Jüdisches Volksblatt
- Journal
- Jüdisches Volksblatt
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 61 (30.9.1921)
- Date
- 1921-09-30
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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- Ammiel 1× ep/1003420
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«frnra# jüdisch:« SBMfcMiS" - SO. StpUrritet. 9t. m. Arabische Gewerkschaftler werden eine Tjartc, aber überaus fruchtbringende Orgcxnisationsarbcit zu leisten staben. Denn wenn die organisierten Fellachen den Lolin des jüdischen Arbeiters nicht mehr unterbieten und umgekrhrt der Lohn des Fellachen auf diS Niveau per jüdischen Arbeit gleicher Kategorie gehoben wird, dann gibt eö keine Jntcrcsscngcqrnähe Mehr zwischen den arabischen nnd jüdichcu Lohnarbeitern. Obwohl das Vorhandensein einer mächti- Ecn jüdisch-arabischen Gewerkschaft nicht für ie nächste Zeit zu erwarten ist, sollen dennoch einige Details besprochen sein:! Otto.Bauer untersucht im. 9b..Paragraphen seines Werkes') die nationale Frage in den Gewerkschaften. Obwohl er von den altcsterrcichischen Verhältnissen, speziell vom Gegensatz zwischen Deutschen und Tschechen aüSgehti so gelangt er zu allgemeingültigen Ergebnissen, die auch für unseren Spezialsall Juden>Arab:r in Betracht kommen. Bauer führt aus: Bei der Untersuchung der Bedürfnisse der Gewerkschaften und ihrer Arbeitsgebiete müssen wir die internationalen ökonomischen Aufgaben der Gewerkschaften trennen von den national differenzierten. Die erst.ren verlangen die unbedingte Zentralisation der Finanzen der Ge- "wcrkschaft. also einheitliche Verwaltung, da man nicht jedem Lokalvcrband Vollmacht gell;» kann, selbständig Konflikte herbeizuführäi, die die Finanzen, der Landesgewerk. , sch-sst stark in Anspruch nehmen wü den. Da- -ßegen verlangt die gewerkschaftliche Agitation Erzichungs- und Kulturarbeit, Presse und Bibliothekswesen national-diffcrentierte Mittel. Demgemäß ist zu fordern: Einheitliche Verwaltung der internationalen ökonomischen Gewcrlschaftsaufgaben! Nationale Autonomie auf deni Gebiete der kulturellen Eruegsaufgaben der Gewerkschaft! Einheitliche .internationale Verwaltung, aber besondere Nationale Kontrolle (Kulturkommissionen, « u-cssLsommiff^,E"mstv.i. auf jenen Gebietst.-jr.^st^'-'chastlicher^chtigkeit. wo sich dir r'-KeiT -u^iatt zur Erreichung ihrer internatiot> vm-, u^coiiomischen Ausgaben national-diffebedienen muß." Bauer ver- Wliegllch «ine einheitliche Landes- , -^Elchf^Gewerkschastskommilsion. Ivelwc git Stbeit der Nationalen Sektion leitet.?,*? Orten aber erfordert die ge- »"'-'»iostlickis Tätigkeit unbedinnt baV Vor- Ju d'rn einzelnen Orten aber erfordert die gewerkschastliche Tätigkeit unbedingt das, Vok» saMtmuM alles' Gewerkschaftsmitglieder, bezw; eineS internationalen OrtskartellS.- ' Akut wird dies für Palästina in der einen oder anderen Form erst in einiger Zeit .»werden, aber bis dahin werden' wenigstens ' olle jüdischen Arbeiter Und die Mehrzahl der in südlichen Diensten stehenden Fellachen ' organisiert sein müssen. Die englische Veri Wallung, die dom Heimatland auS die Bedeutung und Funktion der Gewerkichaften kennft wird uns keine Schwierigkeiten machen dürfen. Der Unterstützung der „Labour Partt,' sind wir in dieser Frage gewiß. Jcdenfglls' aber werden die Mitglieder arabischer, bezw. arabisch-jüdischer Produktivgenosssnschasten. gewerkschaftlich organisiert sein. Der Zentralvcrband palästinensischer Arbeitergenossenschaften (1) wird nämlich gleichzeitig die internationale, gcwerkschaftliche Organisation des Lapdes bilden. — Ein Aufsatz von Ammiel Mac rat (2) isi in der politischen Diskussion leider unbc-! achtet geblieben, obwohl er ein wirksames , Mistel zur Lösung der Arbeiterfrage andeutet. Maccät weist