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Jüdische Wochenschau · 1959-12-15 · 1739 (15.12.1959) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
20 (1959)
Issue
1739 (15.12.1959)
Date
1959-12-15
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Maries, 15 de Diciembre de 1959 it «,i KUNST 0öi)r. Jacob Segall Dr E. G. ÎWENTHAL n Jäcob Se.1' «'was Ua. I;«sehenWer. J flttelpunkt [Xi Am der “heres Ziel ^.war “ iteres« des Gesamten Berlins verlagert hatte, iahllos sind die Fachbeiträ- Jge, die er beigesteuert, zahllos auch die_Materialien, die er dem statistischen Archiv geliefert hat. Immer mehr vertiefte er sich in die statistische Betrachtung, Darstellung und Analyse von Vorgängen und Tatbeständen, die Judenheif und Judentum betreffen, und so sind seiner Feder auch zahlreiche Einzeluntersuchungen auf diesem Spezialgebiet zu verdanken. Hier seien nur genannt die kommunalstatistische Studie „Die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in München 1875—1905” Leistung der gemeindesozialen Einrichtungen im Zeitraum 1887—1912 und die Abtoch als-joc, Handlung über die „Beruflisenem chen und sozialen Verhältnisse der Juden in Deutschland (aufgrund der Bevölkerungszählungen von 1882, 1895 und 1907), beide 1912 erschienen. 1914 veröffentlichte Dr. Segall den ersten Halbband einer internationalen Konfessionss atistik, in dem das gesamte, Katholiken, Protestanten und Juden betreffende bevölkerungsstatistische Material für das vorige Jahrhundert zufammengestellt ist. Im Zusammenhang mit Segalls Tätigkeit als Geschäftsführer des 1917 geschaffenen zentralen jüdischen „Ausschusses für Kriegsstatistik” ist seine Schrift „Die deutschen Juden im Weltkrieg 1914—18'* (Philo-Verlag, Berlin 1921) entstanden. In dieser Zeit zogen ihn die grossen jüdischen Orga- Weine und keMe Mann idealen fce. maccher si-!n Leben®. ltz in sich, in eB Haltung r>» treu be- 1 “it Dr. Se. 'emer seiner 1 verbunden 7011 seinen nalitnteii bs- 'em Können, bur Ruppin, iritus rector •nswerks in ZU|1> Leiter mts in Jaffa . trat Segall in dem 195( lenen „Büro r Juden e.V; iem Publikaser Samuelder; für Demo- Statistik der usgeben Dr. konnte Jacob urg kommea, er Zei{, ais rgewicht seiit auf seine praxis in eiertel im Noricum Deto Herren Vorle- Baecks leiste en dar. Und den sie gehabte kerne elr, sie® hung zu beiiese Weise' rot K. i iem Vorwort „begegnet i s Buch & noch etoal elbarkeit te Portes, fibe1 än verfügte einem Seelm Rang weit ästigen fr noch *'i- , Jadenä» H. Rangstorf am 28. 1. 1958 in der Bremer Volkshochschule gehalten hat: „Niemand anders als Gott selbst sendet die Anwälte seines Geistes aus und gibt ihnen ihren geschichtlichen Ort, auch in der Gegenwart. Wer wir auch sind und wo auch immer wir religiös stehen mögen — wir täten um unseres Menschseins willen gut, sie als seine Boten aufzunehmen.’' nisationen in Deutschland auch heran, als es galt, die „Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden.” in Gang zu setzen. Jacob Segall hart erst vor anderthalb Jahren, wahrscheinlich in seiner letzten schriftstellerischen Arbeit (vgl. „Jüdische Sozitlarbeit” II, 5/6, Frankfurt a. M., 13. 9. 57). das erste Jahrzehnt der Wirksamkeit der „alten” ZWST kurz beschrieben — aus eigener Kenntnis und aus der Erinnerung; zu seinen Aufgaben in diesem Rahmen gehörten namentlich die Vertretung der Interessen der ZWST gegenüber deutschen Regierungsstellen und in der „Liga für freie Wohlfahrtspflege in Deutschland”. Kurz bevor er 1926 aus der jüdischen Sozialarbeit ausschied, um sich nur noch seinem Arztberuf und der statistischen Arbeit zu widmen, war er der Redakteur des vom Deutsch - Israelitischen Gemeindebund (DIGB) gemeinsam mit der ZWST herausgegebenen und vom „Büro für Statistik der Juden” bearbeiteten „Handbuch der jüdischen Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege 1924/25”, dessen