Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 64 (21.10.1921)
- Date
- 1921-10-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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ä?j»S®59 Nr. 64 xmtsmar 21. öffo&e mts , . ...U(!tI ,-. r;"«TOffi *^nt .oemcbigt ist. Dazu wird vermutlich eine Zeü geinch.8 W4von vier Jahren notwendig sein. J? •>^erei/Sn8 Um Personal für diese Schulen zu ^%£, ^n Zur K ^erhalten, wurden die beiden ^Rcgiermrgs- "0tt!N!e!,^ kurSM-qLehrerbUduiigsairstalteil, cm« sur Marrncr Zi^ M gcfroffen Mrd eine für Frauen, erweitert und bilden " ' setzt 75, Kczw. 40 Zöglinge auS. Von der Negierung bezahlte Daudcrleh- «SS •8«n mkl r;v?»« gleite,tif^rer wurden angcstellt, die unter den Bcduietner r;' ^nenstämmen des Distriktes Beerschcba wir» etnet eZ '^nenftömmen — ^'^ken. Außer ihrer Aufgabe als Lehrer unter- ^°>°» j«r »i ÄiniiDi 5**^$ weisen sie auch die Erwachsenen der Stämme Kim mohammedanischen ReligionLgesctz. Glücklicherweise trägt eine Anzahl frci- — wm*- i-, williaer Schulen, die größtenteils von Organisationen außerhalb Palästinas erhalteir as fittifJJj* AioneJ Ä* werden, zur Deckung der Bedürfnis der Be» Remewn, ^r^rtemechl? völkerung bei. Für diese Schulen wurde em öetl System von staatlichen Subventioneir, ver- ■nen^iiMm toenip{n ^Iw^ Jerusalem wurden Rechtskurse einn tmnS,”1* ^?ldeM «boten Ä 'gerichtet, welche junge Palästinenser instand errichtet raVrtJ [iefcen werden, als Advokaten bei den lokalen ii-n "0 ^me b01t der *Jlfe ^Gerichtshöfen zu wirken. Auch eine Anzahl /^.^Eigentümerii ^on Unterbeamtcu des Rcgierungsdienstcs r erste eines an diesen Kursen teil, die etwa 140 uklw>t°t des Landes b!2^5?3öglmgL zäblen. Der Unterrichts ügenmeiiM vergrösiern üH^a^den leitenden Be neuen Reiz Bringen * ^m-nts erteilt. Landwirtschaftij^ AusM,m»°» Oeffentlichc Gesundheit s - ' im Lande, wurden in «^4 pflege: Sowohl die Militärals auch bie Nablus organisiert «w.“' •' Zivilverwaltung hat die größte Ausmerksamesse und dürften der ^n^^keit den Maßnahmen für die Sicherung der Ansporn bringen Ein S''^'Gesundheit der Bevölkerung zugewendet, cllung aller Zweiae Lhmirfäil£Sa§ Departement für öffentliche Gesundkeit wurde geschaffen ^beiispflcge verfügt über eure durchgefuhrte die erari?spn-n siLt t zentrale und lokale Organisation. „Die Sa- ».-r il-.E onnahmcii unb i»tnierung der Städte wird energisch überwacht. nCsirt Quarantänedienst wird unterhalten. LVor der britischen Besetzung gab es keine iRegierungsspitälcr oder Apotheken für die ^Zivilbevölkerung; derzeit unterhält die Re- ^^zierung 15 Spitäler, 21 Apotheken, 8 Klini-!d zeigt eine beträchtliche NereichcniLlen und 5 Epidemieposten. Außerdem wird czielten guten Orangeiipreise waren steine große Leistung auf diesem Gebiete in lenzer eine grotze Emiunterung. Jerusalem und anderere Städten von zionidie landwirtschaWche Entwtikliing ^stischen oder religiösen Organisationen glänes - und eigentlich ebenso die städtistsend durchgeführt. )icflung - wird durch die llnorbiump In der Bekämpfung der beiden in Pabehinderl, in die alle isigentumsverhäjiüstina am meifteu verbreiteten Krankheiten, m Sanbe tpdbrinb kr tätfifftn #trr>KT Malaria und der Augenkrankheiten, wergcraten sind. Die Jufgadc, hier Qrbren