Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 69 (25.11.1921)
- Date
- 1921-11-25
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Ar. m RreHö« ».NidfiAs« WoffaiMf* -che ffaffj*' m -veichn ° «4S’ü» Z-LL» ' Man to ß. ,^r0orr«rl Si'efe l% «Ä'Ä ^SF^*3* n Nemaiiber (hoIoi/$e,I’akriM] T" feint wÄÜ Wr<*« I Sunt. M. J? m Her WM bet MW udisch Mission im Orient, berlichisaal der Berliner PHD, h Dr. Schmarja Levin über bd r Orient im Weltkriege". Bon be 'ruft ausgehend, die, wie die b 'hre, der Orient auf alle Wllr te der Redner dar, aus weliha > Palästina der kulturelle aal je Schwerpunkt des lorgento bleiben muffe. Das jüdische N griff, durch Sammlung und w tkit bie grcfte ßnMddmgi[ü> 1 Heimat vor aller Be/t zu bem die Böller den rechtlichen Anudendeit auf PMina anerkannt em jüdischen Ball die Wen er H die friedliche Besitznahme Pa Koinzidenz der Orientinteressee luszugleichen und zu seinem Tri wachen des Orients beizutrr^ Mischer und jiddischer Sprach üerterritorialen Berlag,.Rem> ien ist es gelungen, das Hebe der drei Hanptichriften m fe spezielle und allgemeine M ' „Aether und RelatwitatN .ts- „/Erfahrung" für «» m gewinnen. Tie « ■ - - ’13 im .sischen Maranen. gion,Ser im M Spanien und M aut dem.T°°l $«J fommünge bei Jje i ungefähr 1MJ> £ jen staöten unb x*; ner von 4«» ®; en Seren Wlf®; dieBekanntlU^ vs&ii tÄ&$; * l» V ZW ’ .-«Ml, ®onn» miß Feiertage« kein Schweinefleisch, das Patzachfest feiern sie nach dem Mond. In den ersten zwei Tagen essen sie kein gesäuertes Brot, aber Mazzoth essen sie erst am dritten Tage, weil die Inquisition während der ersten zwei Peffachtage sie zu beobachten pflegte. Den Seeder feiern sie im Keller und, an den vier Ecken des Hauses werden Wachen aufgestellt. Diese Sitten sind ihnen noch von der Zeit der Inquisition geblieben und werden bis auf den heutigen Tag beobachtet, obwohl, die Inquisition längst nicht mehr besteht. Der j Sabbath wird dadurch gekennzeichnet daß man im Schlafzimmer eine Kerze anzündet, und dabei folgenden Spruch in Portugiesisch sagt: „Wie dieses heilige Licht die Dunkelheit unseres Hauses erleuchtet, so möge der Tag der Erlösung die Finsternis unserer Seele erleuchten und uns in unser heiliges Land zurückführen." > Die Furcht vor der Kirche ist noch immer groß. Die Kunde vom Zionismus ist auch zu ihnen gedrungen und hat sie mit Begeisterung erfüllt. Sie haben alle auf den Ruf Dr. Ben Zions reagiert und für den Keren Hajeffod große Beiträge gezeichnet. — Politische Chronik. — Parlamentarische Anfragen wegen PalLstina. Die Jerusalemer Unruhen im Unterhaus. Sir W. Joynson-Hicks fragte den Premierminister, ob seine Aufmerksamkeit auf die kürzlichen arabisch-jüdischen Unruhen in Jerusalem gelenkt worden sei, ob er davon Kenntnis habe, daß das Unterhaus genaue Berichte über die vorhergehenden Unruhen j erhalten habe und über die sehr ernste Lage in Palästina unterrichtet sei, die sich aus der Auslegung der Balfour-Dcklaration durch das Kolonialministerium ergeben hat; und ob er sowohl dem Mandat wie auch 'der militärischen Lage einen Tag zur Besprechung im Hause einräumen wolle. Chamberlain (Vorsitzender) antwortete: Meine Aufmerksamkeit ist auf die kürzlichen Unruhen in Jerusalem gerichtet. Ich freue mich sagen zu tonnen, daß info.ge der schncllen und wirksamen Tätigkeit der Lokalbehörden bie Unruhen nur geringen Umfang annehmen konnten. Leider kann ich den zweiten Teil der Airfrage nicht verstehen. Es ist richtig, daß aus Gründen, welche dem Hause bei früheren Gelegenheiten erklärt wurden, der Bericht der Kommission, die zur Erforschung der Unruhen in Jerusalem Ostern 1920 ernannt war, niemals veröffentlicht worden ist, aber ganze Dokumente, Welche sich mit den Unruhen in den