Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 64 (21.10.1921)
- Date
- 1921-10-21
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Es beruht auf der Voraussetzung, daß der Mindestbetrag, der in diesem Jahre unter allen Umständen aufgebraucht werden muß, 1,500.000 Pfinxd St. beträgt, und sieht folgende Verwendung dieser Summe vor: I. An den Jüdischen Nakionalsonds. Für Bodenkauf u. Ameliorationen 300.000 II. Ertragbringende Anlagen, i) Kredite für Kleinhausbau in den Städten 200.000 fe) Kommerzielle Kredite 100.000 c) Industrielle Kredite 100.000 d) Kredite an Landwirte 100.000 e) Elektrifizierung d. Audja (Ruchenbergprofekt) 50.000 550.000 HI. Regelmäßiges palästinabudgei (Nationale Anlagen uxxd laufende Ausgaben.) a) Kulturelle Arbeit: 1. Erhaltung des Schulwerkes 90.000, 2. Errichtung von Schulgebäuden 25.000, 3. Technikum 10.000, 4. Bibliothek 3000 128.000 b) Sanitätswesen 100.000 c) Arbeitsu. Ausrüstungsion )s für bereits im Lande befindliche Einwanderer 50.000 d! Ko neu der neuen Einwanderung 90.000 e; ^ni.dnürtlchaftliche Kolonnaiwn 225.000 fi Versuchsstation 10.000 g' Besondere Ausgaben 25.000 h> .kommerzielle Informationen 3.000 i: Administration 25.000 656.000 Mit besonderer Eindringlichkeit wandte sich der zwölfte Zionistenkongreß an die Angehörigen der Zionistischen Organisation, von denen ein bedingungsloses Eintreten für die Forderungen des Aufbaues der nationalen Heimstätte erwartet werden kann und welche an die von ihren Delegierten gefaßten Beschlüsse gebunden sind. Der Zionistenkongreß erklärte die Erfüllung der Maasserforderung für die obligatorische Pflicht jedes Zionisten und beauftragte die Exekutive der Zionistischen Organisation, Maßnahmen zu treffen, um die Beschlüsse wegen der Maasserleistung in der Zionistischen Organisation zur strengen Durchführung zu bringen. Insbesondere drückte der Kongreß seine Meinung dahin aus, daß Zionisten, die ihrer Maafferpflicht nicht Nachkommen, keinerlei Ehrenämter (und sonstige Aemter) in der Zionistischen Organisation bekleiden dürfen. Der Kongreß beauftragte auch die Exekuttve, alle für die Durchführung der Keren Hajessod-Arbeit erforderlichen und geeigneten zionistischen Arbeitskräfte für den Keren Hajessod zu mobilisieren. Nach der bisherigen vom Direktorium des l Keren Hajessod eingehaltenen Praxis ist als i Maasserleistung eine einmalige Abgabe von 10 Prozent des Vermögens (die auch in fünf Jahresraten abgestattet werden kann) sowie die Abgabe von 10 Prozent des Einkommens durch i fünf Jahre zu verstehen. V. Bisherige Srgebniffe der Keren Hajeffod'Mion. Pfd. Sterling 1.506.000 BerwMmg. Ueber die Beiträge zum Keren Hajessod X'erdcn Zertifikate ausgestellt. In jedem eande wird ein Mindestbetrag in der Landeswährung festgesetzt, der zxir Ausstellung eines Zertifikates berechtigt. sDieser Mindestbetrag ist i >n Beispiel in Großbritannien 5 Pfund St., -n Holland 100 Gulden, in der Schweiz 250 Franken, in Deutschland 1000 Mark, in Jugoslawien 2000 Kronen, in Polen 5000 Mark, in der Tschechoslowakei 1000 Kronen tschech.) Die LertiijLaünhäber des Keren Hajessod irgend eines Landes oder einer Landesgruppe wählen Vertreter in den Council des Keren Hajessod. Die Zahl der Vertreter eines Gebietes wird bestimmt ixach der Höhe seiner Beitragsleistung, indem die an das Direktorium überwiesene Geldsumme (in der Landesvaluta) durch den für das betreffende Gebiet entfallenden Minimalbeitrag geteilt wird, der zur Ausstellung eines Zertifikates erforderlich ist. Bei