Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 62 (7.10.1921)
- Date
- 1921-10-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Dieser vulkanartige Ausbruch im eigenen Kreise wird vielleicht geläuterte Männer an die Oberfläche werfen, und am Ende für Ungarn auch eine neue freisinnigere Zeit. Glückwuuschenthebungen zu Rosch-Haschanah 8882. Seeleulichttnlhebung zu Fom - Kipur. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten wünschen ein glückliches Neujahr im Wege der Neujahrswunschenthebung zn Gunsten des Jüd. Nat. Fonds: Nachtrag: Austerlitz: Hermann Stern 10 X. Brün«: Ticho und Weil 60 K; Familie Drachmann. S. Neumark, Jda Wittal, Berta Schnabl, Bock u. Comp., Ph. Roth je 20 R; Siegm. Sak, Oskar Türkl, H. Sternhell, Dr. Ing. F. Ulmer, Direktion d. Jüd. Reformreatgymnasiums, Henriette Frey, Ad. Rosenberg, Margit Herdau, B. u. L. Groß, Eduard Jamel, Frühmann, Wagner, Leiter u. Brüder Abelis, Karl Singer, Jakob Läufer, Max Ornstein, Franz Singer, Albert Hochwald, I. Rotier, Morch Wellisch, Josef Läufer je 10 lv, Dawid Unger 11 K, Hirsch 6 K. Buchiowitz: B. Reich 10 Li Freudenthal: Berth. Verl 100 R, S. Dercl 60 K, M. Goldberger 20 K, Färber, Äonstand t Oppenheim, Winkler, Prof. Herrmann je 10 K, D. Spirman 5 K. Frankstadt: Elkan Fischer 10 X. Hochwald: Ein. Kulka 10 X. < ro nova: Adolf Wolf 10 K. Jglan Richard Pokorny 10 K. Jamnitz: Albert Scherer 10 K, Ävn'.tz: I. M. Haller 10 X, Siegm. Haas i0 X. Karmin: Ferd. Steiner und M. Ornstein je 10 X. Maya: Josef Drucker und Bruno Placek sc 10 X. Mißlitz: Math. Hauser 6 X. M.-Rothwasser: H. Trebitsch 10 X. M.-Schönbcrg: S. Berger 5 K. Rikolsburg: Dawid Frischer 10 X, Rudolf Lampel 20 X. M.-Neustadt: Adolf Brady 12 X. Reu-Naußnitz: I. Lampel und Viktor Deutsch je 10 X, Neutischrin: Josef Landau.00 X, Tr- Lamm 10 K. Petrovic: M. Goldberger 20 X. Prusinovic: Karl Winkler 10 X. Proßnitz: Friedrich Zweig 20 X. Pohrlitz: Dr. Adolf Feldmann 200 X, Herrn. Schnabl 50 X, Alexander Freund, Fiume , 85 K, W. Butfchowitz, M. Seidl, Josef Pollak, Rob. Nassau, Dr. G. Pick, M. Haas, L. Haas, Ludw. Schnabl, Hermiire Schnabl, Elise Nassau, Richard Nassau, Hugo Zader, Mr. Em. Glaeßer, Dawid Dukes, Julius Jüttner, Rud. Adler. Arnold Morawetz. M. Spitz, Siegm. Nassau, Emil Jüttner, S. Langer, M. u. I. Wollner, B. Rosenbaum je 10 X; Leo Mayer, I. Kraus, Ing. O. Kohn, PH. Kohn, Kathi Brunner, Joh. Neumann, Heinr. Fischl, Rosa Tauber, Netty Kohn, Adolf Steckt, Josef Kobler. Rudolf Goldschmidt, Julius Nassau, Dawid Schild, Lcop. Ungar, Heinr. Ellinger, Josef Godlschmidt, M. L. Bader, M. Schnabl, Siegm. Goldschmidt, Siegsr. Adler, L. König je 5 X; Heinr. Bader, Siegsr. Hahn, Igo Berger, I. Burian, Alois Sofer je 3 X; Fr. I. Wollner, Fr. E. Strebinger, H. Reiß, L. Ellinger, Therese Brunner je 2 X. Sadek: Jakob Goldmann 60 X. Schönbrunn: Heinrich Feiner 10 X. Straßnitz: Markus Teller 10 K. Trovvau: Ed. Lanzer, Dr. Lichtwitz, Oberrechnungsrat M. Schwarz je 10 X, Gustav Fmzi 20 Kl Unq.-Hradisch: Heinrich Zweigenthal 10 X, , S. Fuchs 10 K. Wall.-Mcscritsch: Leop. Vogel 2 X. Ad. Fuchs, ' Emil Kohn, Siegsr.