Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 66 (4.10.1921)
- Date
- 1921-10-04
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Man braucht nur daran zu denken, daß zum ersten Mal Zionistische Repräsentanten in die alte Prager jüdische Gemeindestube einziehen, und daß wir hier endlich einmal Männer sitzen haben werden, welche auch hier unsere Ldeen vertreten werden. Man braucht weiter fmx daran zu der ken, daß neben unserer national-jüdischen Partei auch uoch die Mittelstandspartei stetzt, : «eiche nach der Vergangenheit der meisten ihrer prominenten Männer, die in den bisherigen politischen Kämpfen stets die Bestrebungen dcö jüdischen Nationalrates unterstützt haben, wohl auch als ..bewußt ji'dische Partei" bezeichnet werden muß. Trotzdem sind mir lieber unzufrieden, als zu leicht zufriedcil. £b näni'ich eine Partei den Ausfall einet; Wahl als materiellen Erfolg verkünden will oder nicht, hängt von ihren Absichten ab; ob sic nach Außen oder irach Innen wirken will, ob es ihr auf Prestige oder ans Pädagogik ankommt. Wir halten uns an die Pädagogik und darum sind wir nnt dem Erfolg nicht ,zufrieden. ^Wir hatten mehr Mandate bekommen muffen, als wir bekonrmen haben und wir hätten auch mehr bekoniinen können, wenn wir mehr gearbeitet hätten, wenn wir gründlicher gearbcuet hätten, wenn wir im Innern gefestigter gewesen wären, wenn ein jeder Mü'-n, der zu unS gebärt, auf seinem Posten gestünden wäre. Gewiß, wir haben es weit schwerer als alle übrigen Parteien. Wir siitd mit einem rein-zionistischen Programm gekommen, das Verpflichtungen auferlcgt. Die anderen —■ versprechen, und wir — verlangen. Die anderen erzählen von — praktischen Vorteilen, und wir — von Dpfern. Tie anderen agitieren mit — Pogromdrohnngen, wir mit — erblichen Verpflichtungen. Aber gerade dieser Unterschied mutz unsere ^lrbcit erst die Durchschlagskraft verleihen. Die Fdee, der wir dienen und die alle mrOrym und zeitlichen Programme überragt, mun unsere Werbearbeit beflügeln. Unsere , Organisation muß so geartet sein, daß ein jedes Mitglied i'nstande tst, die Idee, die ihn er- - füllt, auch im anderen zu entfachen. Wir haben es diesmal nicht vermocht, alle diese ideellen Kräfte anzuipannen rind überall dort gelteno zu machen, wo es uns möglich gewesen tvöre. T... hätten wir sprechen müssen, wenn das, was sich hier am Sonntag und an den vorhergehenden Tagen abgesvielt hat, wirklich eine ernste Wahl gewcien wäre. Leider war e'' das Gegenteil. Wir wollen hier nicht über den kläglichen Instand dcS Wahlkatastcrs sprccheir, der nur wenigen Toten ihre Ruhe im Grabe gönnte und sie mitten in ben politischen Kamps riß — es kursierte der bezeichnende Witz, daß sich die Toten des alten Indenftiedhoss beschwert hätten, warum man nur die Toten des neuen Friedhofs zur Wahl zuiießc - und in dein verheiratete Frauen ' auch noch unter ihren Mädchennamen eine ‘ zweite, sonst wenig beachtete Existenz führten. Weit ärger is: die Briefwahl und ihre Folgen. Tie Bri'efwahl hat aus dieser Wahl eine lächerlnbe »Komödie gemacht. Von 10.000 Wahle en, die wirklich gewählt haben, waren bei der Wahlurne kaum inehr als 900!! erschie- . neu. Die Wahl bestand in Wirklichkeit darin, daß man hei'Bekannten und Unbekannten ' Legstimationsknrteii famudic. Die Kadidaicn UKinbcrton selbst oou .Haus zu Haus oder schill ten Dienstlente, Austräger oder bezahlte Agitatoren aus, mieteten Belästig,ingslofc, setzten Prainien für Legitimationen ans und so brachte inan .ans alle möglichen und unmöglichen Arten die begehrten Lcgstrmationen herein. Der Herr „So uiid so läßt sich cnivst'blcn; das Dienstmädchen brachte bereitwillig das Geivünschte. Der 'Herr Chef, der Prokurist, der Disponent, der ‘ Advokat, der Arzt, der Kollege, der Vereins- - brudcr, der Freund und der Onkel und der r — sie alle ließen sich empfehlen und sie erbieltcn, je nach dem Grad i''reo Enifliiffcs — was sie verlangten, wenn nicht eine andere Partei bereits das Prävcnire gespielt hatte. Jünglinge kamen und erzählten, die Wahlen seien abgesetzt oder drohten init Pogromen oder mit schlechtem (Geschäftsgang . . . Parteien brachten die Legitimationen, die sigclammclt und cinall.