Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 20 (1959)
- Issue
- 1739 (15.12.1959)
- Date
- 1959-12-15
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Marie*, 1$ dt Diciembre de 1359 LA S E M A N* ISRAELITA Año XX. — No. 173» Jetzt greifen sie Prinz an (Schluss von Seite 1) ihr enthalten gewesen. Daher habe der Zentralrat der Juden in Deutschland au die- : :rasch erfolgten Zusam- . .'..Stellung auch keinen Kommentar gegeben. Er sei überzeugt, so sagte van Dam, dass die Broschüre ohne jedes Aufsehen geblieben wäre, wenn nicht der deutsche Botschafter in den USA, Dr. Grewe, ihr durch seine Anwesenheit bei einer Pressekonferenz erst die von den Autoren gewünschte Publicity verschafft hätte. Die Schrift zur Entflechtung und zum Aufbau des Hauses Krupp wies van Dam mit der Bemerkung zurück, dies sei eine Angelegenheit der Parteien und der Regierung in der Bundesrepublik, nicht aber der Juden. Die Bundesregierung verkennt nach Ansicht Dr. van Dams vollständig die Situation und ist total falsch beraten, wenn sie dauernd un- «uständige ehrgeizige Einmischungen in deutsche Angelegenheiten unterstützt. Die jüdische Meinung werde von der deutschen Organisation der Juden freimütig und rückhaltlos ausgesprochen Vergröberungen und Scharlatanereien, wie sie in dem Vorgehen einzelner enthalten seien, könnten in der gegenwärtigen internationalen Situation der Völkerverständigung nur schaden. Au. sserdem werde die 'Lösung der tatsächlich vorhandenen Probleme der Wiedergutmachung oder der Stellung der Juden in Deutschland durch die Vergröberungen erschwert. Wenn von einer Stelle ausserhalb Deutschlands etwas zu den deutschen Problemen zu sagen sei, dann sei dies Aufgabe einer internationalen Organisation — wie etwa der Jüdische Weltkongress — oder der Regierung 1 Israel, nicht aber ameamefikaiiischer jüdischer Or_ ganisationen, sagte van Dam. Diese sollten sich, genauso Dr. FREY « ► « > Abegado PUEYRREDON 219# 19 uq. nachm. 13—1t Uhr J. Liebling FOURN1ERE — SPERRHOELZER DIAZ VELEZ 6224 ni 43 T. E. 43-2343/8343 y ji REAL PEN* Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft;; T E. 49-5850 L CORRIENTES 569 ¡; Optica DIPL. OPTIKER Sarmiento "T.E.ÎS-P* wie die deutsche Organisation, auf die eigenen Problebleme konzentrieren, u. a. auf den Vertrieb von Hitler- Schallplatten durch eine amerikanisch-jüdische Firma oder auf die Verbrüderungsreden amerikanischer Generale zugunsten deutscher Nationalisten. Der Missbrauch der Publizität sei aber auch deshalb so verderblich, weil später niemand mehr einen „ernsthaften Brand” beachtet, wenn Unberufene ständig den Feuermelder einschlagen und die Oeffentlichkeit alarmieren. Wenn die Bundesregierung auf jüdische Stimmen in der Welt hören wolle, meinte van Dam, dann solle sie die Meinungen wirklich Berufener, wie des israelischen Ministerpräsidenten Ben Gurion oder des Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Nahum Goldmann, beachten, nicht aber den rein persönlichen Bestrebungen einzelner Ehrgeiziger, die Publicity benötigen, überhaupt erst zum Erfolg verhelfen.” — Soweit die Ausführungen des Herrn Dr. van Dam, die — wie jeder zugeben wird — ungewöhnlich scharf sind.. Aber sie sind nicht nur sehr scharf und persönlich, sie sind auch irreführend und politisch falsch. Mit welchem Recht masst sich der Herr van Dam ein Recht darüber an, die Entscheidung zu treffen, wer für die jüdischen Interessen sprechen darf und wer nicht. Also er gestattet gnädigst dem israelischen Ministerpräsidenten und dem Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation das Wort in jüdischen Sachen zu ergreifen! Er ist wirklich ein grosszügiger Mensch, dieser Herr Dr. van Dam. Prinz dagegen darf nicht reden, das muss man wohl aus den Worten des Herrn van Dam herauslesen. Dabei erlaubt sich allerdings Dr. Nahum Goldmann, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses und der Zionistischen Weltorga- Propiedades Frankenberg berät Sie kostenlos uud unverbindlich beim Kauf oder Verkauf von WOHNUNGEN HAEUSERN GESCHAFFTEN Montevideo 371, 4. St. T. E. 40.4937 y 70-7244 Judith Schenkolewski Kultueetickereien Schabboedecken . Tallisbeutel . Käppchen Massot-Taschen - Handand Maschinenstickerei von Bett und Tischwäsche BEBEDERO 259» T. E. 73-9153 nisation, mit Joachim Prinz aufs engste