ersten Maitagen 1921 befassen, sind dem Hause innerhalb der letzten Tage vorgelegt worden. Es tut mir leid, daß ich keine Möguchkeit sehe, einen Tag für diese Diskussion einzuräumen. Das Rutenbergsche Projekt. Im Unterhause fragte Sir W. Joynson- Hicks den Staatssekretär für die Kolonien, ob die palästinensische Negierung mit Herrn Rutenberg, einem russischen Juden, einen Kontrakt abgeschloffen habe für die Errichtung einer großen Anlage zwecks elektrischer Kraftgewinuuug, ob Kostenvoranschläge auch von anderen Firmen eingeholt worden seien, und ob beabsichtigt sei, im Zusammenhang mit diesem Unternehmen nur jüdische Arbeiter einzustellen, unter gänzlicher Ausschließung palästinensischer Arbeitskräfte. M.. Wood: Herr Rutenberg hat sich mit Zustimmung und unter Mitwirkung der Zionistischen Organisation an die palästinensische Regierung gewandt zwecks Erlangung der Konzession für die Nutzbarmachung der Gewässer des Jordans, des Jarmuk und anderer Flüffe in Palästina, zur Gewinnung von elektrischer Kraft und Verteilung der so gewonnenen Kraft über das ganze Land. Das Projekt wurde von der palästinensischen Regierung sowohl wie vom Kolonialamt eingehend geprüft und man kam zu dem Entschluß, daß die Ausführung desselben Palästina und auch der Bevölkerung des Landes im allgemeinen von Nutzen sein würde. Infolgedessen wurde mit Herrn Rutenberg ein Abkommen getroffen, wonach sich die palästinensische Regierung verpflichtet, ihm, vorbehaltlich der Erfüllung gewisser Bedingungen von seiten Herrn Rutenbergs, die Konzeffion zu erteilen. Anderweitige Bewerbungen um eine derartige Konzession sind nicht eingegangen, und unter Berücksichtigung der Lage der Dinge dürste eS wahrscheinlich sein, daß sich keine andere Partel oder Organisation berufen fühlte, darum einzukommen und auch vielleicht nicht in der Lage gewesen wäre, da? Projekt in befried!- «über Weste durLmkübre» Was den dritten Tell der Frage anbelangt, so beabsichtigt Herr Rutenberg keinesfalls, palästinensische Arbeiter von dem Unteruehmeu auszuschließen: er dürfte, im Gegenteil. eine große Anzahl Palästinenser beschäftigen. Sir H. Brittain: Ist die Andeutung, daß ein Jude nicht das gleiche Anrecht zu einer Konzeffion in Palästina hat, als irgend ein anderer, nicht etwas unfair? * Im „Daily Chronicle" vom 8. November erschien folgender Leitartikel: Das Jordantalprojekt, bezüglich deffen gestern im Parlament eine Frage gestellt wurde, ist in zweifacher Hinsicht interessant. Erstens wurde der Kontrakt für diese Arbeiten durch die ZTmistische Organisation vergeben, die bereits viel Geld für die Erforschung dieses und ähnlicher technischer Problcme angewandt hat. Herr Rutenberg, dessen Projekt von der palästinensischen Regierung genehmigt worden ist, ist ein jüdischer Ingenieur, und solche Arbeiten, wie die, welche man nunmehr im Jordantal zu unternehmen gedenkt, liefern einen guten Beweis dafür, welch großen Dienst der Zionismus dem Laude als Ganzem, einschließlich der Araber, zu leisten imstande ist. Die Vergebung dieses Kontraktes durch die Zionistische Organisation deutet darauf hin, daß das Mandats obgleich es noch nicht ratifiziert ist, bereits in Kraft getreten ist. Der zweite interessante Punkt ist der, daß diese neuen Arbeiten nicht der Irrigation, sondern der Kraftgewinnung dienen sollen. Palästina hat keine Kohle, und soweit vorauszusehen ist, hängt seine künftige indi'strielle Entwicklung von seiner Wasserkraft ab. Die Meinungen über die künftige materielle Entwicklung Palästinas sind sehr verschieden. Viele setzten ihre Hoffnung auf die geographische Lage Palästinas als Bindeglied zwischen Ost und West und glauben, daß das Land, wenn es eine wirtschaftliche Festigkeit erlangt