Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 1 (1940)
- Issue
- 29 (8.11.1940)
- Date
- 1940-11-08
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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JÜDISCHE WOCHENSCHAU N UEVA Lom'uNIDAD Is RAE UTA Loreto 2161 — U. T. 73 - 0281 Weltstädte als Galuthstädte Unter diesem Thema veranstaltet die Nueva Comundad Israelita ihren 1. Sommer-Fortbildungs-Kurs in Form einer Mittwodh-Abend- Reihe. Die Themen der Vorträge lauten: Mittwoch, den 20. November: Damaskus-Alexandrien Rabb: Hanns Harf. Mittwoch, den 27. November: Rom, Rabb. Günter Riedländer. Mittwoch, den 4. Dezember: Barcelona-Amsterdam, Rabb. Hanns Harf. Mittwoch, den 11. Dezember: Prag, Rabb. Günter Friedländer. Mittwoch, den 18. Dezember: Berlin, Rabb. Hanns Harf. Mittwoch, den 8. Januar: New York, Rabb. Günter Friedländer. Im Anschluss an die Vorträge werden Fragen, die sich aus den Vorträgen ergeben, besprochen. Die Vorträge finden abends 21 Uhr im Gemeindehaus, Loreto 2161, im Vortragssaal, an heissen Tagen im Patio statt. Für den Kurs werden Teilnehmerkarten ausgegeben, deren Preis (alle 6 Vorträge) für Mitglieder m$n 1.50, für Nichtmitglieder m$n 2.60 beträgt. Es sind aber auch Karten für die einzelnen Vorträge erhältlich die für Mitglieder m$n 0.40, für Nichtmitglieder m$n 0.60 kosten. In besonderen Fällen werden auf Antrag die TeilnehmerlKarten unentgeltlich abgegeben. Teilnehmer- Karten und Karten für die einzelnen Vorträge können im Sekretariat der Gemeinde, Loreto 2161, ü. T. 73 - 0281, angefordert werden. Die Nueva Comunidad Israelita veranstaltet am Sonnabend, den 9. November eineGedenkfeier in Erinnerung an die Vorgänge und Pogrome des 10. November. Auf der Veranstaltung, die von musikalischen Vorträgen umrahmt wird, sprechen Dr. A. Ricardo Gries, ein alteingesessener deutscher Jude, der den Einwandereren durch seine Tätigkeit in den jüdischen Organisationen gut bekannt ist, Professor Fritz Lachmann. der Delegierte der Hebräischen Universität in Jerusalem und Rabbiner Hanns Harf. Der Eintritt zu dieser Gedenk-Kundgebung ist für unsere Mitglieder und Freunde frei. Gdud Moledet 10. November J Tag der Pogrome! Tag des Entsetzens! Wir gedenken der 2. Wiederkehr dieses Tages am Sonntag, 10. November, u ml4.30 Uhr nachmittags mit einem Mifkad (Appell) im Bar-Kochba-Heim. Die Sichofc finden wie gewöhnlich am Schabat, 9. 11., statt: Im Heim für Jüngere (10—14 Jahre) und Mittlere (15—18 Jahre), ab 16.30 Uhr. In Belgrano, Tres de Febrero 2238, für Mittlere (14—15 Jahre), um 15.30 Uhr. .Unser grosser Neschew findet am 24. November um 16.30 Uhr im Bar- Kochba-Heim statt. Jüdische Jugend, komm’ zu*uns! STATT KARTEN! Irene Gottschalk Mathias Movsowsky empfehlen sich als Verlobte. Bs. Aires, den 9. November 1940 Mansilla 3035 cionCö> Alte Bräuche — moderne Menschen Die zionistische Bewegung als Aeusserung des Lebenswillens und der Bestrebungen eines grossen Teiles des jüdischen Volkes darf sich nicht nur mit politischen und nationalen Problemen beschäftigen, sondern hat sich mit jeder Frage, die das äussere und innere Leben unserer Gemeinschaft betrifft, auseinanderzusetzen. Die Frage nach der Stellung des alten Brauchtums im Leben des jüdischen Volkes ist so alt wie das Volk selbst. In der zionistischen * Bewegung sieht man sich immer wieder vor die Frage gestellt, wie weit jüdisches Brauchtum, durch die Jahrhunderte jüdischer Geschichte überliefert, Bestandteil des neuen Lebens sein und werden kann. Das Forum Sionista hat sich in einem seiner letzten Vortragsabende mit diesem Thema beschäftigt. Der Redner des Abends hat