Fortschritte gemacht. Eine Fachmännerzu machen, wird lange sichre gedM-Kommission arbeitet genaue Pläne für die Mi estüÄM. Ls wnÄen BodengeAustrocknung der Sümpfe und für andere düse erMei, die schi ihre Weit ^Maßnahmen zur Ausrottung der Malaria in. Es wurde ein Verm^Ms-Tepachaus. In Städten und Dörfern arbeitet man geschaffen, Rerinessunasbeamte vecklseändig an der Oelung und fallweise an der laebilveivorläufige Maßnahmen ßSchließung von Brunnen und Zisternen; üurchWnma einer Katastral.Aufnchn50.000 wurden registriert und regelrnätzig bepnzen Landes werden getroffen, ^arbeitet. Dörfer, die unter der Malaria lcinvewrdmng wurde erlassen, weiche Kden, werden halbmonatlich von Antr-Ma aenMt die den Landanl-rra-Jnfpektoren befucht und erhalten gratis Konten md die Brachlegung üGhinin. Während des Herbstes 1920 wurden n^verbinderu " ollem Die VerockWso 6000 bis 7OM Landbewohner monatlich gt auch wichtige Bestimmungen fm^eharwelt. . . deneüiaer Siedler iür dm!> Tre Schulen werden mcdrzimtch mfpr-, ftrVn m Kostniiationszwecken Besondere Maßnahmen werden für dre a,ie Verwaltung trachtet sBehandlung des Trachoms getroffen, worunmeröcn. aJ '' nicht weniger als 60 bis 95 Prozent der in Palästilra, je nach dem Orte, zeitig! tzxg ^Meiden. Ein wanderndes Augenspital behanbr der Ml-d üng m Mt Augcnkranke sowohl Erwach- .L-L-nsunt-rbalt s zu iqnm Kinder. Abgesehen von diesen Eine aus einem britischen v , 4$ranffietten war der Gefundheitszustand in reterii der inohammedani> < Palästina recht gut und epidemische Krank- Gemeinden bestehende van. " wurden streng unter Kontrolle gehalt M diesen G-M^p'nkten ° > ±CTt. much der ®tafltSreieS(ffttibaK Oeffentlichc Arbeiten: In aiion privater Boden v dem Departement für öffentliche Arbeiten flC . „ war der Mangel an verfügbaren Geldern am Ti» mfihrcnb der Mil'tarverMU empfindlichsten fühlbar. Gewisse Landstraßen M'NO.' wurden Nil -- wurden rekonstruiert oder sind derzeit in deutend ei wird von leiteudeu Beointcn des Iustizdepartcbfte die Gewährung von. bauer im Betrage von 370.000 wt die Neiibelebung des Landes Große neue Gebiete wurden in : in Kultur genommen und der Rekonstruktion^ begriffen. Eine Reihe von Negierungsgebäuden wurden in guten Zustand versetzt. Die Reede von Haifa, Weiche fl«,« Vf*’i m* rcnd der ncl.^en j,je Unzabl w nsaküonen orrci ^ctt dos .ur Landung und zur Löschung von Gütern 0y y in den lkW •* mangels eines Hafendienstcs, wurde beträchtisaktwnni z , sich erweitert. Einige geringfügigere Arbelsmudipes 4U. . ■ Paläi^ ten wurden durchgeführt, im übrigen muß- Erziehu"^ n nach Er^ ten die vielen Verbesserungen, d.ie das Land . ein lebhasicr D , ßj fordert uub die seine Wohlfahrt und seine alichlciten. D>e »cm {jne Einnahmen erhöhen würden, bis zu dem ,->r sind Aualphod4 \ Zeitpunkt aufgeschoben werden, wo das ManvürfMe aukreuhend-^ dat verlautbart ist und eine Anleihe aufgelegt i^afsen, M eme »!mn bat ^rden kann. Inzwischen wird die Organisa- 7,,,. Die dcrwliist^ tion des Departements für öffentliche Arbtt- -zmiät nach 15!cn durchgeführt, um für digrößeren Aufga- T£k MC 3UfUnft BtinSC” bÖtft°' b-rcit zu Ädes^^ade Past. Das Postamt, welches auch Tele fenbCJ‘ ftonö zu «J«JJJL, xaph und Telephon verwaltet, zeigt eine ‘Pw’ oiri