■" schlieglich tft großen Paketen zur Urne, - was war die demokratische Wahl. Es kani nicht arif Programme und auf Parteien an, cs kain auf me Beziehungen ilvd persönliche Tätigkeit der Kandidaten an, ans die Grotze des Wahl- »nds, mit dem man die Agitatoren bezahlte nd auf das Maß der politischen ^krupeuongv ' So sagen wir denn, wir sind mit dem Gr '.'folg nicht zufrieden. Aber wir erlaffeii uns für Nr. 63 diesmal die padagooiichen Ermahnungen an s uns selbst. Wir brauchen uns keine Vorwürfe machen, daß wir diesmal nich^ mit kontzi ten; wir hoffen, daß es nicht nötig war, aus 'dieser Wahl etwas zu lernen. Denn es wird die erste und trächtigste Pflicht unserer Vertreter sein, "in ernstes demokratisches Wahlrecht zu schaffen, damit sich dieser Skandal nicht noch einmal wiederholt. Dann werden vielleicht bei der nächsten Wahl wieder die Mittel der Ueberzeugung der Inhalt des Programms und die Propaganda der Idee den Ausschlag geben. —uch. XI!. Ko-igresies. VörbeMMng. Der zwölfte Zioniftenkongreß in Karlsbad hat eine große Anzahl von Beschlüssen gefaßt, die für die künftige Stellung der Zionistischen Organisation und für ihre Arbeit von weittragender Bdeutung sind. Diese Beschlüsse sind bisher nur in den Preßsberichteu über den Kongreß publiziert, so daß ein klarer Ueberblick fehlt. Cs wäre unserer Ansicht nach Pflicht der zionistischen Leitung gewesen, eine systematische Znsammenstellung aller Kongreßbeschlüffe sogleich nach Beendigung des Kongresses zu veräsfentliwen. Da dies bisher nicht geschehen ist, die systematische Darstellung der Kongreßbvschlüsse jedoch von der zionistischen Arbeit überall dringend erfordert wird, haben wir die Resolutionen des Kongresses auf Grund des Materiales der offiziellen Konqreßzeitung zusammengestellt und legen sie nachstehend der zionistischen Ocffentlichkeit vor. Sie wird daraus neuerlich ersehen, daß der Kongreß nicht nur eine großartige Manifestation der zionistischen Idee mar, sonder» auch ein gewaltiges Stück positiver Arbeit geleistet hat; sie wird ebenso deutlich daraus erkennen, daß der Kongreß uns die Anspannung aller Kräsre zur unausweichlichen Pflicht gemocht hat. * Zur Darstellung sei bemerkt: Nur die gefaßten Beschlüsse sind als „Res. 1" «sw. bezeichnet. Bei jedem Beschluß ist in Klammern der Antragsteller angeführt: wo kein Antragsteller angegeben ist, wurden die Anträge von der betreffenden Kommission des Kong-efsts gebellt. Die ffinbringer von Amerdewe-i»' sinh nicht angegeben; doch sind natürlich die angenommenen Ameitdements im Tert berücksichtigt. In kleinerem Druck und außerhalb der fortsaufenden Nummerierung der Resolutionen llnd iene Anträge angeführt, die vom Kongreß der Exekutive dem A. C. und dergl. überwiesen wurden. i. Allgemeines. r-esvl. 1. Aufruf. An das jüdische Volk in der Verbannung! . Vor vierundzwanzig Jahren hat der erste Basler Kongreß die Fahne der Wiedergeburt und Erlösung entsaltet. Er hat vor der ganzen Welt verkündet, daß das jüdische Volk lebt, daß es seine Kräfte sammelt, um sein Vaterland wieder zu begründen, um sein nationales Heim in Ercz Israel wieder aufzubauen, um seine Zerstreuten zu sammeln, tim seinen Geist aus der Verbannung zu befreien. Unter dem Ruf des ersten Basler Kongreffes, der in alle