Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 69 (25.11.1921)
- Date
- 1921-11-25
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/9610648-9611118-9611043--393-9611047- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
«effe 4. Bctti MM kute and Poer eirtze leplU 1 Tele «octt IMe ensli y undt t ensit : aus.; Huw i auf , nicht mach nicht uns «regt - Geis;! war« - über beiti Lei leite Verl Mäi Tie Leut len. Ich trau Freitag „JLW:s DolksSkaV 88. NoSemk« Nr. SS lrbett für die Palästinaarbeit zu gewinnen *0: vermögen. 'k; J Das Direktorium des Keren Hayessod "ji y tot ferner Herrn Hans Kohn. der im vergan-! ■j; ,rnem Sommer mit sehr großem Erfolg in! 1;er bulgarischen Keren Haycssod-Artion tätig! -!y ^ar, für die Organisierung der Keren Ha-1 jiji Mod-Arbeit in Elsaß-Lothringen, Luxem-! ■ ly' ,Krg un.d Belgien bestimmt. Herr Hans Kohn,;;j str früher als Sekretär des Komitees der P jüdischen Delegation in Paris fungierte, bemdet sich schon in Straßburg. - Tie Föderationen der polnischen Inden. (JPZ) Die Spezialkonferenz der F3n eration der polnischen Juden ln Amerika om 80. Oktober hat eine energische Arbeit , ir den Keren Hajcssod beschlossen. Der Mo- 'at Kislew (Dezember) soll als Keren Ha- Mod-Monat für alle Organisationen der , estnischen Juden in Amerika deklariert rerdcn. , Bastour für den Keren Hajcssod. >! (I. P. st.) Wie berictlet wird, dürfte Balfour, der tzt als Leiter der eucMlhen Delegation zur Waliinatoiicr Koillerenz >n Anierika weilt, an einer regen indischen Versammlung teilnehmen, um die merikanstchen Juden aufzufordern, ihre Hilfe 'w Wiederaufbau des nationalen Reimes in nlästina zu gewähren. <4! tw iiriiitt'rtiTi min. iesiw' seit ij dis Jßxnd Mai ‘ sage | gebest^ such^ Eine groi alle fcSsci i davl \l von; weg : wist NN m p> gte mick acht und' 850 dem - . 50.1 lisch. al.e zwe Rc^ Dr:' ich.ys web'- die aus .$ 'Zir tuiv dazi 1 sche für zun vie i* unfc für UNd ict- Iu ' *!'!<> . übe ä beb Ifi WOTj;? sei, &s ß 3*« ir kiV{; w« ,5 tüd rt , ger. , fen ] mH; £e . ■ vvi,tÄ . mo-i ,4sie tei ‘ Vom Nsvlrmur Tie zionistische Delegation. (I. P. 3 ) Aus der Aquitama, auf der sich e z'oniltisclie Delegation nach Amerika ein- )is>re, fand ein von den zahlreichen jüdischen assagieren des Schiffes veranstalteter Empfang i Ehren der zionistischen Delegation mit Sokow an der Spitze statt, an dem auch die auf dcm-!ben Schiffe sich nach Amerika begebenden Mil- :cdcr der englischen Delegation zur Washininer Konferenz teilnahmen. Eine erfolgreiche antmlnng für den Keren Hajcssod wurde veristaltet. ' (A P. st) Louis Mar, hall hat sich b" tt erklärt, im Empfangskomitee für die zioni- . sche Amerikadelegaiion nntzuwirkcn und sich tw an der Keren Hajeisod '^bcit in Amerika zu. steiliaen. Man verspricht sich in Anierika von < , eier Mitarbeit Mari Halls großen Erfolg für s ' m Keren Hajcssod. Außer N n t e r m eher . st"?n sich in diesun Komitee u. a. noch Er-* itkchafter E l k u s. Nathan Strauß, Adost -raus, Judge D a u e n b a u m, Adolf L e v i- ' o n, Dr. M a g n u s, Rabbi Schulmann a. in. Telegramme aus Amerika wissen über den -r zionistisch"n Delegation bereiteten grandio'en mpkang am Hafen und die durch die jüdischen stoßen v'ranltaltete Autonwbilparade zu bech^en. S o k o l o w sott binnen kurzem nach Washington gehen, da es doch n''cht ausgeschlosscu ., daß dort auch die Mandatsfrage, wenn auch cr!n indirekter Form, zur Sprache kommt, ie Deleaation dürfte Versuche unternehmen, um ' it der