den lla*bl°e Entwicklung. Mehrere neue Post- ^Ä der Lchr-r u^W^A 2«.werden eröffnet; der Postdimst wurde Ach mt Jlnw der wichtigeren Tele- M " baut oder verstärkt; ern Telephonsystenr ist in den Anfängen, hat aber doch schon 700 Kom,«erneu .u ' 22 öfsc.ttlichc i»■•vcd;i.,cUcu. Die Finanzen de? Postamtes zeigen emen kleinen Ucberschuß. ,. Eintvanderung und Retten: Seitdem die Häfen Palästinas für die Einwanderung mit gewissen Beschränkungen im August 1920 geöffnet wurden, kamen etrraS über 10.000 Einwanderer ins Land. Die meisten davon waren Juden; nur 315 nichtjüdische Einwanderer wurden registriert. Von den Inden kamen 8084 unter der Patro» nanaz der Zionistischen Organisation u. 1815 kamen unabhängig. . Während der Untuhen in Jaffa und der Nachbarschaft anfangs Mai dieses Jahres wurde die gesamte Einwanderung für den Augenblick gesperrt. Doch wurde es auf jeden Fall immer klarer, daß der Einwanderuirgsstroin größer war als ihn das Land absorbieren konnte. Die Verschiebung der Entwicklungsarbeit aus den früher in diesem Bericht angeführten Ursachen beschränkte die Arbeitsmöglichkeiteir weit enger als im voraus angenoimnen worderr war. Daher wurden neue Bestimmungen ausgearbeitet. Um ein Visum nach Palästina zu erhallen. muß man heute nachweifen, daß man zu einer der folgenden Kategorien gehört: 1. Personen mit unabhängigen Mitteln, »oelche sich in Palästiim dauernd anzusicdeln gedenken. 2. Ungehörige freier Berufe, die hier ihren Beruf auSüben wollen. I. Frauen, Kinder und andere von Einwohneru Palästinas gänzlich abhängige Personen. 4. Personen, die eine bestimmte Zusage van Beschäftigung bei bestimmten Arbeitgebern oder Unternehmungen haben. 8. Personen religiöser Berufe, einschließlich jener Juden, welche in den letzten Jahren aus religiösen Motiven, nach Palästina gekommen sind und welche Nachweisen können, daß sie hier Subsistenzmittel haben. 6. Reisende, welche nicht länger als drei Monate in Palästina zu bleiben beabsichtigen, 7. heiinkehrende Palästinenser. Im Monat Juli wurden die Häfen wieder geöffnet und Personen, welche zu diesen Klaffen gehören, kamen an. Es wurden auch einige hundert Einwanderer zugelaffen, die nicht dazu gehören, welche aber Visa nach Palästina vor der Einstellung der Einwanderung im Mai erhalten, ihre Heimat verlassen hatten und ernste Schwierigkeiten hätten, wenn sie nicht die Erlaubnis zur Wertersahrt erhalten haben würden. Zum Teil unter diesen Einwanderern und zum Teil unter den Vorkriegswohnern in Palästina entstand eine kleine Gruppe von Kommunisten. Diese Gruppe versuchte bolschewistische Propaganda zu betreiben. Sie criveckte fast allgemeine Feinseligkeit und zog eine ganz außerhalb jedes Verhältniffes zu ihrer Anzahl stehende Aufmerksamkeit auf sich. So weit als möglich wurde diese Gruppe fcstgestellt: 15 von ihnen, die Ausländer sind, wurden ausgewiesen, acht, welche die oSma- Nische Staatsbürgerschaft erworben hatten, nebst fünf Ausländern wurden 31t Wohlverhalten verpflichtet. ES werden Maßnahmen ergriffen, um den Touristenverkehr zu heben; die Ergebniffe werden aber mir allmählich zu Tage treten. Statistik: Ein Berufsstatistiker wurde für sechs Monate nach Palästina eingeladen und übernahm es, die Statistik der