hat, für die Vermittlung des Handels zwischen dem Mittelmeer und Mesopotamien eine große Rolle spielen wird. Die Vertreter dieser Ansicht meinen, dgtz schließlich Haifa dazu bestimmt sein wird, den Endpunkt für den überländischen Handelsverkehr zu bilden, der über die Wüste hinweg vermittels des Zjarmuktals sich den Eingang nach Palästina bahnt und dann über den Jordan zur See gelangt. Andere wieder sind geneigt, der Landwirtschaft den Vorrang einzuräumen, und führen u. a. den Grund an, daß kein anderer Beruf so geeignet sei, den Menschen ein gemeinschaftlich nationales Gepräge zu geben oder sie in gleichem Maße mit Liebe zu ihrem Lande zu erfüllen. Es gibt aber auch eine Richtung der Spekulation, und dieser schwebt eine industrielle Zukunft für das Land vor Augen. Elektrische Kraft kann nunmehr über weite Entfernungen geleitet werden; überdies wäre eine Entwicklung der palästinensischen Textilindustrie möglich, und die salzhaltige Gegend des Roten Meeres dürfte die Unterlagen einer chemischen Industrie bieten. All diese Projekte jedoch setzen das Vorhandensein billiger Kraftquellen voraus; das gleiche, wenn auch vielleicht in etwas geringerem Maße, gilt für die Entwicklung der palästinensischen Landwirtschaft und des Handels, denn diese sind zum großen Teil auf Verkehrsmittel angewiesen, und diese wiederum auf eine billige Betriebskrast. Der Jerusalemer Bodenverkauf. London, 8. November. (I. C. B.) Auf eine Anfrage Lord Sydenhams im englischen Oberhause, wann der Bericht über die Inffa?r Ausschreitungen dem Parlamente vorgelegt werden wird, ob der Bodenv-rkanf durch das griechisch-orthodoxe Patriarchat in Jerusalem vom High Commiffioner angeorünet würde und ferner ob der Verkauf dercu durchgeführt würde, daß die Liegenschaf, tcn von der Zionistischen Organisation ahne alle Konkurrenz erworben werden konnte, antwortete im Namen der Regierung der Herzog von Sutherland, daß der Bericht über die Jaffaer Pogrome dem Parlamente in kurzem vorgelegt werden wird. Betreffs des z reiten und dritten Teiles der Anfrage wies der Herzog von Sutherland in einer ausführ, lichcn Erwiderung auf die inneren und ftnanziellen Schwierigkeiten des Patriarchats hin, die mit dem Bankerott gleichbedeutend . waren. Dieser konnte nur durch einen Verkauf eines Teiles der großen Ländereien des Patriarchates abgewendet werden. AehnlicheS geschah bereits im Jahre 1904, was einen Beweis dafür bietet, daß der gegenwärtige Verkauf nicht vereinzelt in der Geschichte deS Patriarchates dastehe. Eine vom High Com- Mlffioner eingesetzte Kommiffion zur Sanieruna der Berüaltmffe des Patriarchatehabe den zu verkaufenden Baden sorgfältig ausgewählt, wobei darauf geachtet wurde, daß nur solcher Boden verkauft werde, der keine historische Bedeutung besitze. Die Verkaufsmodali-! täten und Bedingungen seien höchstwahrsscheinlich vom Finanzkontrollkomitee ausgestellt worden, und zwar in der Absicht, den möglichst höchsten Preis zu erzielen. Die britische Polizei i« PalLstina. H. Morrison fragte den Staatssekretär im Kolonialministerium, ob, in Anbetracht der jetzigen unbefriedigenden Lage in Palästina, die Negierung die Frage einer Mäßigung des jetzigen Verwaltungssystems in Betracht ziehen wolle, um sich die Sympathie der Mehrheit der Bewohner zu beschaffen und infolgedessen die großen Kosten des jetzigen Verwaltungssystems zu vermindern, die jetzt der englische Steuerzahler tragen muß? I Mr. Wood antwortete, daß er seinen sehr genauen Erklärungen, die er dem Hause im Laufe des JahreS machte, nichts hinzuzufügen i hat. „Jüd. Rundschau." Die Waflerversorgung Palästina». Das Unterhausmitglied Sir Johnson Hicks interpellierte im englischen Unterhaus über die neuerlichen Unruhen in