der Wahl der Vertreter eines Landes in den Council hat jeder Zertifikatinhaber eine Stimme. Zur eigentlichen Leitung der Geschäfte des Keren Hajessod ist das Direktorium des Keren Hajessod berufen. Das Direktorium soll aus sechs bis zehn Mitgliedern bestehen, von denen die eine Hälfte auf Grundlage von Proportionalwahlen vom Council (also indirekt von den Zertifikatinhabern), die andere Hälfte von der Exekutive der Zionistischen Organisation zu bestimmen ist. Die Zionistische Organisation i'nd der Council haben das Recht, die von ihnen ernannten Mitglieder des Direktoriums abzuberufen und zu ersetzen. Ms Uebergangsbestimmung für die Zeit vis zur durchgeführten Organisierung der Zertifikotsinhaber hat der zwölfte Zionistenkongreß b.stckosien, daß provisorisch die Zionistische Organisation alle Stellen des Direktoriums besetzen soll. Doch muß der Zusammentritt des Council des Keren Hajessod spätestens Ende des Jahres eingeleitet fein. Der Council des Keren Hajessod allein n.iilnt einen Board of Trustes, der aus nicht mehr als zehn Mitgliedern bestehen soll, denen das Recht zusteht, jederzeit die Tätigkeit des Direktoriums zu prüfen und über das Ergebnis dem Council oder der Oeffentlichkeit zu berichten. Ueber die Einnahmen und Ausgaben des Keren Hajessod soll alljährlich Rechenschaft «bgelegt und öffentlich berichtet werden. Die Aktion für den Keren Hajessod hat im Herbst 1920 eingesetzt und zwar mit besonderer! Intensität zunächst in Deutschland, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Beßarabien und Polen. In England war die Aktion durch rr-e gleichzeitig einsetzende scharfe Wirtschastskris,- behindert, in Amerika durch grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zwischen der Zionistischen Exeikutive und der Leitung der Föderation. Erst im Juni dieses Jahres konnte nach Austragung dieser Differenzen die Aktion für den Keren Haieffod in Amerikka auf breiterer Grundlage beginnen. Dis zum 10. August 1921 sind folgende Beiträge sin Pfund Sterling) an das Direktorium des Keren Hajessod überwiesen worden: Bereinigt? Staaten von Amerika 104.000 Kanada 18.000 Deutschland 13.000 Polen 12.000 England 8.000 Argentinien 8.000 Beßarabien 6.060 Bulgarien 5.000 Tschechoslowakei 4.000 Holland 4.000 Jugosiawien 2.000 ferner aus Griechenland. Dänemark, Palästina, Norwegen, Marokko, Schweden, Finnland, Portugal, Litauen, Italien, Lettlaixd, Ukraine, Uruguay, Tunis, Spanien zusamen von einer Gruppe von Einzelpersonen als Beitrag ausschließlich für Administrationsspesen endlich von der Internationalen zionistischen Frauenorganisation aus dem Juwelenfonds 7.000 12.500 1.500 insgesamt Pfund Sterling 205.000 Bon diesen Einnahmen wurden folgende haxkptsächlichen Ausgaben bestritten: für das regelmäßige Palästinabudgei 80.000 erste Rate zum Ankauf de? Hilfsvereinsschulen 5.000 Unkosten 20.000 Summe iOöToOO Berfügbar waren also noch 100.000 Pfund Sterling. Da die Regie zum großen Telle durch die von einer Gruppe von Einzelpersonen für diesen Zweck beigestellten 12.500 Pfund Sterling gedeckt wurde, sind von den eigentlichen Geldeingängen für den Keren Hajeffod im ersten Jahre (welches beträchtliche Gründungsauskagen mit sich brachte) nicht ganz vier Prozent für Regie ansgegeben worden. übrigen durch die jüdische« Korporationen des Landes entfenbet werden. Bisher haben sich die Landesverbände der Kultusgemsinden in Mähren und Schlesien sowie einzelne Logen des B'nei B'rith-Ordens zur Entsendung von Vertretern in das Landeskonxitee