verschiedenen Verwaltungsdepartements auf gesunde Basis zu stellen. Gemeindewesen: Die Stadträte, welche vor dem Krieg gewählt waren, wenn auch mit sehr beschränkter Freiheit, wurden seit der Besetzung ernannt. Jetzt sind Schritte im Gange, das Prinzip der Wahl wieder herzustellen. Eine aus Regierungsbeamten und den Bürgermeistern und Sekretären der Städte zusammengesetzte Kommission hat eine erschöpfende Untersuchung über die derzeitigen Gemeindeeinnahmsquellen und Aufbrmgungsmcthoden angcstellt. Sie stellte viele Punkte fest, bei denen Reformen nötig sind und empfahl eine Anzahl von Aenderungen: diese werden schrittweise durchgeführt. Eine Verordnung gestattet die Einsetzung gewählter Gemeinderäte in Kleinstädten, großen Dörfern oder Vororten von bestimmten Charakter innerhalb einer Gemeinde zum Zwecke der lokalen Verwaltung, die im osmanischen Gesetz nicht vorgesehen waren. Eine Stadterwciterungsverordnung wurde erlaffen, um die Fortführung der bisher üblichen chaotischen Methoden zu verhindern, wonach Straßen und Stadtviertel errichtet wurden. Für Jerusalem und Haifa wurden Stadtpläne entworfen, für andere mehr atttt*6en:' &x£dl >«>i. (P b ' tlä M Ir** iltiUj#8' Um die Schönheit des Landes zu schützen und seine Banalisierung zu verhindern, wurde die Anbringung von Plakaten außerhalb der in den Städten durch die Gemeindebehörden festgesetzten Plätze, der Eisenbahnstationen und Geschäftsgebäude für die dort betriebenen Geschäfte verboten. Bor der Besetzung war Jerusalem bezüglich der Waffcrversorgung gänzlich abhängig von dem in Zisternen gesammelten Regenwaffer. Die Armee schuf eine neue Röhrenleitung, die sich aber bereits als ungenügend erwiesen hat. Die Regierung setzt einige alte Sammelbecken von großer Faffung?- kraft, die sogenannten Salomonsteiche, unbekannten Ursprungs, vielleicht aus der herodianischen Zeit, acht Meilen von der Stadt entfernt, wieder instand. Durch ihre Heranziehung wird es möglich sein, der Stadt reichlich reines Waffer mit geringen Kosten zu liefern. Die Pro Jerusalem-Gesellschaft organisierte eine hervorragende Arrsstellung für Handwerk und Kunstgewerbe, welche derart, daß es in Palästina eine Anzahl von hervorragenden Kunstgewerblern gibt. Man darf hoffen, daß Palästina allmählich ein Mittelpunkt künstlerischer Produktion werden wird, die vielleicht mit der Zeit mit den berühmten Eniporicn des Orients in vergangenen Zeiten inetteifern kann. X. Transjordanien. Zu dem Bereich des Palästina Mandats gehört auch das Gebiet von Transjordanien. Es grenzt im Norden an das unter französischem Mairdat stehende Syrien, im Süden an das Königreich Hedschas, im Westen bildet der Jordan und das Tote Meer die Grenze, im Osten reicht es an die Wüste und endet — die Grenze ist noch nicht fixiert — dort, wo Mesopotamien beginnt. Transjordanien hat eine Bevölkerung von vielleicht 360.000 Seelen. Es umfaßt einige kleine Städte und breite Gebiete fruchtbaren Landes. Die Bevölkerung besteht zum Teil aus fest angesiedelten Städtern und Bauern/ zum Teil aus wandernden Beduinen. Doch bebauen auch die letzteren mehr oder weniger feste Gebiete während bestimrnter Jahreszeiten. Als Palästina westlich vom Jordan von der britischen Armee besetzt und unter eine britische