Vrandeisgrupve zu einer Verständigung -i aelangl-n, und P>-of. Wardurg erklärte, iß er pe'siinlich iraclnen v^erde, einen Ausaleich! it Brandeis zu finden. Die amerikanische Presse 'dmet obwohl sie durch die Washingtoner Konrenz vottovst in Anspruch'genommen ikt, der »clcgation speziette Artib'l und längere Berichte. Von der zionistischen Exekullve. Aus London wird uns berichtet: In den ':tzten Sitzungen der zionistischen Exekutive mrde die Teilung der Arbeit und d.e Anfsilung der einzelnen Referate unter die scitglirder der Exekutive vorgenommen. Als rrgebnis dieser Beratungen wurde die solende Einteilung beschlossen: Politisches Departement: Dr. Weitzrann, Sokolow und Jabotinsky. Finanzielles Departement: I. Cowen. dieses Departement wird in ständiger Fühungnahme mit den Herren Feiwel, Dr. >alpern und Raiditsch als Mitgliedern des inanzicllen und Wirtschaftskomitees arbeien. Pressedepartement: Jabotinsky.. Organisationsdepartement: Lichtheim, Nozkin und Solowejtschik. Den einzelnen Sektionen dieser Abteinng wurden folgende Arbeiten zugewiesen: fragen, betreffend die zionistischen Föderaionen. Mid separate Verbände: Lichtheim <tnd Solowejtschik, Schekalim, allgemeine korresvondenz mit den Föderationen, den eparaten Verbänden und den Aktionskomitees ferner die Vorbcreitimq von Verfammungen ustv.: Lichtheim. Diaspora-Arbeit in Osteuropa: Mozkin und Solowejtschik. Pro- ' »agandatätiakeit: Mozkin. Administration ,eS ^entralbnreans, Einwanderungs- und kransportfragen: Lichtheim. Die Exekutive in Palästina.! An einer am 20. Oktober abgehaltenen Ushnng des Waad Haleumi in Jerusalem nachten die Delegierten R"vp!n und Eder M Anschluß an ihre Berichte die folgenoe VUtteUung' Die zionistische Exekutive in Palästina wird aus acht Mitgliedern bestehen, und zwar sechs. durch den Kongreß gewählten und zwei Vertreter des Jischuw, welche vom Waad Haleumi gewählt werden. Cs wird eine genaue Arbeitsteilung vorgcnommen werden, in der Weise, daß an der Spitze eines jeden Arbeitsdepartements ein Mitglied der Exekutive mit voller Verantwortung stehen wird. Ueberdies wird die Exekutive auch aus solchen Mitgliedern bestehen, die keinem besonderen Departement angehören, sondern an der allgemeinen Arbeit der Exekutive teilnehmen werden. Linsichtlich der Leiter der einzelnen Departements wurde noch kein Beschluß gefaßt. Eom Keren Kmemelh. Die politische Bedeutung des Keren Kajemeth. — Verleaung seiner Zentrale nach Jerusalem. — Tie Tschlenow-Kolowie. — Eine französische Nummer von „Erez Israel". — Die landsmannschaftliche Kolonisation. — Propagandistische Rundschau. High Commisfioner Herbert Samuel hat an seine Regierung über die bisherige Verwaltung Erez Israels durch England einen Bericht erstattet, welcher der Entscheidung des Völkerbundes über das Mandat zur Errichtung des jüdischen Nationalheimes zugrunde liegt. In diesem Berichte werden auch die Gründe angegeben, aus denen die Zionistische Organisation bisher nicht genug Mittel zur Hebung des Landes bereitstellen konnte; dann aber wird als Aktivpost hervorgehoben, daß in der Berichtzeit nicht unbeträchtliche Bodenerwerbungen von jüdischer Seite dnrchgeführt worden sind. Damit wird in erster Reihe ans die großen Bodenkänfe durch den Keren Kascmeth hingewiesen. Ein Beweis, daß die Fortsetzung dieser Käufe im Die seinerzeit eingeleitete Sammlung für den Tschlenowfonds hat bisher 21.500 Lstr. ergeben. Um die Arrondierung und Ameliorierung des Grundstückes zu ermöglichen, st)at die