- Kohn je 10 X. Zuckmantel: Oskar Königer, Else Koniger je 10 X. tzwittau: Ludwig Engel 10 7^. Ans der ßhronit der jüdische» EMe. i Vor wenigen Tagen feierte der bekannte jüdische Schittsteller S. A. H ° r o d e tz k y «einen fünfzigsten -.ziag. Horodetzky, welcher seit einigen Jabrc.r '» der Schwerz jebt wo er auch seine wissrn.icbaftlrche Ausdrb jung genossen hat, entstammt dem streng ge jundenen Milieu der Chassidim des Ostens Seine Mutter war eine Enkelin des htrnhm At. 52 ten Rabbi Nachnran von Brazlav, so daß er seine Abkunst in direkter Linie auf den Begründer d. Chassidismus, Bal-Schem, zurückleiten karrn. Als Knabe wuchs Horodetzky inr Hause seines Großvaters, des Zaddiks von Tschernobyl auf, der ihm die traditionelle Erziehung angedeihen ließ und ihn mit oem Wissenssatz des Talmud vertraut machte. Horodehky begann bald literarisch zu wirken und sein erstes Werk, das 1893 im Druck erschien, war eine Sammlung von „Druschim" (Vorträge), mit Approbationen vo nRabbinern u. Zaddikim versehen. Sein zweites Werk ,.Schem Mischmuel" (1905) ist bereits von modernen Gelehrten geprüft und approbiert und zeigt die Wandlung, die Horodetzky inzwischen durchgemacht hat. Bei seinem weiteren literarischen Schassen machte sich für Horodetzky der Mangel einer hebräischen Fachschrift immer fühlbarer und endlich gelang es ihm nach vielen. Bemühungen, den „Hagoren" zu begründen, der in acht Bänden vorliegt und die Mitarbeit einer Reihe von oft- und westeuropäischen 6)elehrten ausweist. Horodetzky selbst lieferte dort eine Anzahl historischer Monographien aus der rabbinischen und chaisidischcn Literatur. Horodetzkhs reicher literarischer Tätigkeit verdankt die hebräische Literatur eine stattliche Reihe von Aussätzen und Werken,so: „Zur Geschichte des Rabbinismus", „Zur Geschichte des Chassidismus", „Rabbi Israel Baal-Schem-Tow", ..Rabbi Nachrnan von Brazlaw", Religiösmystische Strömungen unter den Juden in Polen" (1914), „Religiöse Strömungen im Judentum" (1920). Don seinem groß angelegten Werke „Die jüdische Mystik von der Bibel bis znm Chassidismus", das auch deutsch erscheinen soll, befindet sich der erste Band im Druck. W. 'M. Z. Der bekannte englische Finanzmann Sir Ernest Cassel ist in London an einem Herzleiden gestorben. Der Katholikentag in Warschau lvurde zu den rüdigsten antisemitischen Hetzen bermtzt'. Der Pfarrer Kucsinski widmete der Judenfrage ein eigenes Referat und forderte alle Katholiken Polens aus, dem antisemitischen „Rozwoj" deizutreten, wobei er darauf hinwies, Polen von jüdischen Einfluß zu säubern. Am 8. September wurden in Warschau die Zentrale und die lokalen Abteilungen des jüdischen Arbcitercmigrationsverbandes in Polen eröffnet. Der Verband hat statutenmäßig das Recht, in dem ganzen Gebiets der polnischen Republik Abteilungen zu eröffnen. Mit dem 15. September hat die „Hazefira" ihr Erscheinen eingestellt. Feuerwehrmänner haben den Gerrcr Rabbi überfallen und ihn samt seinem Sohne blutig geschlagen. In Lemberg fand anläßlich der Ostinesie eine Tagung der jüdischen Kaufmannschaft am 27. und 28. September statt. Die Konferenz, die sich mit wirtschaftlichen Fragen, namentlich mit dem Handel mit Rußland, hätte eine Konferenz der gesamten polnischen Kaufmanschanst sein sollen; die Verhandlungen zerschlugen sich aber an dem Widerstand der polnischen Kaufleute. Das lettische Innenministerium hat beschlossen, eine Revision