Neuauflage (unter dem Titel „Führer durch die jüdische Gemeindeverwaltung und Wohlfahrtspflege 1932/33”) heute noch ein unentbehrlicher Leitfaden für alle diejenigen ist, die sich mit den Angelegenheiten damaliger jüdischer Gemeinden, Organisationen und Funktionäre zu befassen haben. So hatte sich Dr. Segall jahrzehnelang der deutschen Judenheit zur Verfügung gestellt. Er genoss und er fand Vertrauen. Wer den Vorzug hatte, den alternden, aber geistig ausserordentlich rege und interessiert gebliebenen „Statistiker der deutschen Juden” in seinen letzten Lebensjahren in Tel Aviv wieder zu begegnen, war vor allem davon beeindruckt, wie sehr und wie oft er in seinen Gedanken seiner Statistiker-Zeit nachhing und, mehr noch, mit vielen brauchbaren Anregungen in dieser Richtung er aufwartete. Auch in Palästina/Israt »tf ssen ng mit ¡s eü® * xierte neu® Baeek-; 1®*® jirekto: pjoltt* [1 UH* VOLL }£«£ lepJ; WIE LIEGEN DIE FEIERTAGE DES JUEDISCHEN JAHRES 5720 Freitag, den 25. Dezember Sonnabend, d. 26. Dezember Sonntag, den 27. Dezember Freitag, den 1. Januar Sonnabend, den 2. Januar Sonnabend, den 13. Februar Donnerstag, den 10. März Sonntag, den 13. März Montag, den 11. April Dienstag, den 12. April Mittwoch, den 13. April Montag, den 18. April Dienstag, den 19. April Montag, den 2. Mai Sonntag, den 15. Mai Dienstag, den 31. Mai Mittwoch, den 1. Juni Donnerstag, den 2. Juni Dienstag, den 12. Juni Montag, den 1. August Dienstag, den 2. August Mittwoch, den 21.. September Erew Chanukka 1. Tag Chanukka 2. Tag Chanukka 7. Tag Chanukka 8. Tag Char.ukka Chamischa Assar b’Schwat (Neujahrsfest der Bäume) Fasten Ester Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach Jom Haazma’ut (Unabhängigkeitstag Israels) Lag b’Omer Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot 17. Tamraus (Fasten) Erew Tischa b’Aw Tischa b’Aw Erew Rosch Haschana 5721 LA SEMANA IvS HAELITA Abo XX. — No. 1739 — i Janos Turkow: Nach der Befreiung. Verlag Zentralverband der polnischen Juden, Buenos Aires, 1959. Der bekannte Schriftsteller Janos Turkow, der alle Schrecken der deutschen Besetzung von Polen bis zum bitteren Ende miterlebt hat, schildert in diesem Buch in nüchterner und sachlicher Form das Ende der deutschen Schreckensherrschaft und die Befreiung aer jüdischen Insassen der deutschen Ausrottungslager zu einer Zeit, als der Krieg sich erst seinem Ende nänerte und die ausgehungerten Gefangenen aus den Lagern strömten, ohne zu wissen, wohin sie sich wenden konnten. Turkow beziffert an Hand von Statistiken die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung mit fast 98 Prozent und gibt ein ergreifendes Bild von den chaotischen, himmelschreienden Zuständen, die damals in der allgemeinen Verwirrung und dem Durcheinander, in dem Polen sich befand, herrschte, wo die Juden auf eine feindliche Einstellung bei der Bevölkerung stiessen. Sie stand den Flüchtlingen kemrs.alls sympathisch gegenüber, sondern unternahm viele Ueberfälle auf die jüdischen Auffanglager. Die wenigen, kranken jüdischen Ueberiebenden wurden noch durch Räuberbanden und Milizen, die sich nach der Flucht der deutschen Heere gebildet hatten, ausgeplür.dert und ermordet, bis sich die Lage später etwas milderte und die jüdischen Flüchtlinge aus Polen nach Nieierschlesien gebracht wurden, wo sie sich entschlossen, Polen endgültig zu verlassen und nach Deutschland in die früheren Konzentrationslager gingen, um eine Weiterwanderung in andere Länder und vor allem nach Israel vorzubereiten. Diese Einstellung der polnischen Bevölkerung, die in der Judenfrage immer mit den f^azis Hand in Hand arbeitete, sich als die gesetzliche Erbin des jüdischen Eigentums in Polen betrachtete und eine neue Einordnung der Juden von vornherein kalt ablehnte, wird in dem Buch offen und ohne jede Verschönerung gxschldert. Turkow gelang es im le zel ist