Militärverwaltung gestellt wurde, wurde über Transjodanien und einen großen Teil Syriens eine arabische Verwaltung eingesetzt, deren Sitz in Damaskus war. Der Regent war Seine Hoheit Emir Feisal, der dritte Sohn Seiner Majestät Königs Huffein von Hedschas. Als Damaskus im Juli 1920 von französischen Truppen besetzt wurde und sich Emir Feisal zurückzog, war es notwendig. Transjordanien neue Maßnahmen zu treffen. Ich begab mich am 20. August nach der.Hauptstadt Salt und erklärte bei einer Versammlung von Notabeln und Scheichs des Bezirkes, daß Seiner Majestät Regierung^ die Errichtung eines Systems lokÄer Selbstverwaltung fördern und durch eine kleine Anzahl britischer Beamter als Ratgeber unterstützen wolle. Lokale Beratungskörper wurden dementsprechend in verschiedenen Bezirken gebildet, während die Bevölkerung nicht in der Lage war, sich in irgend einer Form zu einer Gesamtregierung für Transjordanien zu vereinigen. Fünf britische Beamte wurden bestellt, welche den Beratungskörpern und deren Beamten zur Seite stehen und bei der Organisierung einer Gendarmerie helfen sollten. Britische Truppen wurden in diesem Gebiet nicht stationiert. Es kann nicht behauptet werden, daß das so eingesetzte Verwaltungssystem befriedigend war. Die Autorität der Beratungskörper wurde von großen Teilen der Bevölkerung mißachtet: bei der Einhebmig von Steuern erhoben sich Schwierigkeiten; die den lokalen Behörden zur Verfügung stehenden Summen waren ungenügend, um die Aufrcchterhaltung der Ordnung zu sichern, geschweige denn um die Kosten für den Bau von Straßen, Schulen, Spitälern oder für andere Verbefferungen zu Gunsten der Bevölkerung zu decken. Doch begann sich ein gewiffer Fortschritt zu zeigen, als im Monat November Seine Hoheit Emir Abdallah, der zweite Sohn Kömg Huffeins, aus dem Hedschas in Maan im Süden Transjordaniens cintraf. Seine Absicht wurde dahin erklärt, daß er eine scherifische Regierung in Damaskus wieder Herstellen wollte. Seine Ankunft verursachte viel Beunruhigung bei der Bevölkerung Transjordaniens und verringerte die ohnedies schon schwache Autorität der lokalen Behörden. Der Emir ging am 2. März von Maan nach Amman, emer Stadt an der Hedschasbahn östlich "*-SoA^Salt^Md, schlug. dort einen Sitz aus. ' Als der Staatssekretär für Kolonien im März in Palästina tvar, lvurdc mit dem Emir eine Konferenz abgehalten, der zu dte^ senr Zweck. nach/Jerusaleni kam. Es wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach der midie Leitung der Verwaltung von Transjordanien übernahm unter der allgemeinen Lnmna des Higb Commissioncr für Palästina als Vertreter der Mandamacht und mit der Beihilfe einer kleinen Anzahl britischer Beamter und zwar für eine Zeit von sechs Monaten ms zur endgültigen Regelung. Ordnung und ösfentliche Sicherheit sollte aufrechterhalteir und keine Angriffe gegen Syrien geduldet werden. Seither wurde ein enger Zusammenhang zwischen Palästina und Transjo*» danien aufrechterhalten. In den wichtigsteir Orten sitzen britische Vertreter. Am 18. April besuchte ich als Gast des Emirs Amman und erklärte in emet Ansprache an die Scheichs und Notabeln die getroffene Vereinbarung. Der Emir kam neuerlich im Monat Mai nach Palästina. Die politischen und technischen