nach, daß eine Nationalisierung des jüdischen Bodens und der jüdischen Produktionsmittel das Araberproblem niemals aus der Welt schaffen würde. Der Verfasser verlangt eine allgemeine Sozialisierung alles palästinensischen Bodens unv aller sonstigen palästinensischen Produktionsmittel. "Da aber die Sozialisierung als allgemeines Laudcsgesctz wird eingeführt werden müsien, so werden die Araber nicht nur die Möglichkeit staben, ein von jeder kapitalistische» Ausnützung durch ihre Effcndis freies wirtschaftliches Leben zu führen,sondern nach jüdischem Muster eigene Geuosienschaften mit den Vorzügen ihres Großbetriebes, eigene Jndustriedörfcr nsm .zu bilden oder sich als Mitglieder von jüdischen Genossenschaften aufnchmcn zu Igsien, worin sie selbstverständlich nationale und kulturelle Minoritütsrrchte geniesten werden, eutsvr:chend der Gercchtig. feit, dem neuen Zeitgeist und den Ansprüchen die di« Juden selbst in den Ländern des Gallith mit stlecht erheben." *1 »Die SlationnlltSicnfiftflc nnd Me Eozlal- »emoltolir', 2. Bond der llaniluMtn. Wien 1007, , Berlatz der ">oi!»dni!>heiiMvnsc Jana- Brand, j 1! NSHered darlldar Im 8. Rav. meine» Boche» > »Die nalSNinenilichc?>eniialbank und ihre Kooper»- > einen-'. i r» Im TiuiaiiiiiQli.'i: 6er .NrbeU" Nom Jahre ( »Ul. de» Vrga» dt» ^»tlche» t>->r>oel-va-alr._ Eine allgemeine Sozialisierung!n Palastina ist für absehbare Zeit unmöglich. Man kann nicht sozialisieren, wenn nichts zum Soßicilificrcrt tiohcnibcn iftj btc 23ctneb§iTiittcI per Juden müsien ja erst ins Land komm n, und über die Betriebsmittel der Araber staben >oir kein Vcrfügimgirecht und keine Verfugungsgewalt. Der Gedanke der Bi.düng orabischer, bezw. arabisch-jüdischcr Genossenschäften erscheint mir aber zu», A isbau geeignet. In ihm schlummert die Lösung der Arabcrfragc. Das Solidaritätsprinzip ist dem N aber wie dem Orientalen überha Pt nicht unbekannt. Die Sippe, die Großfamilie soll nach wie' vor die soziale Grundeinheit geblieben sein, natürlich nur in jenen Gegenden, die sich dem orientalischen LebenSrhythmus erhalten haben. Das Solidaritätsprinzip umspannt aber auch die Territorialgenosicnschast, die Ortsgemeindc. Sie ist in manchen Fellachendörfern Wirtschaftsgenosienschaft. „Hinsichtlich der Dorfverfasiung haben wir weniystens in den altarabischrn Dörfern ein ähnliches Bild vor uns wie in der .Feldgemeinschaft des germanischen Dorfes. .... Nur haben wir eö in Palästina durch'ehrnds mit ver Zweifelderwirtschaft zu tun, im Ucbrigcu kennt man die Genossenschaft» arabisch Hamule, auch hier. Von ihr wird das Fe.d gemeinsam bewirtschaftet, auch die bekannte Erscheinung des Flurzwanges f'ndet sich in der arabischen Landgenossenschaft. Jnfolgedcsien sind die Mitglieder einer Hamule gezwungen, die verschiedenen Wirtschaftsarbeiten auf dem Felde zusammen innerhalb einer einer bestimmten Zeit auSzuführen." (') Die Genossenschaft als Wirtschaftsform dürfte also dem Araber nicht fremd sein. Die Araberfragr ist letzten Endes eine Fellachen- und keine Esfendifrage. Beweisen wir ernsthaft der Majorität der Araber, daß wir Orientalen, Inden, Brüder sind, daß wir sic!m politischen und wirtschaftlichen Kampfe gegen ihre Feudalhercen unterstützen, dann werden wir uns nicht nur viele der heutigen Gegner zu freunden machen, sondern Bundesgenossen im Endringen gegen die arabischen nnd jüdischen Ausbeuter der Fellachen finden. ‘ SBit müssen die Fellachen tn unseren WirtschaftSorganismus eiugliedern. . Das kann auf zweierlei Wegen.geschehen:.,1. durch a.v! G£*«oW*rvVrf*rtFf*n. ''ft, 'fcuvA kann auf zweierlei, Wegen. geschebMr S, durch Bildung arabi!