Länder der Zerstreuung drang, erzitterte das Volk. Es scharte sich um die Fahne des neuen Lebens. Es ging an das schwere Werk der Befreiung und des Aufbaues. Unbeirrt von Unglück und Leid, unbeirrt von allen Störungen und Hemmniffen, hat dieses Werk keinen Augenblick geruht. Die Kräfte des Volkes wutchen geweckt und sammelten sich. Der jüdische Besitz in Erez Israel wurde vergrößert und verstärkt. Es cntltoitd ln Erez Israel jüdisches Leben und hebräische Kultur, die Keime des künftige» freien Lebens. Als der WAtkrisg kam, lland unsere Schar fertig und gerüstet da für das Wert der Wiederbelebung. Wir waren bereit in der gwßen Zeit der Zerllörmtg und des Ausbaus die Hoffnungen des Volkes zu erfüllen. Aus der Riederting von Schmerz und Qual kam die brennende Sehnsucht nach Freiheit und Erlösung, die Sehnsucht, mit den andern unterdrückten Völkern zu Freiheit rind Erlösung zu gelangen. Unsere Anstrengungen in der ganzen Welt insbesondere in England» Frankreich, Italien und in Amerika, haben Frucht getragen. Völker und Staaten anerkannten unser Anreil)t aus den Aufbau unseres nationalen Heims. Es öffnete sich der Weg, unser Vaterland mit der Arbeit unserer Hände wieder zu erwerben, mit unserem Gut und unserem Vlut. Der Weg ztlin neuen Leben war frei. Es fehlte nur die Anstrengung, welche dem erhabenen Ziel entsprach. Sie ist noch iticht gekommen. Wohl haben sich die Reiheit lntserer Freunde verstärkt, wohl haben sich starke Kräfte aus allen Schichten unseres Volkes, aus allen Landen der Zerstreuung gesammelt; wohl haben sich unsere Mittel vermehrt Aber all dies kann noch nicht schaffen das Wunder der Wiedergeburt des jüdiMen Volkes, das Wunder der Rückkehr nach Zion. Wir wissen: Leiden und Pein, einzig in der Geschichte unseres Martyriums, haben uns gehindert, die Größe der Stunde wahrzunehmen, uns und die jüdischen Mafien in der Zerstreuung, die stets Stütze und Stab unseres zionistischen Strebens waren, die stets die Quelle fchiip- Zerischer Kraft waren für unser neues nationa- 'les Leben. Mrr.MS drännt die arüb* stunde. m welcher unsere Wett in Erez Israel zu Leben und Licht erwacht. Wir können nicht warten. Schon ist durch die Schwäche unseres Bemühens unser Werk in Erez Israel gefährdet. Israels Blut ist geflossen in IKaels Land, das Blut unserer Kinder, die ihr Herz gewe'ht haben auf dem Alter des heiligen Vaterlandes für die Freiheit des Volkes. Dieses Blut ist das Blut des Bundes. Es verklärt ihn mit neuer Weibe. Aus der Schwäche unseres schöpferischen Strebens ist politisch" Schwäche erstanden. Ein Schatten fällt auf unsere Rechte, die wir uns im Krieg ttnd im Friedensschluß erworben haben. Volk Israels! Die Stunde ist ernst. Es mehren ich die Störungen und Hindernisse. Die Feinde, die unsere Hoffnung erdroffeln wollen, heben die Köpfe. Die Stunde der ernsten, schweren Prüfung ist gekommen. Unser Volk muß seine schaffenden und bauenden Kräfte zusammenraffen, es muß ungeheure Mittel schaffen, damit wir unsere Arbeit und unseren Willen über das Land ergießen und leine Bewohner in diesem Strom mitreißen können! Jüdisches Volk! Diese Stunde darfst du nicht versäumen! Leben und Vermögen, Werk und Wirken mußt du opfern! Man darf nicht sagen, daß wir die Größe des Augenblicks nicht erkannten, daß wir uns vergingen gegen die Seele unseres Voltes! Schließt euch zusammen in der Arbeit an dem großen Wunder, welches seines Gleichen nicht snidet ia der Geschichte der Menschheit! Bauet Zion! Dringe Erlösung dem Volk und dem Vatcrlatid! Resol. 