Beamten der palästinensischen Verwaltung haben zahlreiche Besuche in Transjordanien gemacht und haben dem dortigen Beamten mit ihrem Rat beigestanden. Die Schwierigkeiten mit der Finanzlage hielten an. Noch fehlt es an Ordnung und Sicherheit. Doch wurde seitens des Parlamentes im Juli ein Darlehen von 180.000 Pfd. St. für Transjordanien bewilligt und es ist zu hoffen, daß diese Hilfe die Errichtung einer wirksamen Gendarmerietruppe, die Einhebung voir Steuern und die Einrichtung der Negierung dieses Gebietes auf gesünderen Grundlagen ermöglichen wird. Der Bezirk verfügt über großen landwirtschaftlichen Reichtum und die Einnahmen würden, wenn sie nur richtig eingehoben werden, die Ausgaben voll decken. Die politische und wirtschaftliche Verbindung zwischen Palästina und Transjordanien ist sehr eng. Der Handel ist lebhaft; der Verkehr ist rege; Störung auf dem einen Gebiet muß das andere schädigen; die Verhinderung von Einfällen vom Ostjordanland her und die Aufrechterhaltung der Ordnung dort sind von nicht geringer Bedeutung für die Bevölkerung im Westen. Auch Syrien hat ein dringendes Interesse an der Sicherheit seiner Südgrenze. Wenn Transjordanien der Anarchie zur Beute fiele, würden nicht nur seine eigenen Bewohner, sondern auch die lllachbargebiete zu" leiden haben. Sie erwarten von der Mandatarmacht die Verhinderung einer Eventualität, welche, wenn sie es an Einfluß und Autorität mangeln läßt, leicht cintrcten kann. Schluß. Ich kann diesen Bericht nicht schließen, ohne den Mitgliedern meines Beamtcnstabes meinen aufrichtigsten Dank für die Arbeit eines schweren Jahres auszusprechen. Engländer und Palästinenser, in der Zentrale und in den Bezirken, in den Verivaltungsdepartements, im Justizwesen, in den technischen Zweigen, in der Polizei — die Beamten der Regierung haben einen hohen Grad von Loyalität und Eifer gezeigt. Es hat auch zweifellos einzelne Ausnahmen gegeben. In einem so neuen Dienst kann kein restlos befriedigender Zustand erwartet werden. Aber während dieser Zeit der Arbeit und der Aenderungen unter häufig schwierigen und manchmal drückenden Bedingungen, hat die Beamtenschaft als Ganzes ein Pflichtbewußtsein^ einen Eifer und eine Loyalität gezeigt, die zu ihrem eigenen Ansehen und zum Vorteil des Landes beitragen. Die britische Militärbehörde bat bereitwillig Hilfe geleistet, wo sie gewünscht wurde. Sowohl das Hauptquartier in Kairo als auch das Divisionshauptquartier in Palästina, die Stationskommandos und kommandierenden Offiziere baben dauernd enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Verwaltung aufrechtorhalten. Sie behandelten alle sie angehenden Fragen rasch und wirksain. Auch ihnen möchte ich nieinen herzlichen Dank ausdrückcn. Herbert Samuel, High Eommissioner und Oberstkommandierender. 30. Juli 1921. Folgen vier Anhänge: Anhang I: Verzeichn'? der (15) vor der Schaffung des Staatsrates und der (23) nach der Schaffung des StaatSrateS erlassenen Regierungsverordnungen mit kurzer Inhaltsangabe. Anhang II: Zahlenmäßige Ucbersicht über den Bautenstand in 30 Distrikten und Regierungsdepartements, geteilt nach Engländern und Palestinensern und nach Religionen. .. a n 9 Uli B"dgetemwurs für Pcx« uri-^a rär 1921 >22 (Summe drr lÄnnckb-