^er^Gemisierstchaft^l,^'dU^ch ' Solange die kaufkräftige Bevölkerungszahl des Landenicht anwächst, werden viele Produkte auf ertensior arabische Art hcrgestellt werben müssen,'ivell sich eine rationelle aber kostspieligere europäisch« Produkt on nicht rentieren würde. Z. B. sind handgewebte Kleider und Leinwand in Palästina zu Preisen erhältlich, die unglaublich niedriger sind als europäische Waren g'eicher Schönheit und gleichere Güte. Die arabischen Frauen weben alS Nebenbeschäftigung und schätzen ihre Zeit sehr niedrig, ein. Jever Paläst nenser wird ferner Beschäftigungen aufzählen, die von Juden im allgemeinen ungern oder schlecht ausgeführt werden. In diesen und anderen Fällen ergibt sich von selbst oie Notwendigkeit einer genossenschaftlichen Organisation der arabischen Arbeit. Daher wird die Schulung einer genügenden Anzahl von arabischen Vorarbeitern ebenso Aufgabe der jüdischen Gemeinwirtschaft sein wie die Kredfthilfe an diese arabischen Zellen im jüdischen Wirtschaftsorgantsmus. Die arabischen Genosien iverden keinen jüdischen und keinen arabischen Herrn haben, sie werden für eigene Rechnung unter der Leitung eines gewinnbetciligien Vorarbeiters arbeiten, der ihnen vom g-wcrkschaftlichen Fachverband zugewiesrn wird. Dir einfachen Fellachen werden in der ersten Zeit diese Wandlung des Arbeitsverhältnisses nicht vollständig erfaffen. Hauptsache ist dann, daß wir einen Stab wirtschaftskundiger arabisch-r Vorarbeiter bekommen. Sobald aber die jüdischen Genossenschaften nur ein'germoß-n wirtschaftlich gesichert sind, dann werden arabische Kooperativen auch für solche Fachverbände gegründet werden müsien, in denen bisher die jüdische Arbeit vorherrschte oder ausschließlich verwendet wurde. Je stärker dir jüdischen Genosienschaften sein werden, desto mehr wird auch die Zahl ihrer arabibchen Arbeitsgenosien anwachsen. Der Wirtschaftliche numeruS elausus für arabische Arbeit innerhalb der jüdischen Gemeinwirt- *> darf Nonnatfl, Die Jütische Kolonisation ValSstina», München ISI». Verlag tkrnü Reinhard«, S. »1. — Inwieweit die Hamnie mit der Pachtung staatlichen Pckrriande» lardmürii durch ein annie» Dorf -uiammenhdngt. kann Mangel» auSsührllche» Maierial» hier nicht unterlucht werden. Jrdenlall» ist e» »nssdlig, d»b da» Senogenlchastdoriuzio Ins», lern tellweis« wieder durchbrochen wird ol» die ein. »einen Detlr »r» gemeinlmn geoachieien Lande» unter den stamtlirn de» Dorse» vrrlol» und ausgeteiit werden. «8 tft aber »dalich, dah Me schon der Bibel dekannte vodenoerlosn», »>t der Haueule nicht» ,n .. ~ : schüft mutz sich organisch zuletzt aufhesten. Tie Aravcrfrage bedeutet uicht Ausschaltung, sondern unschädliche Eingliederling der arabischen Arbeit in dem jüdischen Wirtschaftsorganisinus. Das letzte Endziel ist die pal äst > n c n si i s ch e, die jüvisch-arabische Geincinwirtschaft. Sollte mangels jüdischer Arbeitskräfte, bezw. glcichivertiger jüdischer Arbeit, sich in einzelnen jüdischen Genosienschaften die Verwendung von Fallachen als notwendig erweisen, so wird dies auf streng genosienschaftlicher Grundlage geschehen. Auch die letzten Spuren des kapitalislischen LohnsystemS werden aus unseren Geiioffenschaften entfernt werden müssen. Der in jüdischen Genosien- .schäften arbeitende Araber ist Chaver, ist Genosse und besitzt daher alle Rechte und Pflichten eines jüdischen Genosien, er bezieht den vollen Lohn und Gewinnanteil eines jüdischen Genosien der gleiche» Arbeitskategorie. Araberarbeit kann also innerhalb der jüdischen Gcmeinwirtschaft niemals billiger sein alS jüdische Arbeit. - - Naturgemäß ist in der ersten Zeit diese Verwendung arabischer Arbeitskräfte sehr begrenzt. Aber selbst ein geringes Vorhandensein arabischer und arabisch-jüdischer Genossenschaften innerhalb unserer Gemeinwirtschaft dürfte den ivirksamen Beginn einer Läsung der Arbeiterfrage zur Folge baben. Denn wenn, wir den auSgebeuteten Fellachen werden