der Nostrifikation durchzufuhren, wodurch zahlreiche Juden gezwungen sein dürften, Lettland zu verlassen. Der ungarische Unterrichtsminister hat der jüdischen Gemeinde in Debrecen die Bewilligung zur Eröffnung eines jüdischen Gymnasiums erteilt. In dem Prozesse wegen der Teuerungskrawalle von Memmingen verurteilte das Gericht die beiden Äntisemitensührer S i c i u s und H a i l zu je ciuem Monat einen weiteren Angeklagten zu 5 Tagen Gefängnis. Die arabische Delegation hat telegraphisch bei Präsidenten H a r d i n g um moralische Unterstützung gegen die Bestimmungen des Palästinamandates ersucht, besonders bezüglich des jüdischen Heimes. Im Telegramm heißt es u. a.: „Rettet uns vor der jüdischen Gefahr." (I. P. Z.) Nach der „Wiener Morgenzeitung" wurde Dr. Osias Thon vom neuen polnischen Premier P o n i k o w s k i eingeladen, der ihm erklärte, er wolle mit dem jüdischen Klub in Kontakt treten. Der Premier bat, die jüdischen Abgeordneten mögen ihm in einem Memorandum ihre Wünsche vorlegen. Der Vorsitzende der nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei in München, Adolf Hitler, der unter der Anklage der Verbreitung antisemitischer Flugblätter stand, wurde auf freien Fuß gesetzt. Der „Matin" widmet dem Zionistenkongreß einen Artikel und konstatiert mit Genugtuung, daß die Zionisten die französische Verwaltung in Syrien gerne sehen und mit hat Äranioiett in Lkreundübakt leben wollen. Tie Llohd-Film-Gesellschaft bat im Aufträge der Kongrcßleitung die wichtigsten Begebenheiten des Zionistenkongreffes ausgenommen. Dieser intereffante Film, der m Kürze die Reise über die ganze Welt antreten wird, ist der einzige, welcher Aufnahmen der Verhandlungen im Kongreßsaalc enthält. Er umfaßt außer der Saalaufnahme noch das Sportfest im Jägerhaus, die Persönlichkeiten die am Kongreß in führender Rolle teilnahmen, das Leben in der Umgebung des Kongreßgebändes usw. kJ. P. Z.) Nachrichten zufolge sollen in Petrograd 3 Waisenhäuser für jüdische Kinder, die ihre Elterir durch Pogrome verloren haben, eröffnet werden. Der Staatsanwalt des Chicagoer Distriktes hat gegen das antisemitische Blatt Fords wegen Veröffentlichung aufreizender judenfeindlicher Artikel, die AnUage erhoben. Die „Hias" entsendet einen Delegierten nach Kuba, um die Lage der nach Nordamerika abgehenden Emigranten zu studieren und ihnen zn Helsen. Ministerpräsident Ponikowski hielt mit dem polnischen Landtagsklub eine Konferenz ab, und bat ihn, ihm in einem Memorandum die Desiderien des jüdischen Volkes bekannt zu geben. Die jüdischen Kolonien in Südrutzland sollen sich, zufolge aus Moskau in London eingetroffenen Ateldungen, infolge der Dürre, vor einem v o l l st ä n d i g e n ' Ruin befinden. Im Jahre 1919 gab es in Südrußland 36 große jüdische landwirtschaftliche Kolonien mit 60.000 jüdischen Bauern. Der „Ort" (Gesellschaft zur Verbreitung von Ackerbau unter den Juden), hat an sämtliche Organisationen einen Aufruf erlassen, in dem um Unterstützung dieser Siedlungen gebeten wird. Der bekante amerikanische jüdische Philanthrop Mr. Louis Hendel ist von seiner Reise aus Polen, wo er die Verhältnisse der Juden studierte, in Wien eingetrosfen. Eine Gruppe jüdischer Schauspieler schlägt vor, im Westend von London ein ständiges