letzte Generalversammlimg des Keren ^Kajemeth beschlosicn, die Sammlungen bis zur 4. Jahrzeit des Verewigten (19. Sch'wat 6682, 17. Februar 1922), womöglich auf 40.000 Lstr. zu ergänzen. Gewiß werden alle 'Palästinafreunde gerne Mitwirken, dies Ziel zu erreichen; in erster Reihe aber wendet sich der Ruf, das Andenken des Toten zu ehren, an seine in den europäischen Hauptstädten lebenden Landsleute aus Rußland, die ihm zeitlebens besonders ergeben waren. Zu den Publikationen, welche das Hauptbüro des Kajemeth anläßlich des 12. Zionistenkongresses ediert hat, gehört eine französische Nummer der populärwissenschaftlichen Zeitschrift „Erez Jisrael", von welcher bereits früher 8 Nummern in hebräischer, jiddischer, englischer und deutscher Sprache erschienen sind. Besoderes Jnteresie erwecken die Beiträge der bekannten Schriftsteller Andre Spire und Baruch Hagani, Während jener über „Landwirtschaftlicher Kredit und Genossenschaftswesen in Frankreich" schreibt, behandelt dieser das „Siedlimgswcrk der Jewish Colonisation Association" und läßt ihren grundlegenden Verdiensten, insbesondere um den Aufbau Erez Jisraels, volle Würdigung zuteil werden. Der Abhandlung sind das Porträt des Barons Hirsch und die in der Oefsentlichkeit bisher unbekannten Bilder von Baron Edmund Rothschild und Charles Netter beigefügt. Die Org. des Keren Kajemeth, die leitenden Gesichtspunkte seiner Arbeit und die bisher erzielten Resultate sind in dem stattlichen Sammelband durch eine Anzahl Ari tikel von Israel Cohen, Dr. Ben Nathan,!Dr. Granowfky, Dr. Zweig und P. Lein be- , handelt und durch zahlreiche Illustrationen Die sefardifche Judenheit wendet sin steigenden Maße ihr Interesse dem Aufbau Erez Israels zu. Ti: Tischri-Aktion des Ae. 'ren; Kajemeth ist dieses Jahr in den meisten Länder des nahen Orients durchgeführt worden. In einigen, wie z. B. in Tunis und Smyrna zum erstenmal. Besonders haben sich Konstantinopel und Griechenland ausgezeichnet; die Landeskommissionen dieser Gebiete haben eine energische Propaganda entwickelt und die Sammlungen vortrefflich or- ' ganisiert. | Für die Ausbreitung der Idee des jüdischen Volksschahes ist es bemerkenswert, daß im fernen Chile die Landeskonferenz in Santiago (17—21. September) beschlossen hat, dem Keren Kajemeth Heuer zumindest . 15.000 Pesos zuzuführcn; 400 Lstr. sind! schon avisiert. Das bevorstehende Chanukahfest, wird ' von allen Landeskommissionen zu großen Sammlungen benützt, um das Jahresergebnis für den Vokksschatz möglichst günstig str gestalten. Besondere Erwartungen werden diesmal auf die in den Vereinigten-Staaten und in anderen Ländern geplanten Flag days! gesetzt. j ' liiHiliilifiiiiliililliliillliiilfliiüliiiiijliiiiiiniiiüilCjliiilililllliillillillliiiiiliiHiiilüijiüiiiiiitiliiiiiiiiii eminenten politischen Jnteresie des jüdischen laus dem Siedlungswerk in Erez Jisrael, so- Volkes und seines nationalen Heimes gelewie durch Landkarten, Diagramine und Tagen ist. > bellen veranschaulicht. In der Abschiedssihung des 12. Zionistenkongresies hielt einer der Vorkämpfer des neuen Jischuw, David N^^in, eine wirkungsvolle Rede, in der er u. a. sagte: „Die wichtigste Folge unserer Beratungen ist, daß nicht nur das Volk, sondern auch der Zionismus nach Zion geht — die Verwaltung des Keren Kajemeth wird nach Erez Israel verlegt. Das ist der Beginn der Erlösung." — Alle Faktoren, welche an diesem Kongreßbeschluß mitgewirkt haben, waren sich darüber klar, daß eine Zentralverwaltung