Arbeitsmöglichkeiten geben können, die ihm den vollen Arbeitsertrag abwerfen, dann wird bald daS Fellachenproblem ver- Swinden und nur das Effendiproblem verüben. Unsere, politisch und ökonomisch freien arabischen Genossen werden aber Bnndesgenosien im gemeinsamen politischen und ökonomischen Kampf gegen die Esftndls sein. Das arabische Feudalsystem wird ebenso ruiiriert werden wie, der jüdische Kapitalismus, wenn kein Araber und kein Jude mehr gezwungen sein wird, Lohnarbeit zu verrichten. Wenn der Segen genosienschaftlicher Eigenarsteit ».sie Bewohner des Landes zu einem solidaren Ganzen zusammenschweißen wird. ^Dann wird Friede im Erez Israel sein, weil!die letzte Ursache aller Kriegs der Brotneid k ausgehört haben wird, den Juden und den fAraber gegeneinander zu Hetzen. Das Wort 'vom arabischen Bruder wird keine Phrase sein, sondern Wahrheit werden. sein, sondern Wahrheit werden.' y-i :'i r. Ittf m ' jloniBlftltM" StudenlevschakL Von Ing. Paul He in. " -' Die Weltkonfe'renz der zionistischen Stu dentenschaft, welche bekanntlich vor Eröfh nung deS XU. Zionistenkongresies in Karlsbad tagte, hat — das können wir wohl ruhig behaupten — positive Erfolge gezeitigt. Aus fast allen europäischen Ländern und auch aus Amerika waren Studentenvertreter zusammengekommcn, alle v. demselben Willen beseelt, vom Willen zur Arbeit, Die Grundfrage, in welche die meisten Referate nnd Diskussionen ausgstigen, war ststs dieselber Wie können wir schon jetzt entsprechend unseren Kräften und entspr ch'nd den Möglichkeiten am Regenerationswerke unseres Volkes mittiln und initkielfen? Dieser Arbeitswille dürfte zum Teile auch Reaktion auf die Erkenntnis gewesen sein, daß die Tätigkeit der zionistischen Studentenschaften den vergangenen Jahren in vielen Ländern nichts weniger als zufriedenstellend ivar. Unsere Kameraden in Amerika, Holland und auch in Deutschland hatten sich allerdings schon früher entschieden: denn die Studenten in diesen Ländern waren im vergangenen Jahren fest an der Arbeit. Sie ivünschen wohl auch, daß manches anders werde, sie streben danach die Geschehnisse in ihrem Sinne zu beeinstiiffen und nach ihrem Willen zu gestalten. Sie warten ober nicht ab — sie warten nicht bis ihnen die Belvegung wieder das und icnes geben, sie warten nicht bis in der Bewegung wieder diese oder jene Strömung einictzen wird; sie nehmen die Wirklichkeit wie sie ist und — arbeiten. Vornämlich ibre Ausführungen waren es, die was reale Arbeit und Organisiening dieser Arbeit anbelangt, erfreuliche Rsiiiltote aufwiesen. Besonders dem Rfterate Olitzkis ivurde mit crhöbter Aufmerksamkeit gcfo'gt, dies deshalb, weil es in vielen Studenten neue Zuversicht in Bezug auf die Jngendbewcgung in ihrem Lande erweckt hat. Olihki, ein Blauweißer und Angehöriger des Kartells jüdischer Verbindungen (K. I. V.) sprach über die Jugendbewegung in Deutschland. Er erzählte zunächst von dem Jnnenlcke und von den Ideen, die der Blauweißgemeinschaft in Deutschland während des Krieges und kurz nach dem Kriege zu Grunde lagen. Er berlchtete vo» der Krise w der jüdischen Jugend» bcwegung in Deutschland, von Gründen. b&F diese Krise hcrbeiführen mußte». Damals mar es imtcr anderen auch verpönt si chin den bestehenden zionistischen Hochschulvereinigungen zu organisieren. All daS uns wohlbekannte Mittellunge», all das galt und gilt auch heute noch für tschcchosloioakische Verhältnisse. Neu war» wenn ich so sagen kann, die Selbsterkenntnis und die Koiisequeiiz, die aus dieser Erkenntnis resultierte. DaS K. I. B. mit seinen 1600 Mitgliedern, das in allen größeren Hochschulstädten Deutschlands seine Vereinigungen hat» zählt heute eine große Zahl Blauweißer zu seinen aktiven Mitarbeitern. Das K. I. V. weih, daß sein Nachwuchs zum großen Teil aus dem Blauwciß