2. Decharge. Der Kongreß spricht den Bräsidenten Chaim Weizmann und Nahum Sokolow Dank und Anerkennung für ihr politisches Merk aus und erwartet, daß die Errungenschaften ihrer Arbeit, der Kabinettsbeschluß der britischen Regierung vom 2. November 1917 (Balfour-Deklaratiou) und der Beschluß von San Remo, in Erez Israel bald ihre volle Ber.virklichung finden werden. Der Kongreß erteilt der Exekutive mit dem Ausdrucke des Dankes die Decharge. jMisrachi und Block allgemeiner Zionisten). Refal. 3. „Religiöse Resolution". In dm öffentlichen Handlungen der von der Zionistischen Organisation gegründeten, erhaltenen und subventionierten Jnstituttonen darf nichts geschehen, was gegen die jüdische Tradition verstößt Die Leitung der Zionistischen Organisation hat die Durchführung dieses Beschlusses zu sichern. (Dr. Chajes). II. Politik. Refol. 4. Die Laifour-Deklarakion. In zv äffte Z'onistenkov zell; erklä-t im Namen des iüdischen Volkes: In diesen acht Jahren, in denen wir uns nicht versammeln konnten, ist der Großteil unseres Volkes schwerer betroffen worden, als je zuvor in den von Not und Pein erfüllten Jahrtausenden unseres Exils. Zu derselben Zeit empfing das jüdische Volk eine Boffchaft des Trostes. Gie verhieß ihm die Bedingung, deren seine Sehnsucht und sein unablässiges Streben nach einer Wiedergeburt durch die Neuoufrichtung seines nationalen Heims, die Begründung eines freien, einigen und allseitlgen Bolkslebens in seiner Heimat zu seiner Erfüllung bedürfen: die Bürgschaft des tingestörten Aufbaues. Ernriffen und dankbar vernahm das jüdische B .ck die unter Zustimmung der Völker erfolgte Erklärung der britischen Nation, die unter Namen der Balfour-Deklarntion in die Ge chichte ringegangen ist, die Kundgebungen Frankreichs und Italiens und ihre Bestä« tigltng und Bekräftigung durch den Beschluß der Mächte in San Remo. Das jüdische Volk wartet aus die Verwirklichung dieser Erklärungen Und dieses Beschlusses. Es erwartet, daß in Erez Israel ehestens politische, administrative und wirtschaftliche Bedingungen geschaffen werden, die die Errichtung des nationalen Heims sichern, und zwar im Sinne der von England abgegebenen und von den anderen Mächten bestätigten Deklaration vom 2. November 1917. Das jüdische Volk, das heute sich aus Erschütterung und Zerrissenheit wieder zusammenzuschließen -beginnt, will all seine Kraft sammeln, um das Werk zu vollbringen. Refol. 5. Das Akanda'.. Der zwölfte Kongreß erklärt, daß die baldige Bestätigung des Palästinamandats durch den Völkerbund für die Sicherung der Lrd Nung, die Entwicklung des Landes und den schleunigen Aufbau des nationalen Heims drinae«.d natoftbifl fit. Wiewohl der Mandutsentwurj mannigfach» Lücken llufweift und vieler, von den Ziukü'tisch^n Organisationen oorgelegten Furderungen nicht ent'pricht. drückt der Kongreß seine Uederzeu. gung aus, daß die Bestätigung des Mandats das Feld öffnen wird für eine gesetzlich segelte, gedeihliche und produktive Arbeit des ig. dilchen Volkes zwecks Errichtung seiner Nation». ■ len Heimstätte und zum Wähle der gesamten'' Bevölkerung Palästinas. Resol. v. Die Grenzsragen. Der Kongreß niinmt mit Genugtuung zur Keuninis, daß das Ostjordanland. welches dar indiiche Volk stets als integralen Test Erez Is. roels betrachtet bat, in das Mandalsgebiet P«. lästinas wieder eing-schlossen werden" soll. Mit Bedauern muß der Kongreß feststellen, daß bieiv Frage der Nordareine von Erez Israel trotz dr ler Bemühungen d r Exekutive einer zulriedenstellenden Lösung!>:v jetzt nicht zugeführt werden konnte. De :: ngreß fordert die Exekutive auf, auch ferne hin keinen Schritt unversucht zu lassen, damit die administrative unqj -wirtschaftliche Einheit Palästinas der Einfluß-, fphärenpolitik nicht preisgegeben wird und die Siedlungsmöglichkeiten für die Arbei suchenden jüdischen Massen nicht geschmälert werden. Der Kongreß hofft, daß die Regierung der ftanzösischen Republik den Intcresim des jüdischen Volkes in dieser Richtung entgegenkümmen wird. Resol. 