versucht, als Charakteristikum jüdischen Brauchtums dessen Doppelseitigkeit darzustellen. Jüdisches Religionsgesetz und jüdischer Brauch wurzeln sowohl im Religiösen als auch im Nationalen* Wie das Charakteristikum des jüdischen Religionsgesetzes schlechthin darin besteht, dass es nationalreligiös bestimmt ist, so trägt das jüdische Brauchtum die Merkmale. Die jüdische Religion kann insofern als umfassend bezeichnet werden, als sie das gesamte Leben des Einzelnen wie des ganzen Volkes bestimmt. D<is nationalreligiöse Gesetz und der Brauch, der durch mündli- JÜDISCHE KULTURGEMEINSCHAFT - SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA SEKRETARIAT: J. E. URIBURU 650 U T 4R (PflSCO) 53?! SPRECHSTUNDEN MONTAG äl,S DONNERSTAG!.-HH Der Weekend-Platz Wie bereits mitgeteilt wurde, kann der Weekend-Platz in Otivos nunmehr am kommenden Sonntag, 15. November für eine neue Saison der Benutzung der Mitglieder und Freunde der J. K. G. übergeben werden. Das schöne Gelände am Rio de la Plata, das schon drei Sommer hindurch so vielen jüdischen Menschen aus Buenos Aires Erholung und Entspannung während der Sommerzeit gegeben hat, wird auch diesmal wieder der Mittelpunkt sein, der Woche für Woche die Erholungssuchenden anzieht. Die Eintrittsgebühr für den Weekend-Platz beträgt: für Mitglieder Gäste an Wochentagen $ 0.20 $ 0.50 an Sonnabenden 0.10 0.50 an Sonntagen 0.25 0.75 Kinder v. Gästen an Wochentagen $ 055 an Sonnabenden 056 an Sonntagen * 0.40 Kinder von Mitgliedern erhalten jederzeit freien Einritt. Die Mitglieder der J. K. G. werden gebeten, am Eingang des Weekend-Platzes ihr Carnet de Identidad vorzuweisen, damit sie in den Genuss der verbilligten Eintrittspreise gelangen. Bei dieser Gelegenheit werden alle J. K.G.- Mitglieder gebeten, rückständige Beiträge nachzuzahlen, da satzungsgemäss nur solchen Mitgliedern Einlass zu Mitgliederpreisen gewährt werden kann, die nicht mehr als 2 Monate mit ihren Beiträgen rückständig sind. Fortsetzung der Sprachkurse Die von der J. K. G. während der Sommersaison veranstalteten Sprachkurse haben am 31. Oktober programmgemäss ihren Abschluss gefunden. Inzwischen hat sich eine Reihe von Teilnehmern an diesen Kursen zusammengefunden, um die Kurse privat fortzuführen. Die J. K. G. hat hierzu ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Bisher haben sich folgende private Kurse gebildet: Spanisch für Anfänger (Lehrer: Frau Dr. Weil). Spanisch für Fortgeschrittene (Lehrer: Prof. A. Rubinstein). Beide Kurse finden Montags von 29 1]2 bis 22 Uhr statt Für die Teilnahme an jedem Kurs wird eine Gebühr von m$n 1pro Person monatlich erhoben. Diese Gebühr fliesst restlos den Lehrern zu. Die Teilnahme-Gebühr ist im voraus am Monatsbeginn gegen Aushändigung einer Teilnehmerkarte im Sekretariat zu entrichten. Freiwillige Hilfskasse bei Sterbefällen Diejenigen Mitglieder, die der Freiwilligen Hilfskasse bei Sterbefällen angeschlossen sind, werden gebeten, ihren Beitrag von m$n 1.- che Ueberlieferung entstanden ist, oder sich im Laufe der Jahrhunderte gebildet hat, begleitet den Juden vom Erwachen bis in den Schlaf, vom ersten Wochentage bis zum Ende des So.bbath, von Rausch-haschonoh bis zum letzten Tage des Jahres, von der Geburt bis nach de mTode. Das Volksleben in seinem Alltag wie in seinen Festen, in der Heimat und im Galuth findet seine Resonanz in diesen Bräuchen, die nicht leere Form, sondern schönster Inhalt für das Jüdische Volk geworden sind. Es ist unmöglich, diese Bräuche auf ihre Herkunft zu analysieren, ob das nationale oder das religiöse Element das vorwiegende war. Sie sind jüdisch schlechthin, und ein