bereit erklärt. An vielen Orten in der Tschechoslowakei sind Lokalkomitees eingesetzt worden, die aus Vertretern aller jüdischen Kreise bestehen und sich die Arbeit für den Keren Hajessod zur Ausgabe gemacht haben. I« Mkesbericht Herbert Samuel». (Schluß.) IX. Arbeit der Departements. Eisenbahn: Alle Eisenbahnen m JV. Aufbringung der Mittel des Keren WL^ mieffod. X Der zwölfte Zionistenkongreß hat sich an ' das ganze jüdische Volk mit dem feierlichen Auf. ruf gewandt, durch den Keren Hajessod die Grundlage für den Aufbau der jüdischen Heimttätte :n Erez Israel zu legen und so den Keren Hajessod zu einem allgemeinen jüdijchenyondszu machen. Der Keren Hajessod ist durch Abgabe von Vermögen und Einkommen auf der Grundlage des M a a s s e r auszubringen. Das Direktorium des Keren Hajessod soll nach Anhörung der Lan. - Komitees des Keren Hajessod die Ausfuh- ‘ rungsbestimniungen festsetzen und hiebei ein maasserfreies Minimum bestimmen und d>- individuellen'Verhältnisse berilckncktm-r VI. Der Keren Haieffod in der Tschechoslowakei. Bereits im Herbst 1920 wurde in der Tschechoslowakei ein- Landeskomitee für den Keren Hajessod eingesetzt, welches damals nahezu ausschließlich aus zionistischen Mitgliedern bestand. Das Komitee richtete ein Büro in Prag und eines in Mähr.-Ostrau ein und begann sogleich mit der intensiven Propaganda für den Keren Hajeffod. Rach einem Jahre dieser Arbeit läßt sich folgendes feststellen: Bisher wendete sich die Propaganda des Keren Hafesiod nahezu ausschließlich an die Zionisten. Bisher liegen von ungefähr 1500 Personen Berpflichtungserklärungen über einen Gesamtbetrag non 8,100.000 K vor, die int allgemeinen in fünf Jahren entrichtet werden sollen. Im ersten Jahre sind bereits Raten in der Gesamthöhe von 1,300.000 K eingezahlt worden. Gleichzeitig ist auch tn nichtzionistischen Kreisen die Bereitwilligkeit zur Tellnahme am Keren Hajessod deutlicher zum Ausdruck gekommen. Um für die Teilnahme dieser Kreise eine klare Form zu finden, ist das Landeskomitee für den Hajessod in der Tschechoslowakei eben Keren . , ,, .... jetzt in einer Umbildung begriffen. Cs soll in Hinkunft aus 45 Mitgliedern bestehen, von de» __ .nett 20.diirck^d^LwElcke.OnranttatilUU.d1eDüal> tnnrhe fflifggnnmnu-n. Londwirtsch^fts. Palästina stehen unter der Leitung der Regierung. Außerdem verwaltet das palästinensische Eisenbahndepartement auch für die Armee die Sinai-Militäreisenbahn zwischexr Cantara am Suez-Kanal und Rasa an der ägyptisch-palästinensischen Grenze. Die Gesamtlänge des palästinensischen Eisenbahnsystems beträgt annähernd 1000 Km. Innerhalb der Grenzen der verfügbaren Summen wurden während der letzten zwölf Monate viele Verbesierungen durchgeführt. Die Hauptlinie zwischen Rasa und Haifa, die während des Feldzuges flüchtig erbaut war, wurde verstärkt und geschützt. Demgemäß gab es während des letzten Winters keine Verkehrsunterbrechungen mehr, die während der Regensaison 1919/20 häufig waren. Die Linie von Jaffa nach dem Kreuzungspunkte Ludd war schmalspurig und verursachte daher die Umladung aller Güter, die per Eisenbahn vom Hafen Jaffa nach anderen Teilen Palästinas und Aegyptens gingeix. Diese Eisenbahn wurde nur verbreiterst Drei kleine Zweiglinien sind im Bau. Stationen wurden verbessert und neue Stationen eröffnet. Schlafwagen und Speiseivagen wurden bei einer Anzahl von Zügen eingeführt. Es war notwendig die Fahrpreise zu erhöhen und auf Grund dieser Erhöhung erhalten sich die Eisenbahnen selbst. Handel und