zusammenzuarbeiten, denn die „private” Organisation, die sich eine Einmengung in die internen Angelegenheiten der in Deutschland lebenden Juden erlaubte, über die nur van Dam sich äussern darf, ist die Hauptstütze des Jüdischen Weltkongresses, Und dann macht van Dam der deutschen Regierung schwere Vorwürfe, dass sie sich mit den amerikanischen Herren eingelassen habe, die eine „Publicity benötigen”. Diese Art der innerjüdischen Auseinandersetzung dürfte selbst einer wohlwollenden Bundesregierung gegenüber fehl am Platze sein. Es gab Zeiten, wo van Dam und die Seinen sehr stolz auf den Rabbiner Joachim Prinz waren, als er z. B. nach dem Kriege dem deutschen Filmregisseur Veit Harlan die richtige Antwort gab. Im übrigen aber dürften wohl alle anderen — mit Ausnahme der genannten Herren jüdischen Glaubens — der Auffassung sein, dass der wahre Repräsentant des ehemaligen deutschen Judentums Joachim Prinz und nicht van Dam ist. Die Trümmerhaufen des deutschen Judentums, die man heute in Deutschland vorfindet, werden nicht aufhören Trümmerhaufen zu sein, wenn sich einzelne Wortführer der heute in Deutschland lebenden Juden für ihre Anbiedereien an die Regierung mit Orden prämiieren lassen, und wenn noch so schöne Synagogen gebaut werden, die doch nur leerstehen und im übrigen dafür sorgen sollen, dass die Welt weiss, wie das offizielle Deutschland die Sünden Lateinamerikanisches Judentum New York. — Die Ernennung von Professor Arnold Wiznitzer zum Gastprofessor für die Erforschung der lateinamerikanischen jüdischen Geschichte am jüdischen Theologischen Seminar von Los Angeles wurde nunmehr vom Sitz der Institution in Kalifornien bekannt gegeben. Prof. Arnold Wiznitzer, ein brasilianischer Gelehrter, der im Jahre 1940 nach Rio de Janeiro kam, promovierte an der Universität Wien. Er war der Gründer und Präsident des brasilianisch-jüdischen Instituts für historische Forschung in Rio. Ueber fünfzig seiner Arbeiten auf diesem Gebiet sind in brasilianischen Zeitschriften veröffentlicht worden (ITA) der Vergangenheit wiedergutmacht. Die unerfreuliche Vorstellung des Herrn Dr. van Dam sollte damit abgeschlossen werden, dass die Weltorganisationen es in Zukunft ablehnen, diese Gruppe als die Repräsentanz irgendwelcher Splitter unseres Volkes zu betrachten. Es gibt heute auch in Deutschland noch MOHELIM Mohel David Freimani* T. E. 87-9932 Boulogne Sug Mer 352, L. Mohel N. Plaksin Superi 2719 T. E. 73-8784 vl. 73-2312 FIAMBRERIA “RtO [ Castelli 373 - T.E. 47-4120 SONNABEND GESCHLOSSEN — SONNTAG DEN GANZEN TAG GEOEFFNET » Juden, die sich nicht zur Wahrnehmung der deutschen, sondern der jüdischen Interessen berufen fühlen, die der Bundesregierung keine Vorschriften machen wollen, dass nur sie die echten Repräsentanten der deutschen Juden seien, die für die jüdischen Rechte kämpfen und die sich freuen, wenn auch die „Amerikaner” auf der Wacht sind, um die Interessen unseres Volkes gegen deutsche Antisemiten zu verteidigen. Noch eine kleine Bemerkung sei hinzugefügt: Mit welchem Recht wollen van Dam und die Seinen einen Rabbiner Prinz mit dem Bemerken „Amerikaner” beleidigen? Was sagen sie dazu, wenn man sie einfach als „Deutsche” betrachtet und unter diesem Aspekt beurteilt? Oder haben d ese Herren noch andere Pässe, für alle Fälle versteht sich? Der „Amerikaner” Prinz war jedenfalls schon ein Jude, als van Dam und einige se'ner Getreuen noch anderen Träumen nachgingen... ti Semana Israelita Biaemanano: a par ace Marte* y Vi eme* Editado por Estrellas Editorial Ltda Verán twcrtlich: Dr. H. Swarsensky Pueyrredón 2190 iv iaq T. E. 83-2613 Abono-Preise. Argentinien. I 40. — pi c Quartal „Mit Peitschen vertreiben” Bonn. — Ein Gericht in Amberg hat den Taxifahrer Kurt Ohrisch wegen antisemitischer Äusserungen zu vier Monaten Gefängnis ver» urteilt. Ohrisch hatte wiederholt zu Kollegen geäussert, die Juden müssten mit Peitschen aus Deutschland vertrieben werden und Hitler habe „keine ganze Arbeit geleistet.” (AWZ) * Koscheres Restaurant »Paso Paso 452 (al fondo) — T. E. 87-9259| Unter Aufsicht des Vaad Harabonim der Kehüla MITTAGS- und ABENDTISCH j Anrichten von kleinen Festlichkeiten und Banketten VERLANGEN SIE OFFERTE NERVENu. GEMUETS- KRANKHEITEN Dr. M. J. Kuhn ] RIVADAVIA 2625, 3* t T. 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