, 4. St T. E. 40-4937 y 79-7244 Judith Schenkolewski KaltuasHrtfavsian Schabboadecken . Tallisbeutel . Käppchen . Masaot-Taschen . Hand- und Maschinenstickerei vor Bott und Tischwäsche BEBEDERO 2599 T. E. 72-9155 vergangenen Jahrhunderts. Empört, verzweifelt, niedergebeugt zeigt er die kümmerliche Rolle, die das jüdische Volk zu spielen verdammt ist, weil die Mächtigen es so wollen, aber auch weil die jüdischen Notabein diese Lage als jüdisches Schicksal hinnehmen, um wenigstens für eine kleine Schicht von Privilegierten, in Frankreich oder in Deutschland oder in anderen Ländern, den Schein der Gleichberechtigung zu erkaufen. Im Innersten aufgewühlt und in seinem Menschenrecht verletzt ruft Pinsker der Welt, vor allem der jüdischen Welt zu: „Welche verächtliche Rolle für ein Volk, das einst seine Makkabäer hatte!” Ungefähr 12 Jahre später schrieb Herzl seinen Judenstaat, in dem manche Gedanken ausgesprochen werden, die vor ihm bereits Pinsker formuliert hatte. Aber Herzl kannte Pinskers Schrift nicht. Später sagte er einmal, er würde nie den Judenstaat geschrieben haben, hätte er früher Pinskers Autoemanzipation gelesen. Es gibt viele Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Mänren überzeugt, dass auch das jüdische Volk ein imbestreitbares Recht darauf hat, zu leben und sein Leben nach seinen eigenen Vorstellungen und nicht den Wünschen der Mehrheit zu gestalten. Sie beide träumten von jenem Heldengeschlecht der Makkabäer, das noch von einer anderen Art von Juden Zeugnis ablegte, von Juden, die nicht nur bereit zum Leiden waren, sondern die in der Lage gewesen sind, ihre Rechte und ihre Ideen, ihre Leben und ihre Heimat mit der Waffe zu verteidigen. Für eine solche Sache einzustehen, das war die Aufgabe, der neue Lebensinhalt, den Herzl für sich gefunden hatte: „Und welcher Ruhm erwartet die selbstlosen Kämpfer für die Sache! Darum glaube ich, dass ein Geschlecht wunderbarer Juden aus der Erde wachsen wird. Die Makkabäer werden wieder auf erstehen.” — Herzls Voraussage ist vielleicht in keinem Punkt mit solcher Klarheit und Schönheit in Erfüllung gegangen, wie in dieser menschlichen Frage. Die Makkabäer, das sind nicht nur die alten Helden aus längst versunkenen Tagen, nein, das sind die Pioniere von heute, die wieder jüdisches Leben und jüdisches Schicksal in ihre Hand genommen haben. Wenern und ihren Ideen, was j der die Makkabäer, von eigentlich nur natürlich sein dürfte. Es gibt aber auch erhebliche Unterschiede, die in der Dynamik und faszinierenden Persönlichkeit Herzls begründet sind. Beide Männer hatten die gleiche Vision, die nur der Niederschlag mehrtausendjähriger Hoffnungen unseres Volkes gewesen ist. Wie man aber die Gegenüberstellung von Pinsker und Herzl bewerten und beurteilen mag, beide waren von dem Willen zu Befreiung ihres unglücklichen Volkes durchglüht und beide von den gleichen menschlichen Idealen durchdrungen. Sie waeinst noch ihre späten Erben sind rauhe Krieger, die im MOHELIM Mohel David Freimann T. E. 97-9932 Boulogne Sut’ Mer 352. L. Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 76-6784 u. 76-2312 | FIAMBRERIA Castelli 373 - T.E. 47-4120 SONNABEND GESCHLOSSEN — SONNTAG DEN GANZEN TAG GEOEFFNET s mMMWWWWMWWWUWWWWt Koscheres Restaurant „Paso" Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259 Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehilla MITTAGS, und ABENDTISCH; f Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten VERLANGEN SIE OFFERTE Glanze ihrer schönen Waffen in Frieden lebende Nachbarn überfallen. Die Makkabäer treten für die Rechte und das Leben ihres Volkes ein; sie wehren sich gegen, die Feinde, die ihr Land bedrohen. Deswegen ist Chanukka heute nicht mehr allein ein Fest des historischen Gedenkens an ferne Tage, in denen die Juden ihre Gegner besiegt haben. Deswegen ist Chanukka auch nicht mehr allein das Fest des religiösen Glaubens und des Wunders des 'Lichtes. Chanukka ist für unsere Zeit, ist für die Generation derjenigen, die unsere Renaissance miterlebten, das grosse jüdische Fest geworden, denn in diesen Tagen wurde unser Leben erneuert, wurde unsere Generation erhöht, wurde unser Volk befreit. Chanukka ist deswegen nicht mehr das stille Lichtfest im Kreise der Familie. In Israel leuchten in allen Städten und Dörfern, auf allen Hügeln und Bergen die la Semana Israelita Bisetnanario: aparaos loa Marte« y Viera ee Editado por Eatrellas Editorial Ltda Verán twortüch: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190 iv i*q T SC. 83-2613 Abono-Preise: Argentinien: $ 40. — pío Quartal Lichter der Menora auf, die kein eindrucksvolles Kulturgerät blieb, sondern zum Symbol des Volkes geworden ist. Mit Stolz und Freude begeht das jüdische Volk heute sein Chanukka, denn es strahlt das Licht Israels von den Bergen Judas und i den Hügeln des Negew wider, die von einem neuen Geschlecht von Makkabäern entzündet worden sind. NERVEN, u. GEMUETS- KRANKKEITEN Dr. M. J. Kuhn RIVADAVIA 2625, 3* T. E. 48-7524 ]Mont., .Mittwoch, Freitag] 17—19 Uhr. Tel. AnmeJ- ' düng erbeten j Dr. I B. Schwarcz j ZAHNARZT TESTOMBA 2283 — 52-8214 i RAYOS X Î PARADENTOSE! telel Voranmeldung Dr. DARI CIRUGIA - 0 COHEN - SEÑORAS Pampa 2926 T. E. 73-1116 Solicite hora VARICES — ULCERAS DE LA PERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL ÜMANSKY SARMIENTO 3116 T. E. 87 1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY | ZAHNARZT 1ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG MH GASBETAEUBUNG - REGU¬ LIERUNG DER ZAHNSTELLUNG | Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend t nach vorheriger Vereinbarung. i JOSE HERNANDE2 2518 T- £ 76 8673 und 73-9599 BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG AUSFUEHRUNG SAEMTUCHER Malerarbeiten CONDE 2318 T. 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