er, nachdem er zunächst als Arzt (auch in Petach Tikwa) tätig war, seinem statistischen „Métier” treu geblieben: etwa von 1935 bis 1953 war er als Statistiker bei der „Kupat Cfcolim” angestellt; einige seiner in diesem Bereich begonnenen statistisch-wissenschaftlichen Arbeiten harren noch der Veröffentlichung. Mit dem Gedenken an Jacob Segall verbindet sich die Erinnerung an einen wichtigen Abschnitt in der neuzeitlichen Geschichte der einstigen deutsch-jüdischen Gesamtheit. ►♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦< :Lesen und verbreiten Sie DAROH die einzige Zeitschrift in Hebräisch in Südamerika Paraguay 1535 BUENOS AIRES ten Augenblick, aus dem schon brennenden Ghetto von Warschau au entfliehen und sich dank seines arischen Aussehens zu verbergen. Er gehörte zu den Verfechtern des Gedankens eines Wiederaufbaus des jüdischen Lebens in Polen, aber er zog es schliesslica vor, zu einer Zeit zu fliehen, als die Grenzen noch hermetisch geschlossen waren. Ein besonderes Kapitel ist dem früheren Mitglied der polnischen Regierung, Dr. Emil Sommerstein, gewidmet der den Krieg in einem russischen Gefängnis überlebt hat und von der neuen polnischen Regierung als einziges überlebendes Mitglied der früheren Regierung berufen wurde, und dann als einziger Jude die Möglichkeit hatte, das Ausland auf die schrecklichen Verfolgungen der jüdischen Ueberlebenden aufmerksam zu machen und Hilfe zu erbitten. Alle diese Umstände sind aber heute nicht mehr bekannt und viele Menschen, so besonders die Jugend, können sich kein Bild davon machen, was sich eigentlich abgespielt hat, zumal unsere Jugend nicht die in jiddischer Sprache herausgegebenen Bücher liest und kein Jiddisch versteht Der Verlag des Zentral verbandes der polnischen Juden hat bereits 150 Bücher zum Gedenken an das einstige polnische Judentum herausgegeben und ist der grösste jüdische Verlag Südamerikas überhaupt, der innerhalb der letzten Jahre eine so gewaltige Produktion aufzuweisen hat. Rockefeller-Spende Die Rockefeiler - Stiftung bewilligte der Hebräischen Universität eine Summe von 100.000 Dollar zum Studium der landwirtschaftlichen Gepflogenheiten im Negew in» ersten Jahrhundert der gewöhnlichen Zeitrechnur g. ISRAELS BRIEFMARKEN Das israelische Postministerium hat inzwischen weitere Nachrichten über die Aer.derung der Geldwährung in Israel von 1000 prutots auf 100 agarots in ihrer Auswirkung auf Briefmarken bekannt gegeben. Wie wir bereits mitgeteilt haben, erscheint am 6. Januar 1960 die provisorische Serie Israelmarken von 10 Werten. Folglich werden ab 6. Januar keine Marken mit dsr Benennung prutot mehr verkauft werden. Bes tzer von grösseren Quantitäten Marken auf prutot Basis können dieselben ab 3. April gegen die neuen provisorischen Marken Umtauschen. Die praktische Ausführung dieses Umtausches wird von der Regierung bearbeitet und zur rechten Zeit bekannt gegeben werden. jr "" ¿Papá, son muchos 40 años? Sí, hijo, tantos como cumple KLJVfl' ¿Que es KLM? 0 La primera línea aérea del mundo. # ¿Primera en qué? En cumplir. 'i-' los 40 y primera en confort y atención personal. ¿Puedo votar yo. Papá? Volarás, hijo mío, por KLLM naturalmente! Contulle o S\J AGENCIA OE VIAJES O KIM, Corrientes 690 T. E 45-0141 * CÍA KAl HOlANOtSA ESTUD10 JURID1C0 mMM ■**■■*"*'■* * ■ —— —■ - - -| t , -f-f t , I in", I i f t , r-r I I I I I I mi I ( | | Dr. Hardi Swarsensky Asuntos Europeos exclusivamente Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch u. Freitag r. 15—19 Uhr Dr. Günter Frey Asuntos Argentinos y Sudamericanos TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN SPRECHSTUNDEN TAEGLICH VON 15—U UHR BUEROZEIT: 10—12 «id 15—18 Uhr PUEYRREDON 2190 esq. At. LAS HERAS “ T. E. 83-2613 Korrespondenzanwälte in Israel und einigen europäischen Ländern i t %

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