Industrie: Eixx Handels- und Industrie-Departement wurde geschaffen, welches enge Fühlung mit den Handelskreisen hält und sich lebhaft bemüht, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu fördern. In allen wichtigeren Städten Palästinas wurden Handelskammern gebildet, deren Mitgliederzahl sich auf nahezu tausend beläuft. Vierteljährlich werden Konferenzen der Vertreter dieser Kammern gehalten, wobei der High Comxnissioner den Vorsitz führt und die entsprechenden Departemcntsleiter teilnehmen. Bei diesen Konferenzen wird eine große Menge verschiedenster Fragen von Interesse erörtert. Die Preise der Bedarfsartikel sind im allgemeinen bedeutend gefallen, entsprecheixd der Preisbewcgtlxxg ixr der ganzexx Welt, sie stehen aber immer noch hoch im Vergleich zu den Preisen in Aegypten und sonstwo. Eine Tabelle (Anhaixg IV) zeigt den Wert des Imports xmd Exports monatsweise vom 1. April 1919 bis zum 30. Juni 1920. ' Außer dem Verbot der Axrsfxchr von Lebensmitteln und den üblichen Polizeibestimmungen über die Einfuhr von Waffen und Giften, sind alle Beschränkungen des Ein- und Ausfuhrhandels ixx Palästina be rcits aufgehoben. Verschiedexxe neue Jndustrieuuterneh mungen wurden gegründet. In verschiede nen Teilen des Landes hat eine lebhafte Bautätigkeit eingesetzt. Wenn nicht nngüxxstige Verhältnisie cintreten, läßt sich in nächster Zukunft eine beträchtliche Entxvicklung des Handels voraussehen. Auf Weisung von Seiner Majestät Regierung ist die Ausgabe von Bergbaukonzessionen noch verboten. Die ägyptische Währung wurde neben dem britischen Goldsovereign zxim Kurse von 1)7.5 ägypt. Piastern für das Pfund Sterling zum einzigen gesetzlichen Zahlungsinittel in Palästina erklärt. Doch ist der Umlauf aixderer Währungen nach dem Marktwerte ixicht verboten. Das Verbot der Galdausfuhr hat sich als notig erwiesen und wurde durch eine Verordnung der Militärverwaltung ausgesprochen. Das Verbot ist aber inzwischen aufgehoben, was dein Handel genützt und keine sonstigen Nachteile mit sich gebracht hat. Landwirtschaft: In den letzten Monaten der Militärverwaltung wurde ein Departement zur Unterstützung der Landwirtschaft gebildet, die noch für laixge hinaus der wichtigste Erwerhszweig in Palästina ist. Das Departemcxxt hat eine lebhafte Tätigkeit entwickelt. Ein kleixxer technischer Beamteninspektoren wwcden in allerx BezUkeu eüxM. setzt und beauftragt, dauevG tzL Dörfer^ besuchen. Pflan^enkcarrkheitK Insekten, plagen werden sogleich gemclbewfnb Schritte gegen ihre Ausbreitung unternommen. Sora. , _ Vorbereitungen "zur Bekämpfuira einer Ocuschrccken-Plage 'wurden für den vorkonunenden Fall getroffen. Eixx Stab von Tierärzten berichtet ständig nber epidemische Krankheiten der Sans, tiere und behandelt sie gleichzeitig. Jlixpm. txerte Tiere unterliegen einer Quarantäne. Tierspitäler wurden errichtet. Ein Fischerexamt wurde zum Zwecke wissenschaftlicher Forschuixg und praktischer Viaßnahmen zur Verbesserung des Fischereigewerbes eingerichtet. _ Das Lcuidwirtscbafts-Departement hat fünf meteorologische Stationen im Anschluß an das physikalische Departement der aWj. scheu Neaierxxng ausgestellt. Es wurde eine Verordnung zum Schxxhr der Waldungen erlaßen. Waldgebiete werden abgegrenzt und eine Anzahl von Waldhegern und Wächtern ist bereits angestellt. Der Verivüstnng der wenigen noch im Lande gebliebenen Bäxxme wurde Halt geboten, Bauxn. schulen wurden errichtet mxd mehrere hnnderrtausend Bäume voix der Regierxrng öder privaten Landeigentümern