7. Die Mai-Exzesse. Der zwölfte Kongreß erachtet er als seine heilige Pflicht, feierlich Protest zu erheben gegen die im Mai d. I. von dem verhetzten arabischen Mob an der jüdischen Bevölkerung Jaffas und der Kolonien Judäas und Samariens verübte» Blut- und Gew alttaten, und bedauert feststellen zu müssen, daß diese Taten bis heute nicht die 'angemessene Sühne gefunden haben. Der Kongreß weist insbesondere auf die Tatsache hin, daß die bestialische Ermordung des hewvrragenden Schriftstellers Brenner und seiner Kollegen bislang ungeahndet geblieben ist Mit aller Entschiedenheit muß der Kongreß Verwahrung einlegen gegen die im Zusammenhang mit den Maiexzessen erfolgte Sperre der Einwanderung nach Erez Israel, die auch später nicht röllig aufgehoben, sondern lediglich von weitgehenden Einschränkungen abgelöst wurde. Desgleichen muß sich der Kongreß entschieden dagegen aussprechen, daß eine Anzahl von Juden tm Zusams menhang mit den Maiereignissen aus politischen Gründen auf administrativem Wege aus Erez Israel ausgewiesen worden sind. In diesen Maßnahmen, die geeignet erscheinen, , bie gewissenlosen Hetzer und Gewalttäter W weiteren Ausschreitungen anfzumuntenr. erblick der Kongreß eine schwere Verletzung unserer! Rechte und Lebensintcressen. Der Kongreß erklärt vor aller Welt, daß die freie Einwanderung nach Erez Israel ein unantastbares Recht des jüdischen Volkes fit, das ihm unter keine. Umständen vorenthalten werden darf. Dis innere Regelung der Einwanderung nach Erez f Israel nach Maßgabe der Aufnahmefähigkeit der Landes ist Sache des jüdischen Volkes und seiner organisierten Vertretung, der Zionistischen Organisation, fl, Verständigung mit der Administration Palästinas Der zwölfte Kongreß gibt seiner festen Ueberzeugung Ausdruck, daß nur eine gerechte. entschiedene Politik gleicher Rechte und gleicher Pflichten für alle Bevölkerungsteile in Erez Israel, nur die strenge unnachsichtige Wahrung der Gesetzlichkeit un.d der Sicherheit der Person und des Eigentums, nur eins ehrliche folgerichtige Politik auf Grundlage der Balfvur-Deklarativn Erez Israel den Frieden geben und die Bastschaffen werden für ein gutes Einvernehmen und ein friedliches Zusammenarbeiten der Juden und Araber zum Wohl und Segen des Lander und seiner gesamten Bevölkerung. Der zwölfte Konareß nimmt mit Befriedigung Kenntnis von den Schritten, die die Exekutive auf Grund der Beschlüsse der Prager A. C.-Tngung bei der britischen Regientua unternommen hat, und fordert sie auf, alle "notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Postulate ehestens durchzusetzen. Resol. 8. Verhältnis zu den Arabern. Mit Trauer und Empörung hat das jiidiD ,Bolk die Ereignisse der letzten Zeit in PaläM durchlebt. Die feindliche Haltung der durch gewiffenlose Elemente verhetzten Teile der arabi- -schen Bevölkerung Palästinas, die in b'utigeti Gewalttaten zum Ausbruche gekommen ist. .kann weder unsere Entschlossenheit zur Errich-: jtvng des jüdifchnationalen Heimes schwächen, noch unseren Willen, mit dem arabi- >schen Volk in einem Verhältnis der Eintracht und der gegenseitigen Achtung zu leben und im Bunde mt ihm die gemeinsame Wohnstätte z» einem blühenden Geineinwesen zu machen, desien Ausbau jedem seiner Völker eine ungestörte nationale Entwicklung sichert. Die zwei großen semitischen Völker, die schon einmal das Band gemeinsamer kultureller Schöpfung verknüpfte, werden auch in der Stunde ibrer nationalen Wiedergeburt ihre Lebensinteressen zu gemeinschaftlichem Werk zu vereinigen verstehen. : i g e A e r n a n o t g u n g mir e »< u * » “ chen Volke auf Grundiaae dieier Erkmrun I