des Keren Kajemeth mit dem Sitze in Jerusalem nicht nur auf alle Länder propagandistisch hinauswirken, sondern auch überallhin eine gereifte Sachkenntnis über die Probleme der Kolonisation verbreiten wird. Die Neuwahl der Direktoren, von welchen bekanntlich eine Anzahl in Erez Jisrael selbst ihren Wohnsitz haben soll, wird in der nächsten Sitzung des Aktionskomitees, im Dezember, erfolgen. Die Vorbereitungen für die Uebersiedlung des Hauptbüros sind im Zuge. Die Uebersiedlung selbst dürfte vor Pesiach vollzogen sein. Jechiel Tschlenow, der Vizepräsident der Zionistischen Weltorganisation und langjähriger Dirrekt. des Keren Kajemeth, wurde zur Kriegszeit inmitten ^hingebungsvoller Arbeit für Erez Jisrael dem jüdischen Volk durch den Tod entrissen. Noch in seinen letzten Stunden mahnte Tschlenow mit schwacher, zitternder Stimme: „Der Nationalfonds muß unentwegt seinen Weg fortsetzen!" — Auf Beschluß der Generalversammlung wurde Tschlenows Name in den Sefer Haaskarot (Memorbuch) eingetragen. Nunmehr soll sein Andenken auch im Lande, dem er seine Lebensaufgabe gewidmet hat, verewigt werden. In der Nähe Chaifas, dem zukunftsreichen Hafen unseres Landes, wurden — etwa 6 km landeinwärts an der Eisenbahn, die am Nordfuß des Karmel nach dem Eniek Jesreel führt __ 3000 Dnnam Boden erworben. Hier soll die vom Aktionskomitee beschlossene Tschlenow-Kolonie erstehen. Der Boden liegt am Ufer des selbst ans der Bibel her bekannten Flusies Kischon, läßt sich leicht bewässern und ist daber für intensive Kulturen, insbesonders Gemüse- und Obstbau, vorzi'mllch gestgnet. Di^ Nähe der großen Hafenstadt tjvird den Absatz der Produkte erleichtern. ' Diese Nummer, welche die erste originale Ausgabe zur Propagierung des jüdischen Siedlungswerkes in französischer Sprache darstellt, wurde von der Presse der lateinischen Welt überaus freundlich ausgenommen und ist geeignet, Aufklärung in weite, uns bisher verschlossene Kreise zu tragen. Eine englische Nummer von „Erez Jisrael" ist in Vorbereitung und wird aus Anlaß des 20jährigen Bestehens des Lkeren 5lajemeth mit Originalbciträgcn von Staatsmännern, Kalonialpolii Ufern und Nationalökonomcn erscheinen. I Ter Plan der landsmannschaftlichen Kolonisation, welcher bei der Karlsbader Weltkonferenz des Keren 54ajemeth im Mittelpunkt der Beratungen stand und sich zu wichtigen Vorschlägen kristallisierte, gewinnt immer neue Anhänger. Die Zentrale des Keren Kajemeth empfing während des Kon-, gresses aus Tranfylvamen, Ruiiiänien, Lul-, garicn, Jugoslawien, Griechenland, der Ukraina und Elsaß-Lothringen Abordnungen, .weiche Ansuchen um Zusicherung nationalen j Bodens zwecks Kolonisierung landsiiiannschaftlicher Gruppen vortrugen. Bei Transylvanien handelt es sich um 300 erfahrene Landwirte, welche ihr eigenes Vieh und sonstigcö Inventar, sowie Eigenkapital nuch Er<z Jisrael mitzubringen beabsichtigen. T e Bnlg-.ren wollen geschulte Gemüsebauern sowie einheimische Chaluzim ansiedecu. die jugoslawische Organisation will daso'ibe betreffs der von ihr in Mostar ausgebilöllen osteuropäischen Chaluzim. Für den Kauf ix'x> Bodens der griechischen Kolonie hat Depn- ' tierter Coffinas bereits 8400 Lstr. gesammelt und abgeführt; die Initiatoren denken, die besonderen Fachkenutnisie der aus Saloniki stammenden Siedlungskandidaten durch Anlage eines Fischerdorfes am Tiberiassee zu verwerten. In Chisinau (Kischincff) haben sich ukrainische Flüchtlinge, Landwirte und Industrielle mit Eigenkäpital, zu einer