gepflanzt. Das ist der erste Anfang eines Prozesses, der die Produktivität des Landes bedeutend erhöhen, die Regenmenge vergrößern und der Landschaft neuen Reiz bringen wird. Landwirtschaftliche Ausstellungen, iic ersten im Lande, wurden in Haifa, Jassr und Nablus organisiert. Sie erregten großes Interesse uxid dürsten der Industrie nützlichen^ Ansporn bringen. Ein Museum zur Darstellung aller Zweige landwirtschastlichn Tätigkeit wurde geschaffen. Die erixriffenen Maßnahmen und insbesondere die Gewährung von.Axxleihen an Ackerbauer im Betrage von 370.000 ägypt. Pfd. hat die Nexxbelebung des Landes gefördert. Große neue Gebiete wnrdeix in diesem Jahre in Kultur genommen mxd der Viehbestand zeigt eine beträchtliche Bereicherung. Die erzielten guten Oraxxgenpreise waren n;x die Pflanzer eine große Erxnxxnterung. Die laixdwirtschaftliche Eixtwicklung des Landes — und eigentlich ebenso die städtische Entwicklung — wird durch die Unordrxmxg sehr behindert, in die alle Eigentumsverhältnisse im Lande währexxd der türkischen Herrschaft geraten sind. Die Aufgabe, hier Ordnung zu machen, wird lange Jahre geduldiger Arbeit erfordern. Es lrmrden Bodengerichtshöfe errichtet, die setzt ihre Arbeit beginnen. Es wxxrde ein Vermesiungs-Departe-i ment geschaffen, Verinessungsbeamte werden/ heran gebildet', vorläufige Maßnahmen für die Durchfübrxxxxg einer Katastral-Aufnahme des ganzen Landes werden getroffen. Eine Bodcnverordmmg wurde erlassen, welche Beftixninungeix eixthält, die den Landankauf durch Spekulanten und die Brachlegung des Bodexxs verhindern solleir. Die Verordnung mnfaßt auch wichtige Bestimmungen für den Schutz derzeitiger Siedler für den Fall, daß Landstrecken zxx Kolonisationszwecken verkauft werden. Die Verrvaltung trachtet geschlossenere Siedlung im Lande zu fördern, gleichzeitig aber die jetzigen Bebauer vor der Gefahr der Axlssiedlung und des Verluste? ihres Lebensunterhaltes zu sichern. Eine auS einem britischen Beamten und Vertreterxi der inohaixxmedaixiichen und jüdischen Geineinden bestehende Landkoxnmission prüft xxach diesen Gesichtspunkten alle den Gebrauch der StaaiSläxxdercicix oder die Koloniimion privater Böden betreffenden ^iT' schlage. Tic während der Militärverwaltung g > schlossenen Landregister wurden im Oktovst für Trausaktioneix wieder eröffnet. während der neun Monate reg'striekten Transaktionen erreichen die Anzahl von 2000. Die Zalxl und der Wert von Landtranöaktxanen zeigt in den letzten Monaten ein ständiges Anwachsen. Erziehung: In ganz Palästina besteht ein lebhafter Wunsch nach Erziebungs' Möglichkeiten. Die Mehrheik der Mohammedaner sind Analphabeten und eine für ib'-e Bediirfnisie ausreichende Zahl von Schulen zu schaffen, ist eine Aufgabe von zieml'chem Ilmfang. Die Berwaltung hat einen Plan genehmigt, nach welchein die Bevölkerimg eigner Stadt oder eines Dorfes, wo eine Schule bcxxötigt wird, -eingeladen wird, ein passendes Gebäude beizustellen und es xn guteni Zustand zu erhalten. Die Reg'eruug bestreitet aus den allgemeinen Steuern d'e Gehälter der L'hrer und die sonst'g'n llntcrhaltskosten. Nach diesein Plan wird durchschnittlich mehr als eine Schule pro Woche neu eröffnet. Es besteht die Absicht, diesen Boraaxxg sortzusetzen, M M ganze Laim txw1 II: Ärei jjtb e etzt 7 rer R nensti ftn.' weise im m rM nisat toexdi ftinbc oenflxi nur Lm gerich ©erii ton Zögll CCU 1 ment pfl Ar» kii TO pti uicr Ein 2k .% Zivil gieru eine Jen m bei }ei ■S\ P< if be w en ta l .fl 8i » li tt tc io ®; Zi ba J fi M