Jerusalem und fragte in diesem Zusammenhang, ob der Premierminister dem Parlament an einem bestimmten Tage die Gelegenheit geben werde, das Palästina- Mandat und die militärische Lage in Palästina einer Diskuffion zu unterziehen. Mr. Chamberlain antwortete im Namen des Parlaments. daß er leider nicht in der Lage sei, einen Tag für diese Diskussion zu bestimmen. — Auf eine Anfrage Sir Johnson Hicks im Unterhause, ob die palästinensische Regierung Mister Ruttenberg, einem russischen Juden, eine Konzeffion für die Ausnützung der Wasserkräfte erteilt habe, ob Angebote anderer Firmen erhalten wurden und ob es beabsichtigt sei, diesen Plan ausschließlich mit jüdischer Arbeit durchzuführen, antwortete der Unterstaatssekretär für Kolonien, Mr. Wood, daß nach eingehender Prüfung der Angelegenheit sowohl durch die palästinensische Regierung als auch durch das Ministerium für Kolonien beschlossen wurde, daß die Durchführung dieses Planes für Palästina und seine Bevölkerung überhaupt vorteilhaft sein werde und daß daher ein diesbezügliches Uebereinkommen mit Ing. Ruttenberg, der im Einvernehmen mit der zionistischen Organisation zusammenarbeitete, abgeschlossen wurde. Angeböte anderer Firmen seien nicht Vorgelegen und es scheine, daß keine andere Person, resvektive Organisation in der Lage gewesen sei, sich um eine derartige Konzession zu bewerben, beziehungsweise einen solchen Plan in befriedigender Weise durchzuführen. Bezüglich des dritten Teiles der Anfrage sagte Mr. Wood, man könne erwarten, daß auch palästinensische Arbeiter in großer Anzahl Beschäftigung finden werden. Der Interpellant wurde durch einen Zwischenruf eines anderen Unterhausmitgliedes, Sir H. Brittain, apostrophiert, der ihm zurief, ob es nicht „unfair" sei, anzudeuten, daß ein Jude nicht dasselbe Recht auf eine Konzeffion in Palästina wie jeder andere habe. _(Wr. Mrgztg.) Besuch de» Zivilkommiffärs in Kfar-Saba und En-Chai. Der Zivilkommiffär von Palästina, Sir Windham Deedes, besuchte die beiden Kolo- , nien Kfar-Saba und En-Chai (in der Nähe von Petach-Tikwah), welche i während der Mai-Unruhen zerstört worden sind. Er sah die Verwüstungen, die sogar vor dem Friedhof nicht Halt machten, der die vielen während des Krieges , verstorbenen Angehörigen aller Konfessionen! birgt. Als Vertreter der jetzt in Petach-Tikwah lebenden Einwohner begrüßte Herr Dr. Skiwin den Gast, erzählte die Geschichte der Ansiedlungen, die Leiden, denen die Einwohner während des Krieges ausgesetzt waren und beklagte sich darüber, daß die Engländer nach ihrem Einzug wohl den umliegenden Dörfern, aber nicht den jüdischen Kolonien geholfen haben. Trotzdem wurden mit Hilfe der Jca, der Zionist Commission und der A. P. C. die Ruinen wieder hergestellt; doch sind die Siedlungen im Mai neuerlich durch die Araber zerstört worden. Herr Skiwin verlangte von der Negierung eine Entschädigung und die Ermöglichung eines Wiederaufbaues. In seiner Antwort betonte Deedes, daß er vor seinem Besuche keine Vorstellung von der Größe des Unglücks gehabt habe und Er jetzt alles ihm Mögliche zugunsten der! Ansiedlung tun werde. In Begleitung Sir , DeedeS befand ftdft Major Campbell, der Gouverneur von Jaffa, der den Kolonisten -- emvlahl, auch unter den schwersten Bedi« guugen in ihre Dörfer zurückzukehren oder, falls sie dies derzeit nicht tun können, Cha. luzim zum Wiederaufbau zu verwenden. Im Zusammenhang mit dem Besuch wurden m den umgebenden Dörfern Durchsuchungen veranstaltet und hierbei in drei Dörfern geraubte Gegenstände aufgefunden. Ein britischer Konsul über de« ZiouiSm«»» Die zionistische Landesorganisation in der Bukowina veranstaltete zur Feier de» vierten Jahrestages der Balfour-Deklaration ein Festbankett, an