nationales Leben oder ein Bekenntnis zum Volkstum ohne Betonung jüdischen Brauchtums ist hohl und inhaltslos. Der Weg zum Brauchtum aber kann ein zweifacher sein. Er kann von der religiösen Seite herführen und auch von der nationalen Seite kommen- Das Entscheidende ist, dass er gefunden wird, und der religiöse betonte Jude möge sich nicht daran stossen, dass der andere, aus der Erkenntnis der Schönheit oder der Zweckmässigkeit jüdischen Brauchtums seinen Weg dorthin gefunden hat, ebensowenig wie diesem Juden das Verständnis dafür fehlen darf, dass für viele jüdische Menschen das religiöse Gefühl das Primäre in der Ausübung dieser Bräuche ist. Diese jüdische Bräuche haben neben dem jüdischen Gesetz das Judentum über die Jahrhunderte erhalten. Sie haben die Brücke vom Volk zu seiner Kultur bedeutet, und viele hundert Jahrewar tatsächlich der Freitagabend und das Tallis. die Barmitzwoh und die Chuppah, die Trauersitten und die Festesbräuche, der Gottesdienst und seine Lithurgie das einende Band um die grosse Familie des Volkes im Galuth. Zwar war es natürlich, dass die Strenge unserer Grossen und die mangelnde Entwicklung in derForm im Laufe der Zeiten zu einer gewissen Erstarrung geführt haben, aber aus dieser Erstarrung soll und wird das neue Leben im eigenen Lande den jüdischen Brauch lösen. Schon heute steht in unserem Lande die Pflege alten jüdischen Brauches wieder in Blüte. Es bleibt zu wünschen, dass eines Tages diegrosse Synode, die als einzige berechtigt ist, alte Bindungen aufzuheben, in der bewussten Entwicklung jüdischen Brauchtums fortschreiten und die Bahn freimachen wird für alle die Menschen,, die den Weg zum alten jüdischen Brauch noch nicht gefunden haben. MASSAGEN für Heilu. AbiuagerunssKwecke geg-en Kussbeschwerden, hyg. Fusspflege. Entfernung von Hühneraugen, eingewachsene Xägeln durch WIENER ARZT Kommt ins Haus llrr. HEBE« Tucamün 2222, p. 2, De». D. U. T. 48 - 1«82 Sprechstunden IS—20 Uhr (bezw. 1.26 oder 1.50) unmittelbar nach Erhalt der Nachricht, dass ernsterbefall eingetreten ist, an das Sekretariat der J. K. G. einzusenden, damit sie der Vorteile, die sie durch die Hilfskasse geniessen, nicht verlustig gehen. J. K. G.-Heim In Beantwortung zahlreicher Anfragen teilt die J. K. G. mit, dass das J. K. G.-Heim selbstverständlich auch im Sommer während der üblichen Zeiten geöffnet ist und besonders auch Sonnabends und Sonntags für diejenige Mitglieder, die nicht nach Olivos gehen, ein beliebter Treffpunkt werden wird. Vom Vorstand Am Mittwoch, 6. November, veranstaltete der Vorstand der J. K. G. seine monatliche Sitzung, in der einegrosse Anzahl bedeutender Fragen behandelt und besonders die Eröffnung und Ausgestaltung des Weekend-Platzes vorbereitet worden ist. Voranzeige Mittwoch, 20. November, 21 Uhr, hält Juan Freiberger im grossen Saal des J. K. G - Heimes einen Lichtbildervortrag über das Thema: “Kolonie Avigdor — ein Tatsachenbericht”. Die Mitglieder und Freunde der J. K. G. werden schon jetzt gebeten, sich diesen Abend für den interessanten Vortrag zu reservieren. ... § EL HOGAR, Inh. Wolkowyski 1 Spezialhans f. fehle PelnirmAbel § Paraguay 1282 — U. T. 44-1223 E Anfertigung COUCHS AB f 55.— Aufarbeitungen - Arbeiten nach Entwürfen billigst. V«Tkauf auch von Möbeln direkt ab Fabrik. i 211 § WERBET NEUE MITGLIEj DER FUER DIE J. K. G.i Restaurant im J.K.G.-Heiin den ganzen Tag geöffnet, Massige Preise, im Abonnement verbilligt, Mittags- und Abendtisch für Mitglieder und Gäste. Das Sekretariat der J. K. G gibt über Saalvermietungen für Festlichkeiten Auskunft. 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