hervoraehen wiü>. Di« Aeußerlichkciten die an deutsches Verbindungswesen erinnerten, waren allerdings schon früher abgelegt worden: lediglich die Formen, die gedeihliche intensive und kameradschaftliche Arbeit ermöglichen, wurden beibehalten. ' , . Die Blauweißen in Deutschland hatten gesucht, geprüft und waren dann ins K. I. N. eingetreten. . . . Und bei uns? Noch immer Krise! c Seit drei Jabren in der zionistischen Studentenschaft nichts als negative Kritik, seit drei Jahren hören wir immer nur wie eS nicht gemacht werden soll, seit drei Jahren warten wir vergeblich auf neue Formen auf neue Wege, die uns die Kritiker zeigen, di« sie uns weisen würben, die wir gerne gegangen wären. Wir wollen'S jetzt jagen! Wir haben in den vergangenen Jahren in den Hochschulvereinigungen auch manches daS uns gut schien aufgebe» wollen, wir ha» bcn versucht durch persönlichen Kontakt scheinbare Mißverständnisse aufzuklären, wir wollten neue Gruppen schaffen, alles Versuchen um im Interesse der Bewegung die zionistische Studentenschaft zusamnrenschließen, die zionistische Jugend zusammensasien. Und der Erfolg unserer Bemühungen? Die Zahl der zionistischen Hochschüler ist groß, die Mitglie» s derzahl der zionistischen HochschülervereiNi»' guliyen verschwindend klein; m den Turnvereinen wenige — fast gar keine Akademiker, Neberall „Ich Naturen , für die man weiß Gott was schaffen, denen man weiß Gott wie cntaegenkommen könnte und, chfe.doch nicht inmt* .hwnirtr Urif^r fTjjirrt entgc ’- " ■* ■ ' ' "• mitti habe .. . der anderes gelegentlich in Äersommlungen und Zeitschriften nein gesagt und das nein zy begründen versucht. Sie haben in den vergangenen Jahren für sich sehr wenig, für die Allgemeinheit gar nichts getan. Und endlich die große Menge, die aus denselben Gründen nein sagt, nichts für sich und nichts für di^ andern schuf. Ich wiederhole — einige wenige in ihren Anschauungen und Handlungen wirklich ideale Jungen, der große Rest — unbewußte Egoisten. ‘ Wir haben in Karlsbad eine Menge Aufgaben erörtert, die die zionistischen Studenten durchziiführen hätten, seine Fülle Arbeit, dii sie schon im kommenden Jahre für Paläst'na zu leisten vermögen. Die Referate, die zu Beginn des Semesters in den Hochschulstädten über die Konferenz gehalten werden, dürften' darüber detailliert berichten. Die Zentralisierung dieser Arbeiten ist durch die Tätigkeit der Exekutive beS zionistischenstudentischen Weltverbandcs gewährleistet. Die für deren Durchführung in der Tschechoslowakei notwendigen organisatorischen Vorbedingungen sind geschaffen, Der Landesverband der zionistischen Studeutenschaft in der Tschechoslowakei ist gegründet, in Prag und Brün» bw Zentralausschüsie der zionistischen Akademiker — die Exekutiven der lokalen zionistischen studcntischen Gruppen — ins Leben gerufen; in Preßburg wird mit Beginn des kommenden Semesters die zionistische studentische Gruhp« ihre Arbeit beginnen. _ Sollen diese Organisationen mit Lebca erfüllt werden, sollen diese Organisationen so arbeiten wie sie es müßten, dann kann und darf der Großteil der zionistischen Studenten nicht wieder abseits stehen, dann können und dürfen die Studeten nicht wieder untätig Zusehen wie immer nur einige wenige in arbei» ten versuchen; sie sollen gewiß prüfen und überlegen, dann ober in bestehende Hochschuf. Vereinigungen cintreten oder neue schaffen. Wenn so die zionistische Studentenschaft der Republik auch nur ein Jahr lang alle lakuten Kräfte, die in ihr schlummern, der wegung dienstbar macht, dann wird sie nicht nur alle Beschlüsse der Studentcnkonferenz verwirklichen, sondern auch dazu beitragen die gesamte zionistische Arbeit in unserer Lands- Mannschaft neu zu belehcn und mithclfen diese Arbeit um rin schönes Stück vorwärt» m bringen. ." ' ■1