dem als Ehrengast der engl. Konsul in Czernowitz, Dr. John Ca» meron tellnahm. Auf die Begrüßungsrede de» Dr. ing. Reiner erwiderte Mr. Cameron mit folgenden Worten: „Meine Herren! Es macht mir Vergimgen und gereicht mir zur Ehre, heute in ihrer Mitte dieser Zelebration beiwohnen zu dürfen. Die Geburt einer Nation ist selbstverständlich ein großes Ereignis in der Welt, aber die Wiedergeburt einer Nation, nach 2000 Jahren ist etwas noch viel Größeres. Es ist ein Ereignis, das nur möglich war bei der jüdischen Nation, die, obgleich auf der ganzen Welt zerstreut, durch so viele Jahrhunderte es verstanden hat, ihre Traditio» und ihre Ideale zu bewahren. Ich brauche wohl kaum zu sagen, daß wir Engländer für die jüdische Nation großes Jntereffe haben. Das ins Englische übersetzte Alte Testament bildet einen der Grundsteine unserer Literatur. Im britischen Reiche, deffen Fortschritt so sehr vom Handel abhängig ist, bilden die Juden ein wertvolles Element. Aber nicht nur im Handel. Soll ich sie an den Namen Disraelis, eines unserer berühmtesten Premierministers, erinnern, oder an den Lord Rea. dings, unseres großen Oberrichters und gegenwärtigen Vizekönigs von Indien? Meine Herren! Seit meiner Ankunft in Czernowitz! habe ich Gelegenheit, Zeuge des Enthusiasmus zu fein, mit dem die zionistische Bewegung ausgenommen wurde, ganz besonders von der Jugend, die sie Chaluzim nennen. Ich kann nur sagen, daß ich mir, wenn ich ein zwanzigjähriger Jude wäre, nichts Schöneres und^ Idealeres würde denken können, als in solcher Gesellschaft nach Palästina zu geben." (Ziko.) Feststellung der Nationalitäten in den Mandatsgebieten. Nach einer Reuter-Meldung begibt sichl in den nächsten Tagen eine aus Mitgliedern! der Mandatskommission des Völkerbundes! zusammengesetzte Subkommiffion in der! nächsten Tagen nach Paris, London und! Brüssel mit dem Zwecke, bei den Mandats»! möchten Erhebungen über die nationaler! Verhältniffe der ihnen anvertrauten Man! datsgebiete zu pflegen. Es handelt sich uni die Feststellung der Nationalität jener lieber! seegebiete, welche seinerzeit Besitz vo>! Deutschland und der Türkei waren und ge! genwärtig von den Mandatsmächten im No! men des Völkerbundes verwaltet werden! Die Subkommiffion hat den Auftrag, übel ihre Arbeit einen Bericht an den Völker I bundrat zu erstatten und ihn in der nächste»! ordentlichen Sitzung des Völkerbundrates vorzulegen. Ken« Saieffod. Di« Tätigkeit des Keren Hayeffod. Vom Hauptbüro des Keren Hayeffod i London wird mitgeteilt: Nachdem die Dell gation des Keren Hayeffod in Amerika eingl troffen ist, gehen in den nächsten Togen we tere Delegierte des Direktoriums in verschü dene Länder, um die Arbeit für den Kere Hayeffod zu organisieren. Herr Dr. Schmarva Levin, Mitglie des Direktoriums des Keren Hayeffod» h< die Zeit seit dem Kongreß in ärztlicher B! Handlung in Deutschland verbracht, ist aber i jben letzten Wochen schon in öffentlichen Ve sammlungen für den Keren Hayeffod ausg treten, u. a. in Berlin, Breslau, Hambur Er ist jetzt in London eingetroffen und schis sich am 2. Dezember zu längerem Aufentho nach Südafrika ein. Er wird schon an d zionistischen Landeskonferenz teilnehmen, t am 1. Januar in Capetown stattfindet. D südafrikanischen Zionisten erwarten gro Resultate von Dr. Levins Besuch. In den nächsten Tagen begibt sich im Ai trag de8 Direktoriums Zerr Dr. Ariel Be sion, der im letzten Jahr in Spanien. Port gal und Marokko für den Keren Hayefll tätig war. auf eine für mehrere Monate k rechnete Reise »ach Aden, Indien und M lopotamien. Dr. Bension, der besonders gv j Beziehungen rnit sepbardischen Kreisen »mfc Inalt, wird diese Kreise in Indien und Me', potamien zum erstenmal in systematisck