Siedlungsgruppe zusammengeschlossen. In Elsaß-Lothringen möchte man, mangels eigener Siedlungskandidaten, eine ukrainische Gruppe unter Patronat nehmen; die Kolonie soll den Namen Charles Netter tragen, der in Elsaß geboren ist und in dem ans feine Initiative vw' 50 Jahren von der Alliance 1 begründeten Mikwe Israel bestattet liegt. ez F- Politisches. Die Lehre von Jaffa. Sir Herbert Samuel hat nunmehr dem britischen Kolonialamt den Bericht der zur Untersuchung der Jafsaer Unruhen gebilde. ten Koininiss.on eiligereicht. In einem Begleitbrief an den Kolonialsekretär Churchill weio Samuel auf die eingeleitete Neuorganisation des palästinensischen Polizeiwesens hin, von der er eine Hebung der Disziplin erwartet. Churchill hat den Empfang des Berichtes mit einem längeren Schreiben bestätigt, das die Stellungnahme des Führers der britischen Kolonialpolitik klar erkennen läßt. „Ans den Berichten", jo heißt es in dem sachlich wichtigsten Abschnitt der Antwort, „geht deutlich hervor, daß cs auf Grund der Erfahrungen, welche die Mai-Ereignisse uns gelehrt haben, notwendig ist, einige Reglements für die Polizei und für das Verhalten des Militärs im Falle einer Wiederholung von Unruhen zu ändern. Es wird nur sehr angenehm sein, rechtzeitig ihre Vorschläge in dieser Sach: zu hören." (Ziko.) Die Namen der Jerusalemer Opfer. Die Liste der jüdischen Opfer in Jerusalem umfaßt 4 Tote und 21 Verwundete, deren Namen und Alter wir folgen lassen. Getötet: Abraham Mesner aus Przemysl (19 Jahre altt, Aria Tcperfraind (281, Jssachar Zlotowitzky (36), David Cohen aus Marokko (45). Verwundet: Samuel Agony aus Saloniki (19), Rabbi Zalman Rubin (00), Meir Cohen Dery (26), Jsaac 'Snewman, Max Lubic (33), Alexander Block aus Budapest (30), Stephen Turk (32), Reuben Rapp aus Polen (27), Simoii Slohan, Moses Fischman, S. Pomeranz aus Polen (21), Moses Wolf, Abraham Lcvin (40), Israel Oristein, Jacob Schwartz (21), Benjamin Shtemper (16), David Michall Schwilv <o)), Uri) Bida (25), Chipra Epstein (18), Masel Cohen, Bertha Sibesch (27). (Ziko.); Wachsenser Widersiunv gegen Grnerni StorrS. Am 3. d. M. — also einen Tag nach dem arabischen Angriff in Jerusalem — versammelten sich etwa 200 jüdische 5iauslcute in der Jerusalemer Handelskammer, um die durch den Ueberfall geschaffene Lage zu besprechen. Nach kurzer Anssprache wurde beschlossen, -alle jüdischen Läden bis zum Empfang ausreichender Garantien für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung geschlossen zu hasten.?lls ein Antrag einging, von der palästinensischen Regierung ans Grund der letzten Erfahrungen die Demission des Gouverneurs von Jerusalem, General Storrs, zu verlangen, wurde die Versammlung durch einen telephonischen Anruf des Gouverneurs unterbrochen. Storrs bemühte sich, die Sitzung zu schließen und die Kaufleute zur Ocsfnung ihrer Läden zu bewegen Man erwiderte ihmr jedoch, daß die jüdischen Kauslcute das Vertrauen zu ihm verloren hätten, da sie seht, nach d'm 2. November, sich nicht mehr auf seine Sicherheitsmaßnahme» verlassen könnten. Eine Deputation der Kaufleute begab sich dann zu Storrs und wiederholte, dah sie sich von irgendwelchen Versicherungen nur überzeugen lasse, wenn sie von Leuten ausaingen, die auch in der Vergangenheit ihre Versprechungen gchalten hätten; im übrigen forderten sie eine Unterredung mit dein Oberkoinmissär. Dieser Wunsch der Dwutation wurde josort erfüllt. Sir Herbert Sa- -/-V 052273902^^^13677^2740972348679089733760010^375330