jüydisches Theater zu gründen, au dem jüdische Stücke in englischer Sprache ausgcführt werden sollen. Man hofft, jüdische Künstler, wie Maurice Moscowitsch und Josef Schildkraut zu gewinnen. - Politische khronil. -- Eugen Dühring. Eugen Dühring ist 88 Jahre alt gestorben. Seit vielen Jahren erblindet, war dieser Gelehrte fast ganz auf sein ungemein scharfes Gedächtnis angewiesen, das ihn selten im Stiche ließ. Dühring war Philosoph. Einer der bedeutendsten deutschen Positivisten, er bat die Werke des Franzosen Auguste E o r m t e in Deutschland bekannt gemacht. Eines seiner philosophischen Hauptwerke war der Untersuchung des „Wert des Lebens" gewidmet. Als Nationalökonom wandelte er eigene Wege, er war ein Gegner Marxens und der Marxisten, verwarf die ganze sozialdemokratische Partei, weil sie seiner Ansicht nach eine Judenpartei war und er im Judentum da sgrößte Uebel Deutschlands und der Welt erblickte. In seiner Selbstbiographie, die vor vielen Jahren erschienen ist, gibt er den Juden die Schuld seines Abgehens vom Lehramte der Universitäten. Wie viele leidenden Menschen war er mißtrauisch, verbittert und ungerecht. Sein Buch über die Judensrage", in dem er eigentlich nichts Originelles auszuweisen hatte, machte auf Dr. Theodor Herzl einen niederschmetternden Eindruck. Wir wissen heute, das Dühring in seinen Anschauungen über die Lehre und das Wesen des Judentums stark beeinflußt war und wurde von den Lehren des ehemal'gcn deutschen Apostels ind Nationalheiligen Paul de Lagarde, der iir seiner Jugend seinen deutschen Namen Bötticher mit Bewilligung Napoleon lll. in einen französischen uniwandelte. Dieses Mannes Schriften beeinflußten in ganz hervorragender Weise die Geistesrichtung Dührings, wobei dessen Leben der Pikanterie nicht entbehrt, daß der Jude und Zionist Dr. Fr. Oppenheimer in seinem soziologischen Werken sich als sein Lieblingsschüler bezeichnet. Dühring ist als aktiver antisemitischer Politiker nicht hervorgetreten, wie er überhaupt infolge seines Leidens öffentl. Betätigung mied.Aber als geistigerAntiscmit, der die Judensrage als Rassenfrage auffaßte, hat er dem Judentum schwere Wunden beigcbracht. Alle geistigen und sogenannten wissenschaftlichen Antisemiten, nicht bloß die deutschen, sondern alle anderen, arbeiten mit seinem geistigen Rüstzeug. Der „Rembrandt Deutsche", I. S. Chamberlain, und alle die;f!cinen und kleinsten Götter sind Blut von seinem Blute. Ein scharfer.Geist, der in der Philosophie seine eigenen Wege gehen wollte der gleich Schopenhauer die Philistrositä, > und den Dünkel der zünftigen Phitoiüpbenschulen am eigenen Leibe gefühlt hatte.1 ward verwirrt durch das Unkraut vieler Vor.' urteile, von denen das des Antisemitismus am üppigen blühte. Die ethischen Grund- Mtze seine philosophischen Lehren hat das deutsche Bolk vergessen, ehe es sie erfaßte, seine! antisemiiI gen sind ihm erhalten geblieben und soweit er im deutschen Volke bekannt ist ist er cs nur als Antisemit; übrigens ein st,,' stand, der ihn selbst — verdroß. Erez Israel, s Politisches. Verurteilungen. In Jaffa wurde der Prozeß gegen tstc Araber, welche im Mai die Kolonie Rechobch angegriffen haben, zu Ende geführt. Ein Angeklagter wurde zu zwei Jahren, zwei zu einem Jahre Gefängnis verurteilt. W. M. Wirtschaftliches. Emek Israel. In Anwesenheit des Distriktsgouverneurs von Nazareth nahmen 200 jüdische Arbeiter, die als Nuris bekannte Landsflöche in Emek Israel formell in Besitz, welcher Boden bekanntlich vom Jüdischen Nationalfonds gekuaft wurde. — Es handelt sich hier um, einen ausgedehnten Badenkomplex von fast 50.000 Dunam, durch dessen Erwerbung der Besitz des Jüdischen Nationalfonds auj einmal verdreifacht wurde. W. M. Z. Daugesellschaft. I. P. Z. Die „Newe Schalonl"-Baugesellschast, die von der Palcstine Development Company auf dem sogenannten roten Karmel in Haifa, 650 Dunam Boden erworben hatte, hat den durch Rosenseld ausgearbeiteten Quartierplan vervollständigt; mit der Verlosung der Baustellen wird demnächst begonnen werden. Dr. Eder hat ein Darlehen von 2.500 Ps. für allgemeine öffentliche Bauten zugesagt, wozu die Gesellschaft aus ihren eigenen Mitteln noch weitere 1.000 Ps. beitragen will. Sie bemüht sich, sich einen Kredit für Häuserbau zu sichern. Boriß Goldberg und Rabb. Teitelbaum von der America,» Building Company haben ihrerseits verschiedene Zusicherungen gegeben. In der Zwi schenzeit sind jedoch nur kleine Fortschr'tte in Haifa gemacht worden. Kartonnagensabrik. I. P. Z. Einer der neuen Immigranten ans Warschau hat Maschinen für eine Kartonnagenfabrik mitgebracht, die er inzwischen in der „Marbadia"-Werkstätte an der Bucharcnstraße eingestellt hat. Dieser, wenn auch kleine Industriezweig, wird mit der Zeit im Stande sein, zahlreiche Arbeiter zu ernähren, mit Rücksicht ans die Neugründung von Zigarettenfabriken, die Bedarf an Kartonlchachteln yaven. S c i d e n i n d u st r i e. I. P. Z. Ueber die Entwicklung und) Aussichten der Seidenindustrie in Palästina berichtet u. a. der „Haaretz": Die Seibenmdustrie bildet in Palästina kein neues Unternehmen. Baron Edmond Rothschild ergriff s. Zt. die Initiative hierzu nt Metullah. Infolge des Krieges wurde dieses Experiment vernachlässigt. Mit dem Eintritt normaler Bedingungen begann dieser Industriezweig die zionistischen Führer wieder zu beschäftigen rmd hat sich Dr. Weizmann durch Ernennung von R. Zwi zum Experten für dieses neue Unternehmen eingesetzt. Zwi interessierte sich besonders für die Rizinuspflanze. eine info* sche Pflanze mit reproduktiven Qualität^ Der Rizinuswurm ergibt 6 GeneratioM gegenüber nur einer Generation beim beerwurm und die Rizinuspflanze ist den verschiedenen Einflüssen weniger ausgeW und kann sich dem Klima gut anpasscn. Äe Seide, die aus den Kokons dieses Wurm^ gesponnen wird ist stärker, als die des Maulbeerwurms und kann für alle Kleiderarten Verwendung finden. Die Rizinuspflanze wächst rasch, sowohl in sandigen, wie feuchten Regionen. Weizmann vermochte Sir Alfred Mond für diesen Industriezweig zu interejsieren und Bereitstellnng der nötigen Mitte, für Versuche auf diesen, Gebiet zu erlangen. Nach kaum einem Jahre zeigten sich Erfolge, die über alles Erwarten waren. Der Wurm hat sich an die klimatischen Verhältnisse angepaßt, erreichte die erwartete Zahl von Generationen und jetzt können die Kokons an in» verschiedenen Seidencrzeuger übergeben werden. Unglücklicherweise fehlen die für diei« , Industrie nötigen